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46. Frankens Unterwürfigkeit

Sonntag, 30. Mai 2010 | Autor:

Frankenlied

 

Manche Städte Frankens feiern 200 Jahre Zugehörigkeit zu Bayern!

z. B.: Bayreuth:

Am 9. Januar 2010 war der ‚Ball der Stadt Bayreuth‘ unter dem Motto: ‚Unter weiß-blauem Himmel‘, die Stadt will auch das Bürgerfest Anfang Juli unter dieses Motto stellen.
Man gibt zwar zu, dass die Schlösser der Markgrafen nach Beginn der bayerischen Herrschaft eine beträchtliche Abwanderung von Gemälden und Mobiliar nach München zu verzeichnen hatte. Der Zuwachs an Kunstgegenständen aller Art kam dem neu geschaffenen bayerischen Königshaus gerade recht, aber….. ‚was wäre Bayreuth ohne Bayern? Richard Wagner wäre niemals nach Bayreuth gekommen, es gäbe keine Festspiele, König Ludwig II von Bayern sei Dank! Bayreuth wäre ein Städtchen in der Provinz geblieben.‘
Der emeritierte Universitätsprofessor Helmut Schaller verwies auf den ‚gescheiterten Versuch patriotischer Franken‘ (der FB?), 1997 einen ‚eigenen Freistaat Franken‘ von Bayern abzutrennen. Das Bundesverfassungsgericht “habe den Sezessionisten damals eine Absage erteilt‘.
Schaller zitierte ein Wort des Bayern-Königs Ludwig I: ‚Außerhalb Bayerns gibt es kein Leben, und wenn es ein Leben gibt, so ist es nicht so wie das bayerische….‘
Anm. des Verfassers NG: Bayreuth hätte nicht in der Provinz verschwinden müssen. Sein Opernhaus, das jetzt in die Unesco Welterbeliste aufgenommen werden soll, seine Eremitage, sein Altes und Neues Schloss mit dem Hofgarten, die evang. Stadtkirche, die kath. Schlosskirche. In mittelbarer Nähe das Schloss und die Parkanlage Fantaisie, und Sanspareil, alles Kulturgüter, die vor der Bayern-Zeit entstanden sind und die auch viele Besucher nach Bayreuth gebracht hätten. Und nicht nur die paar Wochen in der Festspielzeit, sondern das ganze Jahr über!

z. B. Erlangen:

In den ‚Die amtlichen Seiten‘, Mitteilungsblatt der Stadt Erlangen, steht es: Vor 200 Jahren stellte das Schicksal für die Erlanger eine wichtige Weiche: Die Hugenottenstadt fällt am 28. Februar 1810 durch den Vertrag von Paris an das junge Königreich Bayern.
„Im Unterschied zu vielen anderen Gebietserwerbungen, die von den neuen Machthabern gründlich ausgebeutet wurden, gehörte Erlangen zu den Gewinnern dieser Phase, in der das ‚moderne Nordbayern‘ entstand. Und wie durch ein Wunder blieb die Stadt von den militärischen Auseinandersetzungen in der Region praktisch unbehelligt.
Dafür gelangten wertvolle Kulturschätze nach Erlangen, u.a. die Bibliotheken der 1809 aufgehobenen Nürnberger Universität in Altdorf“ (sieh einer an! NG)

z. B. Kulmbach:

Bekanntlich findet der “Tag der Franken“ dieses Jahr in Kulmbach statt. Da wurden schon Stimmen laut, die diesen Tag mit einer 200-Jahrfeier zur Zugehörigkeit Bayern evtl. mit einem Festzug verbinden möchten. Da müssen wir aber gewaltig aufpassen. War schon im letzten Jahr der ‚Tag der Franken‘ fast eine reine CSU-Veranstaltung!

Quellen: Nordbayerischer Kurier vom 10.12.2009 (Bernd Mayer) – Termine der Stadt Bayreuth, Amtsblatt der Stadt Erlangen (Andreas Jakob). Norbert Gramlich

Wann will Franken aufwachen?

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Thema: Frankenseite

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4 Kommentare

  1. […] Macht halt nicht jeden Blödsinn mit, der aus Oberbayern kommt. Tracht ja, dort wo sie hingehört und dann echte Tracht. Aber doch nicht diese fürchterliche Oberbayern-Kitsch-Mode. Laßt uns wenigstens unsere Kärwa als echtes fränkisches Fest! […]

  2. […] wie Ehrlichkeit, Offenheit, Aufrichtigkeit, Treue etwas galten, hätte man solche Zeitgenossen, als Vaterlandsverräter, Überläufer, Fahnenflüchtige und Abtrünnige bezeichnet. Heute werden solche Leute auch noch von Franken hoffiert und mit Stimmen als […]

  3. […] überzeugt, dass Franken wieder eine eigene Einheit werden kann, wenn der Franke in Zukunft sich selbstbewusster zeigt und auf seine Stärken […]

  4. […] kann das weiß – blau nicht mehr sehen. Egal wo man bei uns in Franken hinschaut wird uns das weiß – blaue Rautenmuster zugemutet bzw. aufdiktiert. Ob es die Fahne ist, ob es der Internetauftritt ist, ob es die […]

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