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106. Wie der BR manipuliert – auch den Wetterbericht

Mittwoch, 29. Dezember 2010 | Autor:

Frankenlied

 


 

Wikipedia Foto Andreas Praefcke – Bayer.Rundfunk

 

Liebe Blog Besucher,

immer mehr Franken merken, dass wir von München aus, besonders vom bayerischen Staatssender BR manipuliert werden. Das Ausmaß dieser Manipulation nimmt von Jahr zu Jahr zu, und wird jetzt so langsam unerträglich.

Man kann nur alle Franken dazu aufrufen, diesen Sender abzustellen, und soweit überhaupt möglich, fränkische Sender zu hören und zu sehen. Die Lösung für die Zukunft muss heißen: Franken Sender!

copyright www.Frankenland-versand.de

Wie der bayerische Rundfunk das Regionsimage beeinflusst

Teil 1 – Unwetterregion Franken
Seit Jahren ist eine äußerst einseitige Berichterstattung im Bayerischen Rundfunk und Fernsehen über Unwettersituationen in Bayern festzustellen. Auch im bisherigen Extremwinter 2010 war dies festzustellen.

Das Prinzip ist seit Jahren das Gleiche: Unwetter in Franken oder Nordbayern werden drastisch und ausführlich immer mit Bezug zu Franken und Nordbayern dargestellt, über Unwetter in Südbayern, insbesondere Oberbayern, wird überhaupt nicht, nur kurz und verharmlosend und häufig ohne regionalen Bezug (beliebt ist hier v.a. „in Teilen Bayerns“) dargestellt. Dies betrifft den Bayerischen Rundfunk ebenso wie das Bayerische Fernsehen. So kommt es, dass der Hörer oder Zuschauer den Eindruck einer „Unwetterregion“ Franken gewinnt, während Süd- und Oberbayern scheinbar weitgehend von Unwetter verschont bleibt.

Hier als Beispiel die sicher extremen Tage vom 10.-16.12. 2010 sowie der Heilige Abend. Zweifelsohne war Franken besonders betroffen, was auch in epischer Breite und drastisch berichtet wurde. Übertreibungen und Falschmeldungen waren leider auch die Regel. Aber auch in Oberbayern, speziell um München kam es an mehreren Tagen zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, über diese wurde praktisch nicht berichtet.

Eine kurze Chronik in Stichworten:
10.12. Rundschau 18.45 (Bayer. Fernsehen)
„Erneut winterliche Probleme, betroffen v.a. Franken und Ostbayern“
real: Unwetterwarnung DWD* für Ostbayern und Südbayern
-> völlig umgedrehte Berichterstattung -> redaktionelle Freiheit?
(* Deutscher Wetterdienst)

11.12. b5, 9.15 (Rundfunk-Nachrichten)
„starke Behinderungen in Nordbayern: in Ober- und Mittelfranken umstürzende Bäume, in Nürnberg und Nürnberger Land Hallen gesperrt, Oberpfalz und Niederbayern starker Schneefall, in Oberbayern wenig Probleme“
Real: Unwetterwarnung DWD* für Ostbayern und Südbayern
In Oberbayern mussten Gefahrguttransporte den nächsten Parkplatz anfahren
-> Oberbayern massiv verharmlost, ignoriert -> redaktionelle Freiheit?

13.12. b1, 9.00 (Rundfunk-Nachrichten)
keine Meldungen, im Verkehrsfunk: „alle S-Bahnen in München 15 min Verspätung“
real: um München ca. 40 (!) km Stau auf Autobahnen, S-Bahn verspätet wegen
Witterung (wird sonst immer mit gemeldet, außer es ist Oberbayern betroffen!!)
-> Probleme in Oberbayern ignoriert, Ursachen für Verspätungen weggelassen
-> redaktionelle Freiheit?

14.12. b1, 9.00 Uhr (Rundfunk-Nachrichten)
keine Meldung
real: um München ca. 60 (!) km Stau auf Autobahnen -> ignoriert
Rundschau, 18.45:
„Wo bleibt der Winterdienst?“ ein nettes Filmchen aus München, wo Bürger an der Bushaltestelle stehen, kein Anflug von Chaos oder Katastrophe, ja wo bleibt denn der Winterdienst? Danach die üblichen Bilder von Staus wegen Schneefall, an Regionen werden genannt: Niederbayern Oberpfalz und Oberfranken (wie immer)

15.12. b1, 9.00 (Rundfunk-Nachrichten)
keine Meldung
real: um München und in Oberbayern ca. 80 (!) km Stau auf Autobahnen, in Franken fast keine Behinderungen (etwa 4 km im Fichtelgebirge) 80 Flüge am Flughafen München werden annulliert Um 17 Uhr abends erneut ca. 65 (!) km Stau um München, wieder keine Meldung über winterliche Probleme in den Nachrichten des BR.
Rundschau, 18.45:
Filmbeitrag mit einzelnen Unfällen in Oberbayern (das Wort Oberbayern fällt nicht, nur „bei Frasdorf“ …, also Einzelfälle, danach Beiträge aus Selb, Regensburg und Miltenberg (alle Nordbayern). Völlig unverhältnismäßig -> redaktionelle Freiheit? (Wären die 80 km Stau um Nürnberg würde etwa gemeldet: „Erneut Verkehrschaos in Nordbayern. Besonders betroffen war Franken. Um Nürnberg ging wegen extremer Schneefälle nichts mehr. Es bildeten sich 80 km Staus“, dazu ein drastischer Filmbeitrag, in Oberbayern wird so was ignoriert)

16.12. b1, 9.00 Uhr (Rundfunk-Nachrichten)
keine Meldungen wegen witterungsbedingter Behinderungen
real: in Oberbayern ca. 65 (!) km Stau, Gefahrguttransporte mussten den nächsten Parkplatz anfahren, auf der A 8 spektakulärer Unfall, Kühlschränke auf der Fahrbahn (alleine hier 20 km Stau) -> redaktionelle Freiheit, das ist doch nicht so wichtig (wäre dasselbe in Franken, ja dann ….), in Franken war aber gar nichts Verkehrsfunk: „in weiten Teilen Bayerns Behinderungen durch starke Schneefälle“ (wir erinnern uns, die klassische Umschreibung für negative Meldungen aus Oberbayern)
Rundschau, 18.45 Uhr (-> die konsequente Fortsetzung des Ignorierens)
1. Film: Verkehrsbehinderungen in Norddeutschland (Sind das bayerische Nachrichten? In Oberbayern gab es doch auch erhebliche Behinderungen -> 80 km Stau!!), gezeigt wird ein LKW-Unfall bei Hannover („10 km Stau“) -> Moment mal, gab es nicht auf der A 8 einen spektakulären Unfall mit 20 km? Ach ja, das war ja in Oberbayern -> redaktionelle Freiheit

2. Film aus Hof (Dächer abkehren (-> im Wortsinn Schnee von gestern, aber Hauptsache Franken) sowie Miltenberg (auch Unfall von gestern) -> lieber Schnee von gestern aus Franken als aktuelle chaotische Verhältnisse aus Oberbayern

-> redaktionelle Freiheit!!
Und dann die Unwetterwarnung:
„Den Franken steht eine ungemütliche Nacht bevor. Eine Unwetterwarnung besteht wegen starker Schneefälle in der Nacht“ Dazu ein Film aus Nürnberg: „Noch rollt der Verkehr, aber in Nürnberg werden in der Nacht 30 cm Schnee erwartet“ 30 cm? In den Zdf-Nachrichten werden 5-10 cm, in der offiziellen Unwetterwarnung des DWD 10-25 cm genannt, (dabei gelten die höheren Werte für die Gebirgslagen, für Nürnberg eher die niedrigen), also aus 5-10 cm macht der BR 30 cm (es geht ja um Franken, da kann man schon mal etwas übertreiben.
Real gefallen sind zwischen 3 und 7 cm
(zw. 16.12. 19 Uhr und 17.12. 10 Uhr: N 5cm, Wü 7, Ba 3, Ho 4)!!

17.12.: Die Realität des Vortages interessiert nicht: die Rundschau meldet um 19.00 Uhr. In Franken sind in der Nacht nochmals 10-25 cm gefallen ?? Nach dem üblichen Film aus Franken kommt nach 3 Tagen Megastau ohne Berichterstattung von der A 8 (s.o.) der erste Filmbeitrag von der A 8: “ Auf der A 8 bei München lief der Verkehr normal“ Das sind doch wirklich spannende und wichtige Nachrichten. Danach: schöne Bilder von der Winterlandschaft in Oberbayern …

Zum Abschluß nur noch der Heilige Abend mit zwei echten Knallern:
24.12.: Am Vormittag: Unwetterwarnung DWD für Schwaben und westliches Oberbayern b1, 12 Uhr (Rundfunk-Nachrichten): keine Meldung über Schwaben und Oberbayern, stattdessen:
„In Bayern Behinderungen durch Eis und Schnee, besonders schlimm soll es in Unterfranken werden.“
Mittags: erneute Warnmeldung (herausgegeben 12.17 Uhr):
“In weiten Teilen Bayern gefrierender Regen und Glätte. Besonders betroffen:
Lkr. Dachau, Miesbach, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Weilheim Schongau, Neuburg-Schrobenhausen, Garmisch Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen“ (nur zur Verdeutlichung: alle in Oberbayern).
b1, 15 Uhr (Rundfunk-Nachrichten): „V.a. im Norden (?) Bayerns Behinderungen durch Eis und Schnee“

25.12. b5: „Franken versinkt im Schnee“
„So weiß wie in Franken war es nirgends in Bayern“
Real: in ganz Bayern geschlossene Schneedecke (weißer geht’s nicht) „Seit Heiligabend schneit es in Franken ohne Unterlaß“
Real: Es schneite in ganz Bayern ohne Unterlass (Wetteronline)
„“In Franken fielen 30 cm Neuschnee über Nacht, macherorts 50 cm“
Real zwischen 24.12. 19 Uhr und 25.12 10 Uhr (alle Stationen von wetteronline):
N 9 cm, Ba 12 cm, Wü 17 cm, Co 13 cm, Wug 11 cm, Ho 11 cm
-> also aus 9-17 cm wurden 30-50 cm (kleine Übertreibungen kennt man ja)
Aber das beste liefert die Rundschau um 19 Uhr:
An Heiligabend Behinderungen durch Schnee und Eis:
„besonders betroffen Ober- und Unterfranken“ Film: Halleneinsturz in Hof, dann:
Bamberg Weihnachtsmesse im Dom: wegen Schnee und Eis viel weniger Besucher, dazu ein Film, der zeigt, wie jemand auf der Treppe des Doms ausrutscht: dieser Film ist eindeutig gestellt, er zeigt wie sich jemand neben der geräumten Treppe des Doms auf dem Schneehaufen fallen lässt:

-> jetzt werden in den Nachrichten (!) schon Szenen schauspielerisch gestellt, nur um den Unwettermeldungen aus Franken Nachdruck zu verleihen!!
-> Tiefer kann Journalismus nicht sinken!!

Botschaft: In Franken war es so schlimm, dass die Menschen nicht einmal in die Christmette gehen konnten. Zur Realität der Polizeibericht des Polizeipräsidiums München für Heiligabend und den Weihnachtstag: „Weiße Weihnacht auch in Unterfranken – der Verkehr rollt. Dem Wunsch nach weißer Weihnacht hat Frau Holle auch in Unterfranken entsprochen. Es gab nur wenig Unfälle mit Blechschäden, keine schwer Verletzten. Der Verkehr auf den Autobahnen kam nicht zum Erliegen“ Ein völlig anderer Tenor als in den Berichten des BR!! Eben sachlich und ohne Übertreibungen. Weiße Weihnacht positiv dargestellt, auch das hätte der BR als Meldung bringen können. Das war wirklich das Besondere, dass es endlich auch in Unterfranken mal Schnee zu Heiligabend gab. Wohl gemerkt: in Würzburg 17 cm, wenn das in Oberbayern zu ähnlichen Katastrophen-berichten führen würde, müssten in allen Jahren der halbe Winter nur aus solchen Berichten bestehen.

Was ist der Hintergrund dieser völlig unausgewogenen und einseitigen Berichterstattung, die auch vor Übertreibungen und gestellten Szenen in den Nachrichten nicht halt macht. Kann das alles Zufall und ohne Absicht sein? Wenn immer einseitig und gleichartig Nachrichten ausgewählt und z.T. erheblich verändert werden, ist das nicht gezielte und verdeckte Einflussnahme, also Manipulation?
Und zwar Manipulation der öffentlichen Meinung? Worum geht es dem BR?
Ganz einfach: ein erheblicher Wirtschaftsfaktor ist das Regionsimage. Es hat erheblichen Einfluß auf die Bereitschaft zum Wohnortwechsel, auf die Ansiedlung von Unternehmen etc. Auch auf das „Ertragen“ ungünstiger Umstände (hohe Lebenshaltungskosten, starke Verkehrsbelastung in München …) wird leichter wenn ein positives Regionsimage die gefühlte Zufriedenheit erhöht. Oberbayern hat dies frühzeitig erkannt und setzt seit Jahren auf ein positives Regionsimage. Dafür ist offensichtlich jedes Mittel recht. Auch Staus und Verkehrsbehinderungen im strengen oberbayerischen Winter werden leichter ertragen, wenn man das Gefühl hat „woanders – in Franken – ist es ja noch viel schlimmer“.

Da nützen alle teuren Imagekampagnen für Oberfranken nichts, wenn regelmäßig
Oberbayern seine Medienmacht ausspielt und Franken als Katastrophen- und
Unwetterregion darstellt. Das Regionsimage wird in Bayern maßgeblich vom
Bayerischen Rundfunk geprägt.

Meinungsumfragen könnten dies sicher eindrucksvoll bestätigen.
Dem Glauben der Bevölkerung könnten die tatsächlichen Schäden durch Unwetter in den
letzten 10 Jahren gestellt werden. Das Ergebnis wäre sicher eindrucksvoll: die Mehrheit der Bayern würde glauben, Franken sei viel stärker von Unwettern betroffen als Südbayern. In der Realität wären die Schäden in Südbayern sicher erheblich höher!
Mit einer solchen Studie könnte das Regionsimage wirklich wissenschaftlich belegt werden und auch die Ursachen sowie die Strategie für den dringend nötigen Wandel gefunden werden. Dies wäre sinnvoller als eine Million Euro für ein neues Oberfrankenlogo auszugeben!

Wie der bayerische Rundfunk das Regionsimage beeinflusst

Teil 2 – Der Klimaschwindel
Aber halt, wenn der BR das Regionsimage beeinflussen wollte, wäre das Wetter nicht ein mindestens genauso wichtiger Imagefaktor? Auch hier hat der BR wesentlichen Anteil an der Berichterstattung und damit Meinungsbildung (Wetterberichte im Rundfunk und Fernsehen sind die wichtigste Informationsquelle zum Wetter für viele Bürger). In der Tat ist die gleiche Tendenz beim Wetterbericht des BR festzustellen. Auch hier ergeben sich scheinbar deutliche Unterschiede im regionalen Wetter Bayerns. Häufig werden die Höchstwerte im Wetterbericht regional differenziert, dabei findet sich fast immer der „Landkreis Hof“, „Oberfranken“, das „oberfränkische Bergland“ als kälteste Region, am häufigsten als wärmste Regionen werden dargestellt „am Bodensee“ sowie ergänzend „Chiemgau“, „Südbayern“, örtlich in Oberbayern“, „Föhntäler“ sowie „am Untermain“. Kurz zusammengefasst: die kältesten Regionen liegt in Franken, die wärmsten (mit gelegentlicher Ausnahme Untermain) in Südbayern. Auch hier das gleiche Prinzip: Wenns (wie meistens) in Franken wärmer ist, wird regional nicht differenziert (z.B. „Höchstwerte von 25-30 Grad“ statt „25 in Oberbayern und 30 Grad in Franken“), umgekehrt aber sehr wohl. Und so ergibt sich wieder ein verzerrtes Bild der Realität. Am deutlichsten ist dies wieder bei Extremsituationen erläuterbar (Hitzewelle Juli 2010):
Im Frühjahr 2010 das übliche Programm: im BR wird beim Wetterbericht häufig regional differenziert und zwar meist zwischen Bodensee (Bodenseeklima hat ca. 0,05 % der Fläche Bayerns, aber liegt halt im Süden und passt deshalb so schön), in Oberfranken liegen nicht  nur das Fichtelgebirge mit Hof, sondern auch z.B. Bamberg, Forchheim, Coburg, einige der
wärmsten Orte in Bayern!!. D.h. diese Differenzierung ist zumindest häufig fragwürdig. Dann reißt im Juli plötzlich die differenzierte Wetttervorhersage vollständig ab und es wird nur noch allgemein gemeldet, also ohne regionale Differenzierung. Dies galt für die gesamte Hitzewelle im Juli.

Was war geschehen? War die Temperatur in Bayern in dieser Zeit regional gleichmäßig? Weit gefehlt. Es war eine Periode ausgeprägter, regelmäßiger und gut vorhersagbarer regional klar verteilter Temperaturunterschiede. Dem allgemeinen Klima folgend war es im westlichen Franken, den fränkischen Flusstälern über Wochen gut 3 Grad wärmer als in Südbayern. Die kühlste Region waren das südliche Oberbayern und Schwaben (s. Tabelle).

Tatsächlich gemessene Höchstwerte während der Hitzewelle Juli 2010:

* natürlich wird hier der für das Alpenvorland repräsentative Flughafenwert verwendet, nicht die Innenstadt mit ihrem Sonderklima (siehe weiter unten).

Markiert: alle Tage, an denen die Höchstwerte deutlich zwischen Südbayern und dem westlichen Franken auseinanderklaffen. Nur an drei Tagen wurde vereinzelt (meist zwischen 6 und 7 Uhr morgens) im B5 „am Untermain“ als wärmste Region vorhergesagt, den Rest des Tages wurde nicht weiter differenziert. An keinem einzigen Tag wurde wie im Frühjahr häufig 6x in der Stunde in b5 der Wetterbericht zugunsten Südbayerns differenziert. Ist dies nicht erstaunlich? Im genannten Zeitraum (und im großen Teil des Jahres) hätte man fast täglich „im südlichen Oberbayern und Schwaben“ als kühlere Region und „Franken“ oder „im westlichen Franken“ als wärmste Region vorhersagen können. Dies erfolgte im BR praktisch nie.

Warum wird dies nicht gemeldet? Ist die Tatsache, dass die wärmste Region Bayerns nun mal Franken ist ein Staatsgeheimnis? Paßt das kühle Oberbayern nicht in das Regions-image, das der Freistaat und der Münchner Staatsrundfunk von Oberbayern aufgebaut haben?

Betrachtet man die Tabelle, so fällt auf, dass Temperaturen von 35 Grad und mehr nur in Franken gemessen wurden (7 Tage in Würzburg), in München nur einmal 33 Grad! Trotzdem wurden im Radio regelmäßig allgemein von Temperaturen bis 35 Grad gesprochen, ohne regionale Differenzierung, die ansonsten zugunsten von Südbayern regelmäßig und bei wesentlich geringeren Unterschieden oder nur aufgrund des extrem kleinflächigen Sonderklima am Bodensee oder der Innenstadt von München (siehe unten) erfolgt. Um zu sehen, ob mein Eindruck von der Meinunsbildung durch den BR täuscht habe ich mehrere Personen in München (zufällig ausgewählte Namen „Müller“) am 11.7. angerufen und befragt: „Heute sind Temperaturen bis 36 Grad vorhergesagt, wo glauben Sie werden diese erreicht: in Franken oder in Oberbayern?“

Von 6 Auskunftswilligen haben 5 Oberbayern vermutet, nur einer meinte in Franken am Main.

5 von 6 lagen also völlig falsch. Kein Wunder angesichts der sehr selektiven Vorhersagen des BR. Differenziert wird v.a. zugunsten von Südbayern, bei besserem Wetter in Franken bleibt man allgemein. Hat der BR nicht einen Bildungsauftrag? Oder beschränkt man sich auf einen  „Legendenbildungsauftrag“ im Sinne des gewünschten Regionsimages? Nochmals zur Verdeutlichung eine Klimakarte von Bayern (orange: warm-trocken, grünblau: kühlfeucht))

Das gleiche Prinzip wird auch bei Regenvorhersagen etc. angewandt, also bei Regen in Franken „Regen in Franken“, bei Regen in Südbayern „gebietsweise Regen“ und umgekehrt mit sonnigem Wetter. Alle bis auf einen von mir Befragten glaubten in Franken regnet es mehr als in Südbayern. (Real: Bamberg, Würzburg, Nürnberg ca. 600 mm/qm im Jahr, München 1.100mm/qm, Oberstdorf 1.800 mm/qm!!). Also drastische Unterschiede, die der Mehrheit der Bayern nicht nur nicht bekannt sind, sondern die auch noch das Gegenteil glauben.

Man sieht welche Macht die Medien auf die Meinungsbildung haben und wie leicht sich über die Jahre die öffentliche Meinung manipulieren lässt.

Objektive Wetterwerte im bayerischen Rundfunk

Aber halt, es gibt doch noch die objektiven Messungen, die auch der bayerische Rundfunk aus den großen Städten regelmäßig meldet.

Auf B5 online findet man eine schöne  Bayernkarte mit einem aktuellen Temperaturwert für Südbayern und einen für Nordbayern.

Und tatsächlich: die Karte zeigt: regelmäßig ist es in Südbayern wärmer als in Nordbayern, manchmal sogar sehr deutlich. Temperaturunterschiede von 5 Grad zugunsten Südbayern sind gar nicht so selten. Vielleicht haben der Wetterbericht und die daraus resultierende öffentliche Meinung doch recht? z.B. 28.12.2010
Links die Wetterseite von b5 online (aktuelle Werte Nord- und Südbayern)
Rechts die aktuellen Wetterwerte von Wetteronline (gleicher Tag, gleiche Uhrzeit)

Während im bayerischen Rundfunk zwischen Nord- und Südbayern scheinbar 3 Grad Unterschied bestehen, sieht man auf der detaillierten Karte von wetteronline, dass die Werte praktisch überall gleich sind. Mit einer Ausnahme: München Stadt. Die Lösung ist also einfach und im Sinne der genannten Strategie und Meinungsmache des BR nur konsequent:
Während jedes Kind in der Schule lernt, dass es in der Stadt wärmer ist und dass vergleichbare Regionswerte immer außerhalb der Städte gemessen werde müssen, verwendet der BR immer den Messwert aus der Innenstadt von München!!! Jetzt wird schnell klar, warum so häufig extreme Temperaturunterschiede gemeldet werden. V.a. bei windstillem Wetter und klaren Nächten liegt eine Wärmeglocke über der Stadt, was bis zu 10 Grad gegenüber dem Umland ausmacht. Man muß nur bei wetteronline den Stadtwert von München mit dem Flughafenwert vergleichen.

Der Flughafenwert (-7°) ist auch vergleichbar mit den umliegenden Meßpunkten wie Augsburg (-7°), Mühldorf (-7°), Weihenstephan (-7°). Aber für die Zwecke des BR ist natürlich der Stadtwert geeignet. Die Station heißt offiziell „München-Stadt“, aber das erfährt der Hörer oder Nutzer von b5 online nicht. Wie sehr dieser Meßpunkt Innenstadtklima aufweist zeigt die folgende Karte mit der Lage des Meßpunktes.

Bei objektiver Meldung und Verwendung der Flughafenwerte von Nürnberg und München würde also aus Nordbayern -6 und Südbayern -3:
Nordbayern -6° und Südbayern -7°!!

die karte fehlt im Moment

Lage der Messstation(roter Punkt), die im BR als repräsentativer Vergleichswert für Südbayern und München gewählt wurde.
Ein solcher Meßpunkt ist klimatisch interessant, z.B. für die Forschungen zum Stadtklima,  als Vergleichswert für das Klima der Region jedoch völlig ungeeignet. (Ich habe des dem Deutschen Wetterdienst bereits vor Jahren mitgeteilt, der sagt aber, es ist Sache des BR, welche Werte er verwendet).

Auch beim Wetterbericht lässt sich also feststellen: Der BR zeigt Oberbayern als warme und trockene Region, in Franken wird regional überwiegend Regen oder kühlere Temperaturen gemeldet. Auch hier wird mit allen Mitteln gearbeitet, was ebenfalls klar Tendenz  zur Manipulation aufweist (z.B. Innenstadtmeßwert für München als regionalen Vergleichswert).
Entsprechend ergibt sich ein Regionsimage für Oberbayern, als Region, in der es sich gut leben lässt (man fühlt sich einfach begünstigt, fast wie in Italien). Franken dagegen gilt vielen als kühl und regnerisch, was entsprechend eine geringere Lebensqualität erwarten lässt.

Dieses Regionsimage hat erhebliche Auswirkungen auch auf Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Entwicklung. Jeder weiß, dass die Entwicklung des Großraums München erheblich von weichen Faktoren abhängig war (Lebensqualität). Da gehört das Wetter einfach dazu. Dass München die kälteste und regenreichste Großstadt in Deutschland ist passt da einfach nicht. Aber auch hier gilt: irgendwann glaubt man, was man immer wieder in den Medien hört.

Wer sich regelmäßig mit Oberbayern unterhält wird feststellen, wie tief dieser Glaube verwurzelt  ist und wie sehr er das Regionsimage prägt. Auch wenn die Realität genau umgekehrt ist:

In der Spiegelstudie „Deutschlands wahres Klima“ wird festgestellt:
„Das beste Klima ist wohl in Franken“.(Aber was nicht sein darf, darf nicht sein).

Das widerspricht völlig der landläufigen Meinung der Bevölkerung in Bayern, v.a. in Oberbayern würde das wohl niemand glauben: Realität und Legende sind eben zwei verschiedene Dinge.

Meinungsumfragen zum Regionsimage in Bayern (mit Schwerpunkt Wetter und Unwetter) würden dies sicher eindrucksvoll belegen und die „gute“ Arbeit des BR und der oberbayerischen Meinungsmacher dokumentieren.

Wie lange wollen die Franken noch diese einseitige Berichterstattung und Manipulation der öffentlichen Meinung hinnehmen? Sind wir wirklich so dumm und sehen dem weiteren Abstieg unserer Region tatenlos zu?

Es gibt nur wenige Alternativen:

Die beste sicher: FREI STATT BAYERN

Ein eigenes Bundesland. Hier helfen uns der Fränkische Bund oder die Frankenpartei. Zumindest muss sich die Berichterstattung im BR ändern. Auch hier wäre ein Fränkischer Rundfunk als selbständige Anstalt die beste Lösung. Auch Franken zahlen Rundfunkgebühren.

Wir wollen nicht die manipulierten Nachrichten des BR, ganz abgesehen von dem ohnehin extrem oberbayernlastigen Programm!

Autor: Guido Bauernschmitt

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Ergänzung:

Das Spiel geht nun schon viele Jahre. Lesen Sie selbst, was die Tatsachen sind.

Wussten Sie schon, dass… das Rundfunkgesetz klar vorschreibt, dass der öffentliche Sender allen Landesteilen gleichermaßen verpflichtet ist.?Trotzdem werden uns nach wie vor ausschließlich Spielfilme, Spielserien, Krimis und Volksstücke aus dem alt-bayerischen „Kulturkreis“ aufgedrängt. Anstoßend ist die wöchentlich 4malige Sendung „Dahoam is dahoam“. Ebenso Dokumentationen über die „unsere Wittelsbacher“. Was hat Franken, abgesehen von den Ausplünderungen, mit den Wittelsbachern zu tun? Genauso viel wie mit den Grafen von Luxemburg.

Wussten Sie schon, dass… der Bayerische Rundfunk einen Jahresetat von fast 2 Milliarden hat, und die Bevölkerung in Franken sehr stark manipuliert? Beispiel: Da werden auf  der Sandkerwa in Bamberg  Madla mit Dirndl gezeigt die nicht einmal wissen, was ihre Eigenart ausmacht. Hier zeigt der Bayerische Rundfunk eine schöne heile Bayern-Dirndl-Unti-Obi-Aufi-Welt. Je größer ein Staat desto dümmer muss die Bevölkerung gehalten werden. Leute die nachdenken sind nicht gefragt, sondern solche die sich anpassen. Selbst der Franke Günter Beckstein marschiert in seinem Hochgebirgstrachtenjanka durch die Gegend, und zeigt wie man im bayerischen Staat als Franke Karriere macht. Der Bayerische Rundfunk wird weiter unsere Gehirne waschen, wenn wir nicht selbst zu denken beginnen.

Wussten Sie schon, dass …der Bayerische Rundfunk z.B. für einen Tatort aus Nürnberg, Bamberg, Würzburg oder Bayreuth kein Geld hat, sich aber ein Bayern a leistet, das kaum geschaut wird, weil es langweilig gemacht ist, nicht so wie z.B. Arte und Phönix?

Wussten Sie schon, dass …auf BR 2 am 13.12.2002 um 9 Uhr wieder eine jener unsäglichen „großbayerischen Geschichtsauslegungen“ über den Bildschirm ging? Laut Beschreibung in der Fernsehzeitschrift Gong waren demnach die Hugenotten aus Frankreich 1685 auf Herbergssuche in Bayern?! Wieder eine dreiste Geschichtslüge, denn bekanntlich gehörten die Städte Erlangen, Bayreuth und Ansbach, welche die Protestanten damals aufnahmen, zum liberalen Preußen. Wie rückschrittlich und intolerant Bayern war, belegt die Tatsache, dass erst 200 Jahre später, nämlich 1865, ein protestantischer Bäcker von Max dem Soundsovielten eine Erlaubnis bekam, in München eine Backstube zu eröffnen.

Wussten Sie schon, dass… der Bayerische Oberste Rechnungshof festgestellt hat (Mainpost 1.9.05 Henry Stern), dass das Studio Franken Nürnberg unproduktiv arbeitet und nicht ausgelastet ist? Gleichzeitig veröffentlichte der Fränkische Bund eine Programmbeobachtung über 12 Monate. Ergebnis: Kein einziger Spielfilm, keine Spielserie aus Franken war dabei; 138 Spielfilmstunden mit altbayerischem Hintergrund.

Wussten Sie schon, dass… in der Presse bewusst über viele Vorgänge nicht berichtet wird? Z. B., dass die Schere zwischen Oberbayern und Franken seit Jahrzehnten immer weiter auseinander geht.?

Es ist unerträglich, was für ein Filz auch hier vorhanden ist.

M.T.

Aktuelles Beispiel am 19.10.11

Ist das Wetter in Oberbayern schlecht und in FRanken gut, heißt es in den Durchsagen:

In Oberbayern schlechtes Wetter, im übrigen Bayern gutes Wetter. Merken Sie etwas? Man sagt nicht FRanken, sondern im übrigen Bayern. Ja, weil ja nur das Gute aus Bayern kommen kann.

Der andere Fall:

Ist das Wetter in Franken schlecht und in Oberbayern gut. Was glauben Sie wie dann die Ansage ist:

Schlechtes Wetter in Franken, gutes Wetter in Oberbayern. Hier sagt man also nicht schlechtes Wetter im übrigen Bayern, sondern jetzt heißt es Franken. Weil es ja nicht sein darf, dass im übrigen Bayern – da kommt ja nur das Gute – schlechtes Wetter ist.

Wenn man mit vielen solchen Manipulationen arbeiten muss, um in der „Sonne“ zu stehen, dann ist man schon sehr zu bedauern. Aber trickst und manipuliert ruhig weiter. Die Wahrheit wird am Ende immer siegen.

M.T.

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Thema: Politischer Filz

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5 Kommentare

  1. […] denn jeder Schrott mitgemacht werden? Diesen billigen Abklatsch, den jeder bayerische Radiosender zigfach zum Oktoberfest ausruft? Wie tief ist das fränkische Vorzeigefest denn da […]

  2. […] Der Besatzungs – Rundfunk, kurz BR(Bayerischer Rundfunk) genannt – im Hintergrund weiß – blau gesteuert -, beläßt es bei wenigen Minuten Sendezeit, um ein Alibi zu haben. Wir in Franken müssen jetzt handeln! Wir brauchen einen eigenen fränkischen Sender. Denn die Seppl, Zensi und FCB  Sendungen sind uns zuwider. […]

  3. […] Wir haben hier in Franken exzellente Krimiautoren, Mundarttheater, gute Moderatoren, Kabarettisten, …1000 Komödienstadl reichen, aufhören mit alpenländischer „Stanzmusi“ zu unterfränkischen Landschaften und Veranstaltungsberichten. Es reicht mit depperten Kriminalern aus Franken und nach Franken strafversetzte Seppl-Ottis. Wir können’s und wollen’s nimmer sehen! […]

  4. […] Sie schon, dass … der Bayerische Rundfunk z.B. für einen Tatort aus Nürnberg, Bamberg, Würzburg oder Bayreuth kein Geld hat, sich aber ein […]

  5. […] der von oben gesteuerten Presse, die diese “Wohltaten” dem Volk mundgerecht serviert. Den Rest macht dann der BR(genannt Besatzungs Rundfunk). Eine dermaßen einseitige Ausrichtung bei S…Das was hier läuft ist eine gezielte Beeinflussung und Manipulation der fränkischen […]

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