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314. Der BR stellt sich mit seiner Umfrage selbst in Frage

Dienstag, 20. Oktober 2015 | Autor:

Frankenlied

 

Lieber Blog Besucher,

der BR(Bayerische Rundfunk) hat wieder einmal mit einer Umfrage versucht die Franken zu manipulieren. Mir ist dabei eingefallen, dass mir vor einigen Jahren einmal ein politisch interessierter Bürger die Abkürzung BR gleich Besatzungs Rundfunk übersetzt hat. Wenn man sieht wie in München gearbeitet wird, dann ist da einiges an Wahrheit auszumachen. Joachim Kalb seines Zeichens 2.Vorsitzender im Fränkischen Bund hat sich zu dieser Umfrage des BR einmal seine eigenen Gedanken gemacht.

 Joachim Kalb

 

Der BR stellt sich mit seiner Umfrage selbst in Frage
– Ein Kommentar aus fränkischer Sicht –

Joachim Kalb

Nur 1000 Personen aus allen Bezirken wurden im Auftrag des Bayrischen Rundfunks zielgerichtet befragt. Diese diesjährige Stimmungsumfrage des BR zeigt vor allem eines: Man kann Jahre, ja Jahrhunderte auf ein Volk einhämmern, dass es ein anderes sei, es nützt nichts. So sind die Schotten halt keine Engländer, die Katalanen sind halt Katalanen und wir Franken sind halt keine Bayern. Selbst wenn uns das der BR und noch nervigere und aggressivere Privatsender wie Antenne Bayern weismachen wollen.

Nun hat man sich noch nicht mal direkt getraut zu fragen „Fühlen Sie sich als Franke oder Bayer“, sondern das Wort Franken vermieden. Und trotzdem hat die Mehrheit der Franken deutlich gemacht, dass sie sehr gerne in ihrer fränkischen Heimat leben, aber mit Bayern nicht viel anfangen kann.

Wahrscheinlich hoffen wir wieder einmal vergebens darauf, dass der BR Konsequenzen aus dieser Umfrage zieht und endlich mal seinem Auftrag laut Rundfunkgesetz nachkommt und insbesondere bei Unterhaltungssendungen usw. den fränkischen und schwäbischen Kulturkreis berücksichtigt. Nicht über 100 Tatorte aus München, Chiemseer Volkstheater, Dahoam is dahoam im Seppldialekt usw., sondern Tatort, Dialekttheater, Gschichtla aus Coburg, Bamberg, Nürnberg und Memmingen. Das Gedöns um Neuschwanstein, Kini, Berge usw. kann noch so groß sein, Tatsache aber ist, dass Bamberg, Würzburg und Bayreuth Weltkulturerbestädte sind.

Und wenn der BR nicht endlich aufhört, unsere fränkische Geschichte zu ignorieren bzw. verfälscht darzustellen, dann wird und muss es bei der absehbaren zukünftigen Diskussion zur Neugliederung des Bundesgebietes in naher Zukunft ein Bundesland Franken geben. Die Mehrheiten dafür wären laut BR-Umfragen trotz 60-jähriger weiß-blauer Dauerberieselung gegeben! Nachdem Bayern, was die Verwaltungskosten pro Kopf betrifft, einen traurigen Spitzenplatz unter den Bundesländern einnimmt, wäre Franken als Bundesland auch noch eine preiswerte und damit geldsparende Angelegenheit.

Von den Medien in Franken (fränkische Medien gibt es leider nicht) kaum beachtet, hat unterdessen Heimatminister Markus Söder (CSU) seine diesjährigen Kulturpreise ausschließlich in Oberbayern vergeben, geradezu lächerlich! Wir haben ihn durchschaut, unser „Chamäleon“ aus Franken mit weiß-blauer Grundierung, die stets durchschimmert. Statt Wahlreden in Sepplseifenopern wie „Dahoam is dahoam“ zu halten, sollte er endlich mal die geistig- moralische Wende in der zentralistischen oberbayernlastigen Landespolitik in allen Bereichen einleiten!

Die Verleihung des Kulturpreises macht für alle sichtbar, wie ein Franke sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen muss und letztendlich doch kein Ministerpräsident wird, eben weil er ein Franke ist! Schade, denn Minister Söder hatte durchaus mit guten Aktionen für die Region Franken begonnen. Aber leider ist das wieder vollständig im Sande verlaufen.

Dann gab es noch 60 Mio. für Nordbayern in drei Show-Veranstaltungen, von gleich drei Ministern unter Beifall der sog. fränkischen Politelite zelebriert. Drei Mal so viel, also 180 Mio. von insgesamt 445 Mio. Gesamtkosten bekommt München für die Renovierung des Deutschen Museums von der Landesregierung gesponsert.

Schlußbemerkung von mir:

Jeder Franke sollte sich einmal klar darüber sein, dass der BR und die Bayerische Staatsregierung ihren Auftrag nicht gerecht werden, nämlich gleiche prozentuale Berichterstattung über alle Regierungen und gleiche Verteilung der Finanzen. Franken hätte allein die Kraft als starkes Bundesland zu existieren, wenn man seine eigenen Steuereinnahmen einsetzen könnte und nicht von den Brosamen aus München abhängig wäre.

Es ist schlicht und einfach die Unwahrheit zu behaupten, dass die Schaffung einer eigenen Regierung hohe Kosten verursachen würde. Denn die Beamten und Gebäude die wir brauchen sind alle vorhanden. Ganz im Gegenteil, wir können einige von Ihnen die München hier als Befehlsempfänger installiert hat, nach Altbayern entlassen, und unsere guten Leute aus Altbayern zurück beordern.

Dann können wir auch einen eigenen fränkischen Rundfunk schaffen, der ausführlich, ehrlich und umfassend über unsere schöne Heimat Franken berichtet. Nachrichten aus dem Ausland Altbayern werden selbstverständlich auch gesendet.

Wussten Sie schon, dass…ein Bundesland Franken von 17 Bundesländern von der Fläche her auf Platz 7, von der Bevölkerung auf Platz 7 und von der Wirtschaftskraft her noch auf Platz 6 stehen würde? Wir müssen uns aber beeilen mit dem Bundesland, denn wirtschaftlich fallen wir im innerbayerischen Vergleich aufgrund der verfehlten einseitigen bayerischen Strukturpolitik seit 1965 stetig zurück!

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310. Das fränkische Chamäleon mit weiss-blauer Grundierung

Donnerstag, 17. September 2015 | Autor:

Frankenlied

 

 

Wikipedia-Foto-Gerd-Seidel-Markus_Soeder

Wikipedia-Foto-Gerd-Seidel-Markus_Soeder

Sehr geehrte Blog Besucher,

mit Menschen die jeden schön ins Gesicht reden um auf Ihrer Karriereleiter schnell nach oben zu kommen, tue ich mich schon mein Leben lang sehr schwer. Solche fränkischen „Originale“ finden sich in großer Anzahl bei einer bayerischen „Volkspartei“. Das was mich bei solchen Vorgängen, den J.Kalb in seinem Leserbrief beschreibt, besonders wurmt, ist die Tatsache, dass diese Herren von unseren Steuergeldern fürstlich leben und die fränkische Heimat gleichzeitig verraten.

Für mich gibt es da nur eine einzige Konsequenz:

Ich wähle 2017 eine fränkische Partei, „DIE FRANKEN“, da weiß ich genau mit wem ich es zu tun habe. Auch wenn sich die etablierten Parteien 2013 in teils verletzender Form zu dieser neuen fränkischen Partei geäußert haben, mehr als 87.000 Franken haben hier ein erstes Zeichen gesetzt. Nur über diesen Weg, kann Franken wieder eine wichtige Stimme in München bekommen. Nicht aber mit Politikern die Franken ein ums andere Mal verraten.

Partei-f.Franken-Logo

Leserbrief

Da hat die  SPD, Frau MdL Schmitt-Bussinger, mal richtig Klartext gesprochen. Eine Tugend, die man bei dieser Partei zunehmend vermisst (TTIP usw.).
Söder hatte gedacht, es merkt keiner, welche Heimat er wirklich hat. Er hat sich vorsorglich schon mal entschuldigt für seine entlarvende und skandalöse Preisvergabe. Kulturpreise ausschließlich in Oberbayern, lächerlich! Wir haben ihn durchschaut, unser „Chamäleon“ aus Franken mit weiß-blauer Grundierung, die stets durchschimmert. Statt Wahlreden in Sepplseifenopern wie „Dahoam is dahoam“ zu halten, sollte er endlich mal die geistig-moralische Wende in der zentralistischen oberbayernlastigen Landespolitik in allen Bereichen einleiten.
Die Verleihung des Kulturpreises macht für alle sichtbar, wie ein Franke sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen muss und letztendlich doch kein Ministerpräsident wird, eben weil er ein Franke ist! Schade, denn Minister Söder hatte durchaus mit guten Aktionen für die Region Franken begonnen. Aber leider ist das wieder im Sande verlaufen.

Joachim Kalb, Weidenberg

 

Bayern Preis Bayernkurier

 Bayern Preis Bayernkurier

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278. Leserbrief – Den Franzosen ewig dankbar

Sonntag, 31. August 2014 | Autor:

Frankenlied

 

 

 

 

Leserbrief

Betrifft: Artikel Ausgabe vom 24.07.2009: Den Franzosen ewig dankbar.

Stellen Sie sich vor, der tschechische Präsident kommt nach Moskau und spricht: „Ohne die Besetzung Tschechiens, wäre das Land nicht so groß, wie es heute ist“. Was mögen wohl die Sudetendeutschen denken?

Es bleibt jeden Präsident eines deutschen Bundeslandes überlassen, wie er sein Land vertritt. Auch welche politischen und wirtschaftlichen Beziehungen aufgebaut, erweitert und vertieft werden. Was sich aber der bayerische Ministerpräsident in Paris geleistet hat, müsste alle selbstbewussten Franken aufschreien lassen. Er hat das Unrecht das zwischen 1800 bis 1818 an Franken verübt wurde, legitimiert. Eigentlich müssten es viele wissen, dass Baiern Napoleon unterstützt hat. Als treuer Vasall hat Bayern Franken bekommen. Herr Seehofer bedankt sich im Nachhinein für das Unrecht das Franken angetan wurde. Er hat sich beim französischen Präsidenten eingeschmeichelt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie unsensibel Herr Seehofer ist.

J.Patrick-Fischer-Wikipedia-2011_Horst_Seehofer

Ernst Hart

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277. Mehr fränkische Gelassenheit bitte!

Montag, 25. August 2014 | Autor:

Frankenlied

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte veröffentlichen Sie ungekürzt nachfolgenden Leserbrief, der sich auf das Thema „NPD – Weißenohe“ bezieht. Vielen Dank.

Mehr fränkische Gelassenheit bitte!

Wie ist es möglich, dass im „Fränkischen“ Tag über den sog. Frankentag eines mickrigen und nur auf dem Papier existierenden sog. Vereins „Bund Frankenland“ so ungewohnt viel Druckerschwärze vergeudet wird? Mehr jedenfalls als über dem vom Landtag einstimmig beschlossenen Tag der Franken, der heuer vom 4. bis 6. Juli in Miltenberg ausgiebig gefeiert wird. Eine ungewöhnliche Vielfalt von Veranstaltungen (Programm im Internet) ist geplant. Über 20.000 Besucher werden erwartet. Mitgliederstarke und aktive Vereine wie die Fränkische Arbeitsgemeinschaft, der Fränkische Bund und der Frankenbund sind dabei. Über die Arbeit dieser Vereine wird kaum berichtet.

Die vorherrschende Begriffsverwirrung mag sicherlich auch eine Auswirkung der Tatsache sein, dass seit geraumer Zeit unsere eigene fränkische Geschichte nicht mehr in den Schulen unterrichtet wird. So werden wegen einer handvoll Verblendeter der Tag der Franken, unsere Frankenfahne oder Bürger, die zu ihrer fränkischen Heimat ohne überzogenen Patriotismus stehen, pauschal verunglimpft. Haben die Nazis ihr Ziel damit erreicht?

Zur Klarstellung: Der Tag der Franken ist begründet auf die schwarz-rot-goldene Revolution von 1848/49. Am 13. Mai 1849 fand in Nürnberg ein Frankentag statt. 30.000 Teilnehmer drohten mit dem Abfall von Bayern, wenn der bayerische König den Landtag auflösen sollte. Wie alles, so missbrauchten die Nazis natürlich auch den Frankentag für ihre verbrecherischen Ziele. Sie organisierten ihn auf dem Hesselberg.

Zur Kernfragen: Soll man nun, nur weil 5 Rechtsradikale einen 30-Mann-Frankentag in Weißenohe besuchen und eine Frankenfahne schwenken, den Begriff „Franken“ verbieten? Die „mir-san-mir“-Fraktion würde sich freuen. Hat man etwa Hitlers Autobahn nach dem Krieg in „Bahn für Autos“ umbenannt?

Also, etwas mehr Sachlichkeit, fränkische Gelassenheit und Augenmaß bitte, sonst müssen Sie noch den Namen Ihrer Zeitung ändern. „Es wär schad drum!“ *)

 

Landesvorstand Fränkischer Bund

Joachim Kalb

*) PS: Evtl. in „Der schwarze Tag“ (nichts für ungut!)

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276. Der Franken schwierige Beziehung (SZ)

Montag, 25. August 2014 | Autor:

Frankenlied

 

 

 

 

Leserbrief

Der selbsternannte Fachmann der SZ für Franken, der diesen schönen Landstrich aber permanent als Nordbayern beleidigt, hat herausgefunden, dass es in Abenberg bereits ein „Haus der fränkischen Geschichte“ gibt. „Na su wos, des hamme fei scho gwisst!“

Lieber Herr Przybilla, es geht uns aber nicht darum, mit einer bunten Landkarte Markgraf zu spielen, um danach reumütig einzusehen, dass wir Franken ohne die „uneigennützige gnädige Aufnahme“ durch Bayern heute noch auf dem Lehmboden herumtrampeln würden.

Was wir wollen ist eine Frankenausstellung vom Format derer in der Kaiserpfalz zu Forchheim 2004-(Edel und Frey- Königsland Franken) bzw. der Ausstellung zur 1000-Jahr-Feier des Bistum Bamberg (Kaiser Heinrich Ausstellung). 400000 Besucher waren damals binnen weniger Wochen zu verzeichnen. An Ausstellungsgegenständen würde es nicht mangeln, wenn man vor allem in München bereit wäre, fränkisches Kulturgut als Dauerleihgabe an ein Haus der fränkischen Geschichte zu geben.

Montgelas, Peiniger und Schänder Frankens

 

Was wir aus München allerdings nicht brauchen sind Sprüche wie „Montgelas, der Schöpfer des modernen Bayerns“ (Landeszentrale). Dieser Montgelas war nämlich ein gewöhnlicher Räuber und Plünderer und der Schöpfer des napoleonischen Münchner Zentralismus, der wie ein Krebsgeschwür bis heute im Land verhaftet ist. Die neuesten „Metastasen“ dieses totbringenden Geschwürs waren kürzlich die Empfehlungen des Zukunftsrates für Bayern.

Und Herr Przybilla, lassen Sie doch das nächste Mal Ihre Kollegin Frau Katja Auer ran, wenn es um Franken geht; die kennt sich da etwas besser aus.

 

 

Landesvorstand des Fränkischen Bundes
Joachim Kalb

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275. Unerträglich was fränkische Volksvertreter oft von sich geben

Montag, 25. August 2014 | Autor:

Frankenlied

 

 

Es ist leider immer wieder festzustellen, dass fränkische Abgeordnete Ihre Heimat nicht vertreten sondern verraten. Aber inzwischen sind wir die 3% Partei ja los.

Leserbrief

Herr Spatz ist Politiker und hat somit die Möglichkeit, sich den Medien – wie hier in der Neuen Presse – großflächig darzustellen. Statt dies zu nutzen und die Glaubwürdigkeit des am Boden liegenden Politikerimages zu verbessern, erschüttert er es erneut mit diesem Interview. Hält er uns fränkische Bürger denn wirklich für so vergesslich, naiv und dumm, dass wir nicht merken, dass sein Parteifreund, der Bayerischer Kunstminister Heubisch (FDP), der größte Kulturzentralist nach Monteglas im Dienste des Hauses Wittelsbach ist. Aktuell klammert er sich nicht nur an Dürers Pelzrock, sondern er hat auch dafür gesorgt, dass weder das Herzogsschwert noch der Bamberger Domschatz noch 5.000 weitere fränkische Kulturgüter zurück nach Franken kommen.

Ich war am 26.3.2009 dabei, als der Fränkische Bund e.V. eine Petition mit 12.000 Unterschriften im Landtag einreichte mit der Forderung um Rückgabe der fränkischen Kulturgüter. Die FDP-Fraktion unterstützte die Petition zunächst euphorisch (Hacker).

Als es am 8.7.2009 im Kulturausschuss zur Verhandlung kam und SPD, Grüne und Freie Wähler sich lautstark dafür aussprachen, war absolut nichts von der FDP zu hören. Der Parteifreund von Herrn Spatz, Herr Heubisch, übernahm im Wesentlichen die Argumentation seines Vorgängers Goppl und lehnte die Rückgabe vehement ab.

Für mich macht sich Herr Spatz damit lächerlich und unglaubwürdig, wenn er populistisch fordert, was seine eigene Partei in Regierungsverantwortung abgelehnt hat. Dazu kommt, dass sein anderer bayerischer Parteifreund Minister Zeil FDP hier in Bayern ausschließlich Wirtschaftspolitik für Oberbayern betreibt. Dies lässt sich deutlich an seiner Industrieansiedlungspolitik und Tourismuswerbung nachweisen. Aber das wäre Stoff für einen anderen Leserbrief, wenn man sich als Normalbürger in den Medien so ausbreiten könnte wie die geschützte Minderheit der FDP-Politiker.

 

Landesvorstand Fränkischer Bund

Joachim Kalb

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157. So sieht wahre Liebe zu Franken aus

Donnerstag, 23. Februar 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

Lieber Blog Besucher,

solche fränkischen Zeitgenossen – wie der folgende Leserbrief eines Exilfranken zeigt – würde ich mir viele für unser Frankenland wünschen.

 

 

Ich lese -wenn auch manchmal mit Verspätung- sämtliche Berichte zum Thema Dürer, Heinrichskrone usw. sowie auch zu sonstigen lokalpolitischen Themen. Vielen Dank für die sehr gut aufbereiteten Informationen!

Einerseits bin ich seit Wochen vom Eifer, den Dürer zurück zu holen, infiziert und begeistert, andererseits aber auch tief enttäuscht, wie schnell einige „Volks(ver)treter“ die Flinte ins Korn schmeißen.

In den beiden Artikeln der SZ fand sich sehr viel wieder, wie ich es immer und immer wieder selbst erlebe:

„Flucht in Selbstironie“, „Depression“, „Pessimismus“, „Demut“ und „fehlendes Selbstbewusstsein“

DAS soll typisch FRÄNKISCH sein?

In der Tat, man erlebt es häufig so, viel zu häufig gar. Aber typisch FRÄNKISCH ist das sicher nicht.

Für mich sind Beharrlichkeit, Kreativität, Streitbarkeit, Selbstbewusstsein, Erfindergeist und (ein spezieller) Humor typisch fränkische Tugenden.

In meinen Augen denken eigentlich fast alle (Franken) so wie Sie und ich. Nur die meisten knicken später ein. Es fehlen Köpfe an den entscheidenden Stellen, die mal so richtig die Faust auf den Tisch knallen. Warum immer diese falsche Bescheidenheit?

Es kann und darf nicht sein, dass Kreaturen wie Söder ungestraft den Kniefall zelebrieren und sich ihre Demut aufdiktieren lassen. Von Flach-Pfeiffen und Stiefel-Leckern gibt es schon viel zu viele.

Die SZ hat es richtig erfasst: Die ganze Presse stand hinter der „Dürer-Rückhol-Forderung“, selbst die FAZ. Die Butter darf man sich doch nicht vom Brot nehmen lassen! Soll es das jetzt mit dem Dürer gewesen sein? Oder mit dem Herzogschwert, dem Domschatz usw.? Das soll wohl ein Witz sein. Das würde ich als Wahlkampfthema ausschlachten!

Warum hat kein Bürgermeister „Eier in der Hose“ (Entschuldigung für den Begriff) und beflaggt seine öffentlichen Gebäude mit dem Frankenrechen? Was hätte z.B. ein Maly in Nürnberg zu befürchten, wenn er die Kaiserburg beflaggen würde?

 

copyright www.Frankenland-versand.de

Eher eine Abmahnung aus München oder doch mehr eine riesige, positive Publicity über die Landesgrenzen hinaus?

Der Bürgermeister von Waischenfeld, Edmund Pirkelmann, ist ein wirklich feiner Kerl. In seiner wunderschönen Gemeinde bin ich seit Jahren Urlaubsgast. Doch immer dann, wenn man ihm sagt, dass sich FRANKEN viel zu schlecht vermarktet, dass kaum ein Mensch am Niederrhein was mit dem Begriff „Fränkische Schweiz“ anfangen kann (o.k., spricht auch nicht unbedingt für den Niederrheiner…) nimmt er es zwar gerne auf. Nur: ändern tut sich nix oder es geht in meinen Augen sogar in die falsche Richtung.

So hat in den letzten Jahren der „Brauereiwander-Tourismus“ in der Umgebung derart zugenommen, dass die Folgen unübersehbar sind (Abfälle auf den Wanderwegen, alkoholisierte, gröhlende Halbstarke mit Mallorca-Hits auf dem Bollerwagen). Das ist meines Erachtens genau die falsche Zielgruppe, nämlich Kurzzeit-Gäste, die Dauergäste stören, vertreiben und das Image nachhaltig beschädigen. Ganz abgesehen von den Schäden für die Natur.

Weiteres Beispiel:

Da bekommt man aus München keine (oder nicht genug) Gelder zum Bau einer Turnhalle für die Schule und was passiert: Man finanziert sie aus Spendengeldern und Eigenleistung selbst und nennt das Ding „Bürgerhalle“. Aber glauben Sie nicht, dass vor dieser Halle ein Schild darauf hinweist. Genauso ist es wohl mit den Malteser-Krankenwagen, die ebenfalls spendenfinanziert sind*.

(*beides, Halle und Fahrzeuge, wurde mir glaubhaft von Bürgern so berichtet, schriftliche Nachweise habe ich leider nicht).

Ich bin sicher, dass dies nicht nur in Waischenfeld so ist und es ähnliche Beispiele zig-fach auch in anderen Gemeinden gibt.

Warum nehme ich in unseren Tageszeitungen regelmäßig Werbung für Urlaub im Bayerischen Wald,oder Oberbayern wahr und nur ganz selten mal für Franken?

Warum kann ich hier oben kaum Weine aus Franken kaufen? An der Qualität der Weine kann es ja kaum liegen, oder?

Das Zitat „Daran erkenne ich meine Pappenheimer“ ist weltweit ein Begriff. Aber kaum ein Mensch kennt Pappenheim.

„1000 Jahre Bamberger Dom“ – das bevorstehende Ereignis ist hier noch nicht werbewirksam angekommen…

Da läuft doch was ganz gewaltig schief.

Bitte kämpft weiter so tugendhaft wie bisher!!!

Viele Grüße

Stefan Ruth

Grefrath (Niederrhein)

 

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25. Leserbrief – Landtagswahl in Bayern 2008 aus fränkischer Sicht

Sonntag, 14. Februar 2010 | Autor:

Frankenlied

 
 

Kommentar zum Ausgang der Landtagswahl in Bayern 2008 aus fränkischer Sicht

Von Joachim Gehrig, KV Würzburger-Land

CSU und CDU- Politiker sowie Politologen rätseln um die Gründe der historischen und katastrophalen Wahlniederlage der CSU bei den Landtagswahlen in Bayern.

Es wird unter Anderem die Berliner Politik verantwortlich gemacht, ohne jedoch zu bedenken, dass dort die CSU mit in der Regierung sitzt. Des weiteren werden Sachthemen wie Schulpolitik, Antirauchergesetz und weiß sonst noch was für den Niedergang verantwortlich gemacht.

Vielleicht liegen die Gründe der CSU-Schlappe aber ganz wo anders? Vielleicht haben diese Wahlen auch klar gemacht, dass sich immer weniger Menschen in Bayern mit diesem „CSU- Staat“ identifizieren können oder wollen!?
Vielleicht wollten viele Franken dem Wahlaufruf der CSU, „Bayern wählen“, nicht folgen und haben sich anderen bürgerlichen Parteien zugewandt!?

Die CSU hat in Ihrer Arroganz der Macht vergessen, dass Bayern eben nicht nur aus Altbayern besteht und dass ein prosperierendes Ober- und Niederbayernden Menschen in der Rhön oder im Frankenwald herzlich wenig nützt.Die Aussage, dass die Franken aus den strukturschwachen Gebieten ja nach München oder Augsburg zum Arbeiten kommen könnten, ist purer Hohn für die betroffenen Menschen!

Diese Politik wurde nun abgestraft – in den ländlichen Gebieten in Franken noch nicht so brutal, wie in den Städten, aber das wird dort auch noch kommen!

Fazit:
Die Symbiose – CSU ist gleich Bayern und Bayern ist gleich CSU gehört vorerst, und das zum Glück für alle „Nichtbayern“ in diesem Bundesland, der Vergangenheit an!

Interview der Frankenpost mit J. Kalb
FLAGGENSTREIT
„Benachteiligungspolitik Altbaierns gegenüber Franken“.
Von Roland Rischawy

Erschienen am 01.09.2008 in der Frankenpost

Hof – Franken ist zurzeit groß im Gespräch. Angefacht wurde die Diskussion durch eine – aus fränkischer Sicht – provokative Anordnung der Staatsregierung in München und durch eine patriotische Gegenoffensive der Interessenvertreter Frankens, die sich aus historischen Gründen nicht als Bayern sehen.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, ein gebürtiger Franke, hat – wie berichtet – verfügt, dass an staatlichen Gebäuden künftig dauerhaft die weiß-blaue Rauten- beziehungweise Streifenfahne Bayerns und die Bundesflagge gemeinsam wehen sollten. Seit der Minister-Erlass nach und nach in die Tat umgesetzt wird, sehen fränkische Patrioten rot, allen voran die Vertreter des Fränkischen Bundes, der 600 Mitglieder hat und die Interessen der Region Franken seit 1990 mit Vehemenz vertritt.

„Es geht um verletzte Gefühle“

In Anspielung auf die Tatsache, dass der fränkische SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hoderlein in der Vergangenheit wiederholt mit dem Vorstoß abgeblitzt ist, die Staatsregierung möge an öffentlichen Gebäuden in Franken auch die Frankenfahne zulassen, stellt Vorstandsmitglied Joachim Kalb die provozierende Frage: „Sollen wir Franken durch den neuen unnötigen Fahnenerlass und ein Verbot der Frankenfahne an staatlichen Gebäuden erneut mit der gleichen Fahne wie vor 200 Jahren erobert werden?“ Gerade die Nürnberger Burg habe großen Symbolwert für Franken, fährt Kalb fort. „Wir wollen dort unsere Fahne sehen. Es geht hier nicht um Patriotismus, sondern um verletzte Gefühle.“

„Älter als der Freistaat“

Der Abgeordnete Hoderlein erinnert in seinem jüngsten Brief an Innenminister Herrmann daran, dass Burgen und Schlösser in Franken älter seien als der Freistaat Bayern, ihre Geschichte sei fränkisch, nicht bayerisch. „Wenn der Minister die Beflaggung mit der Bayernfahne anordnet, ist das sein Recht“, betont Hoderlein. „Daneben aber zugleich eine Frankenfahne zu hissen, wäre seine Pflicht und seine Schuldigkeit gegenüber der Geschichte und der Kultur Frankens.“

Nein zur Frankenfahne

Herrmann lehnte die Zulassung der Frankenfahne, wie berichtet, wie schon sein Vorgänger im Amt, der jetzige Ministerpräsident Günther Beckstein, mit dem Hinweis ab, nach der einschlägigen Verordnung dürften nur Hoheitssymbole zur Beflaggung staatlicher Gebäude verwendet werden.

Für Joachim Kalb und seinen Fränkischen Bund ist die Flaggen-Affäre nur „eine, wenn auch typische Randerscheinung in der zentralistischen Benachteiligungspolitik Altbaierns gegenüber Franken“. Der 61 Jahre alte Berufsschullehrer und Franken-Patriot aus Weidenberg erinnert daran, dass sich durch die Gründung des Fränkischen Reichskreises im Jahr 1500 ein gesamtfränkisches Bewusstsein gebildet habe, das bis heute existiere. Durch die napoleonische Ära – Kaiser Napoleon schenkte seinem damaligen verbündeten Baiern die Region Franken – sei Franken „eingegliedert, zersplittert und ausgeplündert“ worden. Viele Kunstschätze – darunter der Bamberger Domschatz und der berühmte „Hofer Altar“ – lagerten noch immer als „Beutekunst“ in München und nicht dort, wo sie hingehörten als fränkisches Eigentum.

„Wäre die Nürnberger Burg nicht zu schwer gewesen, stünde sie heute auch in München“, gibt Joachim Kalb scherzhaft zu bedenken und fügt hinzu: „Die willkürliche Aufteilung in Ober-, Unter- und Mittelfranken hat es den Politikern im altbaierischen Speckgürtel bisher leicht gemacht, Franken politisch und wirtschaftlich gegeneinander auszuspielen, um Altbaiern zu stärken.“ Daher lautet die zentrale Forderung des Fränkischen Bundes, dass die drei fränkischen Bezirke zusammengelegt werden müssten zu einem Bezirk Franken, der von der Einwohnerzahl her betrachtet genauso stark wäre wie Oberbayern. Nähme man die ausgegliederten fränkischen Teile in Württemberg und in Südthüringen (siehe Karte) hinzu, wäre diese Region mit 5,4 Millionen Einwohnern und 27 000 Quadratkilometern unter 17 Bundesländern an Position 7 in Deutschland. „Gemessen am Brutto-Inlandsprodukt stünden wir auf Platz 6 hinter Niedersachsen“, sagt Kalb, „trotz der anhaltenden Benachteiligungspolitik durch die Regierung in München, die seit Jahrzehnten das meiste Geld in den Großraum München und nach Oberbayern steckt.“

„Wir bleiben am Thema“
„Der Fränkische Bund will seine Ziele nicht mit dem Kopf durch die Wand durchsetzen“, sagt Joachim Kalb, „aber wir bleiben konsequent am Thema: Unser Ziel ist letzten Endes ein eigenes Bundesland Franken – einer EU-Region, die so groß wie Belgien und wirtschaftlich so stark wie Tschechien und die Slowakei zusammen wäre!“ Nachdenklich fügt der fränkische Patriot unter Hinweis auf den legendären Ausspruch des oberfränkischen FDP-Politikers Thomas Dehler (1897 bis 1967) hinzu: „Wir Franken sind keine Bayern!“

Zeitungsartikel
Offener Brief an den bayerischen Innenminister
Bayer. Staatsministerium des Innern
Herrn Minister
Joachim Herrmann
Odeonsplatz3

80539 München Gambach 30.08.2008
Offener Brief an den bayerischen Innenminister,
Herrn Joachim Herrmann

Bezug: Beflaggung von Gebäuden, im Zuständigkeitsbereich des Bayerischen Finanzministeriums, bzw. Bayerische Schlösser u. Seenverwaltung.

Hier: Beflaggung der Würzburger, ehemals fürstbischöflichen, Residenz

Sehr geehrter Herr Herrmann,

zunächst möchte ich Ihnen meine Anerkennung aussprechen, an allen historischen Baudenkmälern in Bayern, wie z. B. der Residenz in Würzburg, die ganzjährige Beflaggung zur Förderung von Heimatbewusstsein und Identität anzuordnen.
Jedes Land braucht derartige Attribute um – gerade in einer sich zunehmend globalisierenden Welt Selbstbewusstein und staatlichen Fortbestand zu wahren.

Was jedoch die Farben der Flaggen betrifft, so scheiden sich die Geister in Franken doch ganz erheblich!
Gegenstand der Kritik sind hier nicht die Farben Schwarz-Rot-Gold oder das europäische Sternenbanner.
Franken fühlen sich grundsätzlich als Deutsche und Europäer und dies mit ganzem Herzen!
Aber: „Franken sind keine Bayern!!!“ (Dr. Thomas Dehler)
Was viele Franken an ihren historischen Gebäuden empfindlich stört ist die Beflaggung mit den Farben weiß-blau!

Diese Schlösser und Burgen legen Zeugnis fränkischer Integrität, Identität und Kultur, im sog. „Alten Reich“, ab! Sie hatten ihre große Zeit nicht unter der bayerischen Raute! Diese Attribute verloren sie schlagartig, gewissermaßen über Nacht mit der Okkupation durch Churbaiern im Jahre 1802 bzw. dem Königreich Bayern ab 1814/15.
Gegen besagte bairische Beflaggung wäre unter der Maßgabe, dass man von Anfang an „seine Franken“ als gleichberechtigte Partner in Bayern wahrgenommen hätte gar nichts einzuwenden und wäre wahrscheinlich heutzutage keiner politischen Diskussion mehr wert. Jedoch weiß jeder Geschichtskundige in diesem Land wie die „Einverleibung“ stattgefunden und der München-orientierte Zentralismus bis heute aufrechterhalten wird.

Auch würde es der bayerischen Staatsmacht sicher zur Ehre gereichen und der „Bayerischen Krone“ kein Zacken aus derselben fallen den Franken mit der Hissung deren angestammter Farben, an ihren fränkischen Baudenkmälern, ein Stückchen Identität und Respekt ihrer, im Laufe von 15 Jahrhunderten, erbrachten Leistungen zukommen zu lassen!?

So viel Ignoranz und Borniertheit (in ihrer Summe) wird sich eines Tages rächen!

Dass von Ihnen als Franke, gleiches gilt für Ihren Vorgänger im Amt, solche Anordnungen getroffen bzw. aufrechterhalten werden, ist vielen unverständlich und nicht nachvollziehbar. Ein hartleibiges Verstecken hinter der Bayerischen Flaggenverordnung, und anderer, längst überkommener Verträge und Gesetze, führt nicht weiter! Verordnungen kann man, viel leichter noch als Gesetze, ändern! Wenn man will!!!

Mit freundlich, fränkischen Grüßen nach München

Joachim Gehrig
Antwortschreiben am 17.12.2008 von Herrn Herrmann:
Sehr geehrter Herr Gehrig,

für Ihren Offenen Brief vom 30. August 2008 danke ich Ihnen. Es freut mich, dass die vom Ministerrat auf meinen Vorschlag beschlossene Dauerbeflaggung Ihre Zustimmung findet. Allerdings sind für die Beflaggung staatlich genutzter Gebäude in Bayern grundsätzlich nur die bayerische Staatsflagge, die Bundesflagge und die Europaflagge vorgesehen. Über die Beflaggung der Nürnberger Kaiserburg und der übrigen im Eigentum des Freistaates Bayern stehenden Schlösser. Burgen und Residenzen hat die zum Geschäftsbereich des Staatsministeriums der Finanzen gehörende Schlösserverwaltung zu entscheiden. Sie hat das im Einklang mit den geltenden Beflaggungsregeln getan.

Dass Sie über die Zugehörigkeit Frankens zu Bayern seit 200 Jahren nicht glücklich sind, respektiere ich. Die Fakten sind aber unbestreitbar und die große Mehrheit der Menschen in Franken fühlt sich durchaus wohl innerhalb Bayerns.

Während das große Bayerische Staatswappen in besonderer Weise allen Volksstämmen in Bayern gerecht zu werden versucht, sind die Landesfarben für die Flagge allein weiß und blau. Es entspricht historischer Tradition, neben der Flagge Europas, des Bundes und des Freistaats in den jeweiligen Regionen auch die Flagge eines Bezirks, eines Landkreises und einer Gemeinde zu hissen. Gerade die Flaggen der fränkischen Bezirke bringen fränkische Identität sehr gut zum Ausdruck.

Im Übrigen darf ich Ihnen aber auch versichern, dass ich mich weiterhin nachdrücklich für die Belange der drei fränkischen Regierungsbezirke einsetzen werde. Insoweit erinnere ich auch daran, dass ich mich schon in meiner Eigenschaft als Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion erfolgreich für einen eigenen „Tag der Franken“ eingesetzt habe, der seit 2006 am ersten Sonntag im Juli gefeiert wird.

Im Übrigen bin ich der Überzeugung, dass sich auch die Franken als Bürger des Freistaats Bayern fühlen. Franken ist ein konstitutiver Teil unseres Landes, auf den wir alle stolz sind und der sich in einem einheitlichen Ganzen hervorragend entfalten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Herrmann

Provokation von Innenminister Herrmann

 

Wikipedia Foto Harald Bischoff  – Dr. Joachim Herrmann

 

Gedanken, Anmerkungen und Anregungen vom Mitglied im Landesvorstand des Fränkischen Bundes e.V. Joachim Kalb zur jüngsten durch den Wahlkampf verursachten Provokation von Innenminister Herrmann. Die Rautenflagge soll an allen im Besitz des bayerischen Staates befindlichen Gebäuden, u.a. also auch der Nürnberger Burg (Kabinettsbeschluss), wehen.

Fakten

Vor 200 Jahren wurde Franken, also auch Nürnberg, im Zeichen der gerauteten Fahne von Montgelas im Auftrag der Wittelsbacher okkupiert und ausgeplündert. Wertvolle Kulturgüter wurden zerstört, eingeschmolzen oder nach München verschleppt, wo sie heute noch zum Teil in verstaubten Depots lagern. Dies war der Judaslohn, den Napoleon den Baiern für den Verrat an den anderen deutschen Stämmen und europäischen Völkern zukommen ließ. Napoleon schenkte Franken den Bayern. Mit dem Erlös aus den Plünderungen konnten die Wittelsbacher das vorher völlig unbedeutende München erst zur Hauptstadt ausbauen. Wäre die Nürnberger Burg nicht zu schwer gewesen, stünde sie heute auch in München.

Die Franken wehrten sich und waren maßgeblich an der schwarz-rot-goldenen Revolution von 1848/49 beteiligt – eine Revolution, auf die sich unser heutiges Demokratieverständnis begründet. So gab es am 13. Mai 1849 einen Frankentag in Nürnberg. Mit schwarz-rot-goldenen Fahnen drohten damals 30.000 Menschen mit dem Abfall von Bayern, falls der reaktionäre Wittelsbacher König den Landtag auflösen sollte.

Während sich in der Folgezeit Bayern öfters mal von Deutschland verabschieden wollte und stets nach einer Extrawurst verlangte, war und ist Franken immer deutsches Kernland und stets loyal. Deshalb gehört auf die Burg auch eine Deutschlandfahne. Erst jüngst hat der Erlanger Professor Wüst festgestellt, dass es noch lange dauern wird, bis Franken und Baiern aufgrund der großen Mentalitätsunterschiede miteinander klar kommen.

Fahnen waren auch stets das Symbol für Besitz ergreifen, erobern. Die Kolonialmächte eroberten ihre Kolonien mit der Fahne voran. Die Russen setzten bei der Eroberung Berlins die Fahne auf den Reichstag. Die chinesische Fahne wehte bei der Einverleibung Tibets in Lhasa. Sollen wir Franken durch den neuen unnötigen Fahnenerlass und ein Verbot der Frankenfahne an staatlichen Gebäuden erneut mit der gleichen Fahne wie vor 200 Jahren erobert werden?

Soweit zur Vergangenheit.

Im Zuge des Wahlkampfes werden alle geschichtlichen Fakten und Befindlichkeiten beiseite geschoben. Weiß-blau gerautet die CSU, weiß-blau gerautet Bayern, weiß-blau gerautet Bikinis, Sommer Sonne Bayern! Vielleicht will man mit der staatlichen Verordnung auch verhindern, dass sich ein gesundes, nicht patriotisch überzogenes Regionalbewusstsein als Gegenentwicklung zur gesichtslosen Globalisierung in Franken und überall auf der Welt entwickelt. Der bayerische Zentralismus ist in Gefahr. Äußeres Zeichen: die Anzahl der Frankenfahnen in unserem Frankenland hat sich in den letzten Jahren vervielfacht!

Konsequenzen

Wir fordern Innenminister Herrmann auf, sein im Juni 2004 aufgrund der Petition des Fränkischen Bundes e.V. sowie auf Druck der Opposition im Bayerischen Landtag abgegebenes Versprechen, den Bamberger Domschatz und andere Kulturgüter aus München wieder dauerhaft nach Franken zu verbringen, endlich einzulösen! Der Fränkische Bund e.V. wird dann in Kürze ca. 12.000 Unterschriften vorlegen und eine neue Petition an den Landtag stellen. Alle fränkischen Kulturgüter (Liste hier in der HP) sollen zurückgeführt werden.

Wir fordern Herrn Herrmann außerdem auf, als Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken zurückzutreten. Dies sollte jemand machen, der zu fränkischen Farben steht. Der Verband war u.a. auch deshalb erfolgreich, weil er mit einer einheitlichen rot-weißen Werbung gezielt für Franken und nicht für Nordbayern warb! Wieso hat die CSU eigentlich den Vorsitz für all diese Vereine in Erbpacht erhalten? Sie verdrängt damit engagierte, ehrenamtliche und parteilose Bürger.

Zum Schluss fordern wir unsere Mitbürger auf, weiterhin Flagge zu zeigen, und zwar die fränkische. Im Internet haben wir eine Liste aufgelegt, wo in unserem Frankenland überall eine Frankenfahne wehen sollte! Machen Sie es so wie ein Bayreuther Bürger, der nahe dem gerautet beflaggten Regierungsgebäude eine große Frankenfahne aus seinem Fenster gehängt hat.

Stolz auf Bayern — nein Danke, ich bin Franke!

Die Nürnberger Burg zeigt weiß-blaue Flagge
Provokation für Frankens Patrioten

NÜRNBERGER ZEITUNG 16.08.08
Auf der Nürnberger Burg weht ein neuer Wind, ein ganz bayerischer. Neuerdings sind dort oben Schwarz-Rot-Gold und Weiß-Blau dauergehisst, nicht mehr nur an Feiertagen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann möchte, dass Bayern Flagge zeigt. Der Fränkische Bund möchte, dass er das bleiben lässt.

Überall Weiß und Blau, das macht die Vereinsmitglieder ganz rot vor Wut. «Katastrophe!», poltert Detlev Tartsch, einer der Kreisvorsitzenden des Fränkischen Bunds. Der Schweinfurter, der in Nürnberg den Frankenland-Versand betreibt, kann schier endlos schimpfen auf den jüngsten Beleg für die «Verhinderungsstrategie» der Staatsregierung.

«Die Intention ist ganz klar, jede Möglichkeit zu verhindern, ein Gesamtfranken sich mit fränkischer Symbolik präsentieren zu lassen.» Der 63-Jährige spricht von «Identifikationsunterdrückung», und die mache «Magengrollen und Kopfschmerzen».

Alljährlich eine Staatsaffäre.

So schlimm sei der bloße Anblick jetzt auch wieder nicht, gesteht Christian Hölzlein, ebenfalls Kreisvorsitzender. «Ich sehe von meinem Büro aus die Burg, und das sieht jetzt schon toll aus. » Die Provokation liege vielmehr darin, dass damit gerade die Landesregion als bayerisch abgestempelt werde, deren Patrioten beharrlich um Anerkennung ihres «Landes im Land» ringen. Der bloße Wunsch des Vereins nach dem einmaligen Aufhängen der Frankenfähne am Tag der Franken gerate alljährlich zur Staatsaffäre. Auf staatlichen Gebäuden bleibt sie verboten.

Was würde sich der Freistaat vergeben, wenn er einmal seine weiß-blau okkupierten Masten kurz für ein nichtstaatliches Rot-Weiß freigäbe- «Wir Franken haben nun mal unsere eigene Kultur.» Nürnberg habe es nicht nötig, für Bayern zu werben, meint der 30-jährige Hölzlein, «dann wirbt es doch immer nur für München, wo das Geld hinfließt». Und wenn der Frankenrechen wenigstens als Nummer drei auf dem Sinwellturm sitzen dürfte! Die Staatregierung messe in Sachen Flaggenstrenge mit zweierlei Maß, sagt Detlev Tartsch. «Am Bayreuther Festspielhaus dürfen sogar Sponsorenfahnen hängen.»

Dabei wollte Joachim Herrmann, Franke aus Erlangen, nur Gutes tun. Im Ausland habe er gesehen, wie großzügig öffentliche Bauten weltweit beflaggt sind. Das ließ er zum 17. Juni auf die bayerischen Regierungsgebäude übertragen, fortan sollen sie das ganze Jahr über im Schmuck stehen. Das Finanzministerium bezog dann gleich die ihm unterstellten Schlösser und Burgen in die pausenlose Beflaggung ein. Beim Thema «Herrmann» winkt Tartsch ab. Der zähle leider zu den vielen fränkischen Abgeordneten, die ihre Identität mit dem Überschreiten der Donau abstreifen.

Detlev Tartsch wohnt hinter der Burg, da würde er gern mal einen Schrotflintenwettbewerb auf die neue Burgflagge … natürlich nur ein Witz, er lacht laut. Jetzt schießt er sich erst mal ein auf die neue Wahlkampagne der CSU. «Stolz auf Bayern» heißt die und besteht unter anderem aus einem Video (http://videocenter.csu.de/pub/stolzaufbayern/), das außer vier Nürnberger Postkartenansichten Franken auszublenden scheint.

Tartsch hat gerade ein Fattblatt in Arbeit. «Auf Bayern stolz- Nein Danke, ich bin Franke!» heißt der Titel, es wettert gegen die «Rautenflut», «Bajuwarisierung» und Abkanzlung der «Nordbayern». Ein Frankenrechen bricht sich darauf Bahn durch die weiß-blaue Raute.

Isabel Lauer
Bericht vom „Tag der Franken“ 2008
Erfahrungsbericht, „Tag der Franken“ 2008 in Miltenberg,
aus Sicht des Fränkischen Bund e. V.
Gambach, 09.07

Der dritte – offizielle Tag der Franken fand, wie hinlänglich in den Medien berichtet, heuer im romantischen Mainstädtchen Miltenberg statt.
Neben vielen Attraktionen war unter anderem auch unser FB e.V. und Frankenlandversand am Samstag, 05.07. 08 und Sonntag 06.07.08 vor Ort vertreten.

Unter Verwendung von vielerlei Infomaterial und am Stand platzierter Karten und Grafiken konnte dem zahlreichem, interessiertem Publikum die Ziele des FB e. V. verdeutlicht und nähergebracht werden.

Auch die Problematik der in der Säkularisation nach München verbrachten fränkischen „Beutekunst“, und deren Rückführung wurde durch die gute Argumentation der am Stand eingesetzten Mitstreiter den Bürgern bewusst gemacht. Schon am Samstag zeigten 110 Bürger durch ihre Unterschrift ihre Unterstützung für die Bemühungen des FB.

Am Sonntag, dem eigentlichen Frankentag konnten noch einmal 60 Unterschriften eingefahren werden. Insgesamt überraschte das rege Interesse der Bevölkerung an den Themen des FB, im bisher eher „pro-bayerisch“ eingestellten westlichen Unterfranken, das eingesetzte FB- Team. Daher überraschte es auch nicht, dass einige Neumitglieder darunter der „Singende Fremdenführer“ von Miltenberg in unserem Bürgerverein begrüßt werden konnten.

An dieser Stelle Dank und Anerkennung für die Einsatzbereitschaft aller Beteiligter!

Die fränkische Sache ist auf einem guten Weg!

Joachim Gehrig
Fränkischer Bund e. V.
Kreisverband Würzburger Land

Zur Frage: Franken sind doch auch Bayern oder?
Sabine Welß 95444 Bayreuth, den 03.01.2008

CSU – Generalsekretärin
Christine Haderthauer
München

Zur Frage: Franken sind doch auch Bayern oder?

Sendung im Bayrischen Rundfunk am 21.12.07
22.3o Uhr Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich

Sehr geehrte Frau Generalsekretärin Haderthauer,

vorneweg möchte ich mich erst entschuldigen für die etwas späte Reaktion, aber es waren und sind noch immer die christlichen Feiertage dazwischen und als CSU-Vertreterin haben Sie doch sicher Verständnis dafür, dass man diese zur Kenntnis nimmt und dem entsprechend vorbereitet und feiert.

In der obigen Sendung stellen Sie die Frage: Franken sind doch auch Bayern oder? Dass es dadurch „Herrn Pelzig“ die Sprache verschlägt und er das Schlucken anfingt,…,…..dafür habe ich Verständnis. Denn als Franke kann man über so viel Unkenntnis nur so reagieren, wenn man wenigstens einigermaßen höflich sein möchte.

Noch immer scheint: Es wissen noch immer nicht alle Bayern speziell die Oberbayem und leider auch die Franken – Franken und Bayern sind zwei Paar Stiefel (fränkische Redensart), auch wenn man schon über zweihundert Jahre versucht, diese Tatsache zu verdrehen und gar, die Franken zu integrieren. Vielleicht fiele es leichter – das Integrieren – wenn man die Franken gleichbedeutend wie die Oberbayern behandeln würde? Wäre das eine Frage zurück?

Wenn Sie den Transrapid ansprechen: Bereits die Reaktion im Studio müsste Ihnen vielleicht zu denken gegeben haben. Tatsache ist: bereits vor Jahren waren die Wanderwege in Oberbayern geteert und in Franken gab es noch nicht einmal Radfahrwege. Natürlich sind an so einer Situation auch die fränkischen Politiker schuld. Vielleicht nehmen Sie sich mal etwas Zeit, um sich über die Straßenverhältnisse in Franken zu informieren. Oder:

Die Situation im Bayrischen Rundfunk; erst vor kurzem musste ich erleben: es wird vom Jakobsweg erzählt, der von Würzburg ausgeht und das ganze wurde mit Schrammlmuskik untermalt. Schrammelmusik gehört nach Wien. Wenn man sich etwas Mühe gibt, dann steht dafür auch fränkische Musik zur Untermalung bereit

Nur soviel in aller Kürze, denn wenn man als Franke mal anfängt mit dem Aufzählen der Missstände, kommt man leicht in Versuchung, kein Ende zu finden.

Und noch ein Tipp: Solange wir Franken noch sooo im Hintergrund stehen im Vergleich mit Oberbayem sollte man einem solchen in keinster Weise mit Geschenken im Rautenmuster beglücken oder erziehen wollen.. Aber diese Erfahrung haben Sie ja bereits gemacht.

Mit guten Wünschen für das neue Jahr für Sie persönlich und im Dienst und natürlich mit guten Wünschen für das neue Jahr auch für unser schönes Franken.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Welß

Thema: Fränkische Leserbriefe | 4 Kommentare

10. Leserbrief – Bevölkerungsschwund in Franken

Mittwoch, 23. September 2009 | Autor:

Frankenlied


 

Bevölkerungsschwund in Franken

„Der Spott Münchens trifft uns obendrein”

Nordbayerischer Kurier 22.09.09

Den Kahlschlag in Franken fürchtet dieser Leser, der sich auf den Beitrag „Oberfranken verliert 100 000 Einwohner“ bezieht (siehe KURIER vom 15. September).

Seit nunmehr fast 20 Jahren prangern nicht nur wir vom Fränkischen Bund das unerträgliche hausgemachte Süd-Nord-Gefälle im zentralistisch geführten Bundesland Bayern an. In keinem Bundesland gibt es auch nur annähernd solche Verhältnisse. Hauptverantwortlicher dafür war Franz Josef Strauß, der alles, was nur möglich war (Forschungsstätten, Firmenzentralen, Behörden, High Tech), in den Großraum München zog.

Die Oberbayern Streibl, Stoiber und Seehofer pflegten diese „Raffke-Tradition“ und bauten sie aus. Aus falsch verstandener Liebe zur Partei und zum existenziellen Schaden unseres Frankenlandes gaukelten uns „Fränkische“ CSUler wie Schnappauf und so weiter vor, dass wir bestens für die Zukunft gerüstet seien (Chancenregion, Ober-Fanken Offensiv und so weiter).

Ausgerechnet Seehofer, der den Fränkischen Einfluss in seinem Kabinett auf Null reduziert hat, der uns die Strauß-Tochter aufs Auge gedrückt und Beckstein mit entsorgt hat, soll eine Trendwende herbeiführen?. Den Teufel wird er tun! Die Schere wird, das ist jetzt schon absehbar, noch größer werden. Solange ihn noch die naiven Franken wählen, beklatschen und hofieren, solange es noch weiß-blaue Maibäume in Bischofsgrün gibt und a Bleaml-Alm in Fichtelberg, solange noch die oberbayerische Seppl-Kultur hier nachgeäfft wird und die Medien dies alles weiterhin unkritisch begleiten und fördern, solange wird uns auch unsere Jugend in Scharen davonlaufen. Das einst stolze Industrie- und Handwerkerland Franken wird zum Altenheim, und zwar rasend schnell. Der Spott Münchens trifft uns obendrein, und das zu Recht.

Joachim Kalb, Weidenberg

Weiß-blauer Kampftrinker

Waldemar Hartmann

Oktoberfest 2006 12

Joachim Kalb
Fränkischer Bund e.V.
Wacholderich 7
95466 Weidenberg
12.9.2009
An die
Leserbriefredaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Abdruck des nachfolgenden Leserbriefes, der sich auf die Aussagen des Waldemar Hartmann zum Thema „Rausch“ vom 9.9.09 bezieht.
Haben Sie vielen Dank!

Weiß-blauer Kampftrinker Waldemar Hartmann

Der gebürtige Franke und Busenfreund von Markus Söder, Waldemar Hartmann, der während seiner Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk zum „Mir-san-mir-Superseppel“ geworden ist und jetzt in der Schweiz lebt, empfiehlt uns allen, uns doch mal richtig volllaufen zu lassen.

Man weiß es nicht, von wem er über die Jahre für seine unterschwellige Weißbierwerbung gesponsert wird. Nun, in Oberbayern ist man bekanntlich stolz darauf, dass Alkohol, speziell Bier, keine Droge, sondern ein Grundnahrungsmittel ist. Die verheerenden Schäden dieser Grundeinstellung übernehmen ja die Krankenkassen, Unternehmen und die Reparaturbetriebe der Gesellschaft, die Schulen.

Damit auch noch die Gewinnmaximierung am größten ist, sollen wir uns auch noch am Münchner Oktoberfest volllaufen lassen. Dem Fest, bei dem die Teilnahme am Festzug strenger geregelt als die DIN-Norm oder die EU Gurkenverordnung. Ein Platz im „richtigen“ Festzelt ist kaum noch ohne „Vitamin B“ oder ein stattliches Vermögen zu ergattern. Nun, wer`s braucht!

Da lob ich mir die gewachsene fränkische Bierkultur. Wir haben die größte Brauereidichte und Biervielfalt der Welt. Wir saufen kein Industriebier, sondern genießen samt preiswerter Qualitätsküche ein gepflegtes Seidla Keller im wunderschönen Biergarten oder im urigen Wirtshaus.

Wir brauchen dafür keine weiß-blau-gerautete Kampftrinker-Werbung a la Waldemar Hartmann. Wer einmal die gewachsene fränkische Bier- und Weinkultur erlebt hat, kommt automatisch wieder.

Als seriöse Werbeträger reichen uns da die drei intelligenten Studenten, die als Bierboten unser Frankenland würdig in der Welt vertreten und nicht dummschwätzend wie Selbstdarsteller Waldemar Hartmann aus der Schweiz die mir-san-mir Weißbiertruppe vertritt.

Joachim Kalb,
Vorstandsmitglied Fränkischer Bund e.V.

Petition

Leserbrief zum Artikel
„In die Sache Beutekunst kommt Bewegung“ vom 8.7.2009

Die sinnlose Zerstörung von Kunst-, Kultur- und Kirchengüter und die Verschleppung wertvollster Sammlungen und identitätsstiftender Geschichtspreziosen bei der Annexion Frankens durch Altbayern, ist im kollektiven Bewusstsein aller Franken eingeprägt.

Die Weigerung , die Beutekunst und Geschichtsdenkmäler zurück zu geben, andererseits die ständigen Demütigungen, die nur aufzeigen sollen, wer „ Herr im Hause“ ist, solidarisieren alle Franken und einigen diese im festen Willen, diese Bevormundung nicht länger hinzunehmen. Auch nach zweihundert Jahren hat man südlich der Donau immer noch nicht kapiert, dass Franken keine Bayern sind und nicht nur von dem leben wollen, was uns München gerade noch zugesteht.

Es ist geradezu illusionär zu glauben, dass Altbayern -nicht nur bei der Beutekunst- ureigenste fränkische Forderungen billigen würden. Um einer Entscheidung aus dem Wege zu gehen, die Franken zu vertrösten und zu täuschen, wird die Diskussion in der herrschenden Mehrheitspartei mit Rechtsargumenten und nicht politisch geführt.

Solange die Interessen Frankens keine größere Beachtung finden, wird das Land Franken immer ein Fremdkörper bleiben. Und es wird zunehmend weiter gären!

Dipl.-Ing. Hans Seib
97080 Würzburg

“Den Franzosen ewig dankbar“

Ernst Hart
Albertshofener Str. 5
97320 Großlangheim
Die Kitzinger
Postfach 40
97302 Kitzingen

Leserbrief
Betrifft: Artikel Ausgabe vom 24.07.2009: Den Franzosen ewig dankbar.

Stellen Sie sich vor, der tschechische Präsident kommt nach Moskau und spricht: „Ohne die Besetzung Tschechiens, wäre das Land nicht so groß, wie es heute ist“. Was mögen wohl die Sudetendeutschen denken?

Es bleibt jeden Präsident eines deutschen Bundeslandes überlassen, wie er sein Land vertritt. Auch welche politischen und wirtschaftlichen Beziehungen aufgebaut, erweitert und vertieft werden. Was sich aber der bayerische Minister-präsident in Paris geleistet hat, müsste alle selbstbewussten Franken aufschreien lassen.

Er hat das Unrecht das zwischen 1800 bis 1818 an Franken verübt wurde, legitimiert. Eigentlich müssten es viele wissen, dass Baiern Napoleon unterstützt hat. Als treuer Vasall hat Bayern Franken bekommen.

Herr Seehofer bedankt sich im Nachhinein für das Unrecht das Franken angetan wurde. Er hat sich beim französischen Präsidenten eingeschmeichelt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie unsensibel Herr Seehofer ist.

Danke für die Veröffentlichung
Ernst Hart

Dumpfer und platter gehts wohl nicht

Nordbayerischen Kurier, 09.06.2009
Es reicht Herr Rietschel!
Eine Bayerin durchpflügt Oberfranken (und ist bei jeder Einweihung eines Maulwurfhügels anwesend) à von Herrn Rietschel im Kurier vom 23./24. Mai. Dies ist nun schon die zweite dreiviertelseitige Story über Frau Hohlmeier (mit geschöntem Foto).

Das ist offene Wahlwerbung, zumal man von den Kandidaten der SPD, den FW, den Grünen und der FDP kaum etwas im Kurier gelesen hat. Einseitig auch deshalb, wenn man die zynisch bissigen Artikel z.B. gegen SPD-Leute in Eckersdorf, gegen Wolfgang Hoderlein usw. von früher kennt. Höhepunkt war ein ganzseitiger Bericht vor einigen Wochen: Herr Eggers stand, natürlich rein zufällig, mit Frau Hohlmeier beim Friseur und wollte ihr durch seine Anwesenheit Wirtschaftskompetenz übertragen. Dumpfer und platter geht es wohl nicht!

Welche Kompetenz sie wirklich hat, ist spätestens seit G 8 bekannt! Vor allem hat sie einen grünen Ordner, in dem über jeden „Parteifreund“ was drin steht. Und sie ist die Tochter von F.J.S.

Sollte sie von den Oberfranken gewählt werden, besteht vielleicht sogar noch Aussicht, ihren Bruder Max als Regierungspräsidenten zu bekommen. Spaß beiseite – auch wenn sie sich Mühe geben würde, für Oberfranken etwas herauszuholen, die Anfeindungen in ihrer eigenen Partei, vor allen der Oberbayern, wo sie herkommt, sind so gewaltig, dass die oberfränkische Situation noch viel problematischer würde (Feind, Todfeind, Parteifreund)!

Der Schlüssel für unser Wohl und Weh liegt bekanntlich in München. Weder von Frau Huml, Frau Hohlmeier noch von Herrn Nadler bzw. Herrn Koschyk gab es Proteste gegen den jüngsten Münchner Coup, die Milliarden des Konjunkturpaketes II vornehmlich in Oberbayern zu verteilen.

So erhält Thurnau (SPD-Bürgermeister) keinen Cent, während – wie die SZ berichtete – 74 Millionen Euro in die Anlagen für den Spitzensport nach Berchtesgaden und Ruhpolding fließen. Eigentlich sollten damit unsere maroden Schulen modernisiert werden! Wo bleibt da der Aufschrei, Frau Hohlmeier und Herr Rietschel?

Solange man neben allen Landesgeldern, Preisen usw. auch alle EU-Gelder, Bundesmittel, ja sogar Bundesverdienstkreuze zentralistisch von München aus verteilt, werden wir hier in Franken stets die „Aschkadn“ haben!

Joachim Kalb

Nationalpark Oberfranken!

Joachim Kalb
Wacholderich 7
95466 Weidenberg

Nordbayerischer Kurier 18.03.2009
„Wir haben verstanden!“ So hieß es großspurig nach dem CSU-Wahldesaster. Wir erinnern uns an den „Hauptdrahtzieher“ im Hintergrund, als Beckstein weggemobbt wurde. Es war der ehemalige Schulminister, der Oberbayer Schneider. Er führte damals das Büchergeld ein, um es gleich wieder abzuschaffen. Jetzt ist er Chef der Staatskanzlei und darf die Bundesmittel (Konjunkturprogramm II) verteilen.

Nun, laut dem „politisch unverdächtigen Bayernkurier“, verteilt der Minister nicht nach dem Gießkannensystem; angeblich ging es nach Einwohnerproporz und Forschung und Bildung sollen besonders bedacht werden. Erhebliche Mittel wurden vorher für die Ballungszentren abgezweigt. Ergebnis: Unsere fränkischen Bürgermeister sind in heller Aufregung, weil das Geld nicht reicht. Natürlich zu Recht, denn es wurde nach der sattsam bekannten und über Jahrzehnte erfolgreich angewandten altbayerischen „mir-san-mir und mir zuerscht“ Methode verteilt.

Konkret heißt das, der Großraum München / Oberbayern, der nahezu 90 % aller maßgeblichen Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Fraunhofer Institute) in Bayern beherbergt, bekommt deshalb wie gewohnt den Löwenanteil (450 Mio. Euro +, Oberfranken 125 Mio. Euro). Verantwortlich für diese EU-weit beispiellos einseitig verfehlte Strukturpolitik war u.a. auch maßgeblich Franz Josef Strauß. Nun könnte seine Tochter Wiedergutmachung leisten. Viel gerühmt ihr Talent und ihr Bekanntheitsgrad.

So wäre es doch sicher ein Leichtes für sie, den Verteilerschlüssel mal zugunsten Frankens aufzubrechen. Und ganz nebenbei könnte sie uns auch helfen, unsere Kulturgüter (z.B. Bamberger Domschatz) wieder nach Franken zu bekommen!

Aber unsere völlig entmachteten fränkischen CSU-Vertreter werden uns sicherlich vorher wieder erklären, dass alles in Ordnung und gerecht so sei.

Hält die gegenwärtige Abwanderung vor allem junger Leute aus Oberfranken weiter so an, wohnt in 20 Jahren eh keiner mehr hier. Dann erledigen sich alle Probleme von selbst. Wir haben dann einen Nationalpark Oberfranken und ein Durchschnittsalter in den verbleibenden Kleinstädten wie im Politbüro der ehemaligen DDR.

CSU-Harakiri in Franken

Joachim Kalb
Wacholderich 7
95466 Weidenberg
16.12.2008
An die Leserbriefredaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Veröffentlichung der nachfolgenden Stellungnahme (Leserbrief) in Ihrem Blatt sowie auf Ihrer Internetseite als Meinungsbeitrag zum Thema „Hohlmeier als Spitzenkandidatin Oberfrankens für die Europawahl“.
Vielen Dank!

CSU-Harakiri in Franken

Nach der CSU-Wählertäuschung ist man ja nun einiges gewöhnt.
Mit der Hohlmeier-Nominierung dreht nun selbst der fanatischste CSUler am Rad. Dabei überrascht das Verhalten der Oberbayerin in der Oktoberfesttracht weniger, denn die „mir san mir und mir san nur für uns“ Mentalität ist hierzulande sattsam bekannt.

Herr zu Guttenberg hat sie vorgeschlagen und sie wurde von den „ober“fränkischen CSU-Vertretern einstimmig gewählt, das ist der eigentliche Skandal. Dies erinnert mich unweigerlich an die SED der ehemaligen DDR, wo auch jeglicher absurde Schwachsinn, den keiner wollte, stets einstimmig auf Empfehlung ihrer abgehobenen Vorturner beschlossen wurde. Wo das endete ist bekannt!

Nun, was ist zu tun, nachdem sich der fränkische Teil der CSU in Auflösung befindet und keinen Einfluss mehr auf die Politik und damit auf die Mittelverteilung hat?
1. Eine fränkische CDU oder eine „fränkische Liste“ muss her, wenn unser Frankenland in den nächsten 5 Jahren nicht vollständig abgekoppelt werden soll.

2. Wollen wir das Hohlmeier-Desaster abwenden, brauchen wir schnell einen Gegenkandidaten, der Franken in der EU vehement vertritt. Da fällt mir nur einer ein, der dies seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt hat, nämlich der „fränkische Freigeist“ Wolfgang Hoderlein. Er wurde übrigens bereits mit der europäischen, der bayerischen und jüngst mit der fränkischen Verdienstmedaille geehrt. Einzig das Problem für seine Nominierung wird sein, dass wieder einmal seine schlafmützige und vor sich hintümpelnde SPD die Zeichen der Zeit nicht erkennt.
Joachim Kalb
vom Fränkischen Bund e.V.

BayernLB

Joachim Kalb
Wacholderich 7
95466 Weidenberg
04.12.2008
An die Leserbriefredaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte veröffentlichen Sie zum Thema „Landesbank“ nachfolgenden Leserbrief.
Haben Sie vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Schulden aus Größenwahn?

Noch im Juni des letzten Jahres applaudierten etwa in Hof und Bamberg die fränkischen CSUler über eine halbe Stunde lang Edmund Stoiber bei seiner Abschiedstour. Kaum war der Jubel verhallt, kam eine Milliardenpleite nach der anderen und Beckstein wurde von der mir-san-mir-Fraktion brutal weggemobbt und noch als Sündenbock missbraucht.

Nun haben wir schon die dritte, diesmal verheerende Krise der Bayerischen Landesbank. Unvorstellbare 10 + 20 Milliarden, die von uns alle aufgebracht werden müssen als Folge des altbayerischen Größenwahns! Es klingen uns noch Stoibers Worte im Ohr: München muss Finanzplatz Nr. 1 (vor Frankfurt) in Deutschland werden! Der Flughafen München muss Frankfurt in den Schatten stellen …. Die darauf folgenden Fusionen (Hypobank) brachte Milliardenverluste und gerade die weltweiten Bankgeschäfte einer „Bank für das Land“ führten zu diesen Milliardenpleiten. Es wäre mal interessant zu wissen, wie viel uns diese altbayerische Profilneurose bis zur Stunde gekostet hat.

Nun geht es ja weiter. Bayern muss zu den 10 weltweit besten High-Tech-Regionen gehören, so tönte es im Wahlkampf. Dagegen wäre grundsätzlich nichts zu sagen, wenn man nicht Bayern sagen, aber Oberbayern meinen würde. Damit München und das umliegende Land der „Pinselträger“ weltweit leuchten kann, blutet unser Frankenland immer weiter aus. Zentralismus pur, d.h. verstärkt höhere Arbeitslosigkeit, Abwanderung der Jugend im großen Stil, Lehrstellenmangel, kaum Forschungseinrichtungen, Kürzung der Mittel für den Nahverkehr, und und und.

Dazu kommt: der Einfluss der fränkischen CSU geht gegen Null. Eine prima Aufgabenverteilung hat man sich da in der CSU ausgedacht. Einen Generalsekretär und die Landtagspräsidentin aus Franken, um den Frankenaufstand in der CSU abzufangen.

8 Ministerien und der Ministerpräsident aus Oberbayern (Ober- und Unterfranken NULL). Macht und Einfluss und damit auch die weitere ungerechte Verteilung der Mittel sind damit für die nächsten 5 Jahre festgeschrieben. Prost Mahlzeit Frankenland!

Joachim Kalb

Herrmann: Nichts dazugelernt ?

Joachim Kalb
Wacholderich 7
95466 Weidenberg
7.11.2008
An die Leserbriefredaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte veröffentlichen Sie zum Thema „Herrmann will sich um Franken kümmern“ nachfolgenden Leserbrief.
Haben Sie vielen Dank!

Nichts dazugelernt ?

Innenminister Herrmann hat nach dem CSU Wahlschock die „tabula rasa“ Regierungsbildung überstanden. Hoffentlich nicht nur, weil er bei seiner kurzzeitigen Bewerbung für das Amt des Ministerpräsidenten auf seine Münchner Herkunft als „Qualifikation“ verwies. Seine Parteifreunde zu Guttenberg usw. sind schon wieder am Schönreden, was den Regionalproporz betrifft. Nichts gelernt aus der Wählertäuschung! Gerade mal je einen Staatssekretärsposten für Unter- und Oberfranken, über die Hälfte der Minister aus Oberbayern, die natürlich — wie wir deutlich gesehen haben — die Interessen ihrer Region vertreten. Scheinbar gibt es wieder einmal keine geeigneten Persönlichkeiten in Franken!

Nun, wenn sich Joachim Herrmann um Franken kümmern will, so soll er zunächst seine alten Versprechen einlösen. Also: Rückführung unserer fränkischen Kulturgüter wie den Bamberger Domschatz usw. Auch seinen provozierenden wahlkampftaktischen Fahnenerlass, nämlich Dauerbeflaggung mit der Bayernfahne auf staatlichen Gebäuden bei gleichzeitigem Verbot der Frankenfahne sollte er schleunigst zurücknehmen. Hat die einflusslose geschrumpfte CSU-Prominenz im Frankenland immer noch nicht gespannt, dass man mit Anbiedern und Andienen bei den „mir-san-mir“-Altbayern nur Verachtung erntet?

Scheinbar ist der fränkische CSU-Teil nicht lernfähig, weshalb eine Franken-CDU bzw. eine Frankenpartei diese klaffende Lücke ausfüllen sollte.

Joachim Kalb

Thema: Fränkische Leserbriefe | 3 Kommentare