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59. Franken (be) fördern!

Samstag, 3. Juli 2010 | Autor:

Frankenlied


 

 

Eine immer währende Herausforderung an Kreativität und Beharrlichkeit
von Wolfgang Hoderlein, MdL

Wenn die Fußball-Europameisterschaft vorbei ist, so hoffe ich sehr auf die Fortsetzung eines dort aufgekommenen Phänomens – der Beflaggung von Autos mit der Deutschlandfahne, allerdings dann mit der Frankenfahne zum Ereignis „Tag der Franken 2008“. Wie sehr das auch gelingen mag, es ist Ausdruck einer Wandlung. Denn 2005 oder vorher wäre jeder Versuch, über eingeweihte Kreise hinaus das Thema Franken zu befördern und durch die Flaggen auch zu symbolisieren, fehlgeschlagen.

Das Gedenken an „1806 – 2006 – 200 Jahre Franken-Bayern“ hat m. E. den Auslöser gegeben, ganz entscheidend durch die Aktivitäten des Fränkischen Bundes angestoßen und getragen. Auch für mich war dies plötzlich eine Ausgangsposition, wie ich sie früher für mein Anliegen (Ober-)franken im politischen Bereich nie fand. Dieser neue Nährboden, weiter begünstigt durch fruchtbares Klima und gute Winde ist es, der die Causa Franken weiter nach vorne bringt. Aber Obacht! Schnell kann der Rausch auch wieder verfliegen. Deshalb gilt es mit großer Beharrlichkeit und möglichst unerschöpflicher Kreativität (Nix da, von wegen „Hirn ist aus“) die Sache Franken zu (be)fördern.

Auf der politischen Ebene ist der Bereich der generellen Gleichbehandlung bzw. Nichtbenachteiligung Frankens unerschöpflich: Finanzausgleich, Wirtschaftsförderung, öffentliche Einrichtungen und Behörden, Investitionen in Bildung und Forschung, alle Belange zur Bewahrung der kulturellen Identität, historisch korrekte Darstellung der Geschichte Frankens, der ständige Kampf, insbesondere mit dem Bayer. Fernsehen, Umgang mit der Rückgabe-Forderung von Kulturgütern (Domschatz u.a.) und so weiter und so fort.

Seit zwei Jahren versuche ich in der Flaggenfrage voranzukommen. „Sieg kommunale Gebäude, Teilsieg Landratsämter, Niederlage Staatsgebäude“, so lautet die Zwischenmeldung, auch unter unserem fränkischen MP-Landsmann, dem Günther aus Nürnberg. Ein weiteres Bemühen gilt der angemessenen Repräsentation fränkischer Kultur in den Veranstaltungen des Freistaats Bayern, auch und besondere in seinen Vertretungen in Brüssel und Berlin. Schließlich will ich aktuell erreichen, dass im nächsten Grünbuch der EU und der Revision der entsprechenden EU-Verordnung der Begriff  „Franken, fränkisch“ als geschützter Begriff der EU-Herkunftsbezeichnungen für Lebensmittel aufgelistet wird. So etwas wie „Bayrischer Meerrettich“ darf einfach nicht mehr passieren, Leider nicht gelungen ist auch der Versuch, die Deutsche Rentenversicherung davon abzubringen, die Fusion ihrer bisherigen LVA’s Ober-/Mittelfranken und Unterfranken in „Nordbayern“ umzubenennen. Mein Vorschlag „Deutsche Rentenversicherung Franken“ wurde abgelehnt.

Aber, suwos macht uns Franken nur hädder, odder? So melde ich abschließend zur Beruhigung, dass es mir gelungen ist, bei der Spitze der Deutschen Bahn Gewissheit darüber zu erlangen, dass das Frankenstadion nach seiner kulturschändenden Umtaufe in Easy-Credit-Stadion nun nicht nach sich zieht, dass der Bahnhof „Nürnberg-Frankenstadion“ auch künftig nicht Easy-Credit-Halt  heißen soll. Man hat mir zugesichert, dass es (b.a.w.) bei „DB-Halt Nürnberg-Frankenstadion“ bleiben soll. Subber, odder?

An Tagen, wo man solche Briefe bekommt, da macht mer gern a‘ Seidla auf. Der Fortschritt ist eine Schnecke, der fränkische allemal. Kein Grund zur Traurigkeit, sondern nur zu weiterer Entschlossenheit.

In diesem Sinne allen Menschen guten Willens
fränkisch verbunden Ihr Wolfgang Hoderlein

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Thema: Frankenseite

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