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215. Oberfranken in Stich gelassen

Montag, 6. August 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

 

 

Lieber Blog Besucher,

seit über 20 Jahren macht der Fränkische Bund auf die falsche Politik der Regierungspartei – CSU – in Franken, speziell in Oberfranken aufmerksam. Ernst genommen wurden all die Hinweise nicht, ganz im Gegenteil, die „christlichen“ fränkischen Abgeordneten hat das bisher wenig interessiert. Sie gehorchen den Vorgaben der Partei, der Bürger, bzw. der Wähler, der sie bisher fast immer mit über 50% gewählt hat ist nur Nebensache.

Man kann jetzt gespannt sein, ob der fränkische Wähler in 2013 die Lage begriffen hat, und sich besinnt. Der Wähler in Franken hat bei der nächsten Landtagswahl 2013 erstmal die Möglichkeit eine fränkische Partei zu wählen, die rein fränkische Interessen vertritt. Eine Partei die nicht verfilzt, arrogant und unverbraucht ist: Die Partei für Franken, “ Die Franken“. Schaut Euch das Grundsatzprogramm an und dann entscheidet Euch.

 

 copyright www.Frankenland-versand.de

Wie die Stimmung in Oberfranken aussieht soll ein Leserbrief zeigen und ein Kommentar der Presse.

 

 

 

Thema: Wahlkreis

Der mögliche Verlust eines Wahlkreises in Oberfranken beschäftigt diesen Leser.

 

Oberfranken wird bis zur nächsten Landtagswahl vermutlich wegen des anhaltenden Bevölkerungsschwundes den Wahlkreis Wunsiedel verlieren. Martin Schöffel, CSU, der direkt gewählte MdL, fordert nun von Staatsminister Zeil Gegenmaßnahmen, um die Abwanderung zu stoppen. Diese Aufforderung kommt schon mehr als 20 Jahre zu spät. Doch Oberfranken ist den Regierenden in München ziemlich egal. Erst jetzt, wo es ans Eingemachte, an ihren eigenen Wahlkreis, an ihr eigenes Einkommen geht, beginnen sie zu reagieren – aber nicht um dem Volk zu helfen, sondern um ihre eigenen Pfründe zu retten. Schämt euch, ihr Franken in der CSU. Ihr seid von den Bürgern gewählt, um für Oberfranken zu arbeiten und um Oberfranken zu helfen, und was habt ihr getan? Ihr habt auf Befehl eurer Partei unser Oberfranken vernachlässigt. Jetzt bekommen die oberfränkischen CSU-Größen wie Herr Schöffel und Herr Nadler plötzlich Angst und fordern Dinge, die normalerweise schon längst erledigt sein müssten: aktive Wirtschaftsförderung, Ausbau des schnellen Internets, Schaffung von Arbeitsplätzen und so weiter. Das nur als kleiner Teil der Forderungen, die die junge Partei für Franken bereits seit ihrer Gründung vor über einem Jahr stellt. Was wir in Oberfranken bestimmt nicht brauchen, ist die CSU – gemachte Perspektivlosigkeit als Zukunftsaussicht für unsere Heimat. Der Bevölkerungsschwund ist nicht nur eine eklatante Schwächung der ganzen Region, sondern dadurch wird der demografische Wandel zu Ungunsten Oberfrankens beschleunigt. Außerdem werden die Arbeitslosenzahlen weiter verfälscht. Durch das Fehlen von Arbeit müssen Oberfranken ihre Heimat verlassen und werden dann hier nicht mehr in der Statistik geführt, genau wie Geringverdiener, Umschüler, Menschen, die von privaten Vermittlern betreut werden. Die CSU hat Oberfranken in die Krise geführt, seit etwa 60 Jahren und es ist noch kein Licht am Ende des Tunnels zur Staatsregierung erkennbar. In München haben sie immer noch nichts dazugelernt, jetzt brauchen sie dort und in Garmisch auch noch Olympische Spiele zum Preis von voraussichtlich mehr als fünf Milliarden Euro. Gelder, die wir in Oberfranken ja überhaupt nicht brauchen, weil es uns hier ja so gut geht. Weil es hier ja immer noch einen zahnärztlichen Notdienst gibt; weil hier ja mehr Kindergartenplätze existieren als Kinder; weil ja das Hofer Theater keine finanziellen Probleme hat; weil hier ja bereits alle Bahnstrecken elektrifiziert sind und weil ja unsere Straßen in Oberfranken keine Schlaglöcher haben … weil ja jeder DSL hat und in jedem Dorf im Frankenwald neue Firmen und neue Arbeitsplätze aus dem Boden schießen, weil der Tourismus dort und im Fichtelgebirge boomt und so weiter. Und das alles dank der CSU und der bayerischen Staatsregierung. 2013 ist in Bayern wieder Wahltag, und das ist dann wirklich Zahltag, denn so kann es in Franken, besonders in Oberfranken, nicht mehr weitergehen.

Der Verfasser ist bekannt

 

 

Ergebnis einer verfehlten Politik. So sieht es in vielen Orten aus.

 

Ein bemerkenswerter und ehrlicher Pressebericht aus Oberfranken

 

Wer knipst das Licht aus?

Thema: strukturpolitik

Nordostoberfranken im Jahr 2050: Weite Teile des ehemaligen Grenzlandes gleichen einer Geisterlandschaft: Dörfer sind verlassen und vergammeln, Wolf und Luchs sind zurückgekehrt und finden gute Lebensbedingungen, Aussteiger aus den Großstädten besiedeln in Blockhütten die Steppenlandschaft. Was wie eine Szene aus einem schlechten Film aussieht, könnte in den nächsten Jahrzehnten Wirklichkeit werden. Wenn der Landkreis Wunsiedel weiterhin jedes Jahr 1000 Einwohner verliert, der Landkreis Kronach 800, dann wird irgendwann die öffentliche Infrastruktur nicht mehr aufrechtzuerhalten sein.

Dann werden noch mehr junge Leute zur Arbeit in die Zentren ziehen. Wenn kleine Gemeinden wie Bad Berneck in den vergangenen 20 Jahren 1170 Arbeitsplätze verloren haben (minus 50 Prozent), dann bedeutet das ein bitteres Ausbluten eines einst blühenden Kurortes. Eigentlich sollte man angesichts dieser dramatischen Situation einen Aufschrei erwarten, Demonstrationen und Straßenblockaden wie in Frankreich. Doch viele Menschen wollen offenbar nicht mehr für ihre Heimat kämpfen, haben resigniert, sind hoffnungslos. Die verantwortlichen Politiker verteilen Beruhigungspillen wie diese: bloß die Region nicht schlechtreden! Und bekräftigen gleiche Lebens – und Arbeitsbedingungen im gesamten Freistaat, die es längst nicht mehr gibt und vermutlich noch nie gegeben hat. Jammern allein hilft nicht, das zeigen die vergangenen Jahrzehnte – und das besagt die Lebenserfahrung. Notwendig sind vielmehr Konzepte, wie der Abwärtstrend im Grenzland abgemildert werden kann. Mit diesen Plänen könnte man dann bei der Landesregierung vorstellig werden und Hilfen einfordern. Das Denken, der Staat werde Geld mit der Gießkanne über das Land verteilen, war gestern. Um entsprechendes Gewicht zu erhalten, wäre Einigkeit in Politik, Verwaltung und Wirtschaft notwendig. Doch davon keine Spur. Die Kräfte sind zersplittert – und damit schwach.

Schlußbemerkung:

So wurde in der Vergangenheit und in der Gegenwart gewirtschaftet, und den Menschen erzählt man Märchen.

Der fränkische Wähler hat es 2013 in der Hand, an diesen Zuständen etwas zu ändern!

 

Am 15.08.2012 erreichte mich noch ein Leserbrief, der es total auf dem Punkt bringt, und zeigt welche Augenwischerei man hier in Franken mit uns Franken betreibt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Franken jetzt aufwachen. Die Franken wurden einmal als die Intelligenz Bayerns bezeichnet. Dieses Privileg gilt es aufzufrischen.

Bayern als Vorbild?

Ministerpräsident Seehofer bezeichnete am 31.Juli im Rahmen des Kabinettsbeschlusses zum Doppelhaushalt 2013/14 Bayern als „Vorbild in Deutschland und Europa“. Hintergrund ist, dass Bayern ab 2013 über 1 Milliarde jährlich an Schulden tilgen will. Verlierer dieses „vorbildlichen“ Haushaltes sind mal wieder wir Franken.

Bayern hat seit den 1970ern konsequent den Raum München / Oberbayern mit Schulden und milliardenschweren Schlüsselinvestitionen (z.B. Olympia 1972, FJS-Flughafen u.v.m.) zum „wirtschaftlichen Leuchtturm“ hoch gerüstet. München und ein weitläufiges Umland sind nun eine sich selbst tragende Boomregion mit dem Nebeneffekt, dass Normalverdiener wie Kindergärtnerinnen und Polizisten die dortigen Lebenshaltungskosten nicht mehr bezahlen können.

Weitreichende Teile des ländlichen fränkischen Raumes drohen hingegen in den nächsten Jahren „wegzubrechen“. Anders als von der Staatsregierung dargestellt, ist dies keine „natürliche“ Entwicklung. Zwar betrifft der demografische Wandel momentan die ländlichen Regionen insgesamt. Daran, dass z.B. Oberfranken die am stärksten vom demografischen Wandel betroffene Region der alten Bundesländer mit prognostizierten Bevölkerungsverlusten von 20 % in Teilregionen wie dem Frankenwald alleine in den nächsten Jahren ist, wird deutlich, dass die fränkischen Probleme durch eine einseitige Strukturpolitik „hausgemacht“ sind.

Es ist daher nicht an der Zeit, durch übertriebene Schuldentilgung den europäischen „Musterknaben“ zu spielen. Es ist vielmehr an der Zeit, durch milliardenschwere Schlüsselinvestitionen zumindest ansatzweise in Franken die im Grundgesetz garantierten gleichwertigen Lebensverhältnisse herzustellen!

Michael Hebentanz

96358 Teuschnitz


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Thema: So wird Franken benachteiligt

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