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30. Frankenmedaille 2009 an Christine Stahl

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

Frankenlied

 


 

Presseerklärung Jahreshauptversammlung 2009

Anlass: Diesjährige Verleihung der Frankenmedaille im Rahmen der des Fränkischen Bundes e.V. am Sonntag, den 25. Oktober 2009 im Gasthof Föhrenhof in 90562 Heroldsberg, Laufer Weg 11 (Tel. 0911-51830), Beginn 10.15 Uhr.

Gewürdigt werden die Verdienste der Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen und Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Christine Stahl, um unsere Region Franken.

Nachdem im letzten Jahr Wolfgang Hoderlein als erster die neu geschaffene Auszeichnung, eine „fränkische Verdienstmedaille“, erhalten hat, votierten in diesem Jahr ebenso eindeutig sowohl Landesvorstand und Ältestenrat des Fränkischen Bundes e.V. als auch viele Mitglieder trotz mehrerer Vorschläge für die nachhaltig engagierte Fränkin Christine Stahl.

Die Auszeichnung soll keine Konkurrenz zum „Frankenwürfel“ sein, sondern mehr eine notwendige Ergänzung darstellen. Wir denken nicht in Bezirksgrenzen, sondern an die ganze Region Franken mit ihren 4,5 Millionen Einwohnern. Wir schließen absichtlich keine Politiker/innen aus, weil man eben nur durch gerechte und vorausschauende Politik die Interessen unserer Region Franken im europäischen Konsens wirksam vertreten kann.
Gerade wir in Franken erleben permanent, zu welchen Verwerfungen ungerechte Verteilung, Selbstbedienung„ Ignoranz und ein zentralistisch geprägter Führungs-stil in Bayern geführt hat und weiter führt. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die populistisch vordergründig je nach Großwetterlage mal für mal gegen des legitime Interesse unserer Heimatregion entscheiden, sind uns suspekt und zuwider.

Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegenwind, etwa von Seiten der ‚einst‘ jahrzehntelangen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstseins innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl.

Joachim Kalb

Was uns verbindet, ist nicht vordergründiger folkloristischer überzogener Patriotismus, sondern das Streben nach eigenständiger basisdemokratisch organisierter regionaler Selbstbestimmung als Gegenpol zur zentralistischen Fern- und Fremdbestimmung. Was vor Ort entschieden werden kann, soll man auch vor Ort entscheiden. Haushalts- und Fördermittel usw. sind gefälligst gerecht zu verteilen. Das ist Grundvoraussetzung.

Zu diesem gesunden Regionalbewusstsein gehört für den Bürgerverein Fränkischer Bund e.V. auch, dass man den Bamberger Domschatz eben auch im Bamberger Dom besichtigen kann. Es ist auch nicht vermittelbar, wenn das Markenzeichen unserer Region, der Frankenrechen, nicht einmal am Tag der Franken offiziell gezeigt werden darf Stattdessen wird per Dekret – wie im Kolonialzeitalter – bestimmt, die Wittelsbacher Rauteninsignien der urfränkischen Nürnberger Burg, der Veste Coburg und der Würzburger Residenz als befohlene Dauerbeflaggung aufzudrängen.

Für den Landesvorstand
Joachim Kalb

90562 Heroldsberg, 25.10.2009, 10.30 Uhr
Pressemitteilung zur Übergabe der Frankenmedaille
(Voranmeldung siehe Pressemitteilung vom 20.10.2009)
Der Vertreter des Landesvorstandes des Fränkischen Bundes e.V. Joachim Kalb (mit Urkunde) übergibt die Frankenmedaille an die Landtagsvizepräsidentin und Landtagsabgeordnete Christine Stahl. Der waschechte Altbayer MdL Dr. Sepp Dürr (mit Frankenwimpel) hielt die Laudatio. Dazwischen Wolfgang Hoderlein (SPD), Träger der Frankenmedaille vom Vorjahr.

Kurzer Bericht über das denkwürdige Ereignis:

Auch die diesjährige Mitgliederversammlung des Fränkischen Bundes e.V. in Heroldsberg begann mit einem Festakt, nämlich der Verleihung der fränkischen Verdienstmedaille (Bild: Galerie). Der leidenschaftlichen Fränkin, Landtags-abgeordnete und Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Christine Stahl (Bündnis 90/Die Grünen), für die Bayern eben mehr ist als nur Oberbayern und München, wurde in diesem Jahr die Ehre zuteil.

Im Text der Urkunde begründet der Landesvorstand, vertreten durch Joachim Kalb, die diesjährige Wahl: Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegen-wind, etwa von Seiten der „einst“ jahrzehntelangen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstseins innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl.

Der „Laudatior“ Dr. Sepp Dürr, Chef der Grünen im Bayerischen Landtag, wurde freundlich von den Franken empfangen, obwohl er kürzlich im Landtagsausschuss die FB-Forderung nach „Rückgabe der Beutekunst“ als einziger als „Schmarrn“ bezeichnete. In der Kontroverse Altbayern Franken habe ihn seine Parteifreundin Christine Stahl zum Nachdenken gebracht. Der rückwärtsgewandte, nicht zukunfts-fähige Zentralismus im Freistaat sei das größte zu lösende Problem in diesem Bundesland!.

In ihrer Dankesrede mahnte Frau Stahl vor allem die Gleichartigkeit der Lebensver-hältnisse in den Städten und Kommunen Bayerns an. Reich für Altbayern, arm für Franken kann nicht sein. Wenn man mit dem Gedanken spiele, eine Region über die Klippe springen zu lassen, solle man bedenken, dass dabei die Gefahr besteht, die Demokratie zu opfern. Sowohl sie als auch die Mitglieder des Vereins lieben ihre Heimat und sie erfülle als „regionale Abgeordnete und Delegierte“ einfach nur die ihr gestellten Aufgaben.

Wolfgang Hoderlein

Der letztjährige Preisträger der Medaille, Wolfgang Hoderlein (SPD), meinte in seiner Würdigung, dass Frau Stahl ihm sogar vorgemacht habe, wie man sich bewusst und kontinuierlich für die Region Franken einsetze.

Joachim Kalb

Sepp Dürr

 

Laudation Sepp Dürr

 

Ich bedanke mich ganz herzlich dafür, dass ausgerechnet ich heute hier sprechen darf. Damit zeigen Sie Liberalität und Selbstbewusstsein.

Bedanken möchte ich mich auch dafür, dass ich eine Lobrede halten darf. Das ist für einen Grünen Politiker in Bayern ein ganz seltenes Vergnügen. So eine Gelegenheit muss man ausnutzen.

Und deshalb will ich zuallererst den Fränkischen Bund loben.

Es gibt ja kaum etwas Schwierigeres als eine demokratische, selbstbewusste, andere nicht herabsetzende Identitätspolitik. Das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit ist ein starkes Bedürfnis. Gerade in unseren Zeiten der Globalisierung wird dieses Bedürfnis besonders akut.

Es ist in seiner Unbestimmtheit auch ein brandgefährliches Bedürfnis. Deshalb ist es ein großes Verdienst des Fränkischen Bundes, dass er dieses starke Bedürfnis aufgegriffen und ihm eine demokratische Richtung gegeben hat.

Darauf können Sie wirklich stolz sein!

Die Frankenmedaille des Fränkischen Bundes ist deshalb eine ganz besondere Auszeichnung.

Und ich kenne niemanden, die sie mehr verdienen würde als meine liebe Kollegin, die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Christine Stahl.

Wenn ich jetzt ein Franke wäre, wäre meine Lobrede auch schon vorbei. Christine hat mich ausdrücklich ermahnt, kurz zu reden. Franken geben nämlich nicht an. Das machen nur Oberbayern. Ich soll also jetzt angeben, aber nicht zu viel.

Das mit dem Angeben und Aufschneiden ist, anders als die meisten von Ihnen glauben, mir nicht in die oberbayerische Wiege gelegt worden – und zwar weder als Individuum noch als Stammesangehörigem. Wir Oberbayern waren jahrhundertlang berühmt dafür, maulfaul zu sein, und wir waren stolz darauf.

Nur ein uralter Witz als Beispiel:

In einer Münchner Straßenbahn wurde ein braver Arbeiter von einem hörbar norddeutschen Herrn lautstark zur Rechenschaft gezogen. D.h. der Preiß hat’n sauber zsammputzt.

Ich hab vergessen, warum. Vielleicht, weil der Arbeiter mit seinem Stumpen, also einer billigen Zigarre, die Luft verpestete. Der Preuße schimpft, der Arbeiter bleibt ungerührt still sitzen. Das umherstehende und sitzende Volk murrt. Als der Preuße endlich ausgestiegen ist, fragen die anderen Fahrgäste empört den Arbeiter, warum er sich das hat ohne Widerrede gefallen lassen. Da antwortet der Arbeiter ab-schließend: „Ich hab ihm derweil ein Loch in seinen Mantel gebrannt. Des langt a.“

Bis weit in die 80er Jahre waren wir Oberbayern also eher pragmatisch veranlagt. Gfotzert, d.h. redegewandt, aufschneiderisch und angeberisch waren nur Preußen. Dann kamen Strauß, Stoiber und die CSU und der weltweite Wettbewerb. So schnell können Klischees sich ändern.

Trotzdem werde ich jetzt tun, was man von einem richtigen Oberbayern erwarten kann. Ich werde jetzt ausführlich Christine Stahl über den Schellnkönig loben. Denn, liebe Christine, ich freue mich sehr, dass ich dich heute loben darf.

Auch das ist für einen Grünen Politiker oder eine Politikerin ja ein seltenes Vergnügen: von der eigenen Partei gelobt zu werden.

Christine Stahl verkörpert alles, was eine Trägerin der Frankenmedaille braucht: Sie besitzt und zeigt fränkisches Bewusstsein, in klar demokratischer Tradition. Keine verkörpert wie sie demokratische Freiheits- und Bürgerrechte. Das konnte jeder mitbekommen, der sich nur ein bisschen für Politik interessiert. Deshalb will ich vor allem ihr fränkisches Bewusstsein näher beleuchten.

Wenn Christine möchte, dass ich zu einer Veranstaltung wie der heutigen komme, schreibt sie: „Vermutlich hast du gar keine Zeit.“

Vor der Veranstaltung selber sagt sie ermutigend: „Das wird nix“.

In den Jahren, in denen wir gemeinsam Fraktionsvorsitzende waren, haben wir uns bei wichtigen Terminen problemlos den Vortritt gelassen. Nur selten waren wir uns nicht sofort einig. Da haben wir gelost. Und wie es der Zufall wollte, habe ich gewonnen. Als wir zum zweiten Mal losen mussten, sagte sie: „Bestimmt verlier ich wieder.“ Und dann, nach einer Pause fügte sie hinzu: „Wir müssen eine Regelung finden für den Fall, dass ich immer verlier.“

Das nenne ich einen offenen Blick auf die Chancen dieser Welt. Ich nehme mal an, das ist eine leidgeprüfte mittelfränkische Weltsicht.

Ist das überhaupt erlaubt, Aussagen über Stammeseigenheiten und Stammes-zugehörigkeiten zu machen? Was oder wer bayerisch ist oder fränkisch, das ist definitiv nicht zu definieren. Sobald jemand anfängt, ernsthafte Thesen auf diesen schwankenden Grund zu bauen, geht es direkt in den Graben. Aber nichts spricht dagegen, mit Hypothesen zu arbeiten: als Vermutungen, nicht als unwiderrufliche Urteile. Wenn wir sie spielerisch verwenden und auch die eigenen Eigenheiten und Zugehörigkeiten als fragwürdig begreifen. Ohne Humor geht das nicht.

Identität und Heimat sind schwierige Begriffe, zu vielem brauchbar und leicht missbrauchbar.

Für viele definieren sie sich aus der Vergangenheit, im Blick zurück. Deshalb sind sie immer in Gefahr, reaktionär zu werden und andere auszugrenzen. Wenn aus der Herkunft ein Überlegenheitsgefühl abgeleitet wird. Wenn Herkunft Zukunft definiert und dominiert.

In unsicheren Zeiten wächst das Bedürfnis, sich zugehörig zu fühlen. Je unsicherer die Verhältnisse, desto sicherer soll der Anker sein. Zugehörigkeit durch gemeinsame Herkunft scheint da besonders verlässlich. Sobald Heimatliebe oder Identität aber von einem geschlossenen „Wir“ ausgehen, wenn Voraussetzung Geburt ist oder ein diffuser „Einheimischen-Status, werden andere systematisch ausgegrenzt.

Das ist der Heimatbegriff, mit dem die CSU bis vor kurzem erfolgreich gearbeitet hat. Die Identifikation mit Bayern war das wichtigste Machtinstrument der CSU. Der Filmemacher Marcus Rosenmüller hat einmal auf die Frage, warum die CSU in Bayern so erfolgreich ist, geantwortet: „Das funktioniert nur über Abgrenzung. Gäbe es diese ‚Mia san mia’- Stimmung nicht, würden selbstbewusste Bayern nicht die CSU wählen.“ Das hat funktioniert, weil das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sicherheit so stark ist. Und weil dieses Bedürfnis früher keinen CSU-Freien Ort gefunden hat.

Das ist heute anders. Wer heute Identität, Zugehörigkeit und Heimat sucht, muss nicht bei der CSU und ihrem Oberbajuwarisierteen Bayernbild landen. Und dafür möchte ich Ihnen allen danken – und natürlich ganz besonders der diesjährigen Preisträgerin der Frankenmedaille Christine Stahl.

Identität und Heimat sind zweigesichtige Begriffe. Denn es gibt auch eine zweite Seite, offen und nach vorne gerichtet: Als Gestaltungsauftrag verstanden ist Heimat ein aktives, progressives, politisches Konzept. Deshalb plädiere ich dafür, nicht so sehr die Vergangenheit zu betonen, sondern die Zukunft, nicht die abgeschlossene, sondern die offene Seite unserer Geschichte.

Wenn es heute in unserem Land ungerecht zugeht – und das tut es –, dann braucht es keine Begründung aus der Vergangenheit. Alle Regionen müssen zu ihrem Recht kommen – aber nicht wegen gestriger, sondern wegen heutiger Ansprüche. Mir geht es darum, nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart neu zu ordnen und gerechter zu machen.

Das ist auch der Grund, warum es neulich zwischen uns ein Missverständnis gab.

Beim Thema Beutekunst.

Ich gebe gerne zu, dass ich, was den Rückgriff auf die Vergangenheit angeht, besonders empfindlich reagiere – und das heißt bei einem Oberbayern wie mir: besonders ungehobelt.

Warum bin ich da so sensibel? Einmal weil die bayerische Vergangenheit der letzten Hundert Jahre nicht gerade durch demokratische Traditionen geglänzt hat. Zum anderen weil diese Traditionen in den letzten Jahrzehnten missbraucht wurden, um eine weitere Demokratisierung Bayerns zu behindern. Und schließlich, weil es in unserem Land viele gibt, die mit uns keine gemeinsame Vergangenheit aufweisen, mit denen wir aber trotzdem gemeinsam Gegenwart und Zukunft gestalten müssen.

2004, als die Grünen in Bayern 25 Jahre alt wurden, haben wir eine Jubiläums-schrift herausgegeben. Darin haben Christine Stahl und ich uns über das Verhältnis zwischen Bayern und Franken ausgetauscht. Sie hat damals – leicht polemisch – 200 Jahre zurückblickend gesagt:

„Freie Reichsstädte sahen sich plötzlich mit Ackerbau und Viehzucht und unbefestigten Straßen konfrontiert, das tolerante Bürgertum der Handelsstädte mit einer intoleranten katholischen Religion. Ein Rückschritt um Jahrhunderte!“

Vielleicht haben Sie ja Recht, dass auch wir Demokraten auf Traditionen zurückgreifen müssen. Trotz meiner Skepsis. Wenn, dann kann es sich nur um demokratische Traditionen handeln. Und dann ist auch klar, dass die Traditionen fränkischer Städte Bayern mehr gut tun als der mehr oder weniger aufgeklärte Absolutismus der Wittelsbacher.

Christine Stahl hat mich damals auch kritisiert, ich würde „in den Kategorien der Herrschenden“ denken, wenn ich dem fränkischen Reichskreis vor Napoleon „Zersplitterung“ vorhalte.

„Wer sagt denn“, hat sie vor fünf Jahren gefragt, „dass Zentralisierung und Hierarchisierung, ungeteilte Herrschermacht, der richtige Weg sind? Für zeitbegrenzte Herrschaft vielleicht, im Sinne der Menschen sind sie nicht. Wir Franken halten Vielfalt aus, weil sie der Vielfalt der Lebensformen und Einstellungen entspricht. Wir Franken müssen uns nicht für Kleinteiligkeit rechtfertigen, sondern Bayern für seinen absolutistisch geprägten Zentralismus!“

Und sie hat damals noch eins draufgesetzt. Sie hat mir nämlich vorgehalten: „Erstaunlich, dass ein Grüner Dezentralisierungswünsche und Freiheits-bestrebungen automatisch des reaktionären Separatismus verdächtigt.“

Ich muss zugeben, ich war etwas verblüfft, als ich das jetzt nach der Debatte um die Beutekunst wieder gelesen habe. Ich meine nach wie vor, dass man beim so schwierigen Identitätsthema auf Sorgfalt bei der Wortwahl achten muss. Aber außerdem sollte man gelegentlich die eigenen Denkmuster überprüfen. Dafür, liebe Christine, dass du sogar einen eingefleischten Oberbayern wie mich zum Nachdenken bringst, bin ich dir sehr dankbar.

„Frau Christine Stahl hat besonders während ihrer langen Tätigkeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde regionale Entwicklung klar erkannt und analysiert. Es zeichnet sie in besonderer Weise aus, dass sie sich auch bei massivem Gegenwind, etwa von Seiten der ‚einst’ jahrzehnte-langen alleinigen staatstragenden Mehrheitsfraktion, in keiner Weise beirren ließ. Die Stärkung des gesunden Regionalbewusstsein innerhalb der Bevölkerung ist unübersehbar und mit ein Verdienst von Frau Stahl“. So begründet der Landes-vorstand des Fränkischen Bundes seine Wahl.

Christine Stahl ist eine große Demokratin und eine Fränkin mit Leib und Seele. Sie hat die Frankenmedaille des Fränkischen Bundes wirklich verdient. Liebe Christine, vielen Dank für deine politische Arbeit und herzlichen Glückwunsch!

Christine Stahl mit Gratulanten

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Thema: Frankenmedaille

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3 Kommentare

  1. […] Fränkische Interessen wurde in den letzten 20 Jahren von den fränkischen Abgeordneten aller Parteien nur sehr mangelhaft vertreten. Natürlich gibt es Ausnahmen, die kann man aber an einer Hand abzählen. […]

  2. […] 2009:          Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages […]

  3. […] die Grünen/Bündnis 90 sprach Frau Christine Stahl, MdL: “Wenn man als fränkische Abgeordnete im bayerischen Landtag sitzt, weiß man sehr schnell, wo […]

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