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80. Fahnenstreit geht unvermindet weiter – wir geben nicht auf

Samstag, 16. Oktober 2010 | Autor:

Frankenlied

 

 

Das bayerische Staatsfernsehen „Bayerisches Fernsehen“ kurz BR genannt, hat vor 2 Jahren eine Umfrage gestartet, mit der Frage:

„Welche Fahne soll in Franken an öffentlichen Gebäuden wehen“.

Sicher haben sie das nachfolgende Ergebnis nicht erwartet und es ist dann auch wieder schnell aus dem Blickfeld verschwunden. Ich habe mir dieses Ergebnis gut aufgehoben, und möchte es hiermit vielen meiner Blogbesucher auch bekannt machen.

Stimmen Sie ab Weiß-Blau oder Rot-Weiß?

Hoch über der Nürnberger Kaiserburg flattert neuerdings die weiß-blaue Bayernfahne. Für den „Fränkischen Bund“ ein Affront: Er fordert, dass auf der Burg und in Franken allgemein der rot-weiße Frankenrechen wehen soll! Was halten Sie davon? Stimmen Sie ab!

„Die Kaiserburg in Nürnberg ist ein Wahrzeichen für Franken. Hier muss auch eine rot-weiße Frankenfahne wehen“, sagte Christian Hölzlein vom „Fränkischen Bund“. Nun soll Ministerpräsident Beckstein die Flaggenfrage klären. Schließlich sei Beckstein selber Franke und könne die Aufregung sicherlich nachvollziehen, so Hölzlein.

Das bayerische Innenministerium hatte im Juni für alle staatlichen Gebäude die ganzjährige Beflaggung mit einer Deutschlandfahne und einer Bayernfahne angeordnet. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass es für Nürnberg keine Ausnahme geben werde. Die Anordnung gelte für alle staatlichen Gebäude im Freistaat.

Voting

Welche Fahne soll an öffentlichen Gebäuden in Franken gehisst werden?
Danke für Ihre Teilnahme!

Die Franken-Fahne
In Franken muss freilich der Frankenrechen wehen. Die Fahne flattert schließlich bei allen fränkischen Feiern. Mit dieser Flagge identifizieren wir uns.

78,3%

Die Bayern-Fahne
Franken gehört zu Bayern wie Schwaben und die Oberpfalz auch. Warum muss jeder sein eigenes Süppchen kochen? Wir sind schließlich alle Bayern.

14,8%

Egal

Des is mir woschd!

6,9%

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR-online, die sich an der Abstimmung beteiligt haben. Jede Stimme wird einmal gezählt. Mehrfachklicks werden nicht gewertet.

Also ich frage mich, wie lange und wie oft will man den Volkeswillen noch ignorieren. Eine Möglichkeit hat der Franke auf jeden Fall, die Wahlen 2013. Dann kann er diesen arroganten Politkern einen Denkzettel verpassen, sonst begreifen die nie, was Demokratie heißt.

Das System Bayern – übernommen von einem Krieger Napoleon – ist in dieser Form in ganz Europa nicht mehr anzutreffen. Alle Macht zentral in München. Franken behandeln wie eine Kolonie und das im 21.Jahrhundert. Das machen wir Franken nicht mehr mit.

Dazu ein Leserbrief:
Betrifft: Artikel Ausgabe vom 24.07.2009: Den Franzosen ewig dankbar.

Stellen Sie sich vor, der tschechische Präsident kommt nach Moskau und spricht: „Ohne die Besetzung Tschechiens, wäre das Land nicht so groß, wie es heute ist“. Was mögen wohl die Sudetendeutschen denken?

Es bleibt jeden Präsident eines deutschen Bundeslandes überlassen, wie er sein Land vertritt. Auch welche politischen und wirtschaftlichen Beziehungen aufgebaut, erweitert und vertieft werden. Was sich aber der bayerische Ministerpräsident in Paris geleistet hat, müsste alle selbstbewussten Franken aufschreien lassen. Er hat das Unrecht das zwischen 1800 bis 1818 an Franken verübt wurde, legitimiert. Eigentlich müssten es viele wissen, dass Baiern Napoleon unterstützt hat. Als treuer Vasall hat Bayern Franken bekommen. Herr Seehofer bedankt sich im Nachhinein für das Unrecht das Franken angetan wurde. Er hat sich beim französischen Präsidenten eingeschmeichelt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie unsensibel Herr Seehofer ist.

Danke für die Veröffentlichung
Ernst Hart

Ich gebe Ihnen einmal ein Beispiel, auch aus einem Freistaat in Deutschland, das zeigt wie es auch anders laufen kann.
Auszug aus der modernen Verfassung des Freistaates Sachsen

Präambel

Anknüpfend an die Geschichte der Mark Meißen, des sächsischen Staates und des niederschlesischen Gebietes, gestützt auf Tradition der sächsischen Verfassungsgeschichte, ausgehend von den leidvollen Erfahrungen nationalsozialistischer und kommunistischer Gewaltherrschaft, eingedenk eigener Schuld an seiner Vergangenheit, von dem Willen geleitet, der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Bewahrung der Schöpfung zu dienen, hat sich das Volk im Freistaat Sachsen dank der friedlichen Revolution des Oktobers 1989 diese Verfassung gegeben.

1.Abschnitt: Die Grundlagen des Staates

Artikel 1

Der Freistaat Sachsen ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein demokratischer, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kultur verpflichteter sozialer Rechtsstaat.

Artikel 2

(1) Die Hauptstadt des Freistaates ist Dresden.
(2) Die Landesfarben sind Weiß und Grün.
(3) Das Landeswappen zeigt im neunmal von Schwarz und Gold geteilten Feld einen schrägrechten grünen Rautenkranz. Das Nähere bestimmt ein Gesetz.
(4) Im Siedlungsgebiet der Sorben können neben den Landesfarben und dem Landeswappen Farben und Wappen der Sorben, im schlesischen Teil des Landes die Farben und das Wappen Niederschlesiens, gleichberechtigt geführt werden.

Sagt das nicht viel über die wahre Gesinnung der Baiern aus. Wir Franken geben niemals auf, und werden für unsere fränkische Fahne kämpfen.

Mag der Streit um die offizielle Zulassung der Frankenfahne für viele vielleicht banal sein. Ein Großteil der Bevölkerung Frankens findet dies offenbar nicht. Wie sonst käme so ein Umfrageergebnis zustande, und wie sonst könnte sich wohl die Anzahl der Frankenfahnen im Land jährlich verdoppeln? Wittelsbacher Rautenflaggen werden in Franken fast nur noch per Anordnung an staatlichen Gebäuden gezeigt. Wir rufen deshalb alle Parteien, Verbände usw. im Frankenland dazu auf, durch offizielle Eingaben Petitionen, Anfragen usw. diesen Zustand zu ändern. Es kann nicht angehen, das am Tag der Franken offiziell keine Frankenfahne gehisst werden darf.
Kein Vorgang zeigt so deutlich das zentralistische, ja diskriminierende Verhalten der Staatsregierung wie die Anordnung der weiß-blauen Dauerbeflaggung auf staatlichen Gebäuden, auch der Schlösserverwaltung(Kaiserburg Nürnberg, Ehrenburg Coburg usw).
Dass es moderne Landesverfassungen gibt, wo das demokratischer funktioniert, zeit der Art.2 der Verfassung des Freistaates Sachsen! Das Bundesland Sachsen bricht nicht auseinander, obwohl im schlesischen Teil auch die niederschlesische Fahne gleichberechtigt gezeigt werden darf.

Also demokratischen Pluralismus statt napoleonischen Zentralismus auch und gerade in Bayern! So unsere Forderung! Bayern ist seit 1918 kein „Wittelsbacher Königreich“ mehr! Obwohl es viele noch so sehen.

FB J.Kalb u. M.T.

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Thema: Regieren ohne das Volk

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2 Kommentare

  1. […] 1. Schon seit Jahren darf der fränkische Rechen an Rathäusern, Landratsämtern und kommunalen Einric… Dies hat Wolfgang Hoderlein (SPD) noch als Landtagsabgeordneter durchgesetzt. Neu ist, dass nun auch der Rechen dank der einstimmigen Zustimmung des Landtages auch an staatlichen Gebäuden  (Burgen, Schlössern Regierungsgebäuden) am Tag der Franken aufgezogen werden darf! […]

  2. […] In einer Mitteilung des Bay. Innenministeriums vom 7. August 2006 an mich als Antwort auf eine ‘Bittschrift’, heißt es: „…, im Auftrag von Herrn Staatsminister Dr. Günther Beckstein danken wir für Ihr Schreiben vom 1.5.2006, in dem Sie sich für eine Beflaggung öffentlicher Gebäude am TAG DER FRANKEN mit der Frankenfahne einsetzen. Hierzu können wir Ihnen folgendes mitteilen: Eine staatliche Beflaggungsanordnung kann sich nur auf die bayerischen Staatsflaggen beziehen, nicht… […]

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