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118. Regionales Bewusstsein wecken

Freitag, 14. Januar 2011 | Autor:

Frankenlied

 


 

»Regionales Bewusstsein wecken«


nn-online 21.07.2010
Der »Fränkische Bund« kämpft seit 20 Jahren gegen die Benachteiligung im Freistaat Bayern

Mit der Reihe »Vereinsporträt« will der Nürnberger Stadtanzeiger hiesige Vereine von der Skatrunde bis zum Tanzclub vorstellen. Interessenten können sich mit einem kleinen »Steckbrief« und ihrer Kontaktadresse in der Redaktion des Stadtanzeigers (Tel. 09 11/216-24 16, Fax 216-15 70 oder per E-Mail an nn-anzeiger@pressenetz.de) melden.

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In Ober-, Mittel- und Unterfranken leben über vier Millionen Menschen. Damit ist Franken fast so groß wie Oberbayern. Beide Regierungsbezirke gehören zum Freistaat Bayern, in dem Franken laut Auffassung des »Fränkischen Bundes e. V. « gegenüber Oberbayern die bedeutend schlechteren Karten hat und meistens benachteiligt wird. Wohl schon deshalb, weil Franken keine Bayern sind!

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Damit die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Interessen der Franken im Freistaat nicht zu kurz kommen, entstand im Jahr 1990 infolge der Wiedervereinigung aus der Landsmannschaft Franken heraus der Fränkische Bund. »Unsere Arbeit richtet sich gegen die Benachteiligung Frankens in der Wirtschaftsförderung, der Forschung und Entwicklung oder beim Technologietransfer«, erläutert Joachim Kalb, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, die Ziele des Vereins.

Zudem setzt sich der Bund für die Rückgabe fränkischer Kulturgüter (z. B. Dürer-Gemälde) nach Franken ein. Auch die Zusammenlegung der drei fränkischen Regierungsbezirke, eine EU-Region Franken und ein eigenes Bundesland liegen den rund 600 ehrenamtlichen Mitgliedern (Mitgliedsbeitrag drei Euro pro Monat) am Herzen.

»Besonders freut uns, dass wir mithelfen konnten, ein gemeinsames regionales Bewusstsein frei von übertriebenem Patriotismus und weitab von rechtsradikaler Gesinnung in Franken zu entwickeln«, sagt Kalb, der 33 Jahre an der Berufsschule in Bayreuth unterrichtete. Im Bezug auf den Grundschulunterricht wünscht sich der pensionierte Lehrer wieder »mehr Fränkisches«. »Die Kinder wissen zwar, wo Massachusetts liegt, aber nicht, wo Pretzfeld ist.«

Jedes Jahr verleiht der Verein die Frankenmedaille an Menschen, die sich um die Region verdient machen. Jüngste Preisträgerin ist die grüne Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Christine Stahl. Ebenso beteiligt sich der Verein jährlich Anfang Juli am »Tag der Franken«.

»Wir können Missstände und Fehlentwicklungen deshalb einfacher aufzeigen, weil wir keinerlei staatliche Förderung bekommen«, betont Kalb die finanzielle Unabhängigkeit des Vereins, in dem alle Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Wer sich dem Fränkischen Bund anschließen und lieber die Franken– statt der Bayern-Hymne singen möchte, erhält in der Geschäftsstelle gern Auskunft. Sabine Beck

Kontakt: Fränkischer Bund e. V., Postfach 100345 – 95403 Bayreuth, Telefon: (09 21) – 511570, Internet: http://www.fraenkischer-bund.de/

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Thema: Fränkischer Bund

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7 Kommentare

  1. […] es freut mich sehr, dass sich viele Franken mehr und mehr daran machen, ihre Heimatprodukte zu vermarkten und auch den Mut haben, diese als fränkische Produkte anzupreisen, und nicht wie es vereinzelte fränkische Firmen tun, als bayerisch zu bezeichnen. Was ersten falsch und zweitens ein Verrat an die Heimat ist. […]

  2. […] Einen an heutigen europäischen Gegebenheiten orientierten Regionalismus ohne jegliche […]

  3. […] Es kann nicht sein, dass schon viele unserer Jugendlichen nach München und Oberbayern fahren müssen, um Ihren Traumberuf zu erlernen, dort sündhaft teure Mieten zahlen und danach keinerlei Aussicht haben, wieder in die Heimat zurück zukehren. […]

  4. […] Einen an heutigen europäischen Gegebenheiten orientierten Regionalismus ohne jegliche […]

  5. […] Einen an heutigen europäischen Gegebenheiten orientierten Regionalismus ohne jegliche […]

  6. […] Einen an heutigen europäischen Gegebenheiten orientierten Regionalismus ohne jegliche […]

  7. […] Einen an heutigen europäischen Gegebenheiten orientierten Regionalismus ohne jegliche […]

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