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156. Albrecht Dürer will in seine Heimat, die Entführer(Baiern) halten ihn fest!

Mittwoch, 8. Februar 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

Lieber Blog Besucher,

was sich die „mia san mia“ Fraktion aus München hier und in vielen Fällen der Vergangenheit erlaubt ist eine absolute Frechheit. Das werden wir uns Franken nicht mehr länger bieten lassen. Spätestens zur Landtagswahl 2013 müssen wir diesen aroganten Haufen in München zeigen, dass Franken eine Stimme hat.

Herr Husarek von den Nordbayerischen Nachrichten(Fränkische Nachrichten wäre besser) hat den Nagel auf dem Kopf getroffen mit seinem Kommentar.

Lesen Sie wie sachlich korrekt dies vom Westfalen Blatt in Bielefeld gesehen wird. Die Haltung Bayern zeigt wieder einmal deutlich wie rückständig und verfilzt dieser Stamm aus dem Süden ist. Jeder normale Mensch würde sich schämen mit fremden Eigentum zu protzen. In Bayern aber hat das Tradition – brüsten mit Beutekunst –  und das seit hunderten von Jahren, deshalb fehlt diesen Stamm jegliches Feingefühl.

Dürer Westfalenblatt Infanterie

 

 

Liebe Freunde und Sympathisanten der Partei für Franken,

der Streit um das Selbstbildnis von Albrecht Dürer und die Blockadehaltung von München bestimmt derzeit die Zeitungen im Großraum. Zudem scheinen gezielt Wikipedia-Einträge geändert worden, um die Geschichten um den Kunstfälscher Abraham Wolfgang Küfner anders darzustellen. Lesen Sie dazu den Frankenblog.

Presseerklärung
des Fränkischen Bundes e.V.
Landesverband

 

Thema:
Der Münchner Kulturzentralismus schadet dem Land erheblich.

 

Fränkischer Bund e.V. fordert unverzügliche Zusage, das Dürer-„Selbstportrait im Pelzrock“ als Leihgabe an das Germanische Nationalmuseum zu geben.

 

Weidenberg – Was unter den Kulturmetropolen der Welt zwischen Washington und Florenz problemlos möglich ist, nämlich die gegenseitige Ausleihe von Kunstwerken etwa aktuell für die weltweit größte Dürerausstellung in der fränkischen Metropole Nürnberg, ist im sog. „Liberale Bavaria“ unmöglich? „Absurd“, so der Sprecher des Fränkischen Bundes e.V., Joachim Kalb.

Wie bei der Verweigerung der Rückgabe geraubter Kulturgüter (Bamberger Domschatz, Würzburger Herzogsschwert) wiederholte man auch hier gebetsmühlenartig das Scheinargument „nicht transportfähig“. Dies, obwohl man im sog. Laptop- und Lederhosenland genau weiß, dass man heute in der Lage ist, Kunstwerke aller Art hundert Mal erschütterungsfrei um die Welt zu transportieren, so Kalb. „Wofür hält man uns hier in Franken eigentlich? Für Hinterwäldler? Der Zukunftsrat lässt grüßen! Ein sog. liberaler Kunstminister Heubisch beruft sich auf das Haus Wittelsbach, obwohl es bekanntlich selbst in Bayern seit 1918 keine Monarchie mehr gibt“, führte Kalb aus.

Dazu kommt, dass das Bild von einem betrügerischen Restaurator widerrechtlich vom Haus Wittelsbach erworben wurde und eigentlich schon alleine deswegen nach Nürnberg hätte zurückgegeben werden müssen. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Enteignung der Wittelsbacher Stiftung, sondern darum, dass es wohl in einem Bundesland möglich sein müsse, unredlich erworbene Kulturgüter als Leihgabe oder Dauerleihgabe dort auszustellen, wo sie hingehören. Ansonsten könnte man in einer Demokratie auch die Gesetze von 1923 (Wittelsbacher Ausgleichsfond) entsprechend ändern und auf den Stand von 2012 bringen! So man das will!

Joachim Kalb

 

Bemerkung:

Man muss sich dies alles einmal mit klaren Menschenverstand vorstellen, mit welch einer Sittenlosigkeit hier angeblich gebildete Menschen – die sich teilweise auch noch „christlich bezeichnen“ – ans Werk gehen. Dieses Spiel läuft mit immer gleichen Muster nun schon viele Jahre ab.

 

Bitte veröffentlichen Sie diesen Leserbrief zeitnah auch in den Print-Pedien:

Sehr geehrte Redaktion,

zuerst einmal vielen Dank für ihren zwar etwas süffisanten, aber doch ziemlich objektiven Artikel in dieser Angelegenheit. Der wahre Hintergrund für das Nichtausleihen des Originals ist wahrscheinlich der, dass die Münchner Angst haben, die von einem oberfränkischen Künstler im Jahre 1799 erstellte Kopie, die ja im GNM hängt, nach Ende der Ausstellung zurückzubekommen………….und es nicht einmal merken würden.

Kein Wunder. Wo doch ein offensichtlich überforderter und emotionsloser sog. Kunst- Minister ( Heubisch) allen Ernstes behauptete, das Original wäre auf Grund seines Alters nicht transportfähig. Wie kommen dann all die jahrtausendealten archäologischen Exponate , die immer noch entdeckt werden, teilweise aus fernen Ländern in unsere Museen ? Werden die da hin gebeamt?

Aber wir Franken sind ja Kummer mit Oberbayern gewöhnt. Bei der 3. Startbahn und dem geplanten 5.!!! Opernhaus in München z.B. werden auch unsere Steuergelder ungefragt mit verbraten.

Und das Nürnberger Opernhaus schaut bald aus wie das römische Colosseum.

„Kunst“ kommt von Können und nicht von Wollen. Denn dann würde es ja „Wunst“ heißen.

( Karl Valentin)

Mit fränkischen Grüßen, Reinhard Fischer 91207 Lauf

 

 

Die Presse in Deutschland sieht die Angelegenheit ganz richtig.

Hinter dem weiß-blauen Vorhang ist die Fäulnis schon so weit fortgeschritten, dass man um unsere Kunstschätze bangen muss.

Die Zeit sieht den Sachverhalt ganz richtig.

 

Der Besatzung Rundfunk – kurz BR – sieht die Sache wie folgt.

 

Ein Deal wie von H.Freller vorgeschlagen ist doch der Oberwitz. Damit wir unser Eigentum zurück bekommen, sollen wir jetzt auch noch Geschenke an die „mia san mia“ Fraktion verteilen. Münchner will sich für Hunderte Millionen noch einen 5 Konzertsaal bauen. Von wessen Geld bitteschön. Landesbank? Seehofer? CSU? Nein, von uns Franken, wie schon seit 206 Jahren. Wir zahlen, damit die in Oberbayern und München weiter protzen können.

Etz reichts.

Wir investieren unsere Steuergelder in FRanken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Einige Stichpunkte zum aktuellen Stand der Dürer-Bild-Diskussion.

Fakten:

1. Vor 200 Jahren hat Zentralist Monteglas im Auftrag der Wittelsbacher dafür gesorgt, dass fränkische Kulturgüter vernichtet, eingeschmolzen oder mit Ochsenkarren nach München verbracht wurden.

2. Nachgewiesen ist, dass das Dürerbild Selbstportrait im Pelzrock gewissermaßen als „Hehlerware“ auf betrügerische Weise an das Haus Wittelsbach kam. Die Pinakothek tut dies als Legendenbildung arrogant ab.

3. Die Pinakothek weist erst jetzt auf eine Beschädigung des Bildes bei der letzten Ausleihe hin. Dies ist nicht glaubwürdig, da dies nach der letzten Ausleihe in keiner Weise beanstandet ,bzw dokumentiert wurde.

4. Dass das Bild – wie andere Werke – nicht ausgeliehen wird, bestimmen nur die hauseigenen Gutachter der Pinakothek. In allen anderen Fällen zögert die Staatsregierung nicht, jede Menge Gutachten einzuholen, um ihren Willen durchzusetzen. Warum gibt es hier keine Gegengutachten?

5. Um derartige Auseinandersetzungen zukünftig zu vermeiden, fordert der Fränkische Bund e.V., das Gesetz über den Wittelsbacher Ausgleichsfond von 1923 zu ändern und der Gegenwart anzupassen. Nur in einer „Bananenrepublik“ ist es möglich, dass ein Parlament einen einstimmigen Beschluss fasst und eine Verwaltungsbehörde bzw. ein „Prinz Wittelsbach“ widersetzt sich dem Beschluss. Bayern ist seit 1918 kein Königreich mehr.

Fränkisch freundlich grüßt

Joachim Kalb

 

Bemerkung:

Der FDP Minister Heubisch von der – für drei Prozent Partei –  hatte als er noch in der Opposition war, groß gemault, dass er sich für die Ungerechtigkeiten, die FRanken seit 206 Jahren zu tragen hat, massiv einsetzen wird.

Genau das Gegenteil erleben wir seit mehr als 3 Jahren. Wer diesen Mann noch eine Stimme gibt in FRanken, muss ich fragen lassen, ob er die Umwelt noch richtig wahr nimmt. Herr Heubisch kann man nur wünschen dass er wieder an seinen Zahnarztstuhl zurück kehrt. Für eine gerechte Politik sind solche Leute die falsche Wahl.

 

Für fränkische Belange gibt es seit 2009 eine rein fränkische Partei „Die Franken“.

Logo Partei für Franken „Die Franken

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Thema: So wird Franken benachteiligt

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14 Kommentare

  1. 1
    Henry Kaspar 

    Ich frag mich ja ob unsere Frankenchavis sich dessen bewusst sind dass Nuernberg im fruehen Mittelalter vom Bistum Regensburg aus besiedelt wurde, und auf dem Boden der mittelalterlichen baierischen Nordmark steht – nicht etwa des Herzogtums Franken. Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte der Nuernberger Staddialekt mehr Aehnilchkeit mit dem Norbaierischen (=Oberpfalz) als dem Fraenkischen.

    Was heisst: Duerer war ein Bayer, kein Franke. Wenn die Duerer-Apostel zurueck nach Nuernberg kommen sollten ist dies fuer historisch sensitive Leute ein innerbaierischer Transfer, mit „Rueckgabe fraenkischen Kulturguts“ hat dies nichts zu tun.

  2. 2
    Henry Kaspar 

    Sorry, ich ueberlas dass es um da Selbstportrait geht, nciht um die Apostel. Bei den Aposteln ist der Anspruch Nuernbergs mAn staerker, Maximilian hat die Stadt Nuernberg damas regelrecht erpresst.

  3. 3
    intern 

    Sehr geehrter Herr Kaspar,

    ich habe mich auch gefragt, wie Sie so einen Kommentar abgeben können. Die fränkische Geschichte ist doch sehr gut dukomentiert. Nur ein Satz dazu: Die Nürnberger Burg steht seit dem 12. Jahrhundert und beherbergte alle fränkischen Kaiser!

    Vor hundertfünfzig Jahren bis ca. 1920 war ein Sprachgewirr in Nürnberg bemerkbar, das kam aber durch die vielen Einwanderer aus der Oberpfalz zur Industriestadt Nürnberg zustande.

    Frage: Kommen Sie aus Altbayern?

  4. 4
    Henry Kaspar 

    @ intern

    Komme ich aus Altbayern? Nun ja, geboren in Muenchen, berliner Mama, fraenkischer Papa, viel Verwandschaft in allen Ecken Frankens, praegende Jahre in Wuerzburg verbracht. Heute im Ausland. Ich habe wohl altbairische und fraenkische Wurzeln, beide sind mir lieb und teuer.

    Aber ist das wichtig – und nicht zuvorderst was historisch richtig ist? Und da ist festzuhalten:

    – der Nuernberger Raum kam erst unter den Saliern zum Herzogtum Franken. Davor gehoerte er zum baierischen Nordgau, und wurde urspruenglich vom Bistum Regensburg aus besiedelt.

    – Sprachforscher sprechen von einer „nordbairischen Westschranke“ an denen typisch nordbairischen Sprachmerkmale – wie Diphtonge (Doppelkonsonanten, mein „grousser Brouder ist beis“) – aufhoeren. Sie verlaeuft mehrere Kilometer westlich von Nuernberg und Fuerth (aber oestlich von Erlangen und Herzogenaurach).

    – die Schranke ist weitgehend deckungsgleich mit mittelalterlichen Kirchsprengelgrenzen, wobei die oestlich gelegenen Kirchensprengel altbairische Mutterkirchen hatten (Hugo Steger, „Sprachraumbildung und Landesgeschichte im oestlichen Franken“, 1968).

    – im spaeten Mittelalter – also vor der Standardisierung des Schriftdeutschen durch die Luther-Bibel – besass dass Nuernberger Schriftdeutsch ganz ueberwiegend nordbairische und nur zu einem geringeren Teil ostfraenkische Merkmale (Josef Pfanner, „die Deutsche Schreibsprache in Nuernberg von ihrem ersten Auftreten bis zum Ausgang des 14. Jahrhundert“, 1954)

    – noch Mitte des 20. Jahrhunderts charakterisierten Sprachforscher den Dialekt im Nuenrberger Raum als halb nordbairisch, halb ostfraenkisch

    Aus all dem ergibt sich folgendes Bild: im fruehen Mittelalter war der Nuernberger Raum ein Teil Nordbayerns. Ab dem 10./11. Jahrhundert setzte eine Frankisierung an, die bis heute anhaelt. Erst in den vergangenen 100 Jahren hat das Ostfraenkische in Nuernberg eindeutig die Oberhand gewonnen.

    Was folgt daraus? Politisch mAn gar nichts. Ob die Nuernberger Franken oder Baiern oder Bayern sind, und ob und inwiefern dies zueinander in Widerspruch steht oder stehen muss, entscheiden sie selbst. Aber man muss eben doch ein bisschen vorsichtig sein bevor man Geschichte zu einseitig aus einer „fraenkischen“ Sichtweise beurteilt. Ob die Duerer-Gemaelde nach Nuernberg oder Muenchen gehoeren ist eine Frage, eine andere Sache ist dies zu einem bairisch-fraenkischen Konflikt zu stilisieren – schliesslich sprach Duerer wohl eher nordbairisch als fraenkisch.

    In dem Zusammenhang faellt mir uebrigens auch auf dass Frankenkarte auf dieser Karte wie selbstverstaendlich Tauberfranken enthaelt – das zu Baden-Wuerttemberg hoert, aber historisch und dialektmaessig durchaus als Teil Frankens gesehen werden kann – aber auch die Gegend westlich des Spessarts um Asschafenburg, in der hessisch gesprochen wird und die historisch nur wenige Bindungen an Ostfranken hat. Nach welchem Masstab wird das entschieden? Im Zweifelsfall fraenkisch?

    Ich sehe da die Gefahr eines historisch halbgebildeten, etwas engstirnigen Frankenchauvinismus – und den faende ich unattraktiv. Bei all meiner Liebe zu Franken, oder vielleicht gerade wegen meiner Liebe zu Franken.

    Herzlichen Gruss,
    Henry Kaspar

  5. 5
    intern 

    Sehr geehrter Herr Kaspar,

    es ist schön, dass ein „Ausländer“ sich noch so für Franken interessiert. Lobenswert!

    Dass vor dem 11. Jahrhundert Nürnberg der Gau ‚Nordmark’ war und von Regensburg aus regiert wurde ist sicher richtig. Wenn man in der Geschichte noch weiter zurückgeht, dann war Baiern ein von marodierenden Slawenvölkern (Hunnen) verwüstetes Land.
    Aber seit dem 12. oder 13. Jahrhundert ist „Nordbayern“ gesamt fränkisch geprägt.
    Das Kauderwelsch in Nürnberg kommt tatsächlich von den einwandernden Oberpfälzern, arme Bauernsöhne, die in Nürnbergs Industrie eine Anstellung fanden.
    Fast jeder 3. Nürnberger hat oberpfälzer Wurzeln.

    Es geht bei dieser Auseinandersetzung nicht allein um Dürer. Das Verhältnis FRanken – Bayern ist zerrüttet und wird nie harmonisch werden. Keiner braucht sich darüber zu wundern, wenn man einen Volkstamm wie Franken ausbeutet und wie eine Kolonie behandelt.

  6. 6
    Henry Kaspar 

    @ intern

    zwei kurze Anmerkungen:

    1. Sie haben natuerlich recht mit der oberpfaelzischen Zuwanderung nach Nuernberg waehrend der Industrialisierung, aber unzutreffend ist dass dies fuer den nordbaierischen Charakter des alten kaum mehr gesprochenen) Nuernberger Stadialekts verantwortlich waere. Spaetestens seit der Steger-Arbeit von 1968, die ich oben zitiere – und jedem Franken-Patrioten nachdringlich zur Lektuere empfehle – ist die These verworfen

    (ein gegenwaertig fuehrender Experte fuer fraenkische Dialektologie ist Alfred Klepsch, frueher Uni Bayreuth, heute wohl in Erlangen. Der wird Ihnen das gleiche erzaehlen).

    2. Was die „Kolonie“ angeht – ich fuehlte mich in Wuerzburg nie in einer Kolonie, aber da haben wir wohl unterschiedliche Perzeptionen. Ich gebe Ihnen recht dass in Bayern die Hauptstadtregion disporportional Pflege und Aufmerksamkeit erhaelt, so wie das eben (leider) ist in zentralistischen Staaten. Aber darunter leidet ganz Bayern ausserhalb OBB, die Oberpfalz z.B. hat von der Bevorzugung Muenchens nix. Dies als vor allem fraenkisch-baierischen Konflikt zu betrachten scheint mir am Kern der Sache etwas vorbei zu gehen.

    Uebrigens erscheint mir persoenlich das Projekt eines „Bundestaats Franken“ etwas kuenstlich: eine geschlossene politische Einheit „Franken“ (oder besser Ostfranken) hat es schliesslich seit dem Fruehmittelalter nicht gegeben. Die historischen Anknuepfungspunkte sind damit eher duerftig, und die regionalen Eigenheiten sind in Franken mindestens ebenso wichtig wie das Verbindende. Wuerzburg und Nuernberg etwa haben ausser einem halbwegs verwandten Dialekt wenig gemein; eine Stadt ist Residenzstadt die andere freie Reichs- und Buergerstadt, eine ist katholisch die andere evangelisch, usw. usf.

    (Diese Unterschiede sind in Franken weit ausgepraegter als etwa zwischen Ober- und Niederbayern – dass Landshut zu Nieder- und Ingolstadt zu Oberbayern gehoert ist Zufall und koennte genauso gut andersherum sein)

    Wieso sich auf diese eher wacklige Basis nun notwendig ein einheitlicher franekischer Bundesstaat stuetzen soll ist mir nicht klar. Aber wir muessen ja nicht in allem einer Meinung sein, und ich respektiere ihr Engagement.

    Gruss,
    HK

  7. 7
    intern 

    Danke Herr Kaspar für Ihren neuerlichen Kommentar. Das ist wohl wahr, dass man nicht immer einer Meinung sein kann. Ich gebe dazu einmal einige Auszüge vom Büchlein „Franken in Bayern – ein Problem“.

    Allgemeines geschichtliche Grundlagen

    Wir verfallen gewiss keiner verstaubten, weltfremden Romantik, wenn wir auf die Bedeutung der alten deutschen Stämme hinweisen, wenn wir im Zeichen des „Föderalismus“ ein größeres Eigenrecht der Stämme betonen und vertreten.

    Weit älter, als alles einzelstaatliche, älter auch als das gemeindeutsche Volksbewußtsein, ist nun einmal das Stammesbewusstsein, die Empfindung einer besonderen stammlichen Eigenart, die sich in Dialekt, Sitten und Gebräuchen, Volkskultur, in besonders typischen Eigenschaften usw. äußert.

    Gewiss sind der „suggestiven Kraft“ politischer Grenzen manche Randgebiete teilweise erlegen und Sinn, Stolz und Achtung für das eigene Stammestum ist nicht überall gleich stark ausgeprägt, mancherorts geschwächt durch den starken Sog neuer politischer Staatsbildungen.

    Man hat gesagt, dass gerade auch in Süddeutschland, der Heimat geschichtlich und kulturell wichtigster deutscher Stämme, das Stammesbewusstsein vielfach gelitten hat, vor allem das Stammes – Einheitsgefühl, der Drang nach einer Wiederzusammenfassung der auseinandergefallenen Teile oft kaum mehr besteht.

    Die alten Stammesgrenzen haben im ganzen doch etwas Naturhaftes, etwas von der germanischen Urkraft sich erhalten, wenn sie nun seit fast 1400 Jahren bestehen und immer noch bedeutungsvoll sind.

    In diesem Sinne sehen wir auch Ostfranken, in der Hauptsache das heutige bayerische Franken mit seinem Volkstum. Der Streit darüber, ob Franken nun eine einheitliche Landschaft im geographischen Sinne oder nur als historische Landschaft anzusprechen, ist völlig bedeutungslos und spielt für unsere Betrachtung keine Rolle. Franken, in dem von uns behandelten Sinne und Umfang, ist eine geistig kulturelle Einheit mit eigener Note, eigenem Schicksal und typisch eigener Entwicklung und unterscheidet sich wesentlich vom bayerischen und schwäbischen Volkstum. Selbst wenn Teile des heutigen Oberfranken ursprünglich zum baierischen Siedlungsraum zählten, so sind sie längst nicht mehr als bairisch anzusprechen. Sie sind im Laufe eines Jahrtausends volkstumsmäßig, geschichtlich und kulturell zu fränkischen Landesteilen geworden, und die Bevölkerung empfindet durchaus im fränkischen Sinne.

    Man wird daher auch, selbst bei wohlwollendster Beurteilung, nicht gut bei der Behauptung bleiben können, das moderne Bayern des 19.Jahrhunderts – Staatsbayern – sein einfach die organische Fortsetzung bzw. die natürliche Erweiterung des alten Stammesbaiern. Staatsbayern ist längst nicht so organisch gewachsen, wie es gewissen interessierte Kreis immer wieder behaupten und zu beweisen versuchen. W.H.Riehl hat einst, wenn auch in adnerem Zusammenhang, von „Zufallsstaaten und Willkürgrenzen“ gesprochen. Auch für Staatsbayern kann man das teilweise sagen, wenn man etwa an die Grenzen Unterfrankens denkt, wenn man sich erinnert, dass Mergentheim oder Crailsheim heute württembergisch sind. Wenn man sich überlegt, dass ebenso gut der Restteil der alten Kurpfalz mit Mannheim usw. bayrisch sein könnte.

    usw. usw…………….

  8. 8
    Henry Kaspar 

    @ intern

    Das ist ein gescheiter,kundiger Text, den Sie da zitieren. Ist der von Ihnen?

    Uebrigens hat ja nun wirklich niemand was gegen ein fraenkisches Verbundenheitsgefuehl. Jeder halbwegs geibldete Mensch weiss dass es im Freistaat drei „Staemme“ gibt – Altbaiern, Franken, Schwaben (mit interessanten Differenzierungen innerhabl dieser Staemme). Aber von doert bis zur Forderung, Franken muesse ein eigener Bundesstaat sein, ist es halt doch noch ein Stueck.

    Besten Gruss,
    HK

  9. 9
    intern 

    Hallo Herr Kaspar,

    danke für Ihren Kommentar. Der Artikel stammt von meinen Mitstreiter Joachim Kalb(steht am Ende).
    Zum Thema Bundesland oder Neuordnung der Bundesländer finden Sie auch einiges in meinen Blog. So wie es jetzt läuft mit Bayern, ist es unerträglich. Wenn die „Franken“ endlich begreifen würden, wie Sie an der Nase von München, Oberbayern, CSU herum geführt werden, dann wären wir schon wesentlich weiter. Die Besatzer verstehen nur eine Sprache, und die heißt Stimmverluste bei der nächsten Wahl. Dafür wurde die „www.Partei-fuer-franken.de“ gegründet. Die fränkischen Abgeordneten versagen seit 200 Jahr, mit wenigen Ausnahmen.

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  5. […] sie nach der Einverleibung Frankens durch die Bayern gekommen sein? Was die, noch erhaltenen, durch die Bayern vor 200 Jahren nach München verschleppten Kulturgüter (Kunstschätze und -sammlungen) betrifft, die sich augenblicklich in Verwahrung des Wittelsbacher […]

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