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186. Hallo Franken aufwachen – München und Oberbayern verhöhnen uns!

Donnerstag, 14. Juni 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

 

 

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Sehr geehrte Bürger von Franken,

jeder Mensch muss irgendwann in seinen Leben einmal Inventur machen, und alle Dinge der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedenken. Dazu gehört dann aber unbedingt, dass man die Umstände ehrlich betrachtet und bewertet. Jeder fränkische Bürger, der die 50 Lebensjahrgrenze überschritten hat, kann sich hierzu, ein Urteil erlauben, wie die Lage in Franken vor 30 Jahren ausgesehen hat und wie es derzeit aussieht.

Wikipedia Pegasus2 – Walberla_30April_2005

Bevor ich Ihnen dazu einige Zahlen gebe, möchte ich eine Bestandsanalyse meines Frankenfreundes Joachim Kalb vom Fränkischen Bund zur Kenntnis geben:

 

Bereits im Niedergang hält die CSU um so verbissener an ihrer vermeintlichen Superformel

50 %+x = CSU = Bayern = Erfolgsgarantie fest.

Die FDP, die alleine an diesem Verhalten etwas ändern könnte, schaut gebannt wie das Kaninchen auf die Schlange dabei zu. Für die fränkischen Verantwor­tungsträger wurde die Parole ausgegeben: Jegliches fränkisches Selbstbewusstsein ist zu unterdrücken; das große Franken ist zu zerstückeln und gegeneinander auszuspielen; die fränkische Identität ist zu leugnen. Parteiinteresse rangiert immer vor dem auch noch so berechtigten Interesse der Region. Die Folge dieser oberbayerischen Vorgaben sind sehr vielfältig und inak­zeptabel für unser Frankenland.

Geschichte: Der Münchner Prof. Blessing (Uni Erlan­gen) u.a. erklärt, dass die Franken erst in Bayern ein eigenes Bewusstsein entwickelten. Das ist nachweislich falsch. Montgelas, der Franken ausplünderte, gilt offi­ziell (Landeszentrale für politische Bildung) als der Schöpfer des modernen Bayern.

Staatsfunk: 95 % aller Unterhaltungssendungen im Bayerischen Rundfunk spielen vor oberbayerischem Hintergrund (Seppl-Kultur) – Dahoam is dahoam, kein fränkischer Tatort, sogar Reiseberichte aus Franken mit oberbayerischen Sprechern und Stubenmusi. Trotz vom Gesetz geforderter Unabhängigkeit der Medien sind ausschließlich CSU-Leute in der Führung des BR und ein Skandalpolitiker Schneider im Medienrat. An der politischen Akademie Tutzing soll der Nichtfachmann Goppel Chef werden.

Außendarstellung: Werbung für Bayern insgesamt bezieht sich ausschließlich auf Oberbayern mit Seppln, Neuschwanstein und München. Jüngstes Beispiel: Welt­ausstellung Shanghai. Nach außen gibt man sich als etwas ganz besonderes und stänkert gegen alles, was aus Berlin kommt, obwohl man selbst dort noch mitregieren darf.

Regierungsform: Napoleonischer Zentralismus nach innen und Separatismus nach außen. Stadthalter (Regie­rungspräsidenten) erhalten Order aus München.

Politik: Es ist keinerlei Willen erkennbar, das gesetzlich vorgeschriebene Landesentwicklungsprogramm auch nur ansatzweise umzusetzen. Das Gegenteil wird prakti­ziert, was z.Zt. in den bestellten Empfehlungen des Zukunftsrates gipfelt. Die Gelder werden im genau um­gekehrten Verhältnis verteilt, wie es sein müsste.

Um von dieser Tatsache abzulenken, versucht man öffentlichkeitswirksam mit Hilfe der Medien inhalts- und wirkungslose Pseudoaktionen vor Ort vorzutäu­schen und die Aufspaltung Frankens damit voranzu­treiben. Beispielhaft sind dafür die Aktionen von Ober­franken Offensiv (1 Mio. Euro  für einen Kartoffel­stempel) mit Frau Huml (CSU) sowie Chancenregion Unterfranken  und der Zukunftsrat ländlicher Raum (Herr Friedrich CSU). Statt den Konsens in eine Art fränkische Versammlung zu suchen, an der alle Parteien und Verbände teilnehmen können, sind alle diese Gremien nahezu ausschließlich mit CSU-Leuten besetzt. Frau Hohlmeier hat noch vor dem Zukunftsrat fertig-gebracht, Oberfranken zu empfehlen, sich nach Thürin­gen, Sachsen und Tschechien zu orientieren. Haupt­sache teilen! Die sog. Empfehlungen des Zukunfts­rates bilden den vorläufigen Höhepunkt einer ab­surden Fehlentwicklung im Bayernstaat. Die Bevöl­kerung ist zurecht aufgebracht und wütend. Der FB hat dazu eine klare Haltung. Wir meinen, das Maß ist voll!                                                         Joachim Kalb

Am besten kann man sich ein Urteil erlauben, wenn man Zahlen und Fakten zur Verfügung hat, die dann auch noch von einer amtlichen Stelle kommen, die solche Zahlen nicht gerne heraus gibt.

Nur Beispielhaft einige Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung.

Bevölkerungsentw. 2009 bis 2029 in FRanken

Zukunftsrat Ländlicher Raum

Trotz all dieser Zahlen wurde im Auftrag der Staatsregierung im Jahr 2010 der sogenannte Zukunftsrat ins Leben gerufen und beauftragt, die vorhandenen Fakten schönzureden.

Das was da zu Papier gebracht wurde war an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass es die seit über 60 Jahren an der Macht befindliche CSU Regierung war und ist, die für diese Zustände in Bayern verantwortlich ist. Diese „christlichen“ Politiker erzählen den Franken dann immer wieder – besonders vor Wahlen – wie dankbar man für Franken ist, und dass die Franken ganz wunderbare Leute(„Trottel“) sind, die sich ausnutzen lassen. Nein! Das sagen Sie natürlich nicht, aber denken vielleicht schon. Denn wenn man die Fakten in Franken mit normalen Menschenverstand analysiert, dann kann man zu keinen anderen Schluß kommen.

Schauen wir weiter auf die Zahlen:

München alles Franken nichts ! Teil 1

München alles… Teil 2


Ein nächster Punkt den man nur unter die Kategorie Unrecht und Ignoranz einordnen kann, war der Tourismusatlas Bayern „Lust auf Natur“. Das man Bayern in der Welt mit weiß-blau, Neuschwanstein, Hofbräuhaus und Schuhplattler darstellt, war uns ja schon lange bekannt.

Bekannt ist uns auch, dass man mit Neid auf die wunderbare Landschaft in Franken blickt. All diese Schönheiten und unsere Kunstschätze kann man jedoch nicht der Welt bei internationalen Messen zeigen, denn sonst würden die ja alle nach Franken reisen. Also macht man einen Tourismusatlas ohne die schönsten Landschaften FRankens und verteilt diesen Hunderttausendfach in der Welt.

Hätten die Baiern unsere Burgen und Schlösser abbauen können, wären diese jetzt auch in Oberbayern, so wie unsere Kunstschätze.

Sie glauben nicht, dass dies von der Bayerischen Staatsregierung so ausgeführt wurde. Schauen Sie selbst.

Tourismustrottel !

Tourismustottel 2

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Das alles reicht noch nicht. Fast jeder fränkische Werbeprospekt wird mit der weiß-blauen Raute verunziert. Bezahlt werden diese Prospekt von unseren Steuergeldern, aber der Zentralstaat muss überall einen Stempel darauf hinterlassen.

Vielleicht ist das vielen Franken an Gemeinheiten noch nicht genug. Ich habe festgestellt, dass wenn es einen Menschen einmal an den Geldbeutel geht, auch den Franken, dass man dann schon mal aufwacht. Sicher bin ich mir da bei meinen fränkischen Bewohnern nicht, denn sonst hätte schon längst angesicht der Fakten ein Aufschrei kommen müssen. Ich höre dazu oft das Gegenteil. Was willst Du denn, uns geht es doch gut. Ja, muss ich dann sagen, wenn man nichts anderes kennt dann mag das wohl stimmen. Ein Münchner würde sich zu diesen Umständen hier ganz anders äußern.

Beispiel gefällig:

Facharztbesuch in Nürnberg

Schnellbahnnetz_München 2012

Sagen Sie einen Münchner einmal wenn er einen Facharztbesuch machen muss, dass er den einzigen Buss den es einmal am Tag gibt um 7 Uhr nehmen muss, um dann 10 km zu einen Busbahnhof zu fahren. Dann umzusteigen in den nächsten Bus der zum Bahnhof  fährt. Dann eine Zugfahrt von 40 km bis zum Hauptbahnhof Nürnberg. Wenn man jetzt nicht gut zu Fuß ist ein Taxi nehmen. Inzwischen sind ungefähr 4 Stunden vergangen. Man kann jetzt nur hoffen, dass die Wartezeit beim Arzt nicht zu lange ist, um den Anschluß nach Hause nicht zu verpassen. Fassen wir zusammen. Wenn man in Franken einen  Arztbesuch von 10 Minuten „geniessen“ will, benötigt man einen ganzen Tag und erheblichen Geldaufwand damit dies möglich ist.

Ein Münchner würde dazu nur den Kopf schütteln und Sie fragen, aus welchen Busch Sie denn kommen. Der finanzielle Aufwand ist ebenfalls nur ein Bruchteil von dem, was hier ein Franke aufwenden muss.

Unser Häuser aber, die das gleiche Geld gekostet haben nur 10% bis 20 % wert von einer vergleichbaren Immobilie in München. Ist das denn noch nicht genug? Sind Franken wirklich so begriffsstutzig oder so naiv, um eine solche Politik abzunicken?

Ja, dass ist nun noch nicht das Ende der Geschichte. Wissen Sie, dass die fränkischen Steuerzahler jahrelang den „Verkehrsbund München“ täglich(!) mit 500.000 Euro mitfinanzieren, während der Schienenverkehr in Franken weiter ab gebaut wird? Wer jetzt nicht aufwacht, und immer noch diese „christliche“ Partei wählt, die für diese Zustände verantwortlich ist, den ist nicht mehr zu helfen. Hier kann man nur H.Stoiber zitieren: „Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.“

Jetzt wollte ich einige Links aus Youtube einsetzen und siehe da, 50% der Videos von H.Stoiber sind im Netz gelöscht. Warum wohl? Jeder der Eins und Eins zusammen zählen kann, was warum. Im normalen Sprachgebrauch nennt man das Zensur.

Das Ganze aber ist den Münchnern noch nicht genug, jetzt will man eine zweite 2.Bahnstrecke für 2 Milliarden Euro bauen, und wir zahlen wieder mit.

Wir haben ja vom Geldbeutel gesprochen. Ich will es nicht verschäumen auch hierzu entsprechende Zahlen zu liefern.

BIP

Drucksache 20 Jahre 1988 -2007

Wem diese Zahlen noch nicht ausreichen um umzudenken, dem habe ich noch etwas Besonderes zu bieten:

Wussten sie schon, dass… Wirtschaftliches

Wussten sie schon, dass… Finanzskandale

Wussten Sie schon, dass… Fehlentwicklung

Ich kann zu dem allen nur sagen, dass wir Franken es alleine Besser können. Wer’s immer noch nicht glaubt, dem empfehle ich eine Betrachtung von Franken und Bayern im 19. und 20.Jahrhundert. Dies wäre dann der letzte Versuch gewesen.

Foto Hesselberg Fa.Kleiderstolz

Bevor ich zum Schluß komme, noch ein Wort an die Ungläubigen Franken, an die, die sich in Bayern schon so heimisch fühlen, dass Sie gar nicht mehr wissen, von welchen Stamm Sie abstammen.

Der Zentralstaat Bayern ist nach französischem Muster aufgebaut, auch noch heute im Jahr 2012. Die Tatsache dass im Raum München mehr als 75 000 hochdotierte Staatsbedienstete arbeiten ist nur ein Bespiel. Eine Partei(CSU) die bei der Wahl 2008 ca. 20% der Volkesstimme erhielt, und einen Minsiterpräsidenten hat, der mit keiner einzigen Stimme gewählt wurde – weil Beckstein zur Wahl stand – , ist ein Affront gegen die Demokratie. Diese Partei hat alle wichtigen Ämtern des Landes mit ihren Kopfnickern besetzt, obwohl sie nur noch 20% Zustimmung im Volk hat. Hallo! Findet Ihr FRanken dass auch noch alles in Ordnung?

Weitere Beispiel für das fiese System.

In dem Zusammenhang all der Klagen und Vorwürfe gegenüber München wird auch stets darauf hingewiesen, dass die besondere liberale und soziale Tradition Frankens sowie seine kulturelle Eigenständigkeit und Eigenart von den Zentralisten in München missachtet werden und das noch immer – und bei der letzten Gebietsreform habe es sich erneut erwiesen – der absolutistische Geist Montgelas in München vorherrsche und regiere.

Noch etwas Geschichte ist natürlich wichtig:

Durch eine „Revolution von oben“ wurde die „territoriale Flurbereinigung“ straff zentralistisch vollzogen, wobei auf althergebrachte Rechte und Privilegien, auf kommunale Autonomie oder konfessionelle Verhältnisse  in Franken keinerlei Rücksicht genommen wurde. Die Gebiets- und Verwaltungsreform in Franken unter Montgelas war ein brutaler und gewaltsamer Akt(26).

Der konfiszierte Haus- und Grundbesitz wurde entweder versteigert oder für staatliche Zwecke verwendet, wobei vor allem die ausgedehnten Klosterwälder den bayerischen Staatswald beträchtlich vergrößerten. Gebäude, die nicht als Pfarrkirchen, Amtsgebäude, Kasernen oder Gefängnisse Verwendung fanden, wurden abgebrochen oder verfielen, wie beispielsweise die prächtige Balthasar-Neumann-Kirche in Münsterschwarzach(29). Zu Schleuderpreisen und bloßem Materialwert versteigerte man wertvolle Kulturgüter und Kunstschätze, voran liturgische Geräte aus Gold und Silber.

Der Rest wurde zentnerweise verschleudert(34). Allein aus dem Gebiet des Bistums Bamberg sollen aus den Kirchenbibliotheken mindestens 1100 Handschriften, 3000 Inkunabeln und rund 45 000 Bücher konfisziert worden sein, die heute größtenteils in der Bayerischen Staatsbibliothek in München eingesehen werden müssen(35). Auch wurden alle Urkunden in Franken, die vor 1400 entstanden waren, nun nach München ins „Reichs-Archiv“ gebracht. Die reichen Münzsammlungen aus Bamberg und Banz aber bildeten fortan den Kern der Bayerischen Staatlichen Münzsammlung in derLandeshauptstadt(36).

Ohne die zahllosen okkupierten Kunstschätze aus Franken aber wäre der steile Aufstieg Münchens zu einem kulturellen Zentrum von europäischen Rang kaum möglich gewesen, während die immensen Verluste und Abgaben zur noch heute heftig beklagten kulturellen Provinzialisierung Frankens ganz entscheidend beigetragen haben.

Wie man mit uns Franken umgesprungen ist:

Wegen „Majestätsbeleidigung“ wurde er zur Abbitte vor dem Bild des Königs, zu 10 Rutenhieben und zu einem Jahr Arbeitshaus verurteilt.

Nur mit Gewalt und Bespitzelungen konnten oppositionelle, ja antimonarchische Stimmen in Franken ausgeschaltet und mundtot gemacht werden.

Zeitung „Der freie Staatsbürger“ schrieb: „Tausendmal eher wird Franken seine Blicke nach Norden wenden und an ein an für sich gar nicht beliebtes nordisches Königtum sich anschließen, bevor es sich noch einmal unter die erniedrigende Herrschaft jener ekelhaften und verächtlichen Pfaffenpartei beugt…

Erst unter der harten und rigorosen Politik Montgelas die keinerlei Rücksichten auf historisch  gewachsene Strukturen und Verhältnisse nahm, wurde Franken im Königreich Bayern enger zusammen gezwungen und damit zugleich nivelliert.

Auf dieser Reise wurden die Historiker in Franken angewiesen, verstärkt in ihr Forschungs- und Lehrprogramm die bayerische, d.h. die altbayerisch – wittelsbachische Landesgeschichte einzubeziehen. *Die Schulbücher wurden dahingehend revidiert, dass Franken nur ein Teil des ehemaligen bayerischen Nordgaus sei und deshalb mir Fug und Recht wieder nach Bayern heimgeholt wurde(95).

* Alleine diese ungeheure Geschichtsverfälschung ist eine Ungeheuerlichkeit. Wenn Franken dazu keine Meinung haben, dann sagt dies doch sehr viel aus.

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Für alle aber, die aus diesen Zahlen etwas gelernt haben, die gute Nachricht. Es gibt seit dem Reformationstag 2009 eine fränkische Partei „Die Franken“, die sich das Ziel gesetzt hat, nur die Interessen Frankens in München zu vertreten.

Also, Franken wacht auf!!!

 

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Thema: So wird Franken benachteiligt

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4 Kommentare

  1. […] Lage in Franken genau kennen, nicht ergründen. Die Antwort darauf  kann eigentlich nur lauten: Haben die Franken denn wirklich nicht kapiert was mit Ihnen seit über 50 Jahren für eine Komödie …Ja richtig, die Redner die durch die Veranstaltung geführt haben, waren von der Komödie Fürth […]

  2. […] zu Ungunsten Oberfrankens beschleunigt. Außerdem werden die Arbeitslosenzahlen weiter verfälscht. Durch das Fehlen von Arbeit müssen Oberfranken ihre Heimat verlassen und werden dann hier nicht mehr in der Statistik geführt, genau wie Geringverdiener, Umschüler, […]

  3. […] dass sie die Herren im Freistaat und die Franken ein mehr oder weniger lästiger Appendix (hochbayerisch für: Wurstzipfel) […]

  4. […] weiter: Demnach sollte man hier alle Fördermittel streichen und nur die Infrastruktur ausbauen. Um 40 % geringeren Lebensstandard als in den Ballungszentren – kein Problem, wir haben dafür die bessere Luft, keinen […]

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