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116.Das Märchen von der Steuerentlastung 2009

Freitag, 14. Januar 2011 | Autor:

Frankenlied

Das Märchen von der Steuerentlastung 2009
Weniger Netto vom Brutto – Mehr Abzüge vom Brutto –
Deutsche Bundesregierung im Schuldenrausch
Vor der Wahl zugesagt, nach der Wahl beteuert, Realisierung zugesagt, doch zuvor schon ausgehöhlt –
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50 Millionen Bürger werden zur Kasse gebeten
Der Beitrag der Arbeitgeber zur Krankenversicherung steigt von 7 auf 7,3 Prozent und wird dann eingefroren. Der Beitrag der Krankenversicherten steigt von 7,9 auf 8,2 Prozent. Die Versicherten müssen alle künftigen Kostensteigerungen alleine tragen. Die Solidargemeinschaft ist aufgehoben. Außerdem wird ein Systemwechsel zur Kopfpauschale eingeleitet. Das alles ist Folge der 87. Gesundheitsreform binnen weniger Jahre durch die Regierung aus CDU, CSU und FDP. “Gesundheitsreform kommt die Patienten teuer”, SZ, 23.9.2010, S. 1
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“Weniger Netto vom Brutto” dank CDU, CSU, FDP
Keine Steuersenkung, dafür neue Steuern und Erhöhung der Abgaben
“Mehr Netto vom Brutto” war vor der Bundestagswahl das Versprechen der Parteien, insbesondere FDP und CSU. Nach der Wahl wurde das zu “Weniger Netto vom Brutto” oder ” Mehr Abzüge vom Brutto”. Ab 1. Januar 2011 sollen die Kassenbeiträge massiv angehoben werden: von derzeit 14,9 % auf 15,5 % des Bruttolohnes. Damit werden hauptsächlich die mittleren Einkommen und die ca. 20 Millionen Rentner belastet.
“Kassenbeiträge sollen auf 15,5 Prozent steigen”; SZ, 3.7.2010, S. 6
Zusätzlich wird der sogenannte Zusatzbeitrag, eine von der CSU einst (CSU im Zick-Zack-Kurs) bekämpfte Kopfpauschale, freigegeben: es gibt künftig kein Limit! Der Zusatzbeitrag wird unabhängig von der Einkommenssituation der Krankenversicherten erhoben.
Das Defizit bei den Krankenkassen wird vor allem auf Kosten der Beitrags- und Steuerzahler ausgeglichen: sie sollen acht Milliarden der fehlenden elf Milliarden Euro bezahlen.
Gesundheitsreform: Kassen dürfen nun beliebig Zusatzbeiträge kassieren, Die Welt, 7.7.2010 –
“Regierung kapituliert vor Gesundheitskosten”, SZ, 7.7.2010, S. 1
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Mein Kommentar:

Man kann sich eigentlich nur wundern, wenn man jetzt die Umfrageergebnisse der CSU ansieht. Am 12.01.2011 kommt die CSU laut einer Umfrage des bayerischen Staatssenders kurz BR genannt, auf 46%. Stimmt da nicht der Satz von Edmund Stoiber: Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.

Besonders den fränkischen CSU – Wähler muss man da fragen, ob noch alles stimmt. Da himmelt man den “Heilsbringer” Guttenberg an, lädt ihn zu jeder sich bietenden Gelegenheit ein, damit er seine klugen Sprüche zelebriert, man läßt sich in seiner Umgebung ablichten so oft es nur geht, und ist dann vom Glück überwältigt. Oh, wie tief ist doch der Franke gesunken, der sich nach Strich und Faden verbiegen läßt.

Erinnern sich die Franken noch, wer die EU Frau Hohlmeier, für Oberfranken, den Franken eingebrockt hat. Herr Guttenberg.

Was sind denn die herausragenden Verdienste für Franken von Herr Guttenberg?

Was ist denn in Franken besser geworden, seit Herr Guttenberg alle Herzen erobert?

Franken standen einmal für: FRANK und FREI

M.T.

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80.Fahnenstreit geht unvermindet weiter – wir geben nicht auf

Samstag, 16. Oktober 2010 | Autor:

Frankenlied

Das bayerische Staatsfernsehen „Bayerisches Fernsehen“ kurz BR genannt, hat vor 2 Jahren eine Umfrage gestartet, mit der Frage:

„Welche Fahne soll in Franken an öffentlichen Gebäuden wehen“.

Sicher haben sie das nachfolgende Ergebnis nicht erwartet und es ist dann auch wieder schnell aus dem Blickfeld verschwunden. Ich habe mir dieses Ergebnis gut aufgehoben, und möchte es hiermit vielen meiner Blogbesucher auch bekannt machen.

Stimmen Sie ab Weiß-Blau oder Rot-Weiß?

Hoch über der Nürnberger Kaiserburg flattert neuerdings die weiß-blaue Bayernfahne. Für den “Fränkischen Bund” ein Affront: Er fordert, dass auf der Burg und in Franken allgemein der rot-weiße Frankenrechen wehen soll! Was halten Sie davon? Stimmen Sie ab!

“Die Kaiserburg in Nürnberg ist ein Wahrzeichen für Franken. Hier muss auch eine rot-weiße Frankenfahne wehen”, sagte Christian Hölzlein vom “Fränkischen Bund”. Nun soll Ministerpräsident Beckstein die Flaggenfrage klären. Schließlich sei Beckstein selber Franke und könne die Aufregung sicherlich nachvollziehen, so Hölzlein.

Das bayerische Innenministerium hatte im Juni für alle staatlichen Gebäude die ganzjährige Beflaggung mit einer Deutschlandfahne und einer Bayernfahne angeordnet. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass es für Nürnberg keine Ausnahme geben werde. Die Anordnung gelte für alle staatlichen Gebäude im Freistaat.

Voting

Welche Fahne soll an öffentlichen Gebäuden in Franken gehisst werden?
Danke für Ihre Teilnahme!

Die Franken-Fahne
In Franken muss freilich der Frankenrechen wehen. Die Fahne flattert schließlich bei allen fränkischen Feiern. Mit dieser Flagge identifizieren wir uns.

78,3%

Die Bayern-Fahne
Franken gehört zu Bayern wie Schwaben und die Oberpfalz auch. Warum muss jeder sein eigenes Süppchen kochen? Wir sind schließlich alle Bayern.

14,8%

Egal

Des is mir woschd!

6,9%

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR-online, die sich an der Abstimmung beteiligt haben. Jede Stimme wird einmal gezählt. Mehrfachklicks werden nicht gewertet.

Also ich frage mich, wie lange und wie oft will man den Volkeswillen noch ignorieren. Eine Möglichkeit hat der Franke auf jeden Fall, die Wahlen 2013. Dann kann er diesen arroganten Politkern einen Denkzettel verpassen, sonst begreifen die nie, was Demokratie heißt.

Das System Bayern – übernommen von einem Krieger Napoleon – ist in dieser Form in ganz Europa nicht mehr anzutreffen. Alle Macht zentral in München. Franken behandeln wie eine Kolonie und das im 21.Jahrhundert. Das machen wir Franken nicht mehr mit.

Dazu ein Leserbrief:
Betrifft: Artikel Ausgabe vom 24.07.2009: Den Franzosen ewig dankbar.

Stellen Sie sich vor, der tschechische Präsident kommt nach Moskau und spricht: „Ohne die Besetzung Tschechiens, wäre das Land nicht so groß, wie es heute ist“. Was mögen wohl die Sudetendeutschen denken?

Es bleibt jeden Präsident eines deutschen Bundeslandes überlassen, wie er sein Land vertritt. Auch welche politischen und wirtschaftlichen Beziehungen aufgebaut, erweitert und vertieft werden. Was sich aber der bayerische Ministerpräsident in Paris geleistet hat, müsste alle selbstbewussten Franken aufschreien lassen. Er hat das Unrecht das zwischen 1800 bis 1818 an Franken verübt wurde, legitimiert. Eigentlich müssten es viele wissen, dass Baiern Napoleon unterstützt hat. Als treuer Vasall hat Bayern Franken bekommen. Herr Seehofer bedankt sich im Nachhinein für das Unrecht das Franken angetan wurde. Er hat sich beim französischen Präsidenten eingeschmeichelt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie unsensibel Herr Seehofer ist.

Danke für die Veröffentlichung
Ernst Hart

Ich gebe Ihnen einmal ein Beispiel, auch aus einem Freistaat in Deutschland, das zeigt wie es auch anders laufen kann.
Auszug aus der modernen Verfassung des Freistaates Sachsen

Präambel

Anknüpfend an die Geschichte der Mark Meißen, des sächsischen Staates und des niederschlesischen Gebietes, gestützt auf Tradition der sächsischen Verfassungsgeschichte, ausgehend von den leidvollen Erfahrungen nationalsozialistischer und kommunistischer Gewaltherrschaft, eingedenk eigener Schuld an seiner Vergangenheit, von dem Willen geleitet, der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Bewahrung der Schöpfung zu dienen, hat sich das Volk im Freistaat Sachsen dank der friedlichen Revolution des Oktobers 1989 diese Verfassung gegeben.

1.Abschnitt: Die Grundlagen des Staates

Artikel 1

Der Freistaat Sachsen ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein demokratischer, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kultur verpflichteter sozialer Rechtsstaat.

Artikel 2

(1) Die Hauptstadt des Freistaates ist Dresden.
(2) Die Landesfarben sind Weiß und Grün.
(3) Das Landeswappen zeigt im neunmal von Schwarz und Gold geteilten Feld einen schrägrechten grünen Rautenkranz. Das Nähere bestimmt ein Gesetz.
(4) Im Siedlungsgebiet der Sorben können neben den Landesfarben und dem Landeswappen Farben und Wappen der Sorben, im schlesischen Teil des Landes die Farben und das Wappen Niederschlesiens, gleichberechtigt geführt werden.

Sagt das nicht viel über die wahre Gesinnung der Baiern aus. Wir Franken geben niemals auf, und werden für unsere fränkische Fahne kämpfen.

Mag der Streit um die offizielle Zulassung der Frankenfahne für viele vielleicht banal sein. Ein Großteil der Bevölkerung Frankens findet dies offenbar nicht. Wie sonst käme so ein Umfrageergebnis zustande, und wie sonst könnte sich wohl die Anzahl der Frankenfahnen im Land jährlich verdoppeln? Wittelsbacher Rautenflaggen werden in Franken fast nur noch per Anordnung an staatlichen Gebäuden gezeigt. Wir rufen deshalb alle Parteien, Verbände usw. im Frankenland dazu auf, durch offizielle Eingaben Petitionen, Anfragen usw. diesen Zustand zu ändern. Es kann nicht angehen, das am Tag der Franken offiziell keine Frankenfahne gehisst werden darf.
Kein Vorgang zeigt so deutlich das zentralistische, ja diskriminierende Verhalten der Staatsregierung wie die Anordnung der weiß-blauen Dauerbeflaggung auf staatlichen Gebäuden, auch der Schlösserverwaltung(Kaiserburg Nürnberg, Ehrenburg Coburg usw).
Dass es moderne Landesverfassungen gibt, wo das demokratischer funktioniert, zeit der Art.2 der Verfassung des Freistaates Sachsen! Das Bundesland Sachsen bricht nicht auseinander, obwohl im schlesischen Teil auch die niederschlesische Fahne gleichberechtigt gezeigt werden darf.

Also demokratischen Pluralismus statt napoleonischen Zentralismus auch und gerade in Bayern! So unsere Forderung! Bayern ist seit 1918 kein „Wittelsbacher Königreich“ mehr! Obwohl es viele noch so sehen.

FB J.Kalb u. M.T.

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64.Sparpaket? Windbeutel!

Sonntag, 4. Juli 2010 | Autor:

Frankenlied

Was mir zum Bericht von H.Prantl so einfiel:

Dieser Bericht von H.Prantl, passt auch in die Situation bei uns in Franken. In Bayern wird geklotz, bei uns in Franken höchsten einmal gekleckert. Wenn man dann aber bei jeder Landtagswahl immer wieder erlebt, dass der Großteil der Franken sich seit 60 Jahren auf eine bestimmte Partei festgelegt hat, die für diesen Mißstand hauptsächlich verantwortlich ist, dann fällt einem nur noch der Satz von H.Stoiber ein:

“Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber”.

Gesprochen auf einer Wahlkampfveranstaltung 2005.

Spätestens nach der Fußball WM wird man aufwachen, und dann wieder einmal wehklagen, was mit Zustimmung der sogenannten Volksparteien in Berlin, der beste Weg für das Volk war. Was ist den Volksvertreter denn gutes eingefallen? Beiträge erhöhen!

Da passt auch die Aussage von Ex-Präsident Hans-Jürgen Papier am CSU-Zunkunftskongress dazu:

“Der Staat muss abspecken”.

Und was meint H.Papier damit: Soziale Grundrechte könne es in einem demokratischen Staatswesen nicht mehr geben. Das sei mit der Freiheit und der Selbsbestimmung des Einzelnen nicht vereinbar und passe allenfalls in ein sozialistisches Gesellschaftmodell a’ la DDR. Bravo, H.Papier. Ihre sechstellige Pensionsbezüge im Jahr kassieren Sie von diesem demokratischen Staatswesen. Da kann man dann schon verlangen, dass das gemeine Volk auf Sonderleistungen verzichtet. Arbeit für die 3 Mio. Arbeitslosen haben wir so wie so keine. Also sollen sie mit den Almosen zufrieden sein.

09.06.2010, 07:39

Ein Kommentar von Heribert Prantl
Das Sparpaket ist nur bei den sozial Schwachen ein Sparpaket. Ansonsten ist es ein Windbeutel – und die Politiker, die es als “sozial ausgewogen” bezeichnen, sind Spruchbeutel.

Die europäische Misere hat nichts mit der deutschen Sozialpolitik zu tun, die Bankenkrise auch nicht. Man kann den Euro nicht damit reparieren, dass man den Hartzern das Elterngeld streicht. Und man domestiziert den Finanzkapitalismus nicht damit, dass man den Wohngeldempfängern den Heizkostenzuschuss versagt.

Man kann den Euro nicht damit reparieren, dass man den Hartzern das Elterngeld streicht. Und man domestiziert den Finanzkapitalismus nicht damit, dass man den Wohngeldempfängern den Heizkostenzuschuss versagt.

Und wenn den Arbeitslosen künftig kein Übergangsgeld mehr bezahlt wird, ändert das an den Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise gar nichts. Der Zugriff auf die sozial Schwachen im sogenannten Sparpaket ist ein Verstoß gegen das Verursacherprinzip. Die Suppe, die die sozial Schwachen jetzt auslöffeln sollen, haben ganz andere eingebrockt. Bei der Verteilung sozialer Folgekosten der wirtschaftlichen Katastrophen ist es also so ähnlich wie bei der Ölpest im Atlantik: Fischer und Fische können am wenigsten dafür, aber sie gehen als erste kaputt.

Das Sparpaket wurde mit der Begründung gepackt, dass “man” nicht länger “über seine Verhältnisse” leben dürfe. Wer lebt über seine Verhältnisse? Die vom Sparpaket primär Betroffenen, zuallererst die Arbeitslosen, sind es eigentlich nicht, die einem bei dieser Beschreibung zuvorderst einfallen. Saus und Braus herrscht nicht so sehr in den Sozialwohnungen als auf den Finanzmärkten.

Ein schwerer Fehler
Die Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen macht einen schweren Fehler, wenn sie die Gerechtigkeit des Sparpakets damit verteidigt, dass ihr Portefeuille zwar die Hälfte des Bundeshaushalts ausmache, sie aber nur ein Drittel des Sparpakets bestreite. Die Frage der Gerechtigkeit stellt sich nicht bei den betroffenen Haushalten, sondern bei den betroffenen Menschen. Und gerecht ist ein Sparpaket nicht schon dann, wenn es der Mehrzahl der Nichtbetroffenen angenehm ist. Ein Sparpaket ist ungerecht, solange es die Leistungsfähigen schont und vor allem bei denen spart, die keine FDP als Lobby hinter sich haben.

Das Sparpaket der schwarz-gelben Koalition erspart sich jedwede Mehrbelastung der Gut- und Sehr-Gut-Verdiener. Es erspart sich jedwede Belastung der Hochvermögenden und der Millionenerben. Es erspart sich fast jeglichen Subventionsabbau. Es erspart sich die Anhebung der verminderten Mehrwertsteuersätze und die Anhebung der Abgeltungssteuer auf Kapitaleinkünfte. Es erspart sich den Zugriff auf diejenigen, die das Desaster auf den Finanzmärkten angerichtet haben.

Die geplante Bankensteuer mit einem Aufkommen von zwei Milliarden Euro bewegt sich für die Banken in einer Größenordnung, den ein Vorstandssprecher der Deutschen Bank einst als “Peanuts” bezeichnet hat.

Und die sogenannte Brennelemente-Steuer ist keine Belastung, sondern Teil eines für die Atomindustrie günstigen Deals:

Wenn es zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke kommt, profitiert die Industrie mit mindestens sechs Milliarden Euro pro Laufjahrund gibt davon dann zwei an den Staat ab.

Fast sämtliche angebliche Belastungen außerhalb des Bereichs “Arbeit und Soziales” sind Windbeuteleien dieser Art. Sie bleiben vage und müssen noch von Kommissionen durchgerechnet werden. Das Sparpaket ist nur bei den sozial Schwachen ein Sparpaket. Ansonsten ist es ein Windbeutel; und die Politiker, die es als “sozial ausgewogen” bezeichnen sind, um nicht Schlimmeres zu sagen, Spruchbeutel.

Das Sparpaket steht in unguter Tradition
09.06.2010, 07:39

Die Schuldenuhr am Haus des Steuerzahlerbundes in Berlin: Zur Zeit will die schwarz-gelbe Bundesregierung das größte Sparpaket in der bundesdeutschen Geschichte schnüren. Sparen sollen dabei vor allem die Armen.

Das Merkelsche Sparpaket steht in einer unguten Tradition. Von der Regierungskoalition wird es als “historisch” bezeichnet. Man sollte eher sagen, dass es an falsche Bräuche anknüpft. Seit 1996, seit dem Sparpaket Helmut Kohls, werden die Pakete dieses Namens asymmetrisch gepackt: Die Zumutungen für die sozial Schwachen sind konkret und werden sofort umgesetzt, Belastungen für die Stärkeren dagegen werden zwar angekündigt, aber dann nicht verwirklicht.

Kohl hat, unter anderem deswegen, zwei Jahre nach seinem Sparpaket die Wahl verloren. Genauso erging es Gerhard Schröder zwei Jahre nach der Agenda 2010: Als er sie im März 2003 im Bundestag vorstellte, versuchte er sich zumindest noch in verbaler Balance. Er verknüpfte Hartz IV mit der Ankündigung, den Sozialstaat künftig auf eine breitere Basis zu stellen, und alle Einkunftsarten in dessen Finanzierung einzubeziehen; bei der Ankündigung ist es geblieben.

Ermessen statt Pflicht
Merkel kann das Schicksal ihrer Vorgänger als Menetekel betrachten - zumal ihr Sparpaket einen sozialpolitischen Systemwechsel einleitet: Aus bisherigen Pflichtleistungen sollen Ermessensleistungen werden; die Job-Agenten sollen nach eigenem Gutdünken entscheiden, ob sie Leistungen gewähren oder nicht.

Das ist der Einstieg in die Umwandlung des Sozialstaats in einen Almosenstaat.

Die Armen sind auf Gerechtigkeit angewiesen, die Reichen auf Ungerechtigkeit; so sagt es Bert Brecht im “Buch der Wendungen”. Die Regierung Angela Merkels hält es mit dem zweiten Teil der Wendung. Ohne das Grundgefühl, dass es beim Sparen fair zugeht, wird das Sparen aber als Schröpfen empfunden. Es muss daher ganz dringend und schnell ein zweites Sparpaket gepackt werden, adressiert an die Wohlhabenden und die Reichen dieser Gesellschaft. Solange es dieses zweite Paket nicht gibt, ist das erste ungerecht – und zwar auch dann, wenn es noch ein wenig geschüttelt wird.

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55.Dachmarke Oberfranken eine Blamage

Mittwoch, 23. Juni 2010 | Autor:

Frankenlied

Empörung über „Dachmarke Oberfranken“– Staatssekretärin Melanie Huml (CSU) blamiert sich


Teure Belanglosigkeiten

Das kürzlich auf Schloss Thurnau bei Kulmbach erstmals der Öffentlichkeit präsentierte neue Logo ist knallig rot, darin in weißer Schrift der Name, die Silhouette zeichnet das Territorium von Bayerns kleinstem Bezirk nach: „Einmalig und anders“ sollte der neue oberfränkische Dachmarken-prozess nach den Worten des Bayreuther Regierungspräsidenten Wilhelm Wenning geraten. Das mag stimmen, wenngleich nicht ganz so, wie es sich die Initiatoren des Projekts gedacht haben.

Aus der Landespolitik hatte sich besonders die Bambergerin Melanie Huml (CSU), Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin, für die Dachmarke stark gemacht. Sie spricht von einer „Plattform für gesamtoberfränkische Interessen“, die „in dieser Form bayern- und bundesweit ziemlich einmalig sei“.

Die kreative Urheberschaft verantwortet, für Bayern keine Selbstverständ-lichkeit, eine Preußin, Uli Mayer-Johanssen von der Agentur MetaDesign aus Berlin. Sie kündigte an, dass aus dem Regierungsbezirk „künftig eine starke Region werden“ soll.

Die von sich selbst begeisterte Designerin ratterte haufenweise Daten herunter – 67 000 Unternehmen seien in Oberfranken beheimatet, darunter 500 „Hidden Champions“ (heimliche Weltmarktführer), über 12 000 Baudenkmäler gebe es, 99 Naturschutzgebiete, fünf Nationalparks, 35 Schlösser und Burgen, zwei Universitäten –, nur eine Zahl nannte sie nicht:

die Kosten des ganzen Dachmarkenprojekts. Es sind nämlich 500 000 Euro und angesichts chronisch leerer öffentlicher Kassen und eines drohenden Sparpakets ungeahnten Ausmaßes darf man sich die Frage stellen, was derzeit solche Ausgaben in Bayerns ärmsten Bezirk rechtfertigt – zumal das Geld nicht einmal einer Agentur aus der Region zugute kommt.

Hohn und Spott


Der Aufwand ließ nicht zu wünschen übrig. Ein Lenkungskreis mit „39 Vertretern aller gesellschaftlichen Ebenen“ fand sich in sage und schreibe neun Workshops zusammen, um zu beraten. Und so debattierte man in den zeitaufwändigen Sitzungen beispielsweise, ob eher die Adjektive „lebenswert“, „sinnlich“ oder „echt“ die „differenzierten Kernwerte“ der Region widerspiegelten.

Problembewusst kamen auch die Handicaps des bayerischen Nordostens zur Sprache: mangelnde Identifikation mit der Region, ein ausgeprägtes Kirchturmdenken sowie ein Kommunikationsdefizit. Die Kernbotschaft, so Mayer-Johanssens tiefschürfende Erkenntnis, sei in sämtlichen Workshops „immer die Vielfalt“ gewesen, doch mit der Vielfalt hebe man sich nicht von anderen ab. Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) wiederum wusste die fundamentale Erkenntnis beizusteuern „Oberfranken ist eben nicht nur Bier und Bratwurst“.

Außer Altbekanntem und Belanglosem wird durch das Projekt nichts Neues vermittelt. Was allerdings jetzt konkret passieren soll, blieb erst mal offen. Schon bei der feierlichen Enthüllung des Logos im einstigen Kutschensaal von Schloss Thurnau fiel der Applaus äußerst spärlich aus.

Unterdessen überziehen die oberfränkischen Bürger die neue Dachmarke vor allem in Internetforen – aber nicht nur dort – kübelweise mit Hohn und Spott. Ähnlichkeiten des neuen Logos zur berühmten Pril-Blume aus den 1970er Jahren will ein Blogger ausgemacht haben. Nicht zu leugnen sei auch die nahezu identische Farbkombination zur aktuellen Imagekampagne des deutschen Handwerks. Bemängelt wurde dabei außerdem, dass ein Nicht-Oberfranke mit den stilisierten Umrissen des Regierungsbezirks wenig anfangen kann.

Kein Erkenntniswert


„Das Logo hätte mein kleiner Neffe am PC für lau gemacht“, schreibt etwa „tacheles“ unter frankenpost.de. Alexander Rosenthal spricht im gleichen Forum vom „Oberfranken-Knutschfleck“ und „HK79“ schlägt im Forum der Bayreuther Tageszeitung Nordbayerischer Kurier vor, mit dem Logo besser „Hakle Feucht“ oder „Vita Cola“ zu bewerben. „Das bekommt ein Sechsjähriger hingeschmiert“, schreibt „primus“ und „spongebob“ nennt es einen „Skandal“, so viel Geld dafür auszugeben, wenn „gleichzeitig Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld gestrichen“ werden soll.

Auf den Punkt bringt es die Kritik von „Robert55“ mit seiner Frage: „Sind die Verantwortlichen noch bei Trost?“ Diese Frage muss sich jetzt vor allem die Staatssekretärin Melanie Huml stellen lassen.

Stephan Herbert Fuchs, Bayerische Staatszeitung
Es gibt nur ein Franken

Schlußbemerkung von mir M.T.:

Wie man in Zeiten von Rekordverschuldung – ich nenne nur Bayern LB -mit Steuergeldern umgeht, ist ein Skandal. Uns Franken speist man seit Jahren mit Brosamen ab, weil man es immer wieder versteht  die fränkische  Bevölkerung  vor jeder Wahl einzulullen. Wenn wir Franken jetzt nicht endlich aufwachen, dann wird Franken noch mehr in die Tiefe stürzen. Das es noch so gut aussieht, ist der Tüchtigkeit der Menschen hier in FRanken zu verdanken, nicht der Politik.

Nur zwei Beispiele von Großmannssucht die wir in FRanken in den nächsten Jahren mit auslöffeln werden müssen.

Zur Zeit wird in München die Olympiade 2018 geplant und vorbereitet. Die Bewerbung(kostet wahrscheinlich Millionen) läuft schon jetzt so, als wenn man die Zusage schon in der Tasche hätte. Wenn man dann den Zuschlag bekommt, dann kostet es ja nur  schlappe  3 Milliarden Euro. Natürlich wird der Speckgürtel Oberbayern dadurch noch mehr aufgebläht. Obwohl es auch in Oberbayern Widerstand gegen die Olympiade gibt, interessiert das die meisten der Politiker einen Kehricht. Das nennt man dann, näher am Volk(CSU).

Das ist aber noch nicht alles. Für weitere Milliarden wird ein neues S-Bahn Netz geplant. Braucht man ja auch, denn die Züge fahren ja nur in 10 Minuten Takt in alle Richtungen von München hinaus nach Oberbayern.

Wenn ich ins 30 km entfernte Nürnberg fahren will, habe ich eine einzige Möglichkeit am Tag mit dem Bus,  und benötigte dafür 3 Stunden Fahrt – und Wartezeit. Da sieht man die gleichen Lebensbedingungen die unsere Abgeordneten die letzten 50 Jahre für FRanken geschaffen haben. TOLL!

Unsere Dachmarke gilt für ganz Franken und kostet nichts, und hat sich seit Jahrhunderten bewährt.

Thema: Regieren ohne das Volk | Ein Kommentar

43.Dachmarke überflüssig wie ein Kropf

Sonntag, 16. Mai 2010 | Autor:

Frankenlied

Das Super LOGO

Kosten 500.000.- Euro bezahlt nach Berlin

Das LOGO der Franken

Kosten Null Euro

Leserbrief

Nordbayerischen Kurier 21.04.2010
Berechtigter Weise ist dieser Tage das Kürzel FDP (= Westerwelle) für viele zum Reizwort geworden. Ungeachtet dessen muss man aber Herrn Nagel uneingeschränkt voll zustimmen, wenn er Herrn Wenning kritisiert, weil er 500.000 Euro sinnlos für eine „Dachmarke“ verschleudert hat.

Staffelberg

Das Hobby von Frau Huml und Herrn Wenning, eine Dachmarke Oberfranken zu entwickeln, ist genau so überflüssig und kleinkariert wie die letzte „Großtat“ des Amtsvorgängers Herrn Anger, der den Mittelpunkt von Oberfranken suchte und sogar fand. Über den Verein „Oberfranken Offensiv“ versuchen Huml und Wenning sogar damit unsere Schüler zu belästigen, die sicher sinnvolleres zu tun haben.

Was soll dieses fränkische Sektierertum überhaupt? Ist etwa Mainfranken mit seinen Heckenwirtschaften oder Mittelfranken mit seinem Schäuferla keine Genussregion? Unsere fränkische Lebensart ist in „Ober“-, „Unter“-, „Mittel“-, „Hoch“-Franken gleichermaßen sicht- und spürbar!

Kleinziegenfeld

Wenn man schon Geld übrig hat, dann sollte endlich mal unter einem einheitlichen Frankenlogo für das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz (die sind da schon weiter), den Frankenwald usw. eine ganzheitliche ordentliche Tourismuswerbung gemacht werden. Geworben wird mit fränkischer Lebensart und Kultur, also mit fränkischem Kellerbier, Frankenwein, Bratworscht, Klöß, Pressack, Staffelberg, Walberla, Ochsenkopf, mit Osterbrunnen und rot-weißen Maibäumen, mit dem Bamberger Domschatz….

Schwupp, da wären wir schon wieder bei der FDP. Denn den Domschatz rückt FDP-Minister Heubisch nicht raus. Und sein Fraktionschef Hacker aus Bayreuth ist in dieser Frage „FDP-mäßig“ im Landtag einfach umgefallen, sonst hätten wir ihn vielleicht schon.

Wenn wir natürlich weitermachen mit Bleaml-Alm, weiß-blau-gerauteten Tischdecken, Wittelsbacher Fahnen, Schmankerln, Haferln, Obatztn, Chiemsee-Trachten usw., dann sind wir ein viertklassiger Abklatsch und kein Original. Dann schaun sich die Leute natürlich lieber die Original-Seppl-Kultur in Oberbayern an und fahren an „Ober“-….Franken vorbei.

Joachim Kalb
Fränkischer Bund e.V.

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