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200. Wir in Franken 22.Jahrgang Nr.1/2012 Zeitschrift des Fränkischen Bundes

Mittwoch, 11. Juli 2012 | Autor:

Frankenlied

 

 

Flagge zeigen!

Ein Kommentar aus fränkischer Sicht von Joachim Kalb

Viel ist in Franken passiert seit unserer letzten WiF-Ausgabe Ende 2011. Auch diese Ausgabe hat Norbert Gramlich wieder vollständig alleine produziert. Lei­der blieb unsere Suche nach Mitgestaltern der WiF auch bisher erfolglos. Unsere Vereinszeitung kann sich nur auf eigene große Themen beschränken. Wer mehr wissen will, für den habe ich in diesem Jahr ca. 80 WiF-Pressespiegel zu allen fränkischen Themen erstellt.

 

 

Zweifelsohne war unser größter Erfolg die Tatsache, dass kürzlich der Landtag einstimmig beschloss, dass am Tag der Franken auch auf staatlichen Gebäuden unsere Flagge wehen darf. „Am Ende siegten die Franken“ titelte die Nürnberger Zeitung. „Am Tag der Franken darf neben der offiziellen Flagge auch die Frankenflagge gehisst werden.“ Nun werden wir am Tag der Franken und auch sonst noch deutlicher erkennen, wo unsere „witttelsbachtreuen fränkischen Oberbedenkenträger“ überall im Frankenland sitzen. Also, Flagge zeigen heißt die Devise. Diese unsere Parole hat sogar die CSU am „Dreifrankenstein“ aus­gegeben!

Es gab aber auch einen anderen einstimmigen Beschluss im Landtag, nämlich den, dass das „Dürer Selbstbildnis im Pelzrock“, das auf betrügerische Weise nach München kam, für die große Dürer-Aus­stellung in Nürnberg ausgeliehen werden muss. Aber es hat sich herausgestellt, dass Wittelsbacher und trickreiche Museumsbeamte trotz Beschluss die Herausgabe verhinderten. Hat die Volksvertretung in Bayern nichts zu melden? Scheinbar ja. Der hand­feste Dauerstreit hat auch unsere Forderung nach Rückgabe fränkischer Kulturgüter wieder in die Schlagzeilen gebracht, diesmal in ganz Deutschland (FAZ usw.).

Unbeirrt setzt sich der altbayerische Kulturzentralist Kunstminister Heubisch (FDP) weiter für seinen ganz persönlichen Leuchtturm München ein – ein vierter Konzertsaal und schlappe 50 Mio. Euro alleine für die Staatsoper muss sein! In Bamberg kürzt er indessen die Mittel für die weltweit erfolgreichen Symphoniker und in Nürnberg müssen Oper, Theater und Kammerspiele mit 17 Mio. Euro auskommen und notwendige Gebäudesanierungen werden aufge­schoben.

Wirtschaftsminister Zeil (FDP) ist uns noch vom letzten Jahr durch sein Tourismusprospekt „Lust auf Bayern“ bekannt, in dem Fränkische Schweiz, Fich­telgebirge, Mainfranken usw. nicht vorkommen! Sein Prospekt „Invest in Bavaria“, das er noch mit groß­flächigen Zeitungsanzeigen für oberbayerische Firmen bundesweit unterstützt, hat eine großartige Erfolgsbilanz. Allerdings nur für Oberbayern! Schauen Sie sich die Tabelle aus seinem Ministerium genau an und Sie müssen als Franken unweigerlich in die Auslegeware beißen!

Tabelle

Seine Staatssekretärin Katja Hessel ist auch noch sehr stolz auf diese Leistung!

Groß mit Prospekt angekündigt wurde vom Bayeri­schen Rundfunk die Geschichtssendung „Das Bayeri­sche Jahrtausend“. Der Titel, eine Geschichts­fälschung, Geschichtslüge! Es erinnert stark an die Geschichtsinterpretation in der DDR oder an die österreichischen Nachbarn, die es fertig brachten, aus Hitler einen Deutschen und aus Beethoven einen Österreicher zu machen. Der Inhalt der Sendereihe über fränkische Städte war in großen Teilen akzep­tabel. So wurden z.B. die Weltgeltung der erfolg­reichen Handelsstadt Nürnberg und die der Nazi-„Hauptstadt der Bewegung“ München deutlich heraus gearbeitet (siehe Seiten 2 + 3).

Was bornierte Geschichtsfälscher im Bayerischen Rundfunk betrifft, sind wir noch auf einen ganz schlimmen Fall gestoßen.

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„Das Bayerischen Jahrtausend“

 

Sehr geehrter Herr Intendant Wilhelm,

ich stelle Ihnen nur eine Frage:

Haben Sie die im Betreff genannte Sendung befürwortet?

Es ist eine Geschichtsfälschung von ungeheuerem Ausmaß. Ein öffentlich rechtlicher Sender, der solch eine Lüge dem Volk zumutet ist unerträglich.Jeder, der die Wahrheit liebt, würde sich nie und nimmer erlauben eine solche Sendung mit unseren Geldern zu produzieren und dann auch noch auszustrahlen.

Wir waren hier in Franken der Meinung, dass mit Ihren Amtsantritt Gerechtigkeit und Wahrheit gegenüber den Stamm der Franken in München eintritt. Dieses Wunschdenken haben wir inzwischen aufgegeben. Es helfen nur die Aufklärung über das Internet und der Ausschaltknopf, damit diese Ungeheuerlichkeiten aufhören.

In Franken nennt man den BR schon lange: Besatzungs Rundfunk. Darüber sollte man einmal nachdenken. Ich werde dieses Mail vielen Franken zur Kenntnis geben, damit hier etwas in Bewegung kommt.

 

Mit fränkischen Grüßen

Martin Treml

 

Die Antwort des BR, zwar nicht auf den Brief von Seite 2, sondern auf einen Brief von Martin Treml hier:

Sehr geehrter Herr Treml,

…… es wird Sie vielleicht überraschen, dass uns ebenso harsche Kritik von altbayerischen Zuschauern erreicht hat. Altbayern wollen gar nicht einsehen, dass fränkische Städte einen Teil ihrer Geschichte repräsentieren können. Ebenso wie Würzburg, Bamberg und Nürnberg eine ganz eigene, keineswegs gesamtfränkische Geschichte haben, so haben auch altbayerische Städte eigene Traditionen. Diese Unter­schiede wollen wir keinesfalls verwischen, sondern in ihrer Bedeutung für das gemeinsame kulturhistorische Erbe des heutigen Bayerns zeigen und betonen.

Mit der Irritation, die wir mit unserer Reihe bei Ihnen aus­gelöst haben, haben wir bereits eines unserer Ziele erreicht. Denn wir möchten mit unserer Reihe auch zeigen, dass Geschichtsbilder die Geschichte bestimmen.

Wir wollen einem altbayerischen, dynastisch geprägtem Geschichtsbild eine Darstellung der Geschichte des Landes zwischen Main und Alpen auf der Grundlage und der Per­spektive des heutigen Bayerns entgegenstellen.

Keineswegs behaupten wir, dass das 11. Jahrhundert in Bamberg Geschehnisse bayerischer Geschichte der dama­ligen Zeit präsentiert.

Doch anhand von Bamberg, das heutzutage Teil von Bay­ern ist, zeigen wir Ereignisse, Prozesse und Entwicklungen, die weit über Bamberg und das 11. Jahrhundert hinaus eine Bedeutung haben. Die Wurzeln des kulturellen Lebens, des historischen Selbstverständnisses gilt es darzustellen, was die Regionen in das gemeinsame Erbe des heutigen Bay­erns einzubringen haben. Das ist Gott sei Dank viel, viel mehr, als wir in Altbayern allein finden würden.

Mit freundlichen Grüßen – Christian Lappe

Bayerischer Rundfunk, Red. Geschichte und Gesellschaft

Floriansmühle 60 – 80939 München

(gesendet über ellen.jung@ br.de)

Anmerkung von N. Gramlich:

Haben Sie das jetzt begriffen? Ich jedenfalls nicht!

Tag der Franken 2012 in Schwabach


Brief eines Mitgliedes des FB an den Bezirkstagspräsi­denten von Mittelfranken, Herrn Dr. Richard Bartsch:

Sehr geehrter Herr Dr. Bartsch,

Sie sind Ausrichter des Tages der Franken 2012 in Schwabach. Im Jahr 2004 wurde vom Landtag der ‚Tag der Franken‘ beschlossen. Dieser Festtag wurde erstmals von Ihnen im Jahr 2006 in Nürnberg ausge­richtet. Damals mit einer fränkischen Persönlichkeit – Innenminister Dr. Beckstein – als Festredner.

Auch 2007 (als Innenminister) und 2008 (als MP) hielt Dr. Beckstein die Festansprache. So war es auch ursprünglich angedacht, dass eine fränkische Persön­lichkeit immer diese Festrede halten sollte. Seit 2009 aber, als Sie zum zweiten Mal den ‚Tag der Franken‘ (Bad Windsheim) abhielten, wurde – aus welchen Gründen auch immer – der MP aus Bayern zur Fest­ansprache eingeteilt. Das wiederholte sich zur Ver­wunderung vieler Franken auch in den Jahren 2010 (Kulmbach) und 2011 (Bad Kissingen).

In Bad Kissingen wurde vom Bezirk Unterfranken sogar dem Vorsitzenden der Fränkischen Arbeits­gemeinschaft (FAG) als Vertreter der Fränkischen Verbände verboten, eine Ansprache zu halten. Der Sinn des Tages der Franken – ein Frankenfest mit Franken aus dem Volk, aus Kultur, Wirtschaft, Sport und Politik – wurde der Festrede ad absurdum geführt. Es können gerne Gäste aus Bayern, Schwaben, Thüringen etc. dabei sein und mitfeiern. Aber die Gestaltung und als einer der Höhepunkte – die Festrede – sollte den Franken überlassen sein.

Nach meinen Informationen ist auch für 2012 von Ihnen der oberste Bayer als Hauptredner geplant. Wenn meine Informationen stimmen, bin ich über diese Planung schon sehr verwundert, dass zum vier­ten Mal der oberste Bayer die Rede halten soll. Es gibt doch auch Franken, die dafür bestens geeignet wären! Zum Beispiel Frau Stamm (Landtagsprä­sidentin) aus Würzburg, Dr. Söder (Minister für Um­welt) aus Nürnberg, Dr. Maly (OB) aus Nürnberg, von Faber-Castell (Unternehmer) aus Stein, Dr. Balleis (OB) aus Erlangen, Frau Stahl (Landtagvize­präsidentin) aus Nürnberg. Bitte überdenken Sie nochmals Ihre Planung. Vielleicht wäre der oberste Bayer ganz froh, wenn er nicht wieder die gleiche Rede halten müsste. Mit Hochachtung ……….

Eine Antwort auf einen ähnlichen Brief von M. A. Daniel Goltz:

 …im Auftrag von Herrn Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch kann ich Ihnen folgendes mitteilen, dass

1.) den demokratischen Gepflogenheiten entspre­chend, auf dem Tag der Franken 2012 der oberste Landesherr, Ministerpräsident Horst Seehofer spre­chen wird.

2.) auf dem Festakt Frau Helga Schmitt-Businger, MdL (SPD), als Vertreterin der Kooperationspartner ebenfalls eine Rede halten wird.

3.) ebenso Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm bereits in das Programm der Eröffnungsveranstaltung integriert ist und

4.) der Festtag unter dem Motto ‚Frauen in Franken‘ steht, mit dem durch verschiedenste Programmpunkte prominente und weniger prominente fränkische Frauen geehrt werden sollen. Mit freundliche Grüßen.

 

 

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Anmerkung: So also sieht Demokratie in Bayern aus. So jedenfalls war der Tag der Franken nicht gedacht, dass er zu einer Wahlveranstaltung der CSU wird.

Jetzt treffen sich die CSU-Anhänger zu einem kostenlosen Diner auf Staatskosten und die Getreuen machen da natürlich fröhlich mit. Übrigens: Der Tag der Franken ist am 2. Juli und wird am darauf folgen­den Sonntag gefeiert. Diesmal wird er aber am Samstag gefeiert und am Sonntag ist nichts los!

„Man muss alles hinterfragen“

 

Wie leben wir in Oberfranken und wie leben wir zusammen? Damit beschäftigt sich die Kurier-Serie ‚Wir in Oberfranken‘. Die Oberfranken und ihre Querdenker stehen im Mittelpunkt der Serien-Beiträge im Monat Mai. Den Anfang machen die politischen Querdenker.

 

Joachim Kalb aus Neunkirchen am Main kämpft seit vielen Jahren für Franken. Der 64-jährige pensio­nierte Berufsschullehrer ist Vorstandsmitglied des überparteilichen Vereins Fränkischer Bund. Redak­teur Peter Engelbrecht sprach mit ihm.

Herr Kalb, sind Sie ein Querdenker?

Kalb: Ich habe einen technischen Beruf, da muss immer alles bewiesen werden. Deshalb ist es für mich normal, quer zu denken. Man muss alles hinterfragen.

Was zeichnet einen Querdenker aus?

Kalb: Quer zu denken sollte heute für jeden Bürger normal sein. Diese Abnickgesellschaft bringt uns nicht weiter, siehe Stuttgart 21. Es gibt immer mehr Wechselwähler, es gibt die Piratenpartei. Das zeigt, dass die Welt in Bewegung ist. Ein fränkisches Sprichwort sagt: Die Welt hängt net hundert Johr auf a Seitn.

Sie haben nach den Studentenunruhen 1972 in Berlin studiert. Wie hat Sie das geprägt?

Kalb: Wenn man vom Land in Franken nach Berlin gekommen ist, war das schon ungewöhnlich. Die Zeit von Studentenführer Rudi Dutschke war zwar vorbei, aber ich war politisch interessiert, stand auf der Seite von Bundeskanzler Willy Brandt. Ich kam aus einem Dorf im Landkreis Lichtenfels, viele alte Nazis lebten dort, das waren damals immer noch Hitleranhänger. Viele der örtlichen Honoratioren waren stramm rechts. Diese Einstellung war uns zuwider, aus Pro­test hörten wir die Rolling Stones, die so genannte Negermusik.

Politisch hat der Fränkische Bund nichts zu sagen, er hat aber einiges für Franken erreicht.

Kalb: Das geht nicht über Parteipolitik. Wenn eine Partei so sagt, dann sagt die andere genau das Gegenteil. Deshalb haben wir einen überparteilichen Verein gegründet. So konnten wir bei unseren Peti­tionen im Landtag eine Mehrheit bekommen, etwa beim Thema Hissen der Frankenfahne auf öffent­lichen Gebäuden am Tag der Franken oder bei der Frage nach der Rückgabe der fränkischen Kultur­güter, wo uns nur die FDP in die Suppe gespuckt hat. Das ist unser Ansatz. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg erfolgreicher ist als über eine Partei. Der Fraktionszwang in den Parlamenten ist für mich ein Horror. Das ist überholt.

Manche tun die Mitglieder des Fränkischen Bundes als Spinner ab.

Kalb: Das wird es immer geben. Aber diejenigen, die uns so bezeichnen, werden von der Zahl her immer weniger. Wir werden heute von den Regierenden in München ernst genommen, werden nicht mehr in eine Ecke gestellt. Wir wollen eine angemessene Vertre­tung der Franken in Bayern, etwa durch eine Region Franken in Bayern.

Das Regionale ist wieder stark im Kommen. Woran liegt das?

Kalb: Wir haben die Globalisierung und die Euro­krise. Die Leute suchen sich wieder Nischen, wollen kleine, überschaubare Strukturen. Sie spüren: In gro­ßen Einheiten hat man keinen Überblick und keinen Einfluss mehr. Eine Demokratie funktioniert desto besser, je schneller Rückmeldungen und eine kon­struktive Kritik ankommen. Kleine Strukturen funk­tionieren besser als große. Das Problem in Bayern ist, dass alles zentral von München aus gesteuert und geplant wird.

Der Begriff Heimat ist unumstritten. Was bedeutet er für Sie?

Kalb: Ja, dieser Begriff wurde von den National­sozialisten missbraucht. Er ist ein bisschen veraltet, ich verwende ihn selten. Insgesamt ist das ein ganz normaler Begriff: Heimat ist dort, wo ich daheim bin in Franken – vielschichtig, bescheiden, ursprünglich, einfach schee.

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Nicht in die Vergangenheit, in die Zukunft wollen wir schauen!

 

Sicher haben in früheren Jahren Menschen und Insti­tutionen auf ihren Bestzustand geachtet. Wer ist so flexibel, um von seinem Staatsarchiv Würzburg mal so eben ins Zentralarchiv Frankens in Sowiesostadt zu wechseln? Wir als Fränkischer Bund haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Welt ist vielfältig geworden. Es hat keinen Sinn, sich als Ostunter­franken oder als westliches Nordfranken oder als mittleres Südfranken vorzustellen. Das zermürbt den Betrachter. Aber – beispielsweise – deutschland- und europapaweit einen Tourismusverband Franken zu installieren – das macht Sinn! Sicher mag der Fränki­sche Reichskreis ein lockerer Staatenbund gewesen sein. Immerhin haben wir es geschafft, friedlich – ohne jedoch miteinander freundlich zu sein – in einer Region zu leben. Wir haben keine Nachbarn überfallen und wir wollten nicht eine deutsche oder gar eine euro­päische Rolle spielen. Uns hat es genügt, Handel und Wandel mit der ganzen Welt zu betreiben.

Selbstverständlich zanken wir Franken – und das ist gut so! Schließlich bedarf es eines großen Zankes, um ein Ergebnis zu erreichen, dem dann alle zustimmen können. Wir brauchen keinen Zampano, der uns sagt, wo es lang geht. Wir sind Manns und Frau genug, um uns um unsere Angelegenheiten selbst zu kümmern. Dazu gehört Mut und Zuversicht. Vielleicht nicht unsere Generation, vielleicht nicht die nächste. Aber wir können den Grundstock legen für eine Welt der Zukunft: Die Menschen regieren sich selbst. Es bedarf keines Zuspruches von andren Stämmen. Es bedarf keiner Oberaufsicht aus einer Stadt im Süden Deutschlands. Es bedarf keines Hinweises auf die Tatsache, dass Franken noch mit einer Stimme gesprochen habe. Sind wir totalitär? Brauchen wir einen Führer/in, der/die für uns spricht? Brauchen wir einen König, der sich nachts mit einer Kutsche im flackernden Licht durch seine süddeutsche Heimat fahren lässt? Brauchen wir eine staatstragende Partei, die uns für immer und ewig sagt, wo es lang geht? Mitnichten! Wir sind frank und frei, und lassen uns von Niemanden vorschreiben, was zu tun ist. Wir setzen uns zusammen, zanken, danken, und freuen uns über Franken.

Meine feste Überzeugung ist, dass Europa auf einem guten Wege ist. Man hat erkannt, dass der National­staat ein Relikt der Vergangenheit ist.

Der Nationalstaat hat uns nur Millionen von Toten gebracht. Das Mittelalter war da viel weiter entwickelt. Betrachten Sie nur, wie viele Menschen im Mittelalter in andren Ländern studiert, gearbeitet, gelebt haben. „Unser“ Tiepolo, der die Würzburger Residenz mit wunderbaren Fresken ausschmückte. Wenn wir uns gegeneinander ausspielen lassen, so sind wir daran selber schuld. Warum sollten uns unsere südlichen Nachbarn Freiheit schenken? Warum sollten Sie uns wirtschaftlich bevorteilen? Warum sollten sie im Raum Nürnberg eine zweite Stammstrecke für die S-Bahn bauen? Warum sollten sie den Nürnberger Flughafen erweitern? Wären sie doch schön blöd! Die südlichen Nachbarn wissen es sehr geschickt, uns gegeneinander auszuspielen.

Es ist unsere Aufgabe, die des Fränkischen Bundes und aller Menschen, die Franken lieben, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Unermüdlich nicht auf die Benachteiligung hinzuweisen, sondern darauf, dass wir Manns und Frau genug sind, unsere Angelegen­heiten selbst zu regeln. Wir sind erwachsen gewor­den. Wir brauchen keinen Herzog, keinen Fürst­bischof, keinen Kini, keine südlichen Nachbarn, um uns selbst regieren zu können. Das ist Demokratie. Das ist die Herrschaft des Volkes. Das ist die Herr­schaft des Fränkischen Volkes. Und das ist unser Ziel. Sonst nichts. Grüße von Günter Geißler (gedul­diges Mitglied im Fränkischen Bund).

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Thema: Wir in Franken

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2 Kommentare

  1. 1
    basti 

    schonmal an die totale unabhängigkeit von franken gedacht?! 🙂
    frankenpower macht deutschland sauer!!!

  2. 2
    intern 

    Soviel intelliegente Aussagen in zwei Sätzen zu machen, gebührt einfach eine Veröffentlichung.

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