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222. „Echterdoldi“ – hau na nei

Donnerstag, 4. Oktober 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

Blick_auf_Rathaus_und_Regnitz-elsa

 

Mit freundlicher Genehmigung der FT – Redaktion Bamberg

Hau na nei (35)„Echterdoldi“ Erich Weichlein, der Chef des gleichnamigen Gasthauses in Weingartsgreuth,  verrührt mit dem Kochlöffel das lokale und globale Fußballgeschehen.

 

 

Wikipedia-Mghamburg Frankenstadion2006

 

Blödzli merk ich: Da spield ja doch unser Club!Des wird ja langsam langweili mit unsere Cluberer! Die gwinna do a Spiel noch dem anern, des sen mir doch ieberhaubd net gwöhnd. Ich fühl’  mich ja scha fast wie a Bayern-Fan. Net amol über den Eigler kann ich mich im Momendd aufregn, der fängd etz a nu des Fußboll-Spieln a. Ich hogg vor der Maddscheim und raab mir vor Verwunderung die Agn: Ganz ruhich und souverän spielld der FCN, technisch sauber und schnell, abgeglärd und mit aner Bombenkondizion! Und erschd als der Andi Wolf den Ball amol griechd und an Bolzen neihaud, merk ich blödzli: Da spield ja doch unser Club!

Für des nächsde Spiel auf Schalke bin ich ober ganz bessimisdisch: Erschdens is unser glaner Gattuso, der Almog Cohen, gschberdd und zweitens kena mir auf die Schalker ihrn Erpfelacker sowieso nix gwinna. Abrobo Almog Cohen: Der glane Israeli hat sich in der Rückrundn zum absoludn Publikumsliebling gmausert! Der rennt und kämpft wie a Verrückter, hat vor kan Kopfball Angst und schießt etz a nu Tore! Wenn ich den so spieln siech, fällt mir immer die Batterie-Werbung mit die Hosn vo Duracell ei: Die anern Hosn falln aner noch dem andern um, bloß der Almog rennt immer nu weiter!

Die Münchner vom FC Bayern hom etz den Basketball entdeckt, zumindest tun sie so, als wenns na grod erfunna hättn. Und allen voran der Uli Hoeneß. Weil er bei die Fußboller etz nix mer zum sogn hat oder net soviel sogn derf, mischt der liebe Uli Basketball-Deutschland auf. So worn am letzten Sunndoch beim Zweitliga-Spitzenspiel des FCB gecher Würzburg 12 200 Zuschauer in der Münchner Olympiahall’. Und der Bayerische Rundfunk hot des Spiel leif im Dritten ieberdrogn. Komisch, die Heimspiele der Bambercher Brose Baskets in der Euroliech gecher die Topklubs Real Madrid oder Piräus wollte der BR net leif senden. Des is ungefähr so, als wenn beim Fußboll a Spiel vom Club gecher die Bayern net ieberdrogn werd und doderfür Jahn Forchheim gechern FC Herziaurach kummt.

Nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundeslicha wolln im nächsten Jahr Präsident Hoeneß und der in Franken bestens bekannte Trainer Dirk Bauermann dann a die Bambercher Basketballer agreifen. Und den Dirk Nowitzki verpflichten, der wecher an drohenden Streik in der NBA dann a Jährla Zeit hätt’. Da beißn sie sich die Zäh’ dra aus, die Baskets batschen die Bayern und unser echter Franke Dirk waß a, dass die Stimmung in Bamberch zehrmol besser is als in München. Die ham trotz Rekordkulisse immer ihrn Hallensprecher (oder soll ich besser „Hallenblääger“ sogn?) gebraucht, um aweng a Stimmung in die Arena zu bringa.

 

Ganz Deutschland red momendan bloß nu über Fußnoten1. Da sin etz net die Fußboller gmahnd, owohl dena ihra Fieß wern ja a ab und zu benotet. Und weil des Abschreim momendan „in“ is, schreib ich, aweng leicht verändert und frei nach Theo Lingen, amol ab:

Der Karl-Theodor, der Karl-Theodor,

Der steht bei uns im Fußballtor.

Wie der Ball auch kommt,

Wie der Schuss auch fällt,

Der Karl-Theodor, der hält!

Der Karl-Theodor, der Karl-Theodor,

ich glab der schießt a Eigentor!

Der Herr zu Guttenberg hod ja sein Doktordiddl freiwilli zurückgebm gmechd. Da is mir a Vergleich zum Fußboll eigfalln: An Dr. kannst net so einfach zurückgebm und dann hoffn, na ja des wird scha. Des is genauso, wennst am Sportplatz a Tätlichkeit oder a grobs Foul mechsd und, bevor der Schiri kummt, zu dein Trainer sochsd: „Wechsel mich schnell nu aus, bevor ich die Rot Kartn griech!“

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1 Eine Fußnote ist eine „Anmerkung, Legende, Bemerkung, Quellenangabe oder weiterführende Erklärung zu einem Text- oder Bildmotiv“, Wikipedia, Internet

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Thema: Vorbilder aus Franken

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