Home





68. Protestmarsch zur Plassenburg

Mittwoch, 28. Juli 2010 | Autor:

Frankenlied

 

 

Die Franken protestieren
Franken-Fan Wolfgang Hoderlein marschierte mit 6o Mitstreitern zur Plassenburg

Kronacher Wochenblatt 07.07.2010
KULMBACH. Zu einer „Wanderung der besonderen Art“ hatte der Wolfgang Hoderlein, „Ober““-Oberfranke und Bezirksrat, am Samstag auf die Plassenburg.

Dieser Termin war bewusst gewählt, da zeitgleich der Festakt „Zum Tag der Franken“ mit Ministerpräsident Horst Seehofer in der Dr.-Stammberger-Halle begann.

Immerhin pilgerten rund 6o Franken mit schwenkenden Fahnen hinauf zur Plassenburg.


Frankentag 2010 Marsch auf die Plassenburg

Eingehend auf die Tatsache, dass die Franken-Fahne nicht auf der Plassenburg aufgezogen werden darf, warf Hoderlein einen Blick auf die Werbefahnen einer Brauerei an der Burgschänke und stellte fest: „Das sind auch keine Hoheitsfahnen genauso wenig wie die Frankenfahne. Da kann sich jetzt Jeder seine eigenen Gedanken dazu machen.“

Oben auf der Burg wurde natürlich das Frankenlied angestimmt, wenngleich in in abgewandelter Form: „0 heil’ger Veit von Staffelstein, beschütze deine Franken und Jag‘ die Bayern aus dem Land! Wir wollen’s ewig danken. Wir wollen freie Franken sein und nicht der Bayern Knechte. 0′ heiliger Veit von Staffelstein, wir fordern uns’re Rechte.“

Und der Schlussvers lautete: „Wir woll’n nicht mehr geduldig sein, denn nach 200Jahren, woll’n wir – es muss doch möglich sein – durch’s freie Franken fahren!“

Zwischendrin rief einer die „Fränkische Versammlung“ aus. Voller Stolz wurden die mitgebrachten Fahnen am Rondell der Burg hinunter in Richtung Marktplatz geschwenkt.


Frankentag 2010 – Die Plassenburg gehört Franken

Als die Moderatorin des Bayerischen Fernsehen, Julia Hoffmann, Bezirksrat Wolfgang Hoderlein, die Frage stellte, ob er mit der Resonanz zufrieden sei, sagte dieser mit einem breiten fränkischen Brustton: „Also wenn selbst Franken begeistert sind, dann weiß ich nicht mehr, was man noch bieten soll. Ich bin begeistert, wir sind begeistert und das soll erst einmal einer in Franken schaffen.“

Mit dem Blick auf das rot-weiße Fahnenmeer in der Innenstadt von Kulmbach kam Hoderlein zu dem Ergebnis: „Die Fahnenfabriken hatten in den letzten Tagen Lieferengpässe. Diese Sache hat sich verselbständigt. Das ist aber nicht Jedem recht.“

Der Wirsberger Dieter Ludwig, auch ein bekennender Franke, wollte auf der Bühne am Marktplatz die „Fränkische Versammlung“ ausrufen. Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler verbot ihm das jedoch mit Nachdruck. Ludwig: „Auch OB Schramm und Landrat Söllner waren informiert, dass ich nicht reden darf.“

Nach einer knappen Stunde wurde die friedliche Bergwanderung mit den Frankenfahnen dann wieder aufgelöst.

Rot-Weiß weht am Burgrondell

Von Werner Reißaus
frankenpost 5.7.2010

60 Wanderer tragen mit Wolfgang Hoderlein die Frankenfahne auf die Plassenburg.

Kulmbach – Zu einer „Wanderung der besonderen Art“ hatte der „Ober“-Oberfranke und Bezirksrat Wolfgang Hoderlein am Samstag gegen Mittag auf die Plassenburg eingeladen, just in dem Moment, als der Festakt „Zum Tag der Franken“ in der Dr.-Stammberger-Halle begann. Rund 60 Franken pilgerten mit schwenkenden Frankenfahnen hinauf zur Plassenburg. Am Tor zur Burg sagte Hoderlein: „Das ist eine Handlung mit großer Symbolik.“ Der „Tag der Franken“ hätte es nach Hoderleins Ansicht verdient, auf der Plassenburg neben dem heute gültigen Symbol der bayerischen Staatsflagge auch die Frankenfahne zu hissen“, was die bayerische Staatsregierung aber untersagt hatte.

Die Plassenburg stehe seit ungefähr 900 Jahren an diesem Platz. 700 Jahre habe das gemäuer „rumstanden“, bevor irgendein Freistaat oder ein Königreich Bayern gesagt hat, es gehört zu ihm. „Und weil diese 700 Jahre nicht bayerische sowie die 200 Jahre bayerische Geschichte irgendwo repräsentiert werden müsste, haben wir gesagt, wenn die Obrigkeit die Frankenfahne nicht hierher bringt, dann bringen sie freie und phantasievolle Franken und die Plassenburg freut sich, wenn die Frankenfahnen durch dieses Tor getragen wird.“

Auf dem Rondell wurde das Frankenlied angestimmt, freilich in abgewandelter Form: „O heil’ger Veit von Staffelstein, beschütze deine Franken und jag‘ die Bayern aus dem Land! Wir wollen’s ewig danken. Wir wollen freie Franken sein und nicht der Bayern Knechte.“ Voller Stolz schwenkte die „Fränkische Versammlung“ die Fahnen am Rondell hinunter in Richtung Marktplatz.

Tags »

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Tag der Franken

Diesen Beitrag kommentieren.

Kommentar abgeben