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62. Franken hat eine gemeinsame Fahne

Samstag, 3. Juli 2010 | Autor:

Frankenlied

 

 

An öffentlichen Gebäuden darf nur die Bezirksflagge flattern


Verschiedene Zeitungen, darunter auch das Schweinfurter Tageblatt, brachten folgenden Artikel:

Zitat: Der frühere SPD-Landesvorsitzende Wolfgang Hoderlein will bedeutende Orte Frankens mit der Frankenfahne markieren. Die rot-weiß gezackte Flagge mit dem Fränkischen Rechen sollte Hoderlein zufolge an 100 herausragenden Stellen der Natur, der Kultur und der Geschichte gehisst werden, um das Heimatgefühl der Franken zu stärken. In der Vergangenheit hat es mehrfach Streit über die fränkische „Nationalflagge“ gegeben, weil sie keine offizielle Staatsflagge ist und deshalb nicht vor staatlichen Gebäuden gehisst werden darf. So werden zum „Tag der Franken“ vom 5. bis 6. Juli 2008 in Miltenberg vor öffentlichen Gebäuden in Nordbayern (!) nur die Bezirksflaggen von Ober-, Mittel- und Unterfranken wehen, nicht aber der gesamtfränkische „Rechen“. Die Regierung von Unterfranken werde das Hissen der unterfränkischen Flagge empfehlen, sagte Bezirkspressesprecher Markus Mauritz auf Anfrage. Diese Flagge besteht aus dem rot-weißen fränkischen Rechen, dem Mainzer Rad und der Würzburger Standarte.

Auch am Tag der Franken 2010 hat Herr Herrmann seine Macht beweisen wollen, in dem er auf der Plassenburg die weiß-blaue Raute angeordnet hat. Was stört das uns Freie Franken!  Es war dann nicht eine Frankenfahne sondern fast Hundert die von der Plassenburg wehten. Wird uns Herr Herrmann dann zukünftig den Zutritt verwehren.

Frankentag 2010 – Marsch auf die Plassenburg

Frankentag 2010 Marsch auf die Plassenburg

Frankentag 2010 – Die Plassenburg gehört Franken

Die Antwort unseres Ältestenrates H. M. Reusch:
Wenn am „Tag der Franken“ vier verschiedene Fahnen gehisst werden sollen, dann scheint man in München immer noch nicht begriffen zu haben, dass es sich bei den drei fränkischen Regierungsbezirken um die Region Franken handelt! Und für diese wurde bereits 1835 (!) der rot-weiße Frankenrechen als offizielles gesamtfränkisches Symbol festgelegt. Der Freistaat Bayern hat diesen Sachverhalt mit Gesetz vom 5. Juli 1950 anerkannt und mit der Aufnahme des Rechens im Staatswappen, Feld 2, bestätigt. Auch wenn die damit versehene rot-weiße Fahne keine offizielle Staatsflagge ist, so repräsentiert sie doch unzweifelhaft die ganze Region Franken. Die Entscheidung, vor staatlichen Gebäuden am „Tag der Franken“ nur die jeweiligen Bezirksflaggen hissen zu lassen, ist also nichts anderes als ein klassischer Widerspruch in sich.

Im Übrigen ist noch klarzustellen, dass die Bezeichnung Nordbayern für Franken unzutreffend ist.

Heribert M. Reusch

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Thema: Tag der Franken

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7 Kommentare

  1. 1
    Reinhold Jordan 

    Lieber Herr Reusch!

    2013 wird in Schweinfurt die Bayerische Landesausstellung stattfinden. Thema „Der Main“.
    Die Numismatische Gesellschaft wird da wohl einen starken fränkischen Akzent zu setzen wissen.

    Viele Grüße R. Jordan

  2. 2
    intern 

    Entschuldigen Sie die verspätete Antwort, aber ich hatte ein technisches Problem, dass ich erst heute entdeckt habe.

    Ich bin nicht der H.Reusch. Aber für mich ist allein der Begriff “Bayerische …” schon ein rotes Tuch. Warum muss alles bajuwarisiert werden. Wir sind Franken. Wenn eine Ausstellung dann eine fränkische, denn unsere Geschichte ist älter und hat mehr Kultur als südlich der Donau überhaupt gedacht werden kann.

  1. […] es zu feiern. Nach langwierigen Verhandlungen hat der Zentralstaat Bayern, den Franken zugebilligt an einem Tag im Jahrdie fränkische Fahne an amtlichen Gebäuden hissen zu dürfen. In allen anderen Bundesländern ist […]

  2. […] –          Kein Frankenrechen auf Nürnberger Kaiserburg […]

  3. […] 2. Wer bitte vom Fränkischen Bund hat offiziell von einem historischen Tag für Franken gesprochen? Ich sicher nicht, denn es gibt in dieser Hinsicht noch viel für unsere Region Franken zu tun. […]

  4. […] der absehbaren zukünftigen Diskussion zur Neugliederung des Bundesgebietes in naher Zukunft ein Bundesland Franken geben. Eine Mehrheit dafür wäre laut BR-Umfragen trotz 60-jähriger weiß-blauer Dauerberieselung […]

  5. […] inzwischen ein Dauerbrenner ist. Kein Vorgang zeigt so deutlich, das zentralistische, ja diskriminierende Verhalten der Staatsregierung wie die Anordnung der weiß-blauen Dauerbeflaggung auf staatlichen Gebäuden, auch der […]

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