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316. Frankenmedaille 2015 an Frau Christine Zitzmann

Mittwoch, 4. November 2015 | Autor:

Frankenlied

 

Lieber Blog Besucher,

ich habe mich gefreut, dass es Menschen außerhalb Frankens gibt die sich für die Belange Frankens einsetzen und somit Franken stärken. Aber es taucht dann ganz zwangsläufig die Frage auf, warum gibt es bei uns in Franken nicht genügend Menschen die sich verdienstvoll für Ihre fränkische Heimat einsetzen um so eine Auszeichnung zu erhalten?

Die Preisträgerin-Landrätin Christine Zitzmann-mit dem  FB-Vorsitzenden Wolfgang Hoderlein

Foto Fränkischer Bund – Frau Zitzmann und Herr Hoderlein

Im Rahmen einer Feier am Dienstag, 27.10.2015, im Landratsamt Sonneberg wurde die Landrätin, Frau Christine Zitzmann, mit der fränkischen Verdienstmedaille 2015 des Fränkischen Bundes ausgezeichnet. Begründung:

• Sie hat die historisch-kulturelle Prägung des Landkreises Sonneberg als fränkische Region erkannt und immer öffentlich bejaht;
• sie hat sich stets und erfolgreich für die Verknüpfung mit dem Coburger und den Kronacher Gebieten in Oberfranken eingesetzt;
• sie stand mutig und vorbildlich für den Beitritt Sonnebergs in die Metropolregion Nürnberg.
FB-Vorsitzender Wolfgang Hoderlein: „Frau Zitzmann ist im besten Sinne grenzenlos fränkisch, weil sie zeigt, dass die kulturelle Prägung einer Region nicht an politisch-administrative Grenzen gebunden sein muss.“

Näheres dazu, z.B. Bilder, in unserer Galerie auf dieser Seite sowie in Kürze in unserer Vereinszeitschrift „Wir in Franken“.

 

 

 

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Quelle: Fränkischer Bund

Ich bedanke mich beim Fränkischen Bund für die Genehmigung.

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294. Frankenmedaille 2014 an Bernhard Schlereth

Freitag, 3. April 2015 | Autor:

Frankenlied

 

 

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Bernd Schlereth

Mainpost Bericht zur Verleihung der Frankenmedaille 2014

Der Fränkische Bund e.V. verleiht jährlich die Frankenmedaille an eine Persönlichkeit, die sich durch ein außerordentliches Engagement für FRANKEN auszeichnet.

Herr Schlereth, der erfolgreich die Funktion als Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken ausübt, hat es mit seinem Einsatz geschafft, dass das deutsche Fastnacht-Museum in Kitzingen gehalten und neu aufgebaut werden konnte. Solche Juwelen, wie dieses Museum, sind unersetzliche Mosaiksteine für das Frankenland.

Mittlerweile hat er den Fastnachts-Verband zu einer bundesländerübergreifenden, zukunftsfähigen Institution weiter entwickelt, die der ganzen Region – speziell bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen – zu Gute kommt. Bernhard Schlereth hat zudem die Sendung „Fastnacht in Franken“ im Fernsehen etabliert. Hervorzuheben ist der damit verbundene Erhalt, und die spielerische und doch bewusste Anwendung bereits verloren geglaubter Fastnachts-Kultur und des fränkischen Dialektes.

Mit sehr viel Herzblut ist Herr Schlereth momentan der leitende Direktor dieser Einrichtung. So kann Herr Schlereth mit Sicherheit unserem Vereinsmotto zustimmen: „Franken im Herzen – Europa im Sinn.“

Schlereth

Stehend von links: Heike Fischer, Jochen Pfeuffer (beide FB), Siegfried Müller (OB Kitzingen), Bernhard Schlereth, Jürgen Götz (BGM Veitshöchheim), Doris Paul (stv.Landrätin Kitzingen), Detlev Tartsch (FB)

Die Verleihung der Frankenmedaille 2013 fand am 25.06.2014 im Deutschen Fastnachtsmuseum statt. Dabei war nicht nur die gesamte Führungsriege des Fastnachtsverbandes Franken anwesend. Der Oberbürgermeister von Kitzingen, der Bürgermeister von Veitshöchheim – des Heimatortes von Bernhard Schlereth, und die stellvertretende Landrätin des Landkreises Kitzingen würdigten mit einer jeweils kurzen Ansprache die außerordentlichen Verdienste des Medaillenträgers Bernhard Schlereth. Dieser plauderte in seiner Dankesrede auch etwas aus dem Nähkästchen – was die politische Unterstützung des Museums betraf, und führte die anwesenden FB-Mitglieder exklusiv nach dem offiziellen Teil der Verleihung durch das neue Museum.

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161. Frankenmedaille 2012 an Wolfgang Heyder

Donnerstag, 5. April 2012 | Autor:

Frankenlied

 


 

Im Bild von links: Joachim Kalb (Fränk. Bund), Wolfgang Heyder (Preisträger), Wolfgang Hoderlein und Jochen Pfeuffer (beide Fränk. Bund) und Bambergs OB Andreas Starke.

Fränkischer Bund e.V. verleiht zum 4.Mal die „Fränkische Verdienstmedaille“

 

Wolfgang Heyder, ein verdienter Franke

Der Manager des Deutschen Basketballmeisters Brose Baskets Bamberg, Wolfgang Heyder, wird Träger der Fränkischen Verdienstmedaille 2012. Die vom Fränkischen Bund e.V. verliehene Auszeichnung soll Persönlichkeiten würdigen, die durch ihre Haltung oder ihr Tun dazu beigetragen haben, Franken oder das Fränkische bekannt zu machen und ein Bekenntnis zu Franken und der fränkischen Kultur und Lebensart abgelegt zu haben. Nach Ansicht der fünf Vorstandsmitglieder, die sich einstimmig für Wolfgang Heyder ausgesprochen haben, erfüllt Wolfgang Heyder die Voraussetzungen optimal.

Wolfgang Heyder habe Basketball in Bamberg meisterhaft entwickelt und mit der Entwicklung der Bamberger Basketballeuphorie Bamberg und Franken in ganz Deutschland bekannter und sympathischer gemacht, heißt es in der Begründung der Verleihung. Es sei unbezahlbar, wenn in Fernsehen und Medien im Zusammenhang mit den Brose Baskets Bamberg Begriffe wie „die Meisterhaften aus Franken“, „Frankenderby“ (Spiele gegen Bayreuth und Würzburg) oder „Frankenhölle“ als Beschreibung für die einmalige Atmosphäre, die in der Stechert-Arena von den Fans erzeugt wird, fallen. Und zu keiner anderen Gelegenheit als zu (Heim)spielen der Brose Baskets Bamberg wurden TV-Zuschauer mit dem Anblick der Frankenfahne beglückt. Diesbezüglich gilt der Dank des Fränkischen Bundes gerade den Bamberger Fans, die bei den Spielen den Fränkischen Rechen, also die wirkliche Frankenfahne, schwenken.

„Wolfgang Heyder ist ein bekennender Franke, der sich über das Basketball-Management um Franken verdient gemacht hat. Der Fränkische Bund e.V. verleiht deshalb die Fränkische Verdienstmedaille 2011 an Wolfgang Heyder“, schließt die Erklärung der Jury.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Hoderlein   Joachim Kalb   Heike Fischer   Jochen Pfeuffer   Sabine Welß

Gleichberechtigte Vorstandsmitglieder des Fränkischen Bundes e.V.

Die bisherigen Preisträger waren:

2008:          Wolfgang Hoderlein, Landtagsabgeordneter

2009:          Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages

2010:          Herbert Bauer, Marketingexperte

 

 

Laudatio

Oberbürgermeister Andreas Starke anlässlich der Verleihung der Fränkischen Verdienstmedaille an Wolfgang Heyder am Sonntag, 1. April 2012, um 17:00 Uhr in der Stechert-Arena

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder des Fränkischen Bunds,

verehrte Gäste,

sehr geehrter Herr Heyder, lieber Wolfgang,

 

Du siehst, die Ankündigung des Fränkischen Bundes Dich mit der „Fränkischen Verdienstmedaille“ auszuzeichnen, war doch kein Aprilscherz! Dass Du diese Ehrung vollauf verdient hast, daran besteht für mich kein Zweifel. Denn Dir kommt das Verdienst zu, Franken auf der Erfolgslandkarte des deutschen Sports verankert zu haben. Natürlich haben viele fränkische Vereine schon große Erfolge gefeiert. Doch entweder sind es Triumphe abseits der großen Publikumssportarten, die somit einer breiten Öffentlichkeit in der Regel verborgen bleiben, oder die Erfolge liegen schon einige Jahre oder gar Jahrzehnte zurück.

Brose Baskets 01.04.12 gegen Hagen

Den „Club“ aus Nürnberg zum Beispiel ist selbst für Menschen ein Begriff, die sich nicht für Fußball interessieren. Dass der FCN aber ein Synonym für sportlichen Erfolg ist, wird wohl kaum jemand behaupten. Abgesehen von einem kurzen Höhenflug im Jahr 2007 – gekrönt vom DFB-Pokalsieg – liegt die letzte Meisterschaft des einstigen Rekordmeisters inzwischen auch schon wieder 44 Jahre zurück. Auch die SpVgg aus Fürth verbindet man eher mit tragischem Scheitern. Es wird auch von Jahr zu Jahr schwieriger, noch Zeitzeugen der drei Meisterschaften der Kleeblättler von 1914, 1926 und 1929 zu finden. Falls sie noch leben, können sie sich meistens nicht mehr daran erinnern… Auch die letzte Meisterschaft der Handballer vom TV Großwallstadt in Unterfranken ist mittlerweile schon 22 Jahre her.

Geht es also um aktuellen sportlichen Erfolg und nicht um historische Verdienste, dann sind die brose baskets im Moment sozusagen der FC Bayern München der Franken. Nach dem Pokalsieg 1992 holte man 2005 und 2007 die Deutsche Meisterschaft nach Bamberg, in den vergangenen beiden Jahren sogar das Double. Nach dem dritten Pokalsieg in Folge am Sonntag vor einer Woche – ein historischer Erfolg! – ist nun sogar das dritte Double hintereinander möglich. Diese Titelsammlung ist wirklich beeindruckend. Längst ist Bamberg in ganz Deutschland als Basketball-Hochburg bekannt.

Dazu trägt auch der gewaltige Zuschauerzuspruch bei. Die Auslastung der Stechert-Arena beträgt sage und schreibe 99,97 %. Mit knapp 6.800 Zuschauern im Schnitt haben die brose baskets den höchsten Zuspruch aller Basketball-Vereine in Deutschland. Die Bamberger Basketball-Fans verwandeln die Stechert-Arena an jedem Spieltag in die bei den Gegnern so gefürchtete „Frankenhölle“.

Zwar ist unsere Arena schon die drittgrößte Sporthalle in Bayern, doch selbst wenn sie die größte wäre, könnten – insbesondere während den Playoffs – niemals alle Kartenwünsche erfüllt werden. Immer müssen zahlreiche Basketballfans draußen bleiben, weil sie kein Ticket bekommen. Zu tausenden verfolgen die Fans dann die Spiele ihrer Mannschaft beim Public Viewing in der Bamberger Innenstadt. Der Ausnahmezustand der dann in unserer Stadt herrscht, führt Auswärtigen immer vor Augen, dass Basketball in Bamberg nicht nur eine Sportart ist, sondern vielmehr ein Lebensgefühl.

Der Vater der Erfolge ist zweifellos Wolfgang Heyder. Wo würde der Bamberger Basketball ohne ihn stehen? Sicher nicht da, wo er heute ist. Um im Bild mit dem FC Bayern zu bleiben: Wolfgang Heyder ist quasi der fränkische Uli Hoeness. Ebenso wie dieser rettete er einen Bundesligisten, der nahezu bankrott war. Er war die treibende Kraft hinter dem Um- und Neubau einer modernen Spielstätte, die heute zu den größten Hallen in Bayern gehört. Und er versteht seit mehr als zwölf Jahren, die richtigen Spieler und die richtigen Trainer nach Bamberg zu holen. Er ist der Macher eines Teams, dass nicht nur in Deutschland an der Spitze steht, sondern auch in den europäischen Wettbewerben auch gegen Mannschaften eine gute Figur macht, deren finanzielle Möglichkeiten um ein Vielfaches höher sind als die der brose baskets.

Um ein Spitzenteam zu formen, braucht es bekanntlich nicht nur einen guten Blick für die richtigen Spieler und ein geschicktes Händchen bei der Vertragsgestaltung mit diesen, sondern auch die entsprechenden finanzielle Mittel. Denn seien wir ehrlich: Die Spieler kommen nicht nach Bamberg, weil die Stadt so schön ist und das Rauchbier so gut schmeckt. Basketball ist ein Profisport – und die Spieler wollen entsprechend bezahlt werden. Verglichen mit Städten mit einem wirtschaftlichen Potenzial wie Frankfurt, München oder Berlin ist Bamberg ein ganz kleines Licht. Umso beeindruckender ist es, wie es Wolfgang Heyder seit vielen Jahren immer wieder schafft, einen Etat auf die Beine zu stellen, mit dem die brose baskets national konkurrenzfähig sind.

Dabei setzt er aber nicht nur auf Spieler von auswärts, sondern legt viel Wert auf die Nachwuchsförderung. Zahlreiche Basketball-Talente aus Franken wurden und werden bei den brose baskets unter professioneller Anleitung ausgebildet und erhalten dadurch die Chance, in ihrer Heimat den Traum vom Bundesliga-Basketballspieler zu verwirklichen.

Darüber hinaus zeigen die brose baskets immer wieder soziales Engagement. Ich denke dabei zum Beispiel an das bundesweit einmalige Projekt „BasKIDball“. Jungen und Mädchen zwischen 8 und 18 Jahren haben von Montag- bis Samstagnachmittag die Möglichkeit, in der Turnhalle der Erlöserschule gemeinsam mit „echten“ Basketballern der Brose Baskets zu trainieren. Im Vordergrund steht dabei nicht die Talentsichtung, sondern die gemeinsame Freizeitgestaltung. Die Betreuung wird völlig kostenlos und ohne Anmeldung angeboten und alle Kinder und Jugendlichen sind herzlich eingeladen vorbeizukommen, mitzuspielen oder einfach nur zuzuschauen. Als Schirmherr des Projekts konnte übrigens Dirk Nowitzki gewonnen werden.

Auch persönlich zeigt Wolfgang Heyder bürgerschaftliches Engagement. So ist er unter anderem als Beisitzer im Verein Soziale Stadt aktiv. Der Verein unterstützt das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“, das die Lebensbedingungen in sozial schwachen Stadtteilen verbessern will. Ferner ist er Mitglied im Kuratorium im Verein Kultürla und hilft mit, das fränkische Kulturleben zu fördern.

Meine Damen und Herren,

Wolfgang Heyder ist ein großartiger Basketball-Manager, der diese Aufgabe mit absoluter Hingabe erfüllt. Ebenso wie Uli Hoeness vertritt er die Interessen seines Klubs lautstark und mit Nachdruck. – Als Oberbürgermeister kann ich aber bestätigen, dass Wolfgang Heyder nicht nur ein harter, sondern auch stets ein fairer Verhandlungspartner ist. Sein Wort gilt. Getroffene Vereinbarungen werden immer eingehalten.

Man wird Wolfgang Heyder aber nicht gerecht, wenn man nur seine Fähigkeiten als Basketball-Manager hervorhebt. Er ist nämlich auch ein genialer Veranstalter. Diese Begabung war ihm quasi in die Wiege gelegt. Schon als Schüler am Dientzenhofer-Gymnasium organisierte er die Schulbälle. Und zwar geschickterweise in Kooperation mit dem städtischen Eichendorff-Gymnasium, einer reinen Mädchenschule. Kein Wunder, dass diese Schulbälle rasch einen legendären Ruf hatten. Es gab die beste Musik und die hübschesten Mädchen. Schon allein wegen der Anstiftung zahlreicher Partnerschaften zwischen fränkischen Jungmännern und Jungfrauen, die durch diese Bälle ermöglicht wurden, hätte der Fränkische Bund eigentlich Grund genug, Wolfgang Heyder heute mit der Fränkischen Verdienstmedaille auszuzeichnen!

Seine außerordentlichen Veranstaltungs- und Organisationsbegabung mündete schließlich in die Gründung der Veranstaltungsservice Bamberg GmbH, bei der er einer von drei Geschäftsführern ist. Über 200 Konzerte, Messen, Musicals und Open-Airs im gesamten fränkischen Raum werden von dem Unternehmen organisiert. Er hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahllose Weltstars in die Region geholt – und sich auch damit höchste Verdienste um Franken erworben. Erstens wissen Stars wie Elton John, Rod Stewart oder Andrea Bocelli nun überhaupt, dass es die Region Franken überhaupt gibt. Und zweitens ist das Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich Wolfgang Heyder als erfolgreicher Unternehmer auch bereit erklärt hat, als ehrenamtlicher Botschafter für den Wirtschaftsraum Bamberg zu werben. Ferner ist er Gründungsmitglied im Wirtschaftsclub Bamberg.

Ebenso freut es mich, dass sich Wolfgang Heyder auch kommunalpolitisch engagiert. Auch in der Politik ist er der Farbe der brose baskets, dem Rot, treu geblieben und gehört seit Anfang März als Nachrücker der SPD-Fraktion im Bamberger Kreistag an. Er ist dort künftig im Jugendhilfeausschuss, im Familienausschuss und im Umweltausschuss aktiv. Sollte er für die Politik die gleiche Begeisterung wecken können wie für den Basketball in Bamberg, dürfte es mit der Politikverdrossenheit bald vorbei sein.

Wolfgang Heyder ist zweifellos nicht nur ein äußerst erfolgreicher Basketball-Manager, sondern eine herausragende Persönlichkeit des fränkischen Wirtschaftslebens. In all seinen Funktionen hat er viel für die Region Franken und die hier wohnenden Menschen bewegt. Die Auszeichnung mit der „Fränkischen Verdienstmedaille“ ist insofern folgerichtig und mehr als verdient. Ich danke dem Vorstand des Fränkischen Bundes für die Entscheidung, Herrn Wolfgang Heyder diese Ehrung zuteil werden zu lassen. Dir, lieber Wolfgang, gratuliere ich ganz herzlich zu dieser Auszeichnung. Ich füge den Wunsch hinzu, dass Du weiterhin ein so erfolgreicher Repräsentant des fränkischen Sport-, Kultur- und Wirtschaftslebens bleibst wie bisher!

 

 

Ein Bericht von Wolf- Dietrich Weissbach vom Frankenmagazin

Fränkische Verdientsmedaille

 „Die heißeste Frankenhölle ist immer noch schöner als der strahlendste Bayernhimmel.“ Das ist vielleicht nicht gerade das offizielle Motto des Fränkischen Bundes, unter dem seit einigen Jahren eine Fränkische Verdienstmedaille vergeben wird, wohl  aber – eher augenzwinkernd  – drückt dies eine Art Grundstimmung aus. Jedenfalls sind weder die Vorstände des Vereins noch die Preisträger, angefangen bei dem SPD-Politiker Wolfgang Hoderlein (2008) über die Grüne Landtagsvizepräsidentin Christine Stahl (2009) und dem Marketingexperten Herbert Bauer (2010) bis zum aktuellen Preisträger, dem Manager der Brose Baskets Bamberg, Wolfgang Heyder, verbissene Ideologen. Mit der Medaille werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, „die sich nachhaltig, unmißverständlich und nicht nur vordergründig für die legitimen Interessen unserer Heimat einsetzen“. Geehrt werden „Menschen mit Rückgrat, keine Anpasser und Schönredner, sondern solche, die sich mit langem Atem auch bei Gegenwind für die Belange unseres ganzen Frankenlandes einsetzen“. Für den Fränkischen Bund e.V. gehört zu diesen der Preisträger des Jahres 2011. „Wolfgang Heyder hat, neben seiner erfolgreichen Trainerarbeit im Nachwuchsbereich, es geschafft, daß Bamberg zur Basketball-Hauptstadt in Deutschland aufgestiegen ist. Oft im Hintergrund, hat er den Verein hauptverantwortlich zu einer zukunftsfähigen Institution mit umgebaut. Und er hat es verstanden, die gesamte Region in diese Entwicklung einzubeziehen. Die Laudatio anläßlich der offiziellen Verleihung in der Stechert-Arena vor einem Bundesliga-Spiel der Bamberger Baskettballmannschaft hielt übrigens Bambergs OB Andreas Starke.

Mit freundlicher Genehmigung von Wolf-Dietrich Weissbach , Franken – Magazin für Land und Leute)

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160. Frankenmedaille 2010 an Herbert Bauer

Mittwoch, 4. April 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 


 

 

Fränkischer Bund plädiert für ein „Bundesland Franken“
20-jähriges Bestehen gefeiert – Medaille für Regional-Initiative

 

Main-Post 22.03.2011
(lby) Der Fränkische Bund hat anlässlich seines 20-jährigen Bestehens erneut die Bildung eines eigenen Bundeslandes Franken in die Diskussion gebracht. „In der Hoffnung auf Besserung hat das Projekt ‚Bundesland Franken‘ 15 Jahre lang geruht. Nach dem sich an der Benachteiligung Frankens nichts geändert hat, überlegen wir, das Projekt jetzt wiederaufleben zu lassen“, erklärte das Vorstandsmitglied des Fränkischen Bundes, Joachim Kalb, in Nürnberg.

Den letzten Anstoß dafür hätten die Empfehlungen des Zukunftsrats der Staatsregierung gegeben, die einseitig auf die Förderung der Ballungsräume setzten, sagte Kalb. Der in den 90er Jahren mit einem entsprechenden Vorstoß gescheiterte Fränkische Bund setzt dabei auf EU-Pläne für ein Europa der Regionen. Die Schaffung sogenannter EU-Regionen biete die Chance für eine Neugliederung der Bundesländer. Dabei sollte nach Kalbs Einschätzung neben einem eigenen Bundesland Franken alternativ über einen Zusammenschluss der Bundesländer Franken und Thüringen oder sogar ein neues Bundesland Hessen-Franken-Thüringen nachgedacht werden. Zwischen diesen drei Bundesländern gebe es schon jetzt viele Gemeinsamkeiten, sagte Kalb.

Eine weitere Alternative sei, die Europäische Metropolregion Nürnberg in eine „Metropolregion Franken“ umzuwandeln. In einem solchen Fall müsste sie aber deutlich mehr politische Kompetenzen erhalten.

Die zum dritten Mal verliehenen Frankenmedaille ging in diesem Jahr an Herbert Bauer. Der frühere Manager eines Schreibwarenherstellers in der Region Nürnberg hat im vergangenen Jahr die Regionalinitiative „Echt-Franken“ gegründet. Zur Zeit wird unter dieser Regionalmarke Frischmilch vermarktet; die mit der rot-weißen Franken-Flagge gekennzeichneten Milchtüten sind künftig in den Regalen der fränkischen Rewe-Filialen erhältlich. Demnächst soll unter dem Siegel „Echt-Franken“ auch fränkische Butter, Sahne und Kloßteig in die Supermarktregale kommen.

Nach Kalbs Worten ist es dem Fränkischen Bund während der vergangenen 20 Jahre gelungen, das fränkische Bewusstsein zu stärken. „In Oberfranken finden Sie keine bayerische Fahne mehr. In den Schrebergärten weht jetzt überall der rot-weiße Franken-Rechen“, stellte Kalb fest.

Laudatio für die Verleihung der 3.Frankenmedaille am 18.03.2011!

Von Jochen Pfeuffer (Mitglied im Landesvorstand Fränkischer Bund e.V.)

 

Angesichts der voranschreitenden globalen Vernetzung besinnen sich die Menschen wieder mehr auf Ihre direkte Umgebung. Familie, Wohnort und Heimatregion gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Mensch braucht eine Basis. Gerade in Zeiten von Finanz-, Lobby- und Medienmacht, von Umwelt- und Gesellschaftsproblemen wird das immer wichtiger. In diesen „Krisenzeiten“ verbirgt sich ebenso eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit zu erkennen, dass das Streben nach maximalem Wachstum und der fortlaufenden Steigerung des Bruttosozialproduktes den dauerhaften „Erfolg“ unserer Gesellschaft nicht sichern kann. Es gehört vieles mehr dazu. Beispielsweise die Erziehung und Bildung unserer Kinder, die sozialen Standards und die demokratischen Werte, der Umwelt- und Artenschutz und natürlich genauso das Gefühl sich wohl zu fühlen in der Region in der man lebt. Also, besser ist es regional zu handeln und global zu denken, wie im Bereich der Energiegewinnung oder dem Kauf von regionalen Produkten.

Die Globalisierung und der Schutz der Natur funktionieren eben nur, wenn diese auf die Regionen abgeleitet und dort praktiziert werden.

Das Thema Franken in Bayern und Franken in Deutschland gewinnt somit angesichts dieser ganzen Punkte und eines Europa der Regionen immer mehr an Bedeutung.

Franken muss in einem friedlichen Europa der Regionen gleichberechtigt neben den anderen Regionen stehen, die Entwicklung mitgestalten können und wahrgenommen werden. Wir möchten deshalb in erster Linie das Selbstbewusstsein der Einwohner in der Region und das Selbstverständnis für die Region positiv fördern, und Franken dazu immer mehr Gewicht als gemeinsame Region geben. Wir möchten die Vielfalt Frankens, die von Bayern zur Schwäche gemacht wurde, wieder zu einer Stärke der Region Franken machen. Franken war schon immer bunt, und deshalb setzt sich der Fränkische Bund für diese Vielfalt Frankens ein. Wir brauchen diese Vielfalt um wieder zu einer Einheit zu gelangen. Gerade an einem so historischen Datum wie heute, dem 18.März, ist das wichtig zu betonen. Einheit durch Vielfalt, das ist für eine friedliche, positive Zukunft auch das Rezept für Deutschland und Europa. Für Franken bedeutet das: Zusammenstehen bei den Kulturgütern, im Bereich des Tourismus und ebenso in anderen wirtschaftlichen Gebieten. Die Exzellenzinitiative hat es ja gerade erst wieder gezeigt. Wir brauchen allenthalben die fränkische Zusammenarbeit, um dann den Nachbarregionen auf Augenhöhe zu begegnen.

Ein fränkisches Geschäftsnetzwerk würde nicht nur andauernden Erfolg und versteckte Potentiale hervorbringen, sondern auch ein ideales Sprungbrett für neue Unternehmen bieten. Es gilt die in Franken vorhandenen Qualitäten herauszustellen und konkret diese weiter zu entwickeln. Wir benötigen keine vom Freistaat vorangetriebene Abgrenzung der fränkischen Teile Bayerns. Im Klartext: Die Wirtschaftsinitiativen der Bezirke stehen sich argwöhnisch gegenüber und fördern oft noch eher Misstrauen als Vertrauen und Missgunst statt Miteinander. Es muss endlich selbstbewusst als eigene Marke aufgetreten werden, anstatt bei Bayern das fünfte Rad am Wagen zu sein und nur am Rande, wenn überhaupt, vorzukommen.

Wir haben bereits ein Dachmarken-Logo mit dem fränkischen Rechen. Darunter sollte sich Franken in seiner ganzen Vielfalt als Einheit zeigen, Stärke und Qualität demonstrieren und sich vermarkten. Das führt zu einem positiven Bild und Selbstbild der Region.

 

 

 

Der bewusste Verbraucher möchte Waren aus seiner Region, die Ihm bestimmte Standards garantieren. Dafür ist die Mehrheit bereit mehr zu zahlen, und das bedeutet mehr hochwertige und sichere Arbeitsplätze in Franken.

Die fränkische Natur bietet uns mitunter diese Möglichkeit. Also nutzen wir Sie doch einfach.

Es bedarf nicht unbedingt einer Alleinstellung um regionale Produkte an die Bürger zu bringen.

Es muss zu allererst einmal die richtige Marketingidee und -strategie kommen, und eine Person die sich mit der Region und deren Spezialitäten absolut identifiziert.

So stark, dass Sie mit Ihrer Überzeugung und Ihrem Engagement, nicht nur Ihre Umgebung sondern sogar die Zulieferer der Verbrauchszentren für diese Idee gewinnen kann.

Doch selbst ohne die großen Supermarkt-Ketten, gibt es genügend Absatz- und Kooperationsmöglichkeiten für regionale Produkte. Bauernmärkte,  Regionaltheken, die Gastronomie und der Tourismus können sich gegenseitig fördern, wenn die Qualität stimmt.

Im Idealfall knüpft das Nutzen der regionalen Spezialitäten sogar eine wichtige Beziehung von Stadt und Land, und trägt so zu einer positiven, ausgleichenden Struktur in der Region bei. Deshalb sollten solche Initiativen eher politisch unterstützt und finanziell gefördert werden, als irgendwelche abstrakten Gremien.

Denn hier geht es um eine nachhaltige Entwicklung beim Zusammenspiel von Landwirtschaft, Verarbeitung, Vertrieb und Verbrauch im regionalen Raum.

Es geht um kürzere Transportwege, also weniger Umwelteinflüsse und weniger Straßenbelastung.

 

Regionale Produkte von hoher Qualität bringen mit der Wertschöpfung Arbeitsplätze in die Region. Außerdem steigt somit das Potential für den Tourismus und die Naherholung.

Und durch den einhergehenden Schutz der kultivierten Landschaft, wird bei den Einwohnern die Identität und das Bewusstsein für die Kultur und die Tradition gestärkt.

Sozusagen Tradition mit Zukunft und Weitblick.

 

 

Und, dass Tradition und Moderne sich nicht im Weg stehen müssen, hat unser diesjähriger Medaillenträger bewiesen.

Er ist im Fränkischen in einer kleineren Ortschaft aufgewachsen und hat dort als Kind selbst bei der Landwirtschaft der Großeltern mitgeholfen.

Nach seiner Ausbildung und dem Studium war er in der Großstadt als Marketing-Experte bei einem fränkischen Schreibwarenhersteller sehr lange tätig.

In seinem Vorruhestand hat er nun genau das Konzept für regionales Produktmarketing in die Tat umgesetzt, wie es sich unser Verein mehrheitlich vorstellt.

Mit seinem persönlichen Einsatz hat er es geschafft, dass eine der großen Supermarktketten seine fränkische Initiative an die Konsumenten bringt.

Außerdem ist besonders hervorzuheben, dass die Zusammenarbeit der Milchbauern mit der Molkerei bei der fränkischen Frischmilch länderübergreifend ist.

Denn die fränkische Kooperation, auch zwischen den Franken in Baden Württemberg und Bayern muss gestärkt werden, wie wir alle wissen.

Das oft verwendete Zitat: „Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!“ , hat er in seinem Sinne verwirklicht und sprichwörtlich generationenübergreifende Arbeit geleistet.

Wie unser Verein, der Fränkische Bund e.V., steht er damit für frische Ideen für Franken.

Für die positive Entwicklung unserer Region sind Personen wie er Gold wert.

 

Und so vergeben wir die Medaille in diesem Jahr an den Gründer der Regionalinitiative

„Echt-Franken“  – an Herrn Herbert Bauer.

 

 

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30. Frankenmedaille 2009 an Christine Stahl

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

Frankenlied

 


 

Presseerklärung Jahreshauptversammlung 2009

Anlass: Diesjährige Verleihung der Frankenmedaille im Rahmen der des Fränkischen Bundes e.V. am Sonntag, den 25. Oktober 2009 im Gasthof Föhrenhof in 90562 Heroldsberg, Laufer Weg 11 (Tel. 0911-51830), Beginn 10.15 Uhr.

Gewürdigt werden die Verdienste der Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen und Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Christine Stahl, um unsere Region Franken.

Nachdem im letzten Jahr Wolfgang Hoderlein als erster die neu geschaffene Auszeichnung, eine „fränkische Verdienstmedaille“, erhalten hat, votierten in diesem Jahr ebenso eindeutig sowohl Landesvorstand und Ältestenrat des Fränkischen Bundes e.V. als auch viele Mitglieder trotz mehrerer Vorschläge für die nachhaltig engagierte Fränkin Christine Stahl.

Die Auszeichnung soll keine Konkurrenz zum „Frankenwürfel“ sein, sondern mehr eine notwendige Ergänzung darstellen. Wir denken nicht in Bezirksgrenzen, sondern an die ganze Region Franken mit ihren 4,5 Millionen Einwohnern. Wir schließen absichtlich keine Politiker/innen aus, weil man eben nur durch gerechte und vorausschauende Politik die Interessen unserer Region Franken im europäischen Konsens wirksam vertreten kann.
Gerade wir in Franken erleben permanent, zu welchen Verwerfungen ungerechte Verteilung, Selbstbedienung„ Ignoranz und ein zentralistisch geprägter Führungs-stil in Bayern geführt hat und weiter führt. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die populistisch vordergründig je nach Großwetterlage mal für mal gegen des legitime Interesse unserer Heimatregion entscheiden, sind uns suspekt und zuwider.

Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegenwind, etwa von Seiten der ‚einst‘ jahrzehntelangen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstseins innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl.

Joachim Kalb

Was uns verbindet, ist nicht vordergründiger folkloristischer überzogener Patriotismus, sondern das Streben nach eigenständiger basisdemokratisch organisierter regionaler Selbstbestimmung als Gegenpol zur zentralistischen Fern- und Fremdbestimmung. Was vor Ort entschieden werden kann, soll man auch vor Ort entscheiden. Haushalts- und Fördermittel usw. sind gefälligst gerecht zu verteilen. Das ist Grundvoraussetzung.

Zu diesem gesunden Regionalbewusstsein gehört für den Bürgerverein Fränkischer Bund e.V. auch, dass man den Bamberger Domschatz eben auch im Bamberger Dom besichtigen kann. Es ist auch nicht vermittelbar, wenn das Markenzeichen unserer Region, der Frankenrechen, nicht einmal am Tag der Franken offiziell gezeigt werden darf Stattdessen wird per Dekret – wie im Kolonialzeitalter – bestimmt, die Wittelsbacher Rauteninsignien der urfränkischen Nürnberger Burg, der Veste Coburg und der Würzburger Residenz als befohlene Dauerbeflaggung aufzudrängen.

Für den Landesvorstand
Joachim Kalb

90562 Heroldsberg, 25.10.2009, 10.30 Uhr
Pressemitteilung zur Übergabe der Frankenmedaille
(Voranmeldung siehe Pressemitteilung vom 20.10.2009)
Der Vertreter des Landesvorstandes des Fränkischen Bundes e.V. Joachim Kalb (mit Urkunde) übergibt die Frankenmedaille an die Landtagsvizepräsidentin und Landtagsabgeordnete Christine Stahl. Der waschechte Altbayer MdL Dr. Sepp Dürr (mit Frankenwimpel) hielt die Laudatio. Dazwischen Wolfgang Hoderlein (SPD), Träger der Frankenmedaille vom Vorjahr.

Kurzer Bericht über das denkwürdige Ereignis:

Auch die diesjährige Mitgliederversammlung des Fränkischen Bundes e.V. in Heroldsberg begann mit einem Festakt, nämlich der Verleihung der fränkischen Verdienstmedaille (Bild: Galerie). Der leidenschaftlichen Fränkin, Landtags-abgeordnete und Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Christine Stahl (Bündnis 90/Die Grünen), für die Bayern eben mehr ist als nur Oberbayern und München, wurde in diesem Jahr die Ehre zuteil.

Im Text der Urkunde begründet der Landesvorstand, vertreten durch Joachim Kalb, die diesjährige Wahl: Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegen-wind, etwa von Seiten der „einst“ jahrzehntelangen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstseins innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl.

Der „Laudatior“ Dr. Sepp Dürr, Chef der Grünen im Bayerischen Landtag, wurde freundlich von den Franken empfangen, obwohl er kürzlich im Landtagsausschuss die FB-Forderung nach „Rückgabe der Beutekunst“ als einziger als „Schmarrn“ bezeichnete. In der Kontroverse Altbayern Franken habe ihn seine Parteifreundin Christine Stahl zum Nachdenken gebracht. Der rückwärtsgewandte, nicht zukunfts-fähige Zentralismus im Freistaat sei das größte zu lösende Problem in diesem Bundesland!.

In ihrer Dankesrede mahnte Frau Stahl vor allem die Gleichartigkeit der Lebensver-hältnisse in den Städten und Kommunen Bayerns an. Reich für Altbayern, arm für Franken kann nicht sein. Wenn man mit dem Gedanken spiele, eine Region über die Klippe springen zu lassen, solle man bedenken, dass dabei die Gefahr besteht, die Demokratie zu opfern. Sowohl sie als auch die Mitglieder des Vereins lieben ihre Heimat und sie erfülle als „regionale Abgeordnete und Delegierte“ einfach nur die ihr gestellten Aufgaben.

Wolfgang Hoderlein

Der letztjährige Preisträger der Medaille, Wolfgang Hoderlein (SPD), meinte in seiner Würdigung, dass Frau Stahl ihm sogar vorgemacht habe, wie man sich bewusst und kontinuierlich für die Region Franken einsetze.

Joachim Kalb

Sepp Dürr

 

Laudation Sepp Dürr

 

Ich bedanke mich ganz herzlich dafür, dass ausgerechnet ich heute hier sprechen darf. Damit zeigen Sie Liberalität und Selbstbewusstsein.

Bedanken möchte ich mich auch dafür, dass ich eine Lobrede halten darf. Das ist für einen Grünen Politiker in Bayern ein ganz seltenes Vergnügen. So eine Gelegenheit muss man ausnutzen.

Und deshalb will ich zuallererst den Fränkischen Bund loben.

Es gibt ja kaum etwas Schwierigeres als eine demokratische, selbstbewusste, andere nicht herabsetzende Identitätspolitik. Das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit ist ein starkes Bedürfnis. Gerade in unseren Zeiten der Globalisierung wird dieses Bedürfnis besonders akut.

Es ist in seiner Unbestimmtheit auch ein brandgefährliches Bedürfnis. Deshalb ist es ein großes Verdienst des Fränkischen Bundes, dass er dieses starke Bedürfnis aufgegriffen und ihm eine demokratische Richtung gegeben hat.

Darauf können Sie wirklich stolz sein!

Die Frankenmedaille des Fränkischen Bundes ist deshalb eine ganz besondere Auszeichnung.

Und ich kenne niemanden, die sie mehr verdienen würde als meine liebe Kollegin, die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Christine Stahl.

Wenn ich jetzt ein Franke wäre, wäre meine Lobrede auch schon vorbei. Christine hat mich ausdrücklich ermahnt, kurz zu reden. Franken geben nämlich nicht an. Das machen nur Oberbayern. Ich soll also jetzt angeben, aber nicht zu viel.

Das mit dem Angeben und Aufschneiden ist, anders als die meisten von Ihnen glauben, mir nicht in die oberbayerische Wiege gelegt worden – und zwar weder als Individuum noch als Stammesangehörigem. Wir Oberbayern waren jahrhundertlang berühmt dafür, maulfaul zu sein, und wir waren stolz darauf.

Nur ein uralter Witz als Beispiel:

In einer Münchner Straßenbahn wurde ein braver Arbeiter von einem hörbar norddeutschen Herrn lautstark zur Rechenschaft gezogen. D.h. der Preiß hat’n sauber zsammputzt.

Ich hab vergessen, warum. Vielleicht, weil der Arbeiter mit seinem Stumpen, also einer billigen Zigarre, die Luft verpestete. Der Preuße schimpft, der Arbeiter bleibt ungerührt still sitzen. Das umherstehende und sitzende Volk murrt. Als der Preuße endlich ausgestiegen ist, fragen die anderen Fahrgäste empört den Arbeiter, warum er sich das hat ohne Widerrede gefallen lassen. Da antwortet der Arbeiter ab-schließend: „Ich hab ihm derweil ein Loch in seinen Mantel gebrannt. Des langt a.“

Bis weit in die 80er Jahre waren wir Oberbayern also eher pragmatisch veranlagt. Gfotzert, d.h. redegewandt, aufschneiderisch und angeberisch waren nur Preußen. Dann kamen Strauß, Stoiber und die CSU und der weltweite Wettbewerb. So schnell können Klischees sich ändern.

Trotzdem werde ich jetzt tun, was man von einem richtigen Oberbayern erwarten kann. Ich werde jetzt ausführlich Christine Stahl über den Schellnkönig loben. Denn, liebe Christine, ich freue mich sehr, dass ich dich heute loben darf.

Auch das ist für einen Grünen Politiker oder eine Politikerin ja ein seltenes Vergnügen: von der eigenen Partei gelobt zu werden.

Christine Stahl verkörpert alles, was eine Trägerin der Frankenmedaille braucht: Sie besitzt und zeigt fränkisches Bewusstsein, in klar demokratischer Tradition. Keine verkörpert wie sie demokratische Freiheits- und Bürgerrechte. Das konnte jeder mitbekommen, der sich nur ein bisschen für Politik interessiert. Deshalb will ich vor allem ihr fränkisches Bewusstsein näher beleuchten.

Wenn Christine möchte, dass ich zu einer Veranstaltung wie der heutigen komme, schreibt sie: „Vermutlich hast du gar keine Zeit.“

Vor der Veranstaltung selber sagt sie ermutigend: „Das wird nix“.

In den Jahren, in denen wir gemeinsam Fraktionsvorsitzende waren, haben wir uns bei wichtigen Terminen problemlos den Vortritt gelassen. Nur selten waren wir uns nicht sofort einig. Da haben wir gelost. Und wie es der Zufall wollte, habe ich gewonnen. Als wir zum zweiten Mal losen mussten, sagte sie: „Bestimmt verlier ich wieder.“ Und dann, nach einer Pause fügte sie hinzu: „Wir müssen eine Regelung finden für den Fall, dass ich immer verlier.“

Das nenne ich einen offenen Blick auf die Chancen dieser Welt. Ich nehme mal an, das ist eine leidgeprüfte mittelfränkische Weltsicht.

Ist das überhaupt erlaubt, Aussagen über Stammeseigenheiten und Stammes-zugehörigkeiten zu machen? Was oder wer bayerisch ist oder fränkisch, das ist definitiv nicht zu definieren. Sobald jemand anfängt, ernsthafte Thesen auf diesen schwankenden Grund zu bauen, geht es direkt in den Graben. Aber nichts spricht dagegen, mit Hypothesen zu arbeiten: als Vermutungen, nicht als unwiderrufliche Urteile. Wenn wir sie spielerisch verwenden und auch die eigenen Eigenheiten und Zugehörigkeiten als fragwürdig begreifen. Ohne Humor geht das nicht.

Identität und Heimat sind schwierige Begriffe, zu vielem brauchbar und leicht missbrauchbar.

Für viele definieren sie sich aus der Vergangenheit, im Blick zurück. Deshalb sind sie immer in Gefahr, reaktionär zu werden und andere auszugrenzen. Wenn aus der Herkunft ein Überlegenheitsgefühl abgeleitet wird. Wenn Herkunft Zukunft definiert und dominiert.

In unsicheren Zeiten wächst das Bedürfnis, sich zugehörig zu fühlen. Je unsicherer die Verhältnisse, desto sicherer soll der Anker sein. Zugehörigkeit durch gemeinsame Herkunft scheint da besonders verlässlich. Sobald Heimatliebe oder Identität aber von einem geschlossenen „Wir“ ausgehen, wenn Voraussetzung Geburt ist oder ein diffuser „Einheimischen-Status, werden andere systematisch ausgegrenzt.

Das ist der Heimatbegriff, mit dem die CSU bis vor kurzem erfolgreich gearbeitet hat. Die Identifikation mit Bayern war das wichtigste Machtinstrument der CSU. Der Filmemacher Marcus Rosenmüller hat einmal auf die Frage, warum die CSU in Bayern so erfolgreich ist, geantwortet: „Das funktioniert nur über Abgrenzung. Gäbe es diese ‚Mia san mia’- Stimmung nicht, würden selbstbewusste Bayern nicht die CSU wählen.“ Das hat funktioniert, weil das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sicherheit so stark ist. Und weil dieses Bedürfnis früher keinen CSU-Freien Ort gefunden hat.

Das ist heute anders. Wer heute Identität, Zugehörigkeit und Heimat sucht, muss nicht bei der CSU und ihrem Oberbajuwarisierteen Bayernbild landen. Und dafür möchte ich Ihnen allen danken – und natürlich ganz besonders der diesjährigen Preisträgerin der Frankenmedaille Christine Stahl.

Identität und Heimat sind zweigesichtige Begriffe. Denn es gibt auch eine zweite Seite, offen und nach vorne gerichtet: Als Gestaltungsauftrag verstanden ist Heimat ein aktives, progressives, politisches Konzept. Deshalb plädiere ich dafür, nicht so sehr die Vergangenheit zu betonen, sondern die Zukunft, nicht die abgeschlossene, sondern die offene Seite unserer Geschichte.

Wenn es heute in unserem Land ungerecht zugeht – und das tut es –, dann braucht es keine Begründung aus der Vergangenheit. Alle Regionen müssen zu ihrem Recht kommen – aber nicht wegen gestriger, sondern wegen heutiger Ansprüche. Mir geht es darum, nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart neu zu ordnen und gerechter zu machen.

Das ist auch der Grund, warum es neulich zwischen uns ein Missverständnis gab.

Beim Thema Beutekunst.

Ich gebe gerne zu, dass ich, was den Rückgriff auf die Vergangenheit angeht, besonders empfindlich reagiere – und das heißt bei einem Oberbayern wie mir: besonders ungehobelt.

Warum bin ich da so sensibel? Einmal weil die bayerische Vergangenheit der letzten Hundert Jahre nicht gerade durch demokratische Traditionen geglänzt hat. Zum anderen weil diese Traditionen in den letzten Jahrzehnten missbraucht wurden, um eine weitere Demokratisierung Bayerns zu behindern. Und schließlich, weil es in unserem Land viele gibt, die mit uns keine gemeinsame Vergangenheit aufweisen, mit denen wir aber trotzdem gemeinsam Gegenwart und Zukunft gestalten müssen.

2004, als die Grünen in Bayern 25 Jahre alt wurden, haben wir eine Jubiläums-schrift herausgegeben. Darin haben Christine Stahl und ich uns über das Verhältnis zwischen Bayern und Franken ausgetauscht. Sie hat damals – leicht polemisch – 200 Jahre zurückblickend gesagt:

„Freie Reichsstädte sahen sich plötzlich mit Ackerbau und Viehzucht und unbefestigten Straßen konfrontiert, das tolerante Bürgertum der Handelsstädte mit einer intoleranten katholischen Religion. Ein Rückschritt um Jahrhunderte!“

Vielleicht haben Sie ja Recht, dass auch wir Demokraten auf Traditionen zurückgreifen müssen. Trotz meiner Skepsis. Wenn, dann kann es sich nur um demokratische Traditionen handeln. Und dann ist auch klar, dass die Traditionen fränkischer Städte Bayern mehr gut tun als der mehr oder weniger aufgeklärte Absolutismus der Wittelsbacher.

Christine Stahl hat mich damals auch kritisiert, ich würde „in den Kategorien der Herrschenden“ denken, wenn ich dem fränkischen Reichskreis vor Napoleon „Zersplitterung“ vorhalte.

„Wer sagt denn“, hat sie vor fünf Jahren gefragt, „dass Zentralisierung und Hierarchisierung, ungeteilte Herrschermacht, der richtige Weg sind? Für zeitbegrenzte Herrschaft vielleicht, im Sinne der Menschen sind sie nicht. Wir Franken halten Vielfalt aus, weil sie der Vielfalt der Lebensformen und Einstellungen entspricht. Wir Franken müssen uns nicht für Kleinteiligkeit rechtfertigen, sondern Bayern für seinen absolutistisch geprägten Zentralismus!“

Und sie hat damals noch eins draufgesetzt. Sie hat mir nämlich vorgehalten: „Erstaunlich, dass ein Grüner Dezentralisierungswünsche und Freiheits-bestrebungen automatisch des reaktionären Separatismus verdächtigt.“

Ich muss zugeben, ich war etwas verblüfft, als ich das jetzt nach der Debatte um die Beutekunst wieder gelesen habe. Ich meine nach wie vor, dass man beim so schwierigen Identitätsthema auf Sorgfalt bei der Wortwahl achten muss. Aber außerdem sollte man gelegentlich die eigenen Denkmuster überprüfen. Dafür, liebe Christine, dass du sogar einen eingefleischten Oberbayern wie mich zum Nachdenken bringst, bin ich dir sehr dankbar.

„Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegenwind, etwa von Seiten der ‚einst’ jahrzehnte-langen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstsein innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl“. So begründet der Landes-vorstand des Fränkischen Bundes seine Wahl.

Christine Stahl ist eine große Demokratin und eine Fränkin mit Leib und Seele. Sie hat die Frankenmedaille des Fränkischen Bundes wirklich verdient. Liebe Christine, vielen Dank für deine politische Arbeit und herzlichen Glückwunsch!

Christine Stahl mit Gratulanten

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29. Frankenmedaille 2008 an Wolfgang Hoderlein

Dienstag, 16. März 2010 | Autor:

Frankenlied

 


 

Die erste Frankenmedaille für den fränkischen Robin Hood und fränkischen Freigeist Wolfgang Hoderlein – Mitgliederversammlung und Medaillenverleihung in Aufseß

Von Joachim Kalb
Die urfränkische Gemeinde Aufseß, bekannt durch die weltweit größte Brauerei-dichte, war ein würdiger Ort für die Verleihung unserer ersten Medaille. Ein Stück Franken, wie wir es uns vorstellen. Seit Jahren sorgt hier der Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU) allerorten für eine fränkische Beflaggung. Wir tagten am Fuße der traditionsreichen Aufseßer Burg im Brauerei-Gasthof Rothenbach. Nicht minder würdig wie der Ort war der Kandidat, der von Mitgliedern und ‚Jedermann‘ gekürt wurde.

Wolfgang Hoderlein hat sich über die Parteigrenzen hinweg mit überzeugender Kreativität, Beharrlichkeit und hintergründigen Humor für die Belange Frankens nachhaltig eingesetzt, und dies auch bei Gegenwind. Schon als Landtagsab-geordneter und ehemaliger Fraktionschef der SPD hat er durch zahllose gezielte Anfragen, Anträge und Initiativen die eklatante Benachteiligung unseres Frankenlandes klar nachgewiesen, dokumentiert und unnachgiebig angeprangert. Dies, obwohl andere unablässig zum Schaden unserer Heimat die ungerechten Verhältnisse schönredeten. Er ist aus dem Landtag ausgeschieden, bleibt uns aber im Bezirkstag erhalten. Die haarsträubenden Ergebnisse seiner letzten Landtagsan-frage finden Sie unter www.fraenkischer-bund.de

Besonders fühlte er sich auch der fränkischen Kultur und Lebensart verpflichtet. Gleichwohl ob es sich dabei um die Rückführung der fränkischen Kulturgüter wie den Bamberger Domschatz und das Würzburger Herzogsschwert handelt, um die Zulassung der Frankenfahne auf staatlichen Gebäuden, um die peinliche Umbenennung der Deutschen Rentenversicherung in DRV Nordbayern statt Franken, den Namenserhalt der Nürnberger U-Bahn-Station ‚Frankenstadion‘, den Schutz der Marke ‚Fränkischer Meerrettich‘, die Beflaggung von 100 fränkischen Kulturdenkmälern mit dem fränkischen Rechen, und und und. Sein Motto ‚Der Fortschritt ist eine Schnecke, der fränkische allemal‘ bestärkt ihn um so mehr, sich weiterhin für die Belange unseres gesamten Frankenlandes einzusetzen.

Die Laudatio hielt Professor Dr. Wolfgang Protzner, sein CSU-Amtskollege aus dem Kreistag, in humorvoller Weise. Mit Blick auf Wolfgang Hoderlein sprach er von 5 fränkischen Tugenden.

Er sei ein fränkischer Freigeist und habe sich im Landtag massiv für Kultur- und Wirtschaftsfranken eingesetzt. ‚Der Franke schlägt nicht mit dem Säbel, sondern er ficht mit dem Florett.‘

‚Würdig und locker zugleich sei die Verleihungszeremonie gewesen, und der Preis macht mich richtig stolz‘, so Wolfgang Hoderlein nach der Verleihung der ersten fränkischen Verdienstmedaille in einem Dankesschreiben an den Vorstand. Den Fränkischen Bund e.V. wolle er in seiner Arbeit für Franken auf politischem Wege weiter nach Kräften unterstützen.
‚Bassd scho‘, so der überzeugende Kommentar im Frankenland.

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