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95.Jeder Politiker weiß es, aber keiner macht was.

Sonntag, 28. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Staatskasse wird immer stärker durch Beamtenpensionen belastet

Während ein Normalverdiener nach 45 Jahren einen Rentenanspruch von etwa 1100 Euro netto hat, erhält ein Beamter im Durchschnitt mittlerweile eine Rente in Höhe von 2700 Euro. Seit den 90er Jahren sind die Versorgungsbezüge von Beamten ungefähr dreimal so stark gestiegen wie die Durchschnittsrente.

Wird am bestehenden Pensionssystem nichts geändert, werden sich die Kosten bis 2050 vervierfachen und den Staat jährlich 138 Milliarden Euro kosten.

Wirtschaftsexperten fordern, diverse Beamten-Privilegien abzuschaffen. Außerdem sollen Angestellte in Bereichen ohne hoheitliche Aufgaben, wie bei Lehrern oder der Feuerwehr, nicht mehr verbeamtet werden.

Pensionslasten Finanzexperten: Belastungen durch Beamtenpensionen explodieren
„Die Lage der Beamtenversorgung ist so alarmierend wie die Finanzkrise“, warnt die Finanzexpertin Gisela Färber von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer.

Grund seien die explodierenden Pensionsansprüche der 1,7 Millionen deutschen Beamten. Das ergebe sich aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Wenn der Staat ernsthaft bis zum Jahr 2050 vorsorgen will, muss er laut Färber 970 Milliarden Euro zurücklegen. Diese Summe entspricht fast 60 Prozent der aktuellen Staatsverschuldung in Höhe von knapp 1,7 Billionen Euro.

Die Pensionskrise zieht sich durch alle öffentlichen Haushalte. Ökonomen der Universität Freiburg haben Niedersachsen und Baden-Württemberg einem Stresstest unterzogen und untersuchen momentan auch weitere Bundesländer. Diese müssten im Jahr 2040 bis zu einem Viertel ihrer Steuereinnahmen für die Beamtenversorgung ausgeben. Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele (CDU) zweifelt bereits, ob der Staat sein Versorgungsversprechen an die Beamten und das Pensionsniveau halten kann.

Schuld an der Misere sind eine verfehlte Personalpolitik sowie mangelnde Vorsorge. „Langfristig sind Angestellte kostengünstiger für den Steuerzahler“, sagt Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt). Ministerien rechneten die kommenden Pensionslasten gern per Abzinsung auf die Gegenwart klein. Das scheint kaufmännisch korrekt, bringt aber nichts, wenn die gesparten Rentenversicherungsbeiträge nicht verzinslich angelegt werden.

“Eher wird in England der Verkehr auf rechts umgestellt als in Deutschland das Pensionssystem der Beamten“, kritisierte vor Kurzem Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, die Altersversorgung von Staatsdienern. Der Mann weiß, wovon er redet: Ehe dem Genossen aus dem westfälischen Lünen der Sprung in den Bundestag gelang, verdiente er seine Brötchen als Richter – Pensionsberechtigung inklusive.

Von seinen Ex-Kollegen dürfte der Abgeordnete allerdings künftig kaum noch Stimmen bekommen, denn Wiefelspütz will eine „heilige Kuh“ schlachten: Er plädiert dafür, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, also wie ganz normale Arbeitnehmer zu behandeln.

Milliardenschwere Belastung

Die Forderung ist der bisher radikalste Vorschlag in einer Diskussion, die derzeit vor allem auf dem Boulevard geführt wird. Dort wird ein in der Tat beängstigendes Szenario präsentiert. Für die Pensionen der Staatsdiener von Bund, Ländern und Kommunen müssen die öffentlichen Haushalte im kommenden Jahr etwa 25 Milliarden Euro aufbringen; die Altersbezüge der früheren Beamten von Bahn und Post schlagen mit weiteren elf Milliarden zu Buche.

Insgesamt kostet die Ruhestandsversorgung der Beamten, Richter und Soldaten den Steuerzahler zurzeit also knapp 36 Milliarden Euro. Und die Belastung wird steigen. Wie hoch genau, weiß niemand, doch Schätzungen reichen – je nach unterstellten Gehaltssteigerungen – von 40 Milliarden bis zur Horrorzahl von 150 Milliarden Euro im Jahr 2050.

Quelle: wiwo.de Menschen der Wirtschaft


Bei einem Versorgungsanspruch von derzeit 72,97 Prozent sind die Pensionen für die Staatsdiener nämlich entsprechend hoch: Rund 2500 Euro Pension stehen einem Amtmann zu, einem Oberstudienrat knapp 3400 Euro. Beim höchstbezahlten Beamten, einem Staatssekretär, liegt die Pension bei 7900 Euro. Dafür, schreibt das Blatt weiter, müsste ein Arbeitnehmer mit Durchschnittsverdienst knapp 300 Jahre lang arbeiten.

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94.Parteitag 1 “Partei für Franken” – engagiert für die Zukunft Frankens

Freitag, 26. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Dienstag, 23. November 2010 | Autor: admin

Pressemitteilung
Gerade mal ein Jahr nach der Gründung im Oktober 2010 war Buckenhofen bei Forchheim am 14. November das Ziel von mehr als 70 Teilnehmern des 1. Parteitags der Partei für Franken.
Die bisherige Bilanz kann sich mehr als sehen lassen:

Drei Bezirksverbände sind gegründet, ein Kreisverband und ein Ortsverband nahmen ihre Arbeit auf, weitere Kreisverbände sind in der konkreten Planung für 2011, die Partei hat abschließend nach mehreren notwendigen Satzungsanpassungen kürzlich sogar die offizielle Anerkennung als Partei beim Bundeswahlleiter erreicht.

Lesen Sie weiter……

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93.Welch eine politische Klasse haben wir?

Mittwoch, 24. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Zitate von Edmund Stoiber

Lügen von Edmund Stoiber

Stoiber beleidigt den Islam

Stoiber tourt durch die Welt und schafft… und wer zahlt

Stoiber und der Größenwahn

Ministerpräsident Stoiber erklärt uns alles

Stoiber erklärt die Welt

Stoibers Versprecher

Stoiber und der Transrapid

Bayern allgemein

Die Kompetenz der CSU bei der HGAA

Bankenzentrum Europa in München

Das angeblich so gute Bayern

Das humane Bayern ist Spitze von hinten

Die anti-bayrische CSU

Aufbruch in Bayern

Bürgernähe in Bayern

Ahnungslosigkeit bayerischer MdL

Briefe an bayerische MdL

Keine Informationfreiheit für bayerische Bürger

Familienfeindlichkeit der CSU

Kein kostenloses letztes Kinderjahr mit CSU und FDP

CSU im Zick-Zack-Kurs

Das Märchen von der Steuerentlastung 2009

Der Abgeordnete und die Regierung als…. sieh dazu auch diesen Bericht

Politischer Filz in Bayern

Der schwarze Filz brennt

Lüger einiger CSU Politiker

Einkommen unserer Politiker

Politiker Privilegien

So bedienen sich Staat und Politker

Überversorgung der Abgeordneten

Die CSU will es wissen und wir zahlen

Flugreisen der bayerischen Staatsregierung trotz leerer Kassen

CSU Maibaum in Brüssel – wir zahlen

Zentralisierungsübereifer in Bayern

Abschaffung von Stichwahlen

Ausreiselager – Ausreisezentrum – Abschiebelager – Internierungslager

Beckstein als Datenschutzgegner

Beckstein gegen Rechtsstaat, Demokratie und die Liberalitas Bavariae

Dauerstreit zwischen Günther Beckstein und dem Liedermacher Hans Söllner

“Das Empfinden eines halbwegs normalen Menschen”

Islamisten verklagen Bayerns Innenminister

Ist Günther Beckstein, CSU, noch ein Christ?

Die Lügen Günther Becksteins,

CSU Prozesshansl Günther Beckstein

rechtsfreier Raum

Zitate

Beckstein sagt die Wahrheit

Mein Kommentar:

Es ist traurig, wenn man von Politiker regiert wird, die sich Bürgerfeindlich verhalten. Selter predigten, aber selbst Sekt trinken. Warum kann man keine ehrliche Politik machen, und muss immer versuchen, den Bürger(Wähler) hinters Licht zu führen? Das alles in Bayern unter den Decknamen “christlich”.

M.T.

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92.Weihnachtsgeschichten 1997 – 2011

Dienstag, 23. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Weihnachtsgeschichte 1997

Alle Jahre wieder hört man die Leute stöhnen: “Es ist nicht mehr so wie früher. Soviel Rummel, soviel Hektik, Geschäft, Geschäft”. Wer hat uns nur ins Ohr geblasen, dass Weihnachten still und beschaulich gefeiert werden muss. Was war das denn für eine Welt, in die JESUS hineingeboren wurde? Nichts davon: “Leise rieselt der Schnee!”. Aber an jeder Straßen-kreuzung römische Militärkontrollen. Es waren Tage wilder Hektik. Die römische Besatzungsmacht hatte eine Volkszählung angeordnet, um die Steuern neu festzusetzen. Reine Schikane, dass alle Leute sich an ihrem Geburtsort registrieren lassen sollten!

Wut lag in der Luft. Die Menschen machten zwei Fäuste in der Tasche. Und die jüdischen Terroristen nahmen die Gelegenheit wahr, ein paar Kollaborateure meuchlings zu ermorden. Die Straßen waren nicht sicher – vor allem nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Viele machten ein Bomben-geschäft. Die Hotels waren überfüllt. Jeder Schuppen wurde zu Wucher-preisen vermietet. Maria und Josef mussten mit einem Verschlag zufrieden sein. Sicher standen an der Theke der Kneipe, zu der dieser Verschlag gehörte, Männer, die ihren Ärger mit einer gehörigen Menge Alkohol herunter spülten. In dieser Welt hinein wird JESUS geboren. Ein Regiefehler Gottes? Wäre ein verschneites Frankenlanddorf in Friedenszeiten vergangener Jahrhunderte nicht geeigneter gewesen? Aber Gott wird nicht Mensch, um sentimentalen Stimmungen Futter zu geben. Er wird Mensch, weil er uns in unserer bitteren, unerträglichen Not begegnen will. Gott will hinein in unsere Probleme. Unser Problem heute ist nicht, dass unsere Zeit zu hektisch und problembeladen ist, als dass wir noch richtig Weihnachten feiern könnten. Wir werden erst wirklich Grund haben, Weihnachten zu feiern, wenn wir diesen JESUS CHRISTUS an unsere Probleme heranlassen. Je weniger Schuld und Streit dabei ausgeklammert werden, desto handgreiflicher wirkt sich die Vergebung der Schuld in unserem Leben aus. Denn JESUS ist gekommen, um uns aus dem Teufelskreis von Hass und Vergeltung, von Lüge und Verniedlichung, von Schuld Resignation zu befreien. Wir mögen es bedauern, dass unsere Welt so viel Problem hat. Aber dies ist genau der Grund, dass Weihnachten passierte.

JESUS sucht nicht eine Welt von “Süßer die Glocken nie klingen…”. Hoffentlich begreifen viele in diesem Jahr, wozu JESUS kam! Und wer es begriffen hat, der sollte es seinen Bekannten weitersagen. Dann haben wir viel Grund, tüchtig zu feiern.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

Weihnachtsgeschichte 1998

Die Engel sagten zu den Hirten: “Geht nach Bethlehem und guckt euch den Retter der Welt an. Das Kind liegt in Windeln.”

Wenn sie wenigstens gesagt hätten:

Heiligenschein, holder Knabe, lockiges Haar!

Nein, eine Windel, das Zeichen des Allzumenschlichen.

Genau das ist das Kennzeichen Gottes. Gott ist zu Weihnachten was Menschliches passiert. Gott liegt als Menschenbündel auf einer Handvoll Stroh.

Statt Fanfaren – Kuhgebrumm. Statt Flutlicht – ein düsterer Stall. Auftritt eines Weihnachtsmanns ist glanzvoller als die ärmliche Geburt des Gottes-sohnes.

Vielen ist ein Gott zu banal, der im Kuhstall zur Welt kommt und am Galgen aus der Welt geht. Viele hätten ihn gern in einer Goldschleife. Aber damit kann ich leider nicht dienen. Ich diene dem Gott ohne Glanzverpackung. Der geboren wurde als ein Mensch wie du und ich, dem menschgewordenen Gott, dem kein Raum in dieser Welt zu hässlich und zu primitiv ist um darin zu wohnen.

Selbst wenn dein Herz stur ist wie ein Ochse, hölzern wie eine Krippe, finster und schmutzig wie ein Kuhstall – das macht Gott nichts aus. Gerade da möchte er wohnen, in deinem Herzen. Damit es dort hell wird und du froh wirst.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  1999

Darf ich Euch kurz etwas fragen:

Ja bitte!

Ich habe bald Geburtstag, werdet ihr mit Eurer Familie meinen Geburtstag feiern?

Nein! Wieso? Ich kenne Dich  doch überhaupt nicht!

Natürlich ist dies eine etwas eigenartige Unterhaltung. Aber findet diese eigentlich absurde  Situation nicht in Millionen von Haushalten und Familien statt.

Überall feiert man den Geburtstag von Jesus Christus, doch sehr viele Menschen kennen IHN überhaupt nicht und dabei ist er real und erfahrbar, auch an Weihnachten.

Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht,Gottes Kinder zu werden.       Joh.1, 11-12

Das Geheimnis von Weihnachten ist offenbart, davon zeugt die Bibel, Gottes Wort, und viele Menschen die Jesus persönlich erfahren haben.

Leider haben Maria und Josef mit dem Jesuskind längst keine Chancen mehr. Geschenke nehmen ihre Stelle ein. In den nächsten Wochen würden viele Menschen am liebsten vor dem Rummel weglaufen. Denn Tannenbaum und die Sachen darunter sind doch wohl nicht die Hauptsache, oder?

Es hilft nicht, über die Geschäftemacherei zu jammern. Besser ist es, Ihr erzählt Euren Nachbarn und Mitbürgern, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt:

„Jesus Christus ist geboren. Er ist der Größte, auch wenn er damals ganz klein war.“

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14



Weihnachtsgeschichte  2000

Sie gehören zum Weihnachtsfest wie der Tannenbaum:

Die weihnachtlichen Krippenspiele.

Wir kennen die Gestalten dieses Spiels, Maria und Josef, Herbergswirt und Engel, Hirten und natürlich die Hauptsache, das Kind in der Krippe.

Bei der Hauptsache, da ergreift es uns immer wieder, dass für dieses Kind, das doch als der Heiland der Welt kommt, in eben dieser Welt kein Platz ist. Kein Platz in der Herberge von Bethlehem und kein Platz in den Herzen der Menschen.

Eine kleine Begebenheit, von der ich las, hat mir zu denken gegeben. Es war bei einer Weihnachtsfeier. Ein Krippenspiel wurde aufgeführt. Eines der mitspielenden Kinder war plötzlich krank geworden, und ein anderes musste schnell einspringen. Ein freundlicher Junge war auch bereit dazu, die Rolle des Herbergswirtes zu übernehmen. Viel brauchte er ja nicht zu lernen, nur einen Satz: „Bei uns ist kein Platz mehr“. Es klappte alles gut mit der Aufführung. Schließlich standen Maria und Josef vor der Tür des Gasthauses, Josef klopfte an und fragte, ob noch Platz in der Herberge sei. Und da passierte das Unerwartete, das, was nicht im Text stand. Der Junge, der den Wirt spielte, sagte: Ja, sicher, für euch habe ich Platz. Kommt nur herein“.

Gespannte Stille herrschte im Saal. Das geht doch nicht. Die Herbergssuchenden müssen in den Stall. Jesus muss doch in die Krippe. Soll etwa der Engel später zu den Hirten sagen: „Ihr werdet finden das Kind im Hotel König David, in einem Himmelbett liegen“? So geht es wirklich nicht. Der Wirt muss „Nein“ sagen. Muss keinen Platz haben. Warum muss er eigentlich ein Neinsager sein und keinen Platz haben? Damit es diesem Herbergswirt immer wieder nachgemacht wird? Damit es immer wieder, auch heute heißt: „ Kein Platz für Jesus“? Muss der Mensch ein Nein zum Heiland der Welt sagen? Er muss nicht! Der Junge in jenem Krippenspiel, der seine ganz persönliche Textfassung da hineinbrachte, der macht das deutlich. Und wir alle sind eingeladen, fröhliche Jasager zu sein, die offene Herzen, offene Türen für Jesus haben. Die vertrauensvollen, gläubigen Jasager, die erfahren den ganzen Segen der Weihnacht. Die, die Jesus aufnehmen, die werden Gotteskinder. Sie werden Menschen, die, was auch kommen mag, sich von der ganzen Güte  und Treue des himmlischen Vaters getragen wissen.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  2001

Das Thema dieser Geschichte heißt:

„Das Erkennungszeichen“.

Die Engel sprachen zu den Hirten:

„Geht nach Bethlehem und guckt euch den Retter der Welt an. Das Kind liegt in Windeln.“ Wenn sie wenigstens gesagt hätten: Heiligenschein, holder Knabe, lockiges Haar!

Nein, eine Windel, das Zeichen des Allzumenschlichen.

Genau das ist das Kennzeichen Gottes.

Gott ist zu Weihnachten was Menschliches passiert. Gott liegt als Menschenbündel auf einer Handvoll Stroh.

Statt Fanfaren – Kuhgebrumm, statt Flutlicht – ein düsterer Stall. Jeder Auftritt eines Weihnachtsmanns ist glanzvoller als die ärmliche Geburt des Gottessohnes.

Wir müssen glatt aufpassen, dass wir IHN nicht verpassen!

Gott kommt zu uns

Gott wird Mensch


Ich bin da! ist sein Name.

Vielen ist ein Gott zu banal, der im Kuh-stall zur Welt kommt und am Galgen aus der Welt geht. Viele hätten ihn gerne in einer Goldschleife. Aber damit kann ich leider nicht dienen. Ich diene dem Gott ohne Glanzverpackung. Der geboren wurde als ein Mensch wie Du und ich, dem menschgewordenen Gott, dem kein Raum in dieser Welt zu hässlich und zu primitiv ist, um darin zu wohnen.

Selbst wenn dein Herz stur ist wie ein Ochse, hölzern wie eine Krippe, finster und schmutzig wie ein Kuhstall – das macht Gott nichts aus. Gerade da möchte er wohnen, in deinem Herzen. Damit es dort hell wird und du froh wirst.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14



Weihnachtsgeschichte  2002

Mit den Hirten kam auch der achtjährige Jonathan in den Stall von Bethlehem. Er schaute das Jesuskind an und das Jesuskind schaute ihn an. Da traten Jonathan Tränen in die Augen.

„Warum weinst du?“ fragte Jesus. „Weil ich dir nichts mitgebracht habe.“ „ Du kannst mir trotzdem etwas schenken“, entgegnete Jesus. Da wurde Jonathan rot vor Freude, und sagte: „Ich will dir gerne das Schönste geben, was ich habe.“

„Drei Dinge möchte ich von dir haben,“ sagte Jesus. Jonathan schlug sofort vor: „Meinen Mantel, meine elektrische Eisenbahn und mein schönstes Buch mit den vielen Bildern.“

„Nein“, sagte Jesus, „das alles brauch ich nicht. Dazu bin ich nicht auf die Erde gekommen. Ich möchte von dir etwas ganz anderes.“ „Was denn?“ fragte Jonathan neugierig. „Schenk mir deine letzte Klassenarbeit“, sagte Jesus ganz leise, damit es sonst niemand hören konnte. Da erschrak Jonathan. „Jesus“, flüsterte er zurück und kam dabei ganz nahe an die Krippe, „da hat doch der Lehrer drunter geschrieben: ungenügend!“ “Eben darum will ich sie ja haben.“

Aber warum denn?“ fragte Jonathan. „Du sollst mir immer das bringen, wo in deinem Leben, ‚ungenügend’ drunter steht. Verspricht du mir das?“ „ Ja gerne“, antwortete Jonathan.

„Und ich möchte noch ein zweites Geschenk von dir haben“, sagte Jesus, „deinen Milchbecher.“

„Aber den habe ich doch heute morgen kaputtgemacht!“ „Bring mir immer das, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir auch das?“ „ ja , wenn du so was haben willst, gerne.“

„Jetzt mein dritter Wunsch“, sagte Jesus. „Bring mir nun noch die Antwort, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie dich fragte, wie denn der Milchbecher zerbrochen ist.“ Da legte Jonathan die Stirn auf die Kante der Krippe und weinte bitterlich. „ Ich, ich, ich…“ brachte er mühsam heraus, „ich sagte, der Becher ist runtergefallen, in Wahrheit habe ich ihn aber im Zorn vom Tisch geschubst.“ „Bring mir alle deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, das du getan hast, sagte Jesus. „Und wenn du damit zu mir kommst, will ich dir vergeben und dir helfen. Ich will dich davon frei machen und dich in deiner Schwäche annehmen. Willst du dir das von mir schenken lassen?“

Und Jonathan hörte und staunte.

Er kniete nieder. Sein Herz war voll Freude.

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal treffend gesagt:

Kein tolleres Versehen kann sein: Gibst einem ein Fest – und lädst ihn nicht ein!

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

Weihnachtsgeschichte  2003

Gerade hatten wir den letzten Vers des schönen, innigen Liedes zu Ende gesungen, da knarrte die große, schwere Kirchentür mitten hinein in die Feierlichkeit des Weihnachtsgottesdienstes. Ich wandte wie viele um mich her den Kopf um zu sehen, wer da schon wieder einmal zu spät kam. Nicht gerade leise, sondern mit nahezu unverschämten Schritten kam der verzögerte, mir fremde Gast den Mittelgang herunter. Seinen ehemals grünen Filzhut, geschmückt mit einem Tannenzweig, hatte er auf dem Kopf behalten. Aus dem schäbigen, abgewetzten Mantel ragten zwei Hände, von denen die eine den derben Knotenstock und die andere eine Flasche Bier hielt. Zweifellos ein Penner. Links vor mir saß ein Kirchenvorstands-mitglied und ich sah an seinem Nacken, wie sich die Muskeln spannten, bereit, sofort einzugreifen, wenn sich dieser fremde Mensch Unbotmäßig-keiten erlauben sollte. Aber der ging, ohne von uns und unseren Gesichtern große Notiz zu nehmen, vor bis zur ersten Stuhlreihe, in die sich sonst keiner traute, hangelte sich mühsam aus seinem Rucksack, lehnte den Stock an den Nebenplatz, nahm einen langen Zug aus der Flasche und plumpste mit einem vernehmlichen Seufzer auf das Sitzmöbel. Zwischen uns festlich gekleideten Leuten wirkte er wie ein Fremdkörper. Wie einer, der eigentlich nicht hierher gehörte. Nicht zu uns. Allerdings, fiel mir ein, hatten wir gerade vor einigen Tagen am vierten Advent sehr innig und voller Überzeugung gesungen:

„Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht, ein Herz das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht, ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ“, die dritte Strophe aus: „Mit Ernst, o Menschenkinder“. Wurde das so etwas wie die Probe aufs Exempel?

Unser später Besucher blieb ruhig. Nur in regelmäßigen Abständen griff er zu seiner Bierflasche, bis sie leer war. Man vernahm es am hohlen Geräusch, als er sie auf dem Boden abstellte. An der sich entspannenden Haltung unseres Kirchenvorstandes sah ich, dass sein Körper inzwischen die Alarmbereitschaft beendet hatte, nur ein spürbares Misstrauen blieb bei ihm, mir und wohl auch bei vielen anderen. Alles verlief friedlich, bis auf einmal, mitten in den wohlformulierten Weihnachtsworten des Pfarrers, dieser Mensch aufstand und nach vorn ging, in der Hand seine verbeulte Kopfbedeckung. Er stieg mühsam und mit steifen Knie die zwei Stufen hinauf zum Altar, zog den kleinen Tannenzweig aus dem vom Wetter verfärbten, scheckigen Hutband und legte ihn vor das große, sich im Licht der Kerzen spiegelnde Messingkreuz. Mit gebeugtem Haupt blieb er eine Weile stehen, dreht sich dann um, sah uns alle an und sein Blick ging mir mitten ins Gewissen. Er drang durch meine feierliche Haltung, durch meine Vorurteile, meine weihnachtliche Stimmung und mir wurde klar, was jetzt in diesem Augenblick geschah, war eine Art nonverbale Predigt des Eigentlichen:

An der Krippen von JESUS CHRISTUS, dem allmächtigen Sohn Gottes, geht es nicht um feierliche Gefühle, nicht um fromme Gedanken, an dieser Krippe geht es um das Elend und die Schuld von Menschen, um unsere erbärmliche Erlösungsbedürftigkeit und um die von Gott angebotene Vergebungsbereitschaft, die begriffen und ergriffen sein will.

Weihnachten eine Festtagsübung

Hatte Gott diesen einfachen, womöglich im Leben gescheiterten Menschen dazu benutzt, uns zu konfrontieren, dass jenes gewaltige Ereignis, allen Menschen widerfahren, sich bei uns reduziert hat auf weihnachtliches Verhalten? Pervertiert zu einer Art Festtagsübung mit dem Widerspruch zwischen unseren vollen Gabentischen und dem dürftigen Innenleben, unserem Zufriedensein und der armseligen Dürftigkeit dieses Mannes dort vorn am Altar? Und während ich noch diesen Gedanken nachhing, war der Zerlumpte die zwei Stufen wieder heruntergestiegen. Er hatte sich auf die untere hingekniet, seinen Hut neben sich gelegt, seine Hände gefaltet, und an den zuckenden Bewegungen seine gebeugten Rückens sah ich, dass er auf erschütternde Weise weinte, so sehr, dass ich selbst mit den Tränen kämpfte. Aber mein verstohlener Blick nach rechts und links, ob es auch keiner bemerkte, zeigte mir: Allen meinen Nachbarn ging es genauso. Wahrscheinlich waren wir diesem Armseligen in allen überlegen. In unserer gesellschaftlichen Geltung, in unserem Besitzstand, in unserer Tüchtigkeit und mit unseren Erfolgen. Nur ein einem nicht. Dieser Mensch hatte etwas mitgebracht, herein in die Kirche, den Mittelgang herunter bis zum Altar und dort unter Tränen dargeboten: sein Herz.

War er in diesem Augenblick dem Sohn Gottes, geboren in einem Stall, angebetet von den Hirten, vielleicht viel näher als jeder von uns?

Weil Gott nicht die schön verpackten Geschenke ansieht, nicht unsere festlichen Gesichter, nicht unsere feierlichen Gefühle, sondern nur eins:

Das Herz.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  2004

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends, über den Marktpla

tz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in die Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

„Los, kommt, es reicht. Wir gehen!“ „Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“ „ Da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: „Ausländer raus!“

Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf. Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk: Uganda, Kenia und  Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf. Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, die Gewürze in ihrem Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Christusstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab „Mischlinge wie mir geht’s besonders an den Kragen“. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen. Nicht Qualität, nur Herkunft zählt jetzt. Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesen Tag zusammen. Lange Schlange japanischer Autos, voll gestopft mit Optik und Unterhaltungs-elektronik  krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von dem feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asiens. Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten ins Amazonasbecken. Man müsste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss aus den Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Aber man hatte Vorsorge getroffen. Stolz holten die deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen. Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden, wozu ausländisches Öl?! Aber die VW’s und die BMW’s begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile. Das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch ein besseres Bild abgegeben. Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden – zwar nur mit Extragenehmigung immerhin kam das Lied aus Österreich.

Nur eines wollte nicht ins Bild passen Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und zur Mensch-lichkeit.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  2005

Leider ist unsere Zeit geprägt von Multikulti,  und Religionsvermischung, und das obwohl JESUS zu allen Lebensfragen klare Aussagen in seinem Wort der Bibel  gemacht hat. Wenn wir Weihnachten feiern, dann nur weil JESUS auf diese Erde gekommen ist. Er ist das Ende aller Religionen.

Religion heißt:

Der Mensch versucht mit eigenen Anstrengungen mit Gott  ins Reine zu kommen.

Evangelium heißt:

Gott ist in JESUS CHRISTUS zu uns gekommen und hat alles für uns getan.

Es gibt also nur einen Weg zu Gott: JESUS!

„Kein Platz dazwischen“

Im Johannesevangelium Kapitel 12, Vers 46 steht der gute Vers von Jesus, der sagt: „Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht ….“

Schwarzweißmalerei ist unbeliebt. Es fehlen die gedämpften Zwischentöne. Kein Platz für Nuancen. Keine Chance für ein sowohl – als – auch, für ein wenn und aber. Kein Wunder, dass Jesus unbeliebt ist. Denn was er hier tut, ist Schwarzweißmalerei in krassester Form – gröbste Vereinfachung einer komplizierten Welt mit tausend Formen, Geistern, Kulturen, Religionen und Schicksalen. Die ganze Welt, die ganze Weltgeschichte wird hier auf eine einzige Formel gebracht: Licht und Finsternis. Ohne Rücksicht auf Rasse, Klasse, Bildung und Stellung wird die gesamte Menschheit in zwei Gruppen geteilt:

Die einen sind im Dunkeln, die andern sind im Licht. Wenn das keine Schwarzweißmalerei ist!

Aber es kommt noch krasser. „Ich“, sagt Jesus, der junge Mann aus Nazareth, „bin das Licht der Welt.“ Und das heißt: Die ganze Welt mit ihren klugen Köpfen und Gelehrten, samt ihrer Kunst und kulturellen Glanzleistungen, ist ohne mich Finsternis. Ist das Arroganz, so zu reden? Wo bleibt da die Toleranz? Jesus ist eben nicht gekommen, um in gedämpften Tönen Toleranz zu predigen, sondern um uns vor die Entscheidung zu stellen: Licht oder Finsternis. Wo willst du sein? Wo gehst, wo gehörst du hin? Jesus ist gekommen zu retten, nicht zu richten. Bis zu seiner Wiederkunft ist Heils- und Rettungszeit. Wer Seine Worte überhört, verurteilt sich selber zum Unheil. Jesus kann so reden und einem Wort so unvergleichliches Gewicht zumessen, weil Er der Messias ist, der nicht von sich aus redet, sondern im Auftrag Gottes. „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“(Vers 45). Jesus ist das der Welt zugewandte Gesicht Gottes. Was Er sagt, ist Gottes Wort. Was Er tut, ist Gottes Werk. Wer an Ihn glaubt, glaubt an Gott, der ist aus der Finsternis ins Licht gekommen.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14



Weihnachtsgeschichte  2006

Alles aus Pappe!

Der Pfarrer war überglücklich. Er hatte für seine Gemeinde eine Überraschung parat: eine schöne Weihnachtskrippe. Dazu alles, was zu solch einer Krippe gehört.

Am Heiligabend war der große Augenblick gekommen, die Krippe der entzückten Gemeinde zu präsentieren. Der Pfarrer rückte die Krippe auch gleich in den Mittelpunkt der Christvesper: „Seht mal, ihr Kinder, welchen Frieden das Christkind ausströmt! Seht die glücklichen Gesichter der Maria, des Josef und der Hirten! Schaut die Tiere an, die um die Krippe stehen: Die Schafe schubsen sich nicht. Die Kamele schlagen nicht aus. Der Ochse stößt nicht mit seinen Hörnern. Warum sind heute alle so friedlich und verträg-lich?“

Spontan rief ein kleiner Junge dazwischen: „Weil sie von Pappe sind!“ Da ging ein Schmunzeln über alle Gesichter. Was aus Pappe ist, das sieht vielleicht schmuck aus. Das macht Eindruck. Aber da ist kein Leben drin. Das ist alles nicht echt. Das sieht nur so aus wie ….

Mancher in der Kirche wird sich gefragt haben: Weihnachten bei mir – auch nur aus Pappe? Vielleicht glänzend aufgezogen: mit geschmückter Wohnung, üppigen Geschenken und erlesenen Braten. Kein Wort dagegen. Aber lebt das, was Weihnachten bedeutet, auch in meinen Innern, in meiner Familie und überall dort, wo ich meinen Alltag lebe? Oder feiere ich Weihnachten „aus Pappe“: schön anzusehen, aber nicht echt, nicht lebendig und wirklich? Manchmal spürt man geradezu, wie das nur aus Pappe ist, was sich zu Weihnachten abspielt:

  • Da reden manche Politiker in ihren Weihnachtsansprachen von Versöhnung, Frieden und Liebe – um nach dem Fest wieder auf den politischen Gegner einzudreschen.
  • Da spulen manche Vereinsvorsitzende die Weihnachtsfeier ab, ohne dabei überhaupt das Geburtstagskind zu erwähnen: JESUS.
  • Da werden manchmal in Krisenregionen die Kampfhandlungen eingestellt- das ist ja besser als gar nichts-, um nach den Feiertagen wieder die Waffen auf den Gegner zu richten, weil er einer anderen Volksgruppe oder einer anderen Religion angehört.

Weihnachten nur aus Pappe? Das muss nicht sein. Wenn eine Sache fragwürdig geworden ist, sollte man zu den Wurzeln gehen, dorthin, wo alles angefangen hat. So machen es die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Sie sehen den offenen Himmel. Sie hören die Botschaft der Engel: „Euch ist heute der Heiland geboren. Christ, der Retter, ist da!“ Sofort ziehen sie los, um der Sache auf den Grund zu gehen: „Waren das nur schöne Träume und Sprüche? War das nur aus Pappe oder steckt mehr dahinter?“

Deshalb ziehen sie los: auf zu JESUS, auf zur Krippe. Dort werden sie nicht enttäuscht. Hier ist alles echt. Sie erleben: Gott kommt zu uns. In der Krippe liegt der Heiland, der Retter der Welt. Von hier aus kann es anders werden in der Welt und in unserem eigenen Leben. Bei JESUS bekommt die Liebe eine Chance. JESUS vergibt Schuld. Er richtet Bedrückte auf. Er bringt Gottes Frieden dorthin, wo Menschen im Streit liegen. Wo JESUS über uns Macht gewinnt und wir ihm Raum geben, dort wird es wirklich Weihnachten. Dort wird das Fest nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  2007

Die diesjährige Weihnachtsgeschichte soll ein Stück aufzeigen, das Gott uns Menschen gerne  beschenkt.

Als Kinder haben wir einen Wunschzettel zu Weihnachten geschrieben. Und auch als Erwachsene? Wie gern würde man es tun, wenn es nur Sinn hätte: Endlich einen Arbeitsplatz; nur eine kleine Wohnung; einen aufrichtigen Partner, dem man sich anvertrauen kann; ein paar Wochen Ruhe nach all der Hetze; wenigstens eine schmerzfreie Nacht, in der man endlich richtig schlafen kann! Alles sehnlichste Wünsche. Wir möchten wohl schenken, aber unser Lebensdefizit übersteigt unsere Kräfte und Möglichkeiten. Es bleiben nur noch Wünsche übrig. Wie soll es nun werden mit den letzten Geschenken in diesen Wochen?

Gott schenkt!

Sie haben recht: Schenken können wir nur, wenn wir etwas besitzen oder erhalten haben. Lassen wir mal die ganze Weihnachtstradition und das Geschäftemachen beiseite. Was bleibt? Nichts, sagen Sie. Habe ich auch gedacht. Früher meinte ich: Ohne Spielzeug, ohne Baum, ohne Geschenke – kein Weihnachten. Inzwischen habe ich etwas entdeckt:

Ohne Gott – kein Weihnachten! Stellen Sie sich eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagskind vor. Was nützen dann Geschenke und Hausputz? Nichts. Die Feier verkommt zum ironischen Spektakel. So ähnlich ist es mit dem Weihnachtsfest und dem Schenken. Ohne Hauptperson fehlt der Sache jeglicher Sinn.

Ohne Gott – kein Weihnachten! Wie ist das gemeint? Diese Entdeckung habe ich nicht unter dem Weihnachtsbaum gemacht, sondern mitten im Jahr.

In meiner Bibel fand ich den Satz, dass Gott uns seinen Sohn schenkt. Nachdem er schon viele Male zu uns Menschen gesprochen hat, versucht er es ein letztes Mal. Wir sind ihm so wertvoll, dass er Jesus zu uns schickt, um unser Lebensschicksal in Ordnung zu bringen.

Jesus ist Gottes Geschenk an uns!

Sein letztes – nicht sein verspätetes, sondern sein wertvollstes! Am Karfreitag habe ich entdeckt: Der Kreuzestod Jesu ist Gottes letzter und kostspieligster Versuch, mein Leben vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Er litt für meine Sünde. Als ich das begriff, sah ich auch Weihnachten mit anderen Augen. Das Kind in der Krippe ist die Hauptperson. Und nun etwas sehr Schönes: Ich habe die Möglichkeit, jeden Tag mit diesem Jesus in Verbindung zu treten. Er lebt. Wer ihn anredet, redet zu Gott. Gottes Geschenk ist kein Artikel, sondern eine Person. In Jesus öffnet er uns sein Herz. Eben dachten wir noch über unsere Lebensdefizite und Wünsche nach. Jetzt entdecken wir, dass Gott uns in einer Weise beschenkt, die uns beschämt und zugleich unendlich froh macht(Hebr.1, 1-3 und Röm.8, 31-32). Wir sagten, wer hat, kann geben. Lassen Sie mich es weiterführen: Wer täglich Gottes Liebe erfährt, wird auch diese weitergeben. Der Beschenkte wird zum Schenkenden!

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


Weihnachtsgeschichte  2008

Die Story von Bethlehem

Eine Automobilfirma brachte es auf den Punkt. Die Pressestelle berichtet in ihrem Weihnachtsgruß von der Jahresbilanz. Da war die Rede von Topmodellen, Superumsätzen und einer Firmenentwicklung, die einfach der Hit ist. Eine einzigartige Erfolgstory sei das zu Ende gehende Jahr gewesen.

Doch zum Schluss der Satz, der aufhorchen lässt: „ Die größte Story aller Zeiten hat leider jemand anderes geschrieben.“ Dieser Text stand unter einem Gemälde, das Maria, Josef, die Hirten und das Christuskind in der Krippe zeigt. Ein Weihnachtsgruß der besonderen Art.

Durch keine Religion zu toppen.

Es stimmt: „ Die Story von Bethlehem“ ist von nichts und niemand zu toppen. Gott hat sie geschrieben. Dieses Licht von Bethlehem stellt jede andere Nachricht in den Schatten. Es gibt keine gewaltigere Nachricht als dies: Im hinterletzten Winkel dieses Globus setzt Gott Seinen Fuß auf diese Erde. Der ewige Gott kommt in unsere endliche Zeit. Der allmächtige Gott kommt in einem ohnmächtigen Kind zur Welt. Der große Gott presst sich als winziges Baby in eine enge Futterkrippe. Wenn das keine Nachricht ist! Gott wird einer von uns. Er wird Mensch mit Haut und Haaren. Gottes Liebe bekommt in Jesus Hand und Fuß. Dieses Evangelium ist durch keine Religion der Welt zu übertreffen. Gott wurde Mensch, damit niemand mehr sagen kann, Er sei weit von uns weg und wir Ihm egal. Nein, wer ein Kind zur Welt bringt, der hat sie noch nicht abgeschrieben. Gott sei Dank! Weihnachten ist kein Fest wie jedes andere. Deshalb freu ich mich riesig darauf. Alle Jahre wieder.

Das Drehbuch von Weihnachten

Wo das Wichtigste nicht zur Randerscheinung wird, kommt große Freude in die Mitte unseres Lebens. Das Drehbuch von Weihnachten kennt nicht nur die Kapitel Kommerz und Konsum. Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht. Das größte Geschenk kommt von Gott. Sein Sohn, der Heiland der Welt. Ohne Weihnachten wären wir arm dran, ganz gleich, wie reich der Gabentisch gedeckt ist. Machen Sie aus den kommenden Tagen etwas Besonderes, damit aus dem gewohnten Fest kein gewöhnliches wird. Übersehen wir neben all dem weihnachtlichen Blendwerk die christ-kindliche Strahlkraft nicht.

Es ist wahr:

Die Story von Bethlehem ist von keiner Nachricht zu toppen!

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14




Weihnachtsgeschichte 2009

Die leere Krippe

Es war einmal…! So beginnen Märchen und dieser Tatsachenbericht.

Vor Jahren war in einer großen Kirche in Norddeutschland plötzlich das Christuskind aus der Weihnachtskrippe verschwunden. Schnell sollte eine neue Krippenfigur angeschafft werden, doch der Pastor war dagegen und meinte: „Lassen wir doch die Krippe ruhig leer. Vielleicht kommen die Leute dann zum Nachdenken und fragen: wo ist denn Jesus?“ Und tatsächlich fragten viele Kirchenbesucher nach dem fehlenden Kind in der Krippe, „Wo ist das Jesuskind geblieben?“ „hat man das Christkind vergessen?“ „Gibt es das: Weihnachten ohne Jesus?“ Was ist nur mit Christus passiert?“ Diese und ähnliche Fragen waren immer wieder zu hören.

Eine Antwort bekommen die Leute dann in der Weihnachtspredigt vom Pastor:

„Leider ist unsere Weihnachtskrippe leer und das Jesuskind verschwunden! Dem Unbekannten wünsche ich Gottes Segen und hoffe, dass er es ernst meint mit Jesus. Denn wer sonst will den Sohn Gottes denn wirklich haben? Doch wer Jesus hat, hat das Leben! Und wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht!(1.Joh. 5,12)

Damit ist zwar nicht unbedingt die fehlende Figur oder irgendein anderes Abbild unseres Herrn gemeint, sondern eher die Tatsache, im Glauben Jesus Christus von Herzen zu gehören. Eigentlich ist es ganz richtig, dass die Krippe jetzt leer ist, weil der Herr schon seit mehr als zweitausend Jahren nicht mehr darin liegt. Genau so, wie Er auch nicht mehr am Kreuz hängt, wo Jesus das Erlösungswerk und unsere Rettung völlig und auch ein für alle Mal vollbracht hat.(Joh. 19,39)

Wie wir wissen, sind das Kind in der Krippe und der Mann am Kreuz ein und dieselbe Person und alle diesbezüglichen Bilder und Darstellungen nichts anderes als Erinnerungsbilder. Was aber nützen uns diese, wenn wir nicht von Herzen glauben? Was nützt uns eine simple Jesusfigur aus Holz oder Ton in der Krippe, wenn wir dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn nicht vertrauen und JA zu Ihm sagen?

Ihm nicht unser Leben ausliefern, anhängen und nachfolgen? Dann bleibt Weihnachten, genau wie so manches andere Fest auch, ohne eine tiefere Bedeutung. Ohne Glauben an Jesus Christus ist nämlich Ostern und Pfingsten vollkommen sinnlos. Und genau genommen sogar unser ganzes Erdendasein. Denn was nützt es, wenn wir die ganze Welt gewinnen und doch Schaden an unserer Seele nehmen und unerlöst und rettungslos auf ewig verloren gehen?

Bevor ihr nach Hause geht, schaut bitte noch mal in die leere Weihnachtskrippe. Alles andere ist noch da: Maria, die Mutter Jesus, Josef, die Hirten und auch die Tiere. Nur das Christkind ist verschwunden! Fast wie bei Euch daheim, nicht wahr? Alles haben wir dort: eine Familie, einen bunten Lichterbaum und teure Geschenke – aber wo ist Jesus? In Eueren Herzen? Ist oder wird Er Euch darin nicht geboren, nützt Er Euch gar nichts, selbst wenn Ihr hundertmal Weihnachten feiert auf Erden. Darüber denkt mal nach, wenn Ihr Euch über Kerzenschein. Leckeres Essen und schöne Geschenke freut. Und vergesst nicht: Jesus ist das Licht der Welt, das Brot des Lebens und unser Geschenk für die Ewigkeit! Lasst also die Krippe leer sein; wichtig ist nur, dass Euere Herzen voll sind von Christus.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

Die Weihnachtsgeschichte 2010

An der Krippe ist Platz für alle!

Sicher kennen Sie die schönen, geschnitzten erzgebirgischen Pyramiden zur Weihnacht. Freundliches Kerzenlicht sorgt mit der davon erwärmten Luft dafür, dass sie sich drehen. Und da drehen sich dann in den Wohnzimmern Hirten, Schafe, Könige um die Krippe in der Mitte, drehen sich um Maria und Joseph und das Kind in der Krippe. Ist uns das eigentlich klar, dass sich Weihnachten tatsächlich alles um das Kind in der Krippe dreht?

Kürzlich sah ich jedoch eine Karikatur, die mir plötzlich bewusst machte, dass auch damit noch nicht Weihnachten ist, wenn sich alles um das Kind in der Krippe dreht. Die Karikatur zeigte Gestalten aus unserem Alltag, Menschen wie Sie und ich. Die waren Figuren einer Weihnachtspyramide. Sie drehten sich schön im Kreis um das Kind in der Krippe. Darunter stand der Satz:

„ Sie sind schon so lange dabei und sind dem Kind in der Krippe noch nicht näher gekommen.“

Ja, so kann man Weihnachten feiern. Kann dabei sein, alles ist da, und doch bleibt man auf Distanz. Da ist eine ganz einfache Wendung nötig, weg von dem ständigen Drehen und Kreisen um die Mitte, bei dem doch immer der Abstand bleibt. Die Wendung hin zur Mitte ist entscheidend, hin zu dem in der Mitte, zu Jesus, dem Kind in der Krippe. In dem ist Gott zu uns gekommen, ist für uns da.

An der Krippe war damals Platz genug, Platz für alle, die die Botschaft hörten: „Euch ist heute der Heiland geboren“. Für Menschen, die dem Wort vertrauten und sich aufmachten zur Krippe. Da war Platz für die Hirten aus der Nähe von Bethlehem und für die Weisen aus dem fernen Morgenland. Sie kamen, fanden, beteten an und wurden froh.

An der Krippe ist Platz genug für alle, die Vertrauen haben und zu Jesus kommen. Die finden auch heute in der Hinwendung zu Jesus die ganz große Freude, die Gottes Boten in der Weihnachtsnacht verkündigt haben und alle Welt erfahren soll.

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

Die Weihnachtsgeschichte 2011

Brauchen Sie Weihnachten? – Eine seltsame Frage, nicht wahr? Wohlgemerkt,  ich habe nicht gefragt: „Mögen Sie Weihnachten?“ Und ich habe auch nicht jene  Frage gestellt, die zu dieser Jahreszeit geradezu an der Tagesordnung ist:

„Haben Sie schon alles für Weihnachten zusammen?“, sondern schlicht und einfach:

„Brauchen Sie Weihnachten?“

Ich meine, ja. Ich glaube, Sie brauchen Weihnachten, um erkennen, begreifen und würdigen zu können, was es heißt, ein Mensch zu sein. Aber verstehen Sie mich bitte richtig; wenn ich von „Weihnachten“ spreche, meine ich nicht die Variante des Festes, die in der westlichen Welt gemeinhin unter diesem Begriff verstanden wird. Fast jeder stößt sich daran, dass die Geschäftswelt schon im Oktober ihren Weihnachtsschmuck anbringt. Im Allgemeinen wird darüber geklagt, dass das „Fest der Feste“ mit viel zu viel Rennerei und viel zu vielen kostspieligen Geschenken verbunden ist. Weihnachten ist bei uns zumeist gleichbedeutend mit dem Umsatz von richtig viel Kohle, aber davon spreche ich nicht. Was mich beschäftigt, ist die Trivialisierung dieses Festes. Nehmen wir zum Beispiel die Musik. Unbestreitbar sind die schönsten Musikstücke der Weihnachtszeit zuzurechnen. Keine andere Text- bzw. Melodiensammlung kann es mit den Weihnachtsliedern aufnehmen. Wenn wir jedoch in jedem Geschäft, jedem Aufzug oder Büro damit beschallt werden, verlieren sie ihre Schönheit und klingen dann nur noch abgedroschen und trivial. So raubt man sie uns. Unser wahres Bedürfnis, Weihnachten zu feiern, hat kaum etwas mit der ins Banale abzurutschenden Version dieses Festes zu tun. Vielmehr geht es auf eine einfache Geschichte zurück, die sich vor zwei Jahrtausenden zugetragen hat. In jener Geschichte erfahren wir etwas über den Kern des christlichen Glaubens. Wir erfahren, dass es sich dabei nicht um eine Lebensphilosophie, eine Gesetzessammlung oder gar eine mystische, geistliche Offenbarung handelt. Weihnachten führt uns vor Augen, dass sich das Christentum auf eine Person gründet. Der christliche Glaube führt die schier unfassbare Behauptung ins Feld, dass Gott in der Person Jesu zu uns kommt, als atmender, essender, sprechender und anrührender Mensch. Gott trifft uns von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch. Der theologische Begriff hierfür ist „Menschwerdung“. Der treffendste Ausdruck ist Liebe.

Unfassbar ist es, weil wir uns nicht vorstellen können, dass Gott Mensch wird. Zugleich ist es aber auch unsere alleinige Hoffnung, weil jeder Einzelne von uns ansonsten unversehens dahinscheidet – ein winziges Pünktchen im unermesslich weiten, bedeutungsleeren Kosmos von Zeit und Raum. Bei Weihnachten geht es um eine Beziehung – Gott reicht uns die Hand, so wie wir sie einander reichen. Baut man eine Beziehung zu jemanden auf, so macht man sich damit verwundbar: auch Gott ging dieses Wagnis ein. Das Kind in Bethlehem wuchs heran, um den Weg des Gehorsams bis zum bitteren Ende zu gehen, dem Verbrechern vorbehaltenen Kreuzestod.

Damit Weihnachten uns wirklich anrühren kann, müssen wir uns ganz und gar auf die Freude, aber auch auf den Schmerz des Menschseins einlassen, so wie auch Gott sich vollkommen und bereitwillig darauf eingelassen hat. Zu Weihnachten erleben wir die subtile Wechselwirkung zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen wie zu keiner anderen Zeit. Und trotz der intensiven Werbekampagnen anlässlich des Festes, trotz finster entschlossener Bemühungen vieler Menschen, Weihnachten der Trivialität preiszugeben, liegt ein besonderer Zauber über dem Fest, der auch die hartgesottensten Zyniker unter uns eine Weile innehalten lässt. Denn die Wahrheit des christlichen Glaubens, ebenso wie die des Weihnachtsfestes, liegt in der Liebe. Es ist dies eine ebenso unsentimentale wie auch starke und menschliche Botschaft der Erlösung und Hoffnung, die hier der Welt offenbart wird.

Und deshalb brauch ich – ebenso wie Sie und diese so müde und ermattete Welt – Weihnachten noch immer!

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr  Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

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91. CSU – Affären um Monika Hohlmeier

Samstag, 20. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Lieber Blog Besucher,

können Sie sich noch erinnern, wie dieses Schmierentheater gelaufen ist. Wie Herr Guttenberg die CSU Mitglieder rhetorisch ausgeknockt hat. Wenn Sie es noch einmal nachlesen wollen. Bitte Schön!

In Oberbayern wurde Monika Hohlmeier nach einigen Verstrickungen ( CSU und Filz) entmachtet, doch die Filzokratie der CSU sorgte für ihr Fortkommen (bewusst zweideutig). Mitte Januar 2009 gab es eine Rückkehr. Monika Hohlmeier wurde auf den aussichtsreichen 6. Platz der EU-Liste der CSU gewählt. In einer Kampfabstimmung gegen die EU-erfahrene Gabriele Stauner setzte sich die als Ministerin gescheiterte Monika Hohlmeier durch. Süddeutsche Zeitung, 19.1.2009, S. 5
Horst Seehofer, CSU, freute sich über die Willfährigkeit der oberfränkischen CSU-Delegierten: “Unsere Partei ist schon super”. Süddeutsche Zeitung, 19.1.2009, S. 5
Allerdings gab es im Vorfeld CSU-Mitglieder, die den Parteien- und Listenplatzklüngel nicht gut fanden. Sie zeigten Rückgrat und traten aus der Amigo-Partei aus: Austritte aus der CSU. Auch die Münchner CSU-Delegierten zeigten ihren Unmut. Bei der Vorstellung der Kandidatin Hohlmeier im Franz-Josef-Strauß-Saal der Hanns-Seidel-Stiftung verließen sie fast geschlossen den Saal.

Wie nicht anders zu erwarten:
Nach 18 Monate Befragung von Zeugung und Bewertung der Sachlage legte der Ausschuss zur Untersuchung des Fehlverhaltens der Ex-Kultusministerin Monika Hohlmeier einen ihr wohlwollenden Abschlussbericht vor. Die Liste der Vorwürfe fasste 140 Seiten. Im Bericht, den der Parteikollege (!) Engelbert Kupka, CSU, vorlegt, wird alles für nicht erwiesen deklariert; die handfesten Aussagen der Zeugen werden bezweifelt. Auch das angebliche Dossier, das Frau Hohlmeier über Parteikollegen führte (von dem wieder andere CSU-Amigos berichteten), bestreitet der Abschlußbericht.
SPD und Grüne legten daher einen Minderheitenbericht vor. OVB, 24.1.2007, S. 7
Sogar Ludwig Spaenle, CSU, MdL, kritisierte den beschönigenden und verharmlosenden Bericht: “Ein Armutszeugnis für den Ausschuss” (Ovb, 2.12.200, S. 8).
Die Bespitzelung, Mobbing und Bedrohung, die sich vor und beim Sturz von Edmund Stoiber, CSU, ( Spitzelaffäre) zeigte, bestimmte auch im Untersuchungsausschuss das Geschehen. Ulrich Pfaffmann, SPD, meinte, dass die CSU die Verfehlungen der früheren Kultusministerin nicht aufklären wollte (na ja, wer hat denn das erwartet ?). Den Bericht, den CSU-Parteigenosse Kupka vorlegte, nannte Pfaffmann einen “Gefälligkeitsbericht ohne objektiven Wert”. SZ, 25.1.2007, S. 49

Man kann sich über die eingestellten Links noch viel Informationen holen. Ich breche hier ab, weil mich der Sumpf sonst nur deprimiert.

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90. CSU – Affären um die Bayerische Landesbank

Donnerstag, 18. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Lieber Blog Besucher,

es ist das Geld der Steuerzahler, dass leichtfertig verzockt wurde, weil es einige Größenwahnsinnige in Oberbayern gab, die mit aller Macht, München noch größer machen wollten. Ich möchte schon jetzt behaupten, dass sich die Parteigenossen kein Auge aushacken werden. Es geht wie immer in solchen Fällen aus. Der Steuerzahler wird die Zeche zahlen, und zwar spürbar.

Besonders werden wir in Franken da “mitbluten” müssen. Anfänge davon sind schon jetzt deutlich sichtbar. Bevor eine öffentliche Einrichtung in Oberbayern geschlossen wird, gehen in Franken viele Lichter aus. Eines möchte ich den “lieben FRanken” mal ins Stammbuch schreiben. Behaltet doch nur einmal euer Gedächtnis bis zur nächsten Landstagswahl.

Die Risiken waren zumindest teilweise im Verwaltungsrat bekannt


Der ehemalige Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftministerium Hans Spitzner berichtete, dass er 2007 seinen damaligen Chef Wirtschaftsminister Erwin Huber, CSU, auf die Risiken beim Kauf der HGAA hingewiesen habe. Spitzner habe von Anfang gewusst, dass die HGAA eine überaus aggressive Expansionspolitik betreibe und schon einige in den Sand gesetzt habe.
“Beckstein kehrt den Spieß um”, SZ, 29.10.2010, S. 37.


Landtagsmehrheit aus CSU und FPD lehnt Klage gegen verantwortliche Verwaltungsratmitglieder ab: die Milliarden-Suppe soll allein der Steuerzahler auslöffeln
• Der Verwaltungsrat einer Gesellschaft hat die Kontroll- und Lenkungsfunktion. Die Politiker im Verwaltungsrat der BayernLB sassen also nicht zum Vergnügen drin. Sie hatten – stellvertretend für den Steuerzahler – Schaden abzuwenden.
• Mehrere Milliarden – wie sie auf dem US- Hypothekenmarkt, in Singapur, bei der Kirch-Pleite, bei der Aero-Lloyd- Insolvenz, mit der Hypo Group Alpe Adria verschleudert wurden – sind ein grosser Schaden.
• Der jetzige Verwaltungsrat fordert daher – völlig zurecht – von ehemaligen verantwortlichen Vorstandsmitgliedern Schadenersatz.
• Von den in noch höherem Masse verantwortlichen ehemaligen Verwaltungsratmitgliedern kann nicht der jetzige Verwaltungsrat Schadenersatz fordern, sondern nur der oberste Verantwortliche = der Finanzminister Georg Fahrenschon, CSU. Doch der will nicht.
• Die Klageerzwingung durch den Landtag scheiterte an CSU und FDP.
Das vom Landtag beauftragte Gutachten der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg kommt zum Befund, dass die verantwortlichen Kontrolleure ihre Kontroll- und Lenkungsfunktion ungenügend ausführten, mit den bekannten verheerenden Folgen. „Alle müssen zur Rechenschaft gezogen werden, die für dieses Milliardendebakel Verantwortung tragen“, sagte Sepp Dürr, Grüne, Mitglied im Untersuchungsausschuss des Landtags. „Dazu zählen auch die Kontrolleure im Verwaltungsrat, die den Vorständen nicht auf die Finger gesehen haben.“ Den CSU-Politikern ist das ziemlich egal. Sie haben in 50 Jahren soviel Mist gebaut, dass es auf ein paar Milliarden offensichtlich nicht ankommt. CSU-Fraktionschef Georg Schmid, damals mit im Verwaltungsrat, hatte die Chuzpe am 25. Oktober 2010 im Untersuchungsausschuss zu prahlen, er kenne den Kaufvertrag bis heute nicht. D. h. er hat über Milliarden Steuergelder entschieden und kennt den Kaufvertrag nicht. Das ist eine Verhöhnung des Steuerzahlers. Die beiden SPD-Vertreter im Landesbank- Untersuchungsausschuss des Landtags, Inge Aures und Harald Güller, haben CSU-Fraktionschef Georg Schmid am 28. Oktober daher einen auf DIN A 3-Format vergrößerten Kaufvertrag der Kärntner HGAA per Boten in seinem Landtagsbüro zukommen lassen.
BayernLBPressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion, 28.10.2010 – “Ex-Verwaltungsräte dürfen nicht geschont werden”, Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag, 26.10.2010 – “Rückendeckung für LB-Verwaltungsräte”, SZ, 28.10.2010, S. 49 – “Überwachungspflicht verletzt”, SZ, 28.10.2010, S. 49


Verwaltungsräte sind verantwortlich, so ein Gutachten
Ein Gutachten, das bisher geheim gehalten wurde, kam zum Schluss: die Verwaltungsräte tragen Verantwortung. (Braucht’s dazu ein Gutachten? Der Verwaltungsrat ist DAS Aufsichtsorgan.) Die Verwaltungsräte
• Günther Beckstein, CSU
• Kurt Faltlhauser, CSU
• Erwin Huber, CSU
• Siegfried Naser, Ex-Sparkassenpräsident
• Hans Schaidinger, CSU, Bürgermeister von Regensburg
• Georg Schmid, CSU
hätten die zahlreichen Mängel bei der geplanten Übernahme der HGAA durch Nachfragen erkennen müssen. Die Verwaltungsräte handelten dagegen “ohne die gebotene Sorgfalt”. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesbank- Untersuchungsausschusses zum Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA), Harald Güller, SPD, sieht es ähnlich: „Es zeichnet sich nun ab: Der Verwaltungsrat ist auch beim Kauf der ABS-Papiere seiner Kontrollpflicht nicht gerecht geworden. Nach allem, was wir bisher wissen, sieht das Verhaltensmuster der Verwaltungsräte sowohl beim Kauf der HGAA als auch beim Investment in ABS-Papiere ähnlich aus: Der Vorstand hat den Verwaltungsrat nicht offen und in vollem Umfang von sich aus informiert, der Verwaltungsrat ist aber auch seiner Kontrollpflicht nicht nachgekommen und hat nicht nachgehakt.”
“Die Verantwortung der Verwaltungsräte”, SZ, 22.10.2010 S. 37 – LandesbankPM SPD-Landtagsfraktion vom 15.10.2010


Keiner war verantwortlich
Die BayernLB kaufte die Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) offensichtlich auf Sachbearbeiter-Ebene ohne Kenntnis oder gar Zustimmung durch die Kontrollorgane.
Jegliche Verantwortung lehnten im Untersuchungsausschuss ab:

  • ehemaliger Finanzminister Kurt Faltlhauser, CSU
  • Ex-Sparkassenpräsident Siegfried Naser,
  • Bürgermeister von Regensburg Hans Schaidinger, CSU
  • damaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU, der die Kontrolleure Kurt Faltlhauser, Günther Beckstein und Erwin Huber, alle CSU, zu kontrollieren hatte.

So sei – nach Stoiber – seine Intervention in Kroatien, wo sich die Nationalbank gegen den HGAA-Deal stemmte, unbedeutend. Es fragt sich, warum solch ein unbedeutender Besuch überhaupt auf Steuerzahlerkosten erfolgte. Immerhin gestand – wenn auch indirekt – Stoiber den damaligen „Größenwahn“ zu: Stoiber wollte für Bayern eine Spitzenstellung unter den Ländern erobern. Die Wirtschaftsprüferin Corinna Linner verteidigte vor dem Ausschuss ihre ursprüngliche Feststellung, dass der Landesbank-Verwaltungsrat beim HGAA-Kauf seine Sorgfaltspflichten verletzt habe.
verantwortung“Verwaltungsräte im Zeugenstand”, Maximilianeum 15.10.2010 – “Fahrenschon will schnell handeln”, OVB, 20.10.2010, S. 2


Zeuge Edmund Stoiber, CSU, haut drei CSU-Minister in die Pfanne
Zeuge Edmund Stoiber, CSU, lehnte vorm Landes-Untersuchungsausschuss jede Verantwortung für das Debakel beim Kauf der Hypo Alpe Adria während seiner Regierungszeit ab. Damit wälzte er die Schuld auf seine Vertreter im Aufsichtsrat der Landesbank ab:
1) Finanzminister Kurt Faltlhauser, CSU
2) Innenminister Günther Beckstein, CSU
3) Wirtschaftsminister Erwin Huber, CSU

Der Ministerpräsident sei nicht der Kontrolleur der Kontrolleure. Immerhin hat Stoiber
1) die drei CSU-Minister ins Kontrollgremium entsandt und
2) die drei als Minister in sein Kabinett berufen.
Stoiber hat damit drei offensichtlich völlig überforderte Leute in sein Kabinett berufen und ins Landesbank Kontrollgremium entsandt. Stoiber lehnte auch den Vorwurf des Grössenwahns ab und bestätigte ihn gleichzeitig durch seine Aussage: “Ja, wir haben uns in Bayern angestrengt. Wir haben es geschafft, dass Bayern praktisch in allen Disziplinen Spitze in Deutschland und auch in Europa ist – ist das Größenwahn?” Ganz eindeutig: JA. Man sehe: Stoiber Bayern ist Spitze. Bayern ist oft auch in Disziplinen Spitze, in denen man besser weiter hinten wäre.
“Stoiber lehnt jede Verantwortung ab”, SZ, 14.10.2010, S. 45


Zeuge Edmund Stoiber, CSU, kümmerte sich um das 3,7 Milliarden Desaster nicht
Edmund Stoiber, CSU, verließ sich nach seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft beim Milliarden Desaster der BayernLB auf Bayerns Vertreter im Verwaltungsrat: Kurt Faltlhauser, Erwin Huber und Günther Beckstein, alle CSU, und alle unter der Kontrolle des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Er sei mit dem Erwerb der Hypo Alpe Adria kaum befasst gewesen.
Das heißt, er hat seine Aufsichtspflicht als oberster Lenker für das Wohl Bayerns eklatant vernachlässigt. Das ständige Kürzen bei der Bildung und das neue Schröpfen der Bürger nahm offensichtlich so viel Zeit in Anspruch, dass Stoiber das Milliarden Debakel ungenügend kontrollierte. “Zeuge Stoiber redet seine Rolle klein. Bei der Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft bestreitet der frühere Regierungschef jegliche Einflussnahme beim Kauf der umstrittenen Hypo Alpe Adria”. SZ, 14.8.2010, S. 41


Über acht Millionen Honorar beim Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA)
Beim überteuerten, undurchdachten, leichtfertigen Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) durch die BayernLB flossen Honorare in Millionenhöhe. Laut Bayerischen Rundfunk wurde für die Investmentbank Rothschild ein Grundhonorar von einer halben Million Euro gewährt und im Falle eines Kaufes zudem weitere acht Millionen Euro Honorar in Aussicht gestellt. Selbstverständlich riet die Investmentbank Rothschild zum Kauf und kassierte zusätzlich die acht Millionen Euro.
BayernLB: Millionen für Rothschild, OVB, 9. Juli 2010, S. 33


Die vier ehemaligen Bankvorstände verweigern vor dem Untersuchungsausschuss die Aussage. Es sind dies Werner Schmidt, Michael Kemmer, Rudolf Hanisch, Ralph Schmidt. Gegen sie wird weiter wegen Untreue und Bestechung ermittelt. Rudolf Hanisch war Amtschef in der Staatskanzlei von Edmund Stoiber, CSU. Enge Verflechtungen auch noch Jahre nach Max Streibls Amigo-Ausruf. Kurt Faltlhauser, CSU, Edmund Stoiber, CSU usw. kamen alle zur Geburtstagsfeier von Rudolf Hanisch. Laut Hanisch und Schmidt war es Kurt Faltlhauser, CSU, der drängte die überteuerte Hypo Alpe Adria Bank zu kaufen. – “Gas geben” + “Das Schweigen der Männer”, SZ, 18. Juni 2010, S. 41

Annemarie Biechl, CSU, MdL, stellt den CSU Leuten im Verwaltungsrat der BayernLB ein schlechtes Zeugnis aus: “Unsere Aufsichtsräte konnten das nicht feststellen”, in: “Stimmung war gut”, Wasserburger Nachrichten, 27.1.2010, S. 2.

Das soll ja wohl bedeuten, dass die CSU Aufsichtsräte das 3,7 Milliarden Fiasko nicht durchschauten, also für ihre Position ungeeignet waren.
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CSU Granden im Verwaltungsrat der BayernLB ahnungslos, naiv, …
• Wer soll klären? Der Landesbank-Untersuchungssausschuss
• Wer soll die Untersuchung leiten? Thomas Kreuzer, CSU Fraktionsvize
“Der Mann für schwierige Fälle”, SZ, 14.1.2009, S. 41
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Landesbank-Profiteure waren nicht nur geltungssüchtige Politiker sondern auch Abzocker-Clans
Reiche Familienclans profitierten vom Kauf der HGAA-Anteil an die Bayerische Landesbank. Die Liste der Investoren, die am Geschäft verdienten wird von Thilo Berlin angeführt, es folgen so illustre Namen wie Flick, der noch aus der Helmut Kohl Affäre ( Die Untaten Helmut Kohls) und die vielen CDU Spendenskandale ( Spendenaffäre Nr.2 der CDU Amigos) einen denkbar schlechten Ruf hat.
Im Gespräch sind auch Heinz Dürr, Ex-Vorstand Deutsche Bahn, Familie Piech (Porsche, VW) und Helmut Maucher (Nestle). “BayernLB machte vermögende Investoren reicher”, SZ, 15.1.2010, S. 1

Vor die Wahl gestellt, verantwortlich für den Skandalkauf zu sein oder davon nichts gewusste zu haben, also völlig ahnungslos im Verwaltungsrat gewesen zu sein, ziehen die Politiker die Ahnungslosigkeit vor.
Er sei schockiert erklärte z.B. Erwin Huber, CSU: “Ich fühle mich getäuscht und geprellt”.
“Wut auf Landesbankgewinnler – Reiche Clans zockten bei Übernahme ab”, OVB, 16.1.2009, S. 1

“Der Beweis, dass beim Erwerb der HGAA sträfliche Naivität (der politischen Entscheidungsträger) im Spiel war, dürfte erbracht sein.”,
Georg Anastasiadis: “Die Wut wächst”, OVB, 16.1.2009, S. 2
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Kärntnerisch-bayerischer Amigo-Sumpf
Das Schelmenstück (oder besser: Schurkenstück) zwischen Jörg Haider, FPÖ, damals Landeshauptmann Kärnten, Werner Schmidt, damaliger Landesbankchef und der Bayerischen Landesregierung unter Edmund Stoiber, CSU, um den Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) durch die Bayerische Landesbank wird sich wohl nie mehr restlos aufklären lassen. Verfehlt ist schon, dass der Untersuchungsausschuss zur Klärung laut einer Meldung vom 12. Januar 2010 von eben jener Partei geleitet werden soll, die am Coup massgeblich mitwirkte. Die BayernLB und ihr CSU-durchtränkter Verwaltungsrat
• übernahm – entgegen allen Gepflogenheiten verantwortlichen Handelns – alle Risiken der HGAA
• zahlte den völlig überzogenen Betrag von 3.200.000.000 Euro
• schlug die Warnungen der österreichischen Bankenaufsicht in den Wind. Sie wies schon vor dem Vertrag auf Unregelmäßigkeiten und die finanzielle Schieflage der HGAA hin
• nahm in Kauf (wenn nicht mehr), dass an dem Deal einige Geschäftsleute (Tilo Berg, Dietrich Birnbacher usw.) Millionen Provision, Beratungsentgelte oder “Aufträge” scheffelten.
Schon der Name “Alpe Adria” hätte jeden Laien stutzig werden lassen. Die Adria hat weder mit Bayern noch Kärnten eine gemeinsame Grenze und Alpen und Adria sind ein Widerspruch in sich. Vermutlich wurde durch den Deal auch die Parteikasse der rechtspopulistischen FPÖ von Josef Haider aufgefrischt.
“Kärntnerisch-bayerischer Amigo-Sumpf”, OVB 12.1.2010, S. 25
Josef Winkler, Schriftsteller: “Eine Hand beschmutzt die andere”, SZ 12.1.2010, S. 2
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Aus dem Debakel um die Landesbank nichts gelernt
Völliges Versagen der CSU Politiker im Verwaltungsrat, dem obersten Entscheidungsgremium der Landesbank, führt dazu, dass für den zurückgetretenen Siegfried Naser, CSU, wieder vier Vertreter derselben Partei zur Debatte stehen: Theo Zellner, Landrat Cham, Ulrich Reuter, Landrat Aschaffenburg, Ulrich Netzer, Oberbürgermeister Kempten, Siegfried Balleis, Oberbürgermeister Erlangen, alle CSU. SZ, 2.1.2010, S.41
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89. CSU – Wirtschaftskompentenz ?

Mittwoch, 17. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Lieber Leser!

Ich stelle mir seit vielen Jahren die Frage:
Warum nimmt die CSU für sich in Anspruch für Wirtschaftskompetenz befähigt zu sein? Sind in dieser Partei  alles Einserschüler vertreten, oder herausragende Wirtschaftsexperten. Die realen Ergebnisse zeigen etwas anderes. Ich glaube, dass es auch in anderen Parteien fähige Leute gibt, denen man eine Chance geben sollte. Warum der Bürger darüber nicht nachdenkt ist mir ein Rätsel.
Stoibers Monopoly – mit unseren Steuergeldern

Am 15.6.2005 brachte die Abendzeitung Nürnberg (AZ) einen Bericht von Angela Böhm über die Machenschaften der Staatsregierung, wie risikofreudig und stümperhaft mit den bayerischen Finanzen umgegangen wird. Das war ein sehr brisanter Aufsatz, darum warteten wir erst einmal ab, ob eine Gegendarstellung erfolgt. Aber nichts dergleichen geschah! Und so beginnt die Recherche, die wir (auszugsweise) wiedergeben: ‘Edmund Stoiber ist auf Tauchstation. Mit dem Niedergang der Hypo-Vereinsbank (HVB) will er nicht in Zusammenhang gebracht werden. Schon gar nicht jetzt, wo die Wähler endlich glauben, dass er der Beste ist in Sachen Wirtschaft und Finanzen. Dass er, der bayerische Ministerpräsident, es wirklich besser kann als alle anderen. Da passt die Übernahme der weiß-blauen Bank durch das italienische Geldinstitut Unicredit nicht in seinen Plan. Denn das Ende der HVB ist auch ein Beispiel für eine gescheiterte bayerische Wirtschafts- und Finanzpolitik: Stoiber hat sich nämlich gewaltig verspekuliert bei seinem weiß-blauen Monopoly.

Eine bayerische Großbank, die zweitgrößte deutsche Bank, auf die seine Staatsregierung Einfluss hat – das war Stoibers Traum. Von ihr versprach er sich einen enormen Vorteil für seine Politik. Möglich machten das zwei staatseigene Stiftungen, denen der Ministerpräsident vorsitzt: die 1972 gegründete Landesstiftung, die aus ihrem Vermögen soziale Projekte fördert. Und die Forschungsstiftung, deren Zweck die Förderung wissenschaftlicher Projekte ist. Beide waren einst steinreich. Doch die Bayern-Regenten setzten beinahe das gesamte Vermögen auf eine Aktie: die der bayerischen Vereinsbank. Am Ende verfügte der Freistaat über 27 Millionen Aktien und einen Aufsichtsratsposten, den bis 1995 Ministerpräsident Stoiber einnahm.

1998 übernahm die Bayerische Vereinsbank die schwächelnde Bayerische Hypotheken- und Wechselbank – auch wenn man das damals als ‘Fusion unter Gleichen’ deklarierte. Den Deal hatte Stoiber eingefädelt. Er ließ sich als ‘Chefeinfädler’ feiern. Mit stolzgeschwellter Brust erschien er damals im Kabinett und verkündete seinen Ministern, dass er das Fundament gelegt habe, dass München neben einem Versicherungsplatz nun auch zu einem Bankenplatz werde.

“Entscheidend ist, dass in München eine Superregionalbank entsteht, die gleichzeitig Europas größter Immobilienfinanzierer ist”, jubelte Stoiber.

Der Londoner ‘Economist’ warnte: Der Zusammenschluss macht aus zwei ineffizienten Banken einen ineffizienten Giganten. Nach der Wiedervereinigung drängte Stoiber zur Investition in den neuen Bundesländern und machte es mit der staatseigenen Landeswohnungsbaugesellschaft (LWS) vor und setzte dabei 250 Mio. Euro in den Sand. Seinen Justizminister Sauter warf er aus dem Kabinett, weil der sich weigerte, als Aufsichtsrat der LWS seinen Kopf hinzuhalten. Für die bayerischen Banken dagegen waren das nur Peanuts. Sie hatten Milliarden in den neuen Bundesländern verloren. Die Elefantenhochzeit der Bayern-Banken kamen nur mit einem raffinierten Trick zustande, den Stoiber mit seinem damaligen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu und dem damaligen Finanzminister Erwin Huber verabredet hatte: Sie mussten keine Kapitalertragssteuer zahlen. Der Freistaat verzichtete auf 5 Milliarden (!) Mark. Stoiber war glücklich. Nun hatte er das nach der Deutschen Bank zweitgrößte Geldinstitut in seinem Land. Stoibers Regierung konnte nun bei der neuen Hypo-Vereinsbank im Aufsichtsrat mitreden. Dafür steckte er aus Privatisierungserlösen des Freistaates zusätzliche Millionen in die Landesstiftung, die davon wieder Bank-Aktien kaufte. Alles gegen den Widerstand des Obersten Rechnungshofes. Der rügte Stoibers Praxis, alles auf eine Aktie zu setzen. “Zweck der Stiftungen sei es nicht zu spekulieren, sondern mehr Mittel für die Begünstigten der Stiftung zu gewinnen”. Dass so etwas eine Todsünde sei, weiß inzwischen jeder Kleinanleger. Aber Stoiber ignorierte die Bedenken. Nun mischte er erst richtig auf: Zum Beispiel bei der Unterstützung von Medien-Unternehmer Leo Kirch. Denn Bayern sollte neben dem Versicherungs- und Bankenplatz auch Medienzentrum sein. So gab die Hypo-Vereinsbank dem schwächelnden Medienmanager Milliarden-Kredite – gemeinsam mit der Bayerischen Landesbank, die zur Hälfte in Stoibers Staatsbesitz ist. Geholfen hat’s nichts. Kirch ging trotzdem Pleite.

Auch der Traum von der ‘schlagkräftigen Superregionalbank’ ist nun für Stoiber, den Angela Merkel so gerne als Superminister für Wirtschaft und Finanzen an ihrem Kabinettstisch hätte, ausgeträumt. Allein in den vergangenen drei Jahren musste die HVB über sechs Milliarden Euro Verluste wertberichtigen.

Das Ende von Stoibers bayerischem Monopoly: Die Bayern-Bank wird italienisch. Weitere 1800 Jobs gehen verloren. Das Vermögen der einst steinreichen Stiftungen ist fast ganz verzockt. Hatten sie 2001 zusammen noch ein Grundstockvermögen von 1,2 Milliarden Euro, so ist dieses durch die Talfahrt der HVB-Aktie bis heute auf 574 Mio. Euro geschrumpft. Der Verlust beträgt über 700 Mio. Euro – fast drei Mal so viel wie damals bei der LWS. Eine Dividende kann die HVB schon seit 2003 nicht mehr an die Stiftungen zahlen.

25 Mio. Euro fehlen Bayern seitdem zusätzlich jedes Jahr für Sozial-, Jugend- und Behindertenarbeit, für die Renovierung von Denkmälern und den Kauf von Kunstgegenständen.

Kein Wunder, dass Stoiber da lieber auf Tauchstation geht und eiskalt so tut, als ginge ihn das alles gar nichts an’. Ende der AZ Reportage.

Weitere Pleiten:

Bayern muss für seine HVB-Aktien Abschlag zahlen

Als hätte sich Edmund Stoiber mit der HVB nicht schon genug blamiert: Jetzt droht der Staatsregierung auch noch ein Rückschlag bei der Übernahme ihrer Aktien durch Unicredit, berichtet die SZ.

Unicredit will fünf eigene Aktien gegen je ein Papier der HVB tauschen. Dieses Angebot gilt aber nur für Stammaktien und nicht für Vorzugsaktien. Stoibers Landesstiftung besitzt die einzig existierenden Vorzugsaktien. Die Papiere werden nicht an der Börse gehandelt und sind für einen Unternehmer nur von geringem Interesse, weil sie kein Stimmrecht haben. Auf die Staatsregierung drohen nun Kosten zuzukommen, da sie wahrscheinlich einen Abschlag für die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien bezahlen muss.

Stoibers Pleiten, Pech und Pannen

Versagen der CSU-Staatsregierung

Von neun Unternehmen (Hypo-Vereinsbank, e.on/ VIAG/Bayernwerk, LWS, Kirch-Gruppe, Grundig AG, Maxhütte/Neue Maxhütte, Schneider Technologies, EADS (früher MBB bzw. DASA) Fairchield Dornier) mit staatlicher Beteiligung bzw. staatlichem Engagement sind

sechs de facto pleite, bzw. in Teilen verkauft;

eins aktuell in erheblichen ökonomischen Schwierigkeiten, die Übernahme steht an;

in zwei Fällen wurden die staatlichen Beteiligungen ganz oder teilweise privatisiert und sind aufgegangen in florierenden Unternehmen, bei denen die Staatsregierung allerdings durch den Verkauf bzw. Teilverkauf keinen Einfluss mehr auf die Unternehmenspolitik hat (e.on und EADS).

Überall dort, wo die Staatsregierung Einfluss auf die Unternehmens-politik nimmt, gibt’s Debakel.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof belegt der Staatsregierung ein erschreckendes Ausmaß an Schlamperei und grandioser Unprofessionalität.

Folgerungen: Stoiber, Wiesheu, Huber und Faltlhauser lassen besser die Finger von Unternehmenspolitik. Diese bayerische Staatsregierung soll Standortpolitik betreiben, regionale Strukurpolitik und industriepolitische Leitbilder entwickeln. Aber keine Unternehmenspolitik machen, das geht in der Regel in die Hose!

Anmerkung zur Kirch-Pleite: Schon in einer früheren Ausgabe unserer Wir in Franken machte ich darauf aufmerksam, dass die Kirch-Gruppe für ihre immensen Kredite in Milliardenhöhe täglich (!) 1/2 Million Euro Zinsen zahlen muss. Auch für einen gesunden Betrieb mit enormen Umsätzen auf Dauer untragbar!

Zitat von Erwin Huber zur Kirch-Gruppe: “Wenn ein Unternehmen die weltweiten Rechte an dieser faszinierenden Formel Eins hält, dann ist das etwas, was den Einsatz der Staatsregierung notwendig macht. Dafür würden andere Jubelfeste machen. Das ist ein Big Point der bayerischen Medienpolitik” (SZ, 25.08.2001).

Dann wesentlich kleinlauter der Finanzminister Faltlhauser vor dem Haushaltsausschuss zu den Krediten: “Dafür muss man gerade stehen.”

Zur Grundig-Pleite:

Zitat Wirtschaftsminister Wiesheu September 2002: “Es wird keine Insolvenz geben”. Laut Presseberichten wirft nun Wiesheu unmittelbar nach der Pleite “….Arbeitnehmervertretern eine Mitverantwortung an der Pleite” vor.

Neue Maxhütte (NMH) Stahlwerke (Maxhütte)

Am 28. Juni 2000 verkünden Stoiber und Wiesheu in einer Betriebsversammlung, dass die Schließung unmittelbar bevorsteht. Die Staatsregierung hat es nicht geschafft, für den einzigen Stahlstandort in Bayern eine tragfähige Lösung zu finden. Das ist wieder ein Beispiel für eklatantes strukturpolitisches Versagen.

Schneider Technologies AG

Insolvenz im Januar 2002 – staatliche Beteiligung über die LfA, die landeseigene Mittelstandkreditbank. Die LfA war bis zu 35% größter Aktionär bei Schneider. Verwaltungsratsvorsitzender Wiesheu: “Interessiert mich heute nicht mehr”! Obwohl die LfA selber noch Geld von Kleinaktionären einsammelte, hat sie sich selber von den Schneider-Aktien getrennt.

EADS (früher MBB – dann DASA)

Draufzahlen musste die LfA durch den Tausch ihrer ‘guten’ DASA-Anteile gegen marode LWS-Anteile.

Fairchield Dornier Aeroindustries GmbH

Insolvenz im Juni 2004 – das mehrfache Engagement der Staatsregierung zur Rettung des Unternehmens ist gescheitert.

Die nächste Pleite ist schon programmiert:

AZ am 16.07.2005: Die Fußball-WM 2006 wollte Stoiber nicht Gerhard Schröder allein überlassen.

Parallel zur Bundesregierung startete Edmund Stoiber in seinem Freistaat eine eigene Charme-Offensive. Doch der Schuss ging voll nach hinten los. Stoibers Fußball-Visionen werden nach Pleiten und Pannen zum Eigentor. Das geplante Fußball-Musical wurde in den Sand gesetzt. Der Fachkongress ‘Vision of Football’ floppt. Der Chef der Task Force wurde gefeuert. Jetzt ermittelt der Oberste Bayerische Rechnungshof wegen Missmanagements und drohenden Verlusten in Millionenhöhe.

Die Opposition bringt das WM-Chaos vor den Landtag. Grünen Fraktionschef Sepp Dürr: “Stoibers Fußballträume, sein großkotziger und dilettantischer Werbefeldzug drohen sich zu einem Millionendebakel für den Freistaat auszuwachsen”.

Einst von Monika Hohlmeier ins Leben gerufen, zog jetzt ihr Nachfolger Siegfried Schneider die Notbremse. Er setzte die Task Force ab und schaltete den Obersten Rechnungshof ein. Doch Millionen sind schon verschossen. Die müssen natürlich nicht die unfähigen Beamten und Politiker bezahlen. Die Rechnung übernimmt wie immer selbstverständlich der Steuerzahler. Schade, dass diese Nieten in Nadelstreifen nicht persönlich für die Fehlausgaben haften müssen. Würden sie zur Kasse gebeten, wäre gleich viel mehr Ordnung im Staat!

Autor: Norbert Gramlich

Der neue Skandal mit Bayern LB

Wieder werden von unfähigen Politikern Milliarden verbrannt. Die Zeche zahlt der Steuerzahler. Die Milliarden werden über Jahre hinaus, besonders in Franken für notwendige Maßnahmen fehlen.

In den letzten Wochen konnte es man schon beobachten, und es wird sich noch weiter entwickeln. Die CSU wird Scheingefechte an anderen Fronten eröffnen um von ihren Fehlern abzulenken.

Das ist eben Wirtschaftskompetenz!

3,7 Milliarden Euro hat die BayernLB in Österreich versenkt. Ein Skandal, den Banker und Politiker gemeinsam verantworten.

FOCUS-Online-Redakteur Ansgar Siemens

Es war am 22. Mai 2007, als Werner Schmidt der Welt Großes zu verkünden hatte: Die BayernLB, an deren Spitze der graumelierte Haudegen stand, werde die Mehrheit an der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) aus Kärnten übernehmen. „Eine einmalige Win-win-Situation für alle Beteiligten“, schwärmte Schmidt. Höher, weiter, schneller, nach diesem Motto führte der Banker damals die Geschäfte. Da kamen die Österreicher gerade recht.

Gut zweieinhalb Jahre später hat sich der viel gerühmte Kauf als Fiasko entpuppt. Nach einem dramatischen Poker am vorigen Wochenende steht fest: Die Bayern verramschen ihre marode Tochter für einen läppischen Euro an den österreichischen Staat – und müssen sogar noch kräftig draufzahlen: 825 Millionen Euro wandern als Geschenk über die Alpen. Unterm Strich – Kaufpreis plus Finanzspritzen plus Mitgift – hat die BayernLB mit der HGAA satte 3,7 Milliarden Euro verloren. Für immer.

Milliardenlast für Steuerzahler

Längst erhitzt das Österreich-Debakel auch die Gemüter in der bayerischen Politik. Es ist ein neuer Tiefschlag im Drama um die Landesbank, die wegen der Finanzkrise ohnehin schwer angeschlagen ist. Fast 15 Milliarden Euro haben die bayerischen Steuerzahler bereits lockergemacht, um die Bank zu retten. Vorwürfe richten sich nun vor allem gegen jene Politiker, die über Jahre im Kontrollgremium des landeseigenen Instituts saßen.

Als „katastrophale Fehlentscheidung“ kritisierte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Montag den Kauf der HGAA im Jahr 2007. Ministerpräsident Horst Seehofer spricht von „gravierenden politischen Fehlern“. Er überlege, „welche Konsequenzen hier für Verantwortliche der Vergangenheit im Raum stehen. Und dabei wird keine Option ausgeschlossen“. Am Montagnachmittag tagt das Kabinett in einer Sondersitzung.

Wie das ganze ausgehen wird ist auch jetzt schon ziemlich klar. Es wird ausgehen wie beim Hornberger Schießen.

Denn am 13.01.2010 sprach Herr Seehofer schon ein Machtwort in Wildbad Kreuth: Es muss jetzt Schluß sein mit der Selbstkritik.

Auf die weitere Frage an Herrn Seehofer was jetzt wichtig ist, antwortete er:

Das wichtigste ist jetzt die CSU! Na toll!

Mein Kommentar:

Da kann ich nur noch sagen:

Wählt CSU, dann ist die Kompetenz gesichert.

Die Millionen die jährlich vom Bund der Steuerzahler im Schwarzbuch angezeigt werden, sind ja hier wirklich nur noch Peanuts.

M.T.

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88.Bürger heißt Bürger – weil er bürgt

Mittwoch, 17. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Landesbank und Hypo Alpe Adria:

… und für die Fehler haftet, wer sie nicht begangen hat – der Steuerzahler

Ein Scherzbold sagte kürzlich, er wisse jetzt warum der Bürger Bürger heiße – weil er bürge.

So ist das geregelt in einem Land, in dem Demokratie herrscht in Kombi-nation mit Marktwirtschaft, was andere auch Kapitalismus nennen.

Geht “es” gut, so wandern Erträge, Zinsen, Tantiemen, Boni und Profite in die privaten Taschen von Anlegern, Aktienbesitzern und Boni-Bankern.

Geht “es” aber schief, so zahlt am Ende immer”der Staat”, und sei es, um noch Schlimmeres zu verhindern. Dieser “Staat” aber ist nicht anonym. Er hat Leute, die ihn sozusagen bezahlen. Das sind alle Bürger, die Steuerzahler sind. Sie baden immer aus, was sie nie verursacht haben, wovon sie aber niemals profitiert hätten, wenn “es” gut gegangen wäre.

Ich bin mir sicher: Wenn dieses System der Privatisierung von Gewinnen und der Vergesellschaftung von Verlusten nicht geändert wird, dann kann das eines Tages eine ernste Bedrohung für die Akzeptanz von Demokratie und Rechtsstaat sowie für die Marktwirtschaft werden. Eine Systemkrise also durch Verweigerung der Zustimmung ihrer Mitglieder, der Bürgerinnen und Bürger.

In Bayern herrscht die CSU 50 Jahre alleine, ehe sie vor einem Jahr die FDP mit an Bord nehmen musste, zwecks Mehrheits- und damit Macht-sicherung. In dieser gesamten Zeit stellte die CSU die politischen Verwaltungsratsmitglieder gleich Aufsichtsrat: in den letzten Jahren Stoiber, Beckstein, Huber, Faltlhauser, Schmid, Schaidinger. Und mit dem Sparkassenpräsidenten Naser noch einen weiteren früheren CSU-Politiker.

Pleiten und Pannen

Die unglaubliche Summe von 10 Milliarden Euro, das ist ein Fußballstadion mit 10.000 Menschen, von denen jeder eine Million bekommt machte die Bayerische Landesbank – “eine Bank der Partei CSU”, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, Miese. Und weil das gerade mal ein Jahr her ist, setzte man bei der Hypo Alpe Adria jetzt noch eins drauf:

1,7 Milliarden Kaufpreis sind verloren, 1,1 Milliarden Finanzspritzen und 825 Mio. Liquididätshilfen macht gut 3,75 Milliarden Euro, zahlbar wiederum von der Bayerischen Staatskasse.

Etwa 13,75 Milliarden Euro binnen zwei Jahren für Geschäfte, die der Bankvorstand und der von CSU-Politikern gespickte Aufsichtsrat/Verwaltungsrat zu verantworten haben, sonst niemand.

Gerade stehen müssen jetzt aber die Summe dieser “Niemand”, alle Bürger und Steuerzahler. Vor diesem Hintergrund ist es sachge-recht, ja pflichtschuldig, wenn nicht nur politisch über diese Vorgänge debattiert wird, sondern durch Strafanzeigen gegen die handelnden Akteure eine Überprüfung der Haftbarmachung erfolgt. Denn die Haftbarmachung des Bürgers/des Steuerzahlers, die ist automatisch und unausweichlich gegeben. Wenn aber die Opfer haftbar gemacht werden, wieso soll es dann für die Täter dafür ein Verbot geben?

Man versteht die Sorgen von Ministerpräsident Seehofer, der da sagt, die ganzen Vorgänge nagten am Ansehen der CSU als kompetenter Partei für Wirtschaft und Finanzen. Ja, selbst in Bayern ist es inzwischen vorstellbar, dass man zur Erkenntnis kommt, wonach große Macht auf lange Zeit zu Ämterpatronagen, Filz, Vetternwirtschaft und Korruption führen.

So ist es.

Vor allem aber zu unbegrenzter Gier und Größenwahn. Und spätestens da ist Schluss mit lustig.

Am 16. Dezember 2009 las ich in der Süddeutschen Zeitung folgenden Leserbrief:

In ihrer 50-jährigen Herrschaft in Bayern hat die CSU ein öffentlich-rechtliches lnstitut dazu benutzt, ihre Parteimitglieder mit lukrativen Posten zu versorgen. Die Offentlichkeit erfuhr von diesen Machenschaften nichts. Dafür sorgte schon der Aufsichtsrat, der wiederum von der CSU dominiert wurde.

Die in höchstem Maße unverantwortliche Handlungsweise der Bankvor-stände durch den Kauf der faulen US-Hypothekenkredite und durch den Kauf der österreich ischen Finanzgruppe Hypo Alpe Adria sollte unter allen Umständen nicht publik werden. Deshalb log schon vor zwei Jahren der damalige Finanzminister Erwin Huber. Und auch der neue Finanzminister Fahrenschon versucht die Öffentlichkeit zu täuschen.

Jetzt wird auch klar, warum Ministerpräsident Horst Seehofer vor einem Jahr nicht der Bankenrettungsaktion des Bundesfinanzministeriums zustimmte. Er befürchtete, dass dann der gesamte CSU-Saustall auffliegen würde. Deshalb hat er lieber zehn Milliarden Euro zur Rettung in die LBS gesteckt, mit der Folge, dass Bayern nun ein riesiges Staatsdefizit aufweist. Der Riesenskandal muss nun endlich zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen. Auf die Anklagebank gehören nicht nur die Vorstände der Landesbank, sondern auch der gesamte Aufsichtsrat mit seinen CSU-Ministern.

Ende Leserbrief

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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87.Intrigen gegen die “Partei für Franken”

Montag, 15. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Frankenpartei-will-in-den-landtag-Parteitag in Forchheim 14.11.2010

Bürgermeisterkanditat aus Roth kommt von der “Partei für FRanken”

Franken zeigen Ihre Fahne

Frankenlied

Partei für Franken gründet Bezirksverband Unterfranken

Partei für Franken gründet Bezirksverband Oberfranken

Partei für Franken gründet Bezirksverband Mittelfranken

Herr Beckstein wirft der “Partei für Franken” Separatismus vor. Wenn Herr Beckstein die Geschichte der Baiern nicht ausblenden würde – muss er wohl als CSU Mann – , dann würde er unschwer feststellen, dass Franken immer reichstreu war, wogegen die Baiern schon immer eine Extrawurst gebraten haben. Kein anderes Land in der jetzigen Bundesrepublik verkörpert Separatismus mehr als Bayern. Ich kann hier nur feststellen: Herr Beckstein kehren Sie vor der eigenen Haustüre.

Das Bild von Herrn Seehofer und der Bericht sagen zum Thema Seoaratismus einiges aus.


H.Beckstein – wirft “Partei für FRanken”  Separatismus vor.

H.Beckstein – wir brauchen keinen fränkischen Rundfunk.

H.Beckstein – warum leugnen Sie die Tatsachen im Bezug auf BR?

H.Beckstein – fürchtet um Stimmenverlust. Und wirft “Partei für Franken” Separatismus vor

H.Beckstein sagt die Wahrheit

H.Beckstein – wirft “Partei für Franken” Separatismus vor. Warum schaut er nicht in den Spiegel?

H.Beckstein – wirft “Partei für Franken”  Separatismus vor. Franken waren immer Reichstreu! Bayern aus?

H.Beckstein – wirft “Partei für Franken” Separatismus vor. Franken fehlt es an Selbstbewußtsein.

H.Beckstein – wirft “Partei für Franken” Separatismus vor. Wir brauchen keine fränkische Partei.

Was soll Herr Beckstein denn anderes sagen, wenn er für die CSU Stimmem holen muss.

Wir brauchen die “Partei für Franken”, weil diese Partei  für fränkische Interessen eintreten wird, und nicht für den Machterhalt  oder die Ideologie einer Partei(CSU).


Seit Jahrzehnten wird uns Franken erzählt, dass alles besser wird. Da reist halb München in Franken an, wenn eine Investition von 20, 30 oder 50 Millionen eingeweiht wird, und man stellt es als Wohltat und Besonderheit für Franken dar. Ja, diese Repräsentanten tun manchmal so, als ob sie dies alles aus der eigenen Tasche bezahlen.

Im München werden im Gegenzug, dann Milliarden verbaut und “vergraben”. Wir hier in Franken sollen dies dann alles mittragen.

Fränkische CSU Politiker haben dann auch noch die Dreistigkeit und reden den Bürgern in Franken ein, wie gut und perfekt doch alles bei uns in Franken ist. Ja man erzählt und auch noch, wenn es München gut geht, dann geht es ganz Bayern gut. Eine Lachnummer!

Wer das noch glaubt, und solche Leute wählt dem ist nicht mehr zu helfen. Die “Partei für Franken” will Gleichbehandlung aller Landesteile, und endlich die Verwirklichung des Landesentwicklungs-programmes über das man schon Jahrzehnte spricht aber nie anwendet.


Franken auf Augenhöhe mit Oberbayern

Mehr Franken in Bayern – Welt online

Aufstand der Franken …                                ….die wahren Gründe

Franken im Freistaat stärken

Franken wollen in den Landtag

Jetzt kommt Partei für Franken

Endlich: Franken hat eine eigene Partei

M.T.

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86.Biere aus Franken erobern Nürnberg

Donnerstag, 11. November 2010 | Autor:

Frankenlied

Immer mehr Franken unterstützen fränkische  Firmen, die ein klares Bekenntnis zu Ihrer Heimat ablegen. “Geschäftemacher” die den “Franken” nur für Ihre eigenen Interessen benutzen werden nicht unterstützt; zumindest nicht von mir.

BIERKULTUR

Zahlreiche Brauereien aus der Region haben beim Fränkischen Bierfest im Nürnberger Burggraben mit ihren flüssigen Spezialitäten beim Publikum gepunktet. Rund 130 000 Besucher waren von der fränkischen Biervielfalt begeistert.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED NIKOLAS PELKE

Nürnberg — Die Biervielfalt ist Trumpf in Franken. Beim „Fränkischen Bierfest“ in Nürnberg haben zahlreiche kleinere Brauereien aus der Region die Frankenmetropole im Sturm erobert.
„Die Nürnberger sind voll auf unser Bier abgefahren“, freut sich Georg Stöckel von der gleichnamigen Brauerei aus Hintergereuth im Ahorntal. „Der Trend geht bei den Städteern eindeutig wieder zum fränkischen Bier“, hat der 23-jährige Braumeister bei den Biertagen im idyllischen Burggraben festgestellt.
„Auch die Jugendlichen stehen wieder auf fränkische Bierspezialitäten mit Tradition“, erzählt Georg Stöckel weiter. Vielleicht habe der Trend auch mit der Ökowelle und dem Bedürfnis nach regionalen Produkten zu tun. Hauptgrund sei freilich – das ist sich der junge Braumeister aus dem Ahorntal sicher – der Geschmack. „Unserer fränkischen Biere schmecken im Vergleich zu den Großbrauereien einfach besser “, sagt Stöckel selbstbewusst. Auch Mike Schmitt von der Pretzfelder Brauerei Nikl-Bräu ist von der Resonanz auf dem Bierfest begeistert. „Ich bin heuer schon zum zweiten Mal beim Bierfest dabei“, erzählt der Braumeister, der sich seit zwei Jahren mit seinem Nikl – Bier einen Namen gemacht hat. „Die Leute wollen eben ein einzigartiges Bier trinken“, betont Schmitt. „Wir in der Fränkischen machen ein Bier, das uns auch selber schmeckt“, sagt er zum Erfolgsgeheimnis. Die Teilnahme beim Nürnberger Bierfest sei eine perfekte Bühne für die kleinen Brauereien. Neben dem Bekanntheitsgrad wächst damit auch generell das Interesse beim Großstadtpublikum. Freilich dürfe auch die Gaudi nicht zu kurz kommen, gesteht der 31-Jährige. „Die Leute sind von den Bieren begeistert, die es nicht überall zu kaufen gibt“, sagt auch Bierfest-Veranstalter Gerd Pickel. Der Nürnberger Gastronom setzt sich schon seit Jahren für die fränkische Bierkultur ein. Heuer seien insgesamt rund 130 000 Besucher in den Burggraben unterhalb der Kaiserburg gepilgert. Hauptsache günstig sei bei den Verbrauchern nicht mehr angesagt. „Die Leute wollen wissen, wo die Produkte herkommen. Dann bezahlen sie auch gern etwas mehr“, ist sich Pickel sicher. Toll findet der Veranstalter auch, dass sich das junge Publikum aus der Großstadt wieder für Bierspezialitäten aus Franken interessiert. Ein riesige Chance sieht auch Johannes Haas von der Edelbrennerei Haas aus Pretzfeld in den benachbarten Großstädten der Region. „Obwohl wir in Nürnberg, Erlangen und Fürth schon gut vertreten sind, ist da noch ein riesiges Potenzial vorhanden“, betont Haas weiter. Auch die Atmosphäre im Schatten der Burg habe eine perfekte Bühne für die Trinkkultur aus Franken geboten. „Für diese Menschenmassen ist das Bierfest sehr gemütlich und familiär.“ Alles sei gelassen und ohne Ausschreitungen über die Bühne gegangen. Beim Nürnberger Publikum seien die fassgelagerten Obstbrände besonders gut angekommen. Die Frucht kombiniert mit einer leichten Holznote ergeben einfach einen runden Geschmack. „Die Fasswilliamsbirne und die alte fassgelagerte Zwetschge waren unsere Renner“, berichtet Haas. Dazu sei freilich der „Dauerläufer“ Haselnussgeist gerne getrunken worden. Auch Norbert Fischer von der gleichnamigen Brauerei in Greuth bei Höchstadt ist vom Bierfest begeistert. Besonders das Rauchbier hätten viele Gäste gelobt. Im Programmheft wird das flüssige Gold wie folgt angepriesen: Geschmack nach Kastanie, eleganter Rauch, herb und nachhaltig im Abgang! Mit dabei waren in Nürnberg freilich auch zahlreiche andere Brauereien aus der Region: Neder aus Forchheim, Lindenbräu aus Gräfenberg, Meister aus Unterzaunsbach, Aufsesser aus Aufseß, Rittmayer aus Hallerndorf, Brauhaus am Kreuzberg und als Premierengast Elch-Bräu aus Thuisbrunn. „Hier kennt jeder jeden“, erzählt Mike Schmitt. Die Brauer verstehen sich „super“ untereinander und trommeln gemeinsam für den Erhalt der fränkischen Bier– und Obstbrandkultur. Da kann es nicht schaden, auch die Massen in der Großstadt einmal im Jahr persönlich zu begeistern.

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