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21.Wussten Sie schon, dass…3 Wirtschaft

Freitag, 25. Dezember 2009 | Autor:

Frankenlied

Wussten Sie schon, dass…

1. Unser Frankenland

2. Die Fränkische Geschichte

3. Die fränkische Wirtschaft

4. Finanzskandale

5. Fehlentwicklungen

Zu 3 –  Die Fränkische Wirtschaft

Wussten Sie schon dass… das Fränkische Reinheitsgebot für Bier älter ist als das „Baierische“? Schon frühzeitig war man in Franken bemüht, die Qualität der einheimischen Biere sicherzustellen. So kennen wir beispielsweise einen Erlass des Bamberger Fürstbischofs Heinrich Gross von Trockau, der verlangt ‘beim Einsieden nichts mere denn Hopfen, Malz und Wasser zu nehmen’. Aus dem Jahre 1489 stammt diese Verordnung, ist somit also 27 Jahre älter als das  „Baierische“ Reinheitsgebot von 1516. Im kopieren sind die Baiern schon vor den Japanern und Chinesen aufgefallen.

Wussten Sie schon, dass… Franken die Bierhochburg Europas ist. Zwischen Frankenwald und Altmühltal gibt es 209 Brauereien und Mälzereien (2008), so viele wie in keiner anderen Region der EU. Rund jede vierte deutsche Brauerei habe ihren Sitz in Unter-, Mittel- oder Oberfranken.

Bamberg_Bierkarte

Wussten Sie schon, dass…beim Weinwettbewerb 2009 des Wirtschaftsmagazins Capital in 24 Kategorien insgesamt 75 Auszeichnungen vergeben wurde? Mit 15 Auszeichnungen ging hier das Anbaugebiet Franken mit 15 Weinen, vor der Pfalz mit 13, der Mosel mit 11 und der Nahe mit zehn Weinen, als deutscher Sieger hervor. Die Ausnahmestellung markierten die fränkischen Winzer erneut bei der Rebsorte Silvaner: Hier konnten sich die Franken in jeder Qualitätsstufe gegen ihre deutschen Konkurrenten durchsetzen und in jeder Kategorie auf den ersten Plätzen landen (10 von 10 Preisen).

Wussten Sie schon, dass… Franken noch um 1960 ein höheres Bruttoinlandsprodukt als Oberbayern hatte?

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner zu Marktpreisen

1980 1990 2006 absolut Zuwachs
in % ab 1990
Oberbayern 14.679 24.849 40.909 16.060 64,60%
Niederbayern 10.736 17.791 27.657 9.866 55,50%
Oberpfalz 10.587 18.159 29.180 11.021 60,70%
Oberfranken 10.935 18.494 27.534 9.040 48,90%
Mittelfranken 13.147 21.472 32.014 10.542 49,10%
Unterfranken 10.646 18.185 28.436 10.251 56,40%
Schwaben 11.901 19.995 29.456 9.461 47,30%
Bayern gesamt 21.102 33.240 12.138 57,50%
Quelle: Drucksache 16/1208 vom 14.05.09

Wussten Sie schon, dass… durch diese ungerechte und einseitige Politik der Staatsregierung, das Bild sich total umgekehrt hat? Das Oberfranken 10 % unter dem bayerischen Durchschnitt(32.240.- Euro) liegt, aber das von Oberbayern um satte 23% darüber liegt?

Wussten Sie schon, dass… die fränkischen Steuerzahler jahrelang den „Verkehrsverbund München“ täglich (!) mit einer ½ Million Euro mitfinanzieren, während etwa der Schienennahverkehr in Franken weiter abgebaut wird? Neidisch müssen wir Franken zuschauen, wie sich etwa in Sachsen erfolgreich moderne Nahverkehrssysteme wie die Vogtlandbahn prächtig entwickeln? In Thüringen werden bereits 22 % der Bahnstrecken von Privatbahnen befahren. Warum funktioniert das in Franken nicht? Es ist eben völlig unsinnig, wenn immer behauptet wird, das ganze Land profitiere, wenn es der Landeshauptstadt gut ginge. Das Gegenteil ist der Fall.

Wussten Sie schon, dass…es auch im Nahverkehr weiterhin große Benachteiligungen gibt. Laut einer Meldung FT/BR 17.9.08: „19 Millionen für ÖPNV in Franken“.

Auch hier:

Mehr als 50 Mio. für ganz Bayern.

Für Oberfranken 3,7 Mio. Euro.

Das sind etwa 7,3 % von etwas über 50 Mio. oder?

Oberfranken hat 9,3 % Bevölkerungsanteil.Also: Auch beim ÖPNV eine unterproportionale Berücksichtigung. Proportional, also Gießkanne, würde bedeuten, dass Oberfranken 4,5 – 4,7 Mio. Euro erhält.

Eine glatte Million unterhalb des „Mindestgebots“.

Wussten Sie schon, dass… München mittlerweile die höchsten Mietpreise in Deutschland hat? Über 500 Euro für ein Zimmer ist keine Seltenheit. Da kann man doch locker und flexibel als junger Mensch eine Lehrstelle in München annehmen und vom üppigen Lehrlingsgehalt ein preiswertes Zimmer finanzieren. Auch ein Ergebnis langjähriger einseitiger bayerischer Strukturpolitik.

Wussten Sie schon, dass… die bayerische Staatsregierung im Rahmen der „Offensive Zukunft Bayern“ und für ausgewählte Spitzentechnologien insgesamt 4,1 Mrd. Euro in Wissenschaft und Zukunftsfelder der Wirtschaft investiert? Fragen Sie Ihren Abgeordneten bzw. Ihren Bürgermeister, was davon in unserer Region konkret angekommen ist?

Wussten Sie schon, dass… unsere örtlichen Politiker und Tageszeitungen bei jedem Euro, der aus München kommt, ein Jubelgeschrei anstimmen bzw. eine Schlagzeile setzen, obwohl dies angesichts der angeführten Zahlen völlig fehl am Platze ist? Sind Sie nicht auch der Meinung, dass dies mit ein Grund dafür ist, warum man mit uns hier so umspringen kann?

Wussten Sie schon, dass… die EU-Kommission in Brüssel nun doch den Weg für einen Markenschutz des fränkischen Bocksbeutels gemacht hat? Agrarkommissar Franz Fischler aus Österreich hatte ein Herz für die Franken und gegen die Abschaffung des Flaschenschutzes scharf protestiert. Ein Riesenerfolg für unsere fränkischen Winzer.

Wussten Sie schon… Franken von den Privatisierungserlösen der staatlichen Unternehmen nur 22,38% erhalten hat, während satte 66,32% nach Oberbayern geflossen sind? Bevölkerungsanteil Franken 34,13%, Oberbayern 33,10%

Wussten Sie schon, dass… Franken von den staatlich geförderten Investitionsschüben seit den 60er Jahren(Auto, Luft- und Raumfahrt, Medien, Gentechnologie…)systematisch ausgeschlossen wurde, mit dem Hinweis auf die ‘Selbstheilungskräfte des Marktes’?

Wussten Sie schon, dass… Franken in der staatlich geförderten Wirtschaft- und Tourismuswerbung für Bayern im In- und Ausland – wenn überhaupt – stets nur am Rande vorkommt? Das Image ist Berge, Hofbräuhaus, Neuschwanstein und Schuhplattler. Das ist Bayern.

Wussten Sie schon, dass… Unternehmenspleiten, wie Hypo-Vereinsbank, e.on/VIAG/Bayernwerk, LWS, Kirch-Gruppe, Grundig AG, Maxhütte/Neu Maxhütte, Schneider Technologie, EADS (früher MBB bzw. DASA) Fairchield Dornier), mit staatlicher Beteiligung bzw. staatlichem Engagement pleite sind?

Die Fakten zeigen die Entwicklung:

1990 lag Oberfranken noch auf Platz 5. 2005 sind Niederbayern und die Oberpfalz an Oberfranken vorbeigezogen. 9.286.- € Zuwachs in Oberfranken bedeuten die mit Abstand geringste Wachstumsdynamik.

Oberbayern – vom anderen Stern – legt um 71.549 Mio. Euro zu.

Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Bayern

1990 2005 absolut Zuwachs
in %
Oberbayern 93.508 165.057 71.549 76,5
Niederbayern 18.995 32.125 13.130 69,1
Oberpfalz 18.181 30.377 12.196 67,1
Oberfranken 19.752 29.038 9.286 47,0
Mittelfranken 34.000 54.718 20.718 60,9
Unterfranken 22.693 36.748 14.055 61,9
Schwaben 32.318 50.384 18.166 56,4
Bayern gesamt 239.352 398.450 159.098 66,5

Quelle: Drucksache 16/1208 vom 14.05.09  Bayr. Landtag

Wussten Sie schon, dass… kein geringerer als der Unternehmensberater McKinsey von der CSU-Staatsregierung mit der Erstellung eines Positionspapiers zur wirtschaftlichen Zukunft Bayern beauftragt wurde? Wussten Sie auch, dass McKinsey zu den gleichen Ergebnissen kommt wie der Fränkische Bund e.V.? Er hob besonders die extremen regionalen Unterschiede in der Wirtschaftsentwicklung hervor. Kein Bundesland weist eine größere Differenz von Arbeitslosigkeit aus. So liegen zwischen Oberfranken und Oberbayern  satte 3,6 %. In NRW sind das gerade mal 1,4 %, obwohl die Unterschiede zwischen Großstädten (Ruhrgebiet) und den abgelegenen ländlichen Regionen hier viel größer sind. McKinsey fordert eine Sonderwirtschaftszone (Pressemeldungen vom 17.12.2002). Wäre nicht auch ein Untersuchungsausschuss wegen Betrugs am ‘fränkischen Bürger’ fällig, wenn wir uns an die jahrelangen gebetsmühlenartig wiederholten Sprüche von Wiesheu, Schnappauf, Glos, Söder usw. erinnern, ‘Oberfranken auf der Überholspur’, ‘Es gibt kein Süd-Nord-Gefälle in Bayern, alles dummes Zeug’, und und und?

Arbeitslosenquoten in den Regierungsbezirken Bayerns in Prozent

1988 1998 2005 2007
1. Schwaben 5,4 1. Oberbayern 6,8 1. Oberbayern 7,7 1. Oberbayern 5,4
2. Oberbayern 5,7 2. Schwaben 7,8 2. Schwaben 8,4 2. Schwaben 5,6
3.Unterfranken 6,3 Bayern 8,1 3. Unterfranken 8,6 3. Unterfranken 5,7
Bayern 6,3 3. Niederbayern 8,3 4. Niederbayern 8,8 4. Niederbayern 5,9
4. Oberfranken 6,6 4. Unterfranken 8,5 Bayern 9,1 Bayern 6,1
5. Mittelfranken 6,8 5. Oberpfalz 8,9 5. Oberpfalz 9,7 5. Oberpfalz 6,5
6. Niederbayern 7,2 6.Mittelfranken 9,6 6.Mittelfranken 10,3 6.Mittelfranken 7,4
7. Oberpfalz 8,5 7. Oberfranken 9,8 7. Oberfranken 11,3 7. Oberfranken 8,1
Drucksache 15/11364 vom 23.09.08

Wussten Sie schon, dass…der Vergleich zeigt, dass Oberfranken vor der Wende mit einer Arbeitslosenquote von 6,6 % in 1988, 6,0 % in 1989 und 5,7 % in 1990 sowohl absolut als auch im Vergleich mit den anderen Regierungsbezirken da stand – 1988 auf Platz 4 von 7, 1989 ebenso Platz 4.

Seit 1996 bis heute hält Oberfranken ununterbrochen die rote Laterne der Arbeitslosigkeit in Bayern – egal ob die Konjunktur nach oben oder unten zeigt. Ob die Arbeitslosenquote steigt oder fällt – Oberfranken ist stets auf Platz 7 von 7. Betrug der Abstand zum Bayerndurchschnitt 1988 ganze 0,3 % (6,3 zu 6,6), so beträgt er 2007 volle 2 % (6,1 % Bayern; 8,1 % Oberfranken; Oberbayern mit 5,4 % wieder top.)

Wussten Sie schon, dass…wir uns vom Ziel dieses LEP immer mehr entfernen wie z.B. die Arbeitsmarktlage beweist? Arbeitslosenquote Freising 2,6 % Hof 9,1 %. Auch wieder ein Ergebnis verfehlter Strukturpolitik in Bayern.

Wussten Sie schon, dass …der Schweinfurter Landrat Harald Leitherer (CSU) beim bayerischen Landräteseminar in Bischofsgrün dieses neue LEP von Staatsminister Dr. Schnappauf treffend als „Landesvernichtungs-programm“ bezeichnet hat?

Die wirtschaftliche Entwicklung wird am besten durch das Wachstum des BIP gekennzeichnet.

Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Bayern in Mio. €
1990 2005 absolut Zuwachs in %
Oberbayern 93.508 165.057 71.549 76,5
Niederbayern 18.995 32.125 13.130 69,1
Oberpfalz 18.181 30.377 12.196 67,1
Oberfranken 19.752 29.038 9.286 47,0
Mittelfranken 34.000 54.718 20.718 60,9
Unterfranken 22.693 36.748 14.055 61,9
Schwaben 32.318 50.384 18.166 56,4
Bayern gesamt 239.352 398.450 159.098 66,5
Quelle: Drucksache 16/1208 vom 14.05.09

Die Fakten zeigen die Entwicklung. 1990 lag Oberfranken noch auf Platz 5. 2005 sind Niederbayern und die Oberpfalz an Oberfranken vorbei gezogen. 9.286 Mio. Euro Zuwachs in Oberfranken bedeuten die mit Abstand geringste Wachstumsdynamik. Niederbayern legt um 13.130 Mio. zu, die Oberpfalz um 12.196 Mio. Euro. Oberbayern – vom anderen Stern – legt um 71.549 Mio. Euro zu.

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Euro

1990 2005 Euro-Zuwachs
1. Oberbayern 24.849 1. Oberbayern 39.072 14.223
2. Mittelfranken 21.472 2. Mittelfranken 32.015 10.543
3. Schwaben 19.995 3. Schwaben 28.178 8.183
4. Oberfranken 18.494 4. Oberpfalz 27.870 9.711
5. Unterfranken 18.185 5. Unterfranken 27.362 9.177
6. Oberpfalz 18.159 6. Niederbayern 26.844 9.053
7. Niederbayern 17.791 7. Oberfranken 26.302 7.808
Drucksache 15/111364 vom 23.09.08

Nicht nur absolut, auch pro Kopf ist das Wachstum in Oberfranken gegenüber der „restlichen“ Entwicklung in Bayern zurückgeblieben. Das gilt insbesondere gegenüber den beiden anderen wirtschaftsschwachen Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz.

Ihre Entwicklung 1990 – 2005 ist bedeutend besser:
Bezirk Betrag in € Bemerkung
Niederbayern 9.053,00 Wirtschaftsschwache Region
Oberpfalz 9.711,00 Wirtschaftsschwache Region
Oberfranken 7.808,00 abgehängt!!!
Oberbayern 14.223,00 von einen anderen Stern
Franken im Vergleich mit anderen Bundesländern
Platz Fläche Einw. Wirtschaftskraft Bemerkung
qkm in Mio. in Milliarden
7 27000 bei 17 Bundesländer
Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen
7 4,3 vor Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz
Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen
6 90 hinter Niedersachsen trotz Benachteiligung
Politik der “Münchner” 1997

Wussten Sie schon, dass… durch politisch gewollte südlastige Firmensitzverlagerungen die Unternehmensumsätze in Franken nur noch halb so hoch sind? Kann man die Auswirkungen der südlastigen bayerischen Strukturpolitik noch besser verdeutlichen?

Wussten Sie schon, dass… Oberbayern die einzige voll ausgebaute Technische Hochschule besitzt.   

Oberfranken bleibt immer außen vor.

Wussten Sie schon, dass…Franken von den 25 außeruniversitären Hochleistungs-Instituten nur 4 hat, während in Oberbayern 21 stehen(Max-Plank, Fraunhofer-Institute, usw.)? darunter 0 (in Worten: NULL) in Oberfranken. Dort, wo die mit Abstand höchste Forschungsdichte ist, gibt es die höchste Beschäftigung, die niedrigste Arbeitslosigkeit, die höchste Steuerkraft, die meiste Zuwanderung – in Oberbayern.

Oberfranken hat heute noch immer bayernweit den höchsten Anteil ungelernt Beschäftigter ( – vor 20 Jahren war er noch höher). Zugleich hat Oberfranken den geringsten Anteil an Akademiker-Arbeitsplätzen. Zugleich bleibt es Spitze beim hohen Anteil des verarbeitenden Gewerbes und hat einen niedrigen Anteil im Dienstleistungsbereich. Der vermutlich wichtigste unter mehreren Zukunftsparametern für die Wirtschaftsentwicklung einer Region ist der Bereich Forschung/ Entwicklung/Technologietransfer. Außeruniversitäre Spitzenforschungseinrichtungen sind hier wiederum der wichtigste Einzelparameter.

Die Verteilung dieser Einrichtungen in Bayern braucht keine weitere Kommentierung. Ob Max-Planck, Fraunhofer, Leibniz (WGL), Peter Helmholtz …:

Dort, wo es seit anderthalb Jahrzehnten ununterbrochen die höchste Arbeitslosigkeit gibt, den geringsten Zuwachs an Steuerkraft und die einzige bayerische Region mit Abwanderung, dort gibt es auch keinerlei außeruniversitäre Spitzenforschung – in Oberfranken.

Ich finde, es ist längst überfällig, entlang der Fakten zu diskutieren und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Einer davon ist, dass es umgehend eine spezielle Oberfranken-Förderpolitik geben muss, unter anderem im Bereich Bildung und Berufsqualifizierung (Erstqualifikation, aber auch Aus- und Fortbildung), aber auch im Bereich der Ansiedlung von Spitzenforschung im außeruniversitären Bereich. Dass die gegebenen Forschungskapazitäten an den bestehenden Universitäten weiter auszubauen sind, versteht sich von selbst. Deutschlands beide „Eliteuniversitäten“, die TU und die LMU in München wissen, dass der Freistaat Bayern viel Geld für sie ausgibt. Die Uni’s in Bayreuth und Bamberg können davon nur träumen. Im Vergleich dazu erhalten sie Brosamen.

Von 25 großen Instituten der Spitzenforschung befinden sich 21 in Oberbayern, 4 im restlichen Bayern, darunter 0 (NULL) in Oberfranken. Dort wo mit Abstand höchste Forschungsdichte ist, gibt es die höchste Beschäftigung.

Entwicklung der außeruniversitären Spitzenforschung

1988 2007 Ober Mittel Unter Ober
Bayern Franken Franken Franken
Helmholtz – Zentren 3 3 3 0 0 0
Max – Plank – Institute 8 11 11 0 0 0
Fraunhofer – Institute 6 6 3 2 1 0
WGL – Institute 5 5 4 1 0 0

Quelle: Drucksache 15/11364 vom 23.09.08   Bayerischer Landtag.

Diesen Zahlen ist nichts hinzu zufügen.

Wussten Sie schon, dass… Sie weiter mit Ihren Steuern die unerträglichen Kosten der bayerischen Selbstdarstellungssucht(‘mir san mir’)mitfinanzieren, während Franken sich mit Brosamen vom reich gedeckten bayerischen Tisch zufrieden geben muss? Stichworte: Nahverkehr, neue Messe, neuer Atommeiler Garching, 4 Münchner Staatstheater(Franken 1), Münchner Nahverkehr, Neue Pinakothek ,Olympia 2018 ……….

Wussten Sie schon, dass… die drei stärksten deutschen Landkreise laut einer Studie in Bayern liegen. Auf Platz 1 im Wirtschaftsranking von Focus Money, landet der Landkreis Freising, gefolgt von Starnberg und der kreisfreien Stadt Ingolstadt. Schlusslicht ist der Kreis Mecklenburg Strelitz auf Platz 429. Die Stadt Hof kommt auf Platz 400, der Kreis Hof auf Platz 276, der Kreis Wunsiedel liegt auf Platz 322. Bayreuth belegt Platz 325, der Kreis Kulmbach den Platz 301. Das ist die bayerische Politik, die Franken an den Rand gebracht hat.

Wussten Sie schon, dass…den Landkreisen Wunsiedel mit 21,7% und Hof mit 17,8% die stärksten Bevölkerungsrückgänge bis zum Jahre 2028 droht. Oberfranken soll 9,6% seiner Bevölkerung verlieren, das wären rund 100.000 Einwohner und Minusrekord. Gewinner ist durch Steuerung von der Zentralregierung in München, wieder einmal Oberbayern mit plus 7,6%. Innenminister Herrmann kommentiert dies so: Insgesamt bleibt Bayern Bevölkerung stabil. Grund seien deutliche regionale Unterschiede in Freistaat. Was will man von einem gebürtigen Münchner der sich hier eingenistet hat, und noch Karriere in München machen will, anderes erwarten.

Entwicklung Einwohner in Mio.

1988 2000 2007 absolut Zuwachs
Abnahme
in %
Oberbayern 3.672.113 4.083.077 4.313.446 641.333 17,50%
Niederbayern 1.037.340 1.176.206 1.194.138 156.798 15,10%
Oberpfalz 975.371 1.079.217 1.086.684 111.313 11,40%
Oberfranken 1.039.232 1.113.251 1.088.845 49.613 4,80%
Mittelfranken 1.542.768 1.689.066 1.714.123 171.355 11,10%
Unterfranken 1.216.630 1.335.991 1.334.767 118.137 9,70%
Schwaben 1.565.809 1.753.447 1.788.329 222.520 14,20%

Quelle: Drucksache 16/1208 vom 14.05.09

Wussten Sie schon, dass…es um die Zukunft unserer Jugend in Franken nicht gut aussieht. Laut einer Meldung (dpa vom 3.9.2008) hat der Bayer. Ministerpräsident (Quelle ist also die Staatskanzlei) zum Thema Lehrstellenversorgung folgendes ausgeführt:

100 Bewerber finden in Bayern 99 Stellen vor. „Vollversorgung“ in Bayern, tönt die CSU.

Man muss schon die Süddeutsche Zeitung lesen, um etwas anderes in einer Überschrift zu lesen, nämlich

„Nord-Süd-Gefälle bei Lehrstellen“

„Überschüsse in Oberbayern, aber Defizite in Franken“

Die Zahlen lauten konkret:

Bewerber finden vor Lehrstellen

100 : 179 in Oberbayern
100 : 99 in Bayern gesamt
100 : 53 in Oberfranken

Auch wenn erfahrungsgemäß diese Lehrstellen in den folgenden Wochen noch zunehmen, ist klar, offensichtlich und nicht zu beschönigen. Dass regionale Unterschiede von 100:179 bzw. 100:52 in ein und demselben Bundesland jenseits aller Rechtfertigungsversuche liegen. Und so nimmt es nicht wunder, dass 15-, 16-jährige Oberfranken nach Oberbayern gehen, um einen Berufseinstieg zu finden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kehren sie nicht zurück. Man kann sich sein demografisches Problem auch selbst schaffen, finde ich.

Nötig: Spezielles Förderprogramm für Unternehmen, die zusätzlich ausbilden, mehr außer- und überbetriebliche Berufsausbildungsangebote, die der Staat schaffen muss.

Wussten Sie schon, dass… die Personalkosten für Verwaltung pro Einwohner in Hessen nur halb so hoch sind wie in Bayern?

Wussten Sie schon, dass… das größte Musikhaus Europas in Treppendorf Burgebrach in Oberfranken ist.?

Wussten Sie schon, dass… die Franken ihre Karpfen ganz alleine verspeisen und das nach einem ganz besonderen Rezept. Jährlich werden in 200 Fischküchen in Franken, 750 Tonnen Karpfen verzehrt?

Wussten Sie schon, dass… der größte Karpfenliebhaber aus Höchstadt/Aisch stammt und in einer Saison(alle Monate mit „R“) 204 Karpfen verzehrt hat? Dieser Karpfenesser hat etwa 130 kg Karpfen verspeist. Der durchschnittliche Karpfenkonsum eines Bundesbürgers liegt bei 160 g, der Fischverbrauch  von Eskimos liegt  bei 80 kg.

Wussten Sie schon, dass… die weltweit größte Fachmesse für Bio-Produkte in Nürnberg stattfindet? 2.740 Aussteller aus 78 Nationen werden ihre Erzeugnisse den erwarteten Fachbesuchern aus über 100 Ländern präsentieren. Zudem gilt die BioFach mit ihren 336 Wein-Produzenten aus 21 Nationen als größte Biowein-Fachmesse der Welt.

Wussten Sie schon, dass…die alljährlich in Nürnberg stattfindende Spielwarenmesse, die größte der Welt ist? Das 2010, 2700 Aussteller aus 60 Ländern präsent waren. Und 76.600 Fachhändler aus 104 Ländern die Messe besucht haben.

Wussten Sie schon, dass…seit 1912 Meerrettich von Herstellern in Baiersdorf und Umgebung auch gerieben und gebrauchsfertig angeboten wird.?Um die bekannte Meerrettichstadt Baiersdorf befindet sich das traditionsreichste Anbaugebiet der Welt. Zugleich ist es auch heute noch das bedeutendste in Deutschland.

Wussten Sie schon, dass… die Meerrettichhersteller um Baiersdorf den zu 100% in Franken angebauten Meerrettich „Bayerischer Meerrettich“ benannt haben, weil sie glauben, dies würde mehr Umsatz in die Kassen spülen. ?

Wussten Sie schon, dass…es in Franken auch noch Erzeuger gibt die ihren Meerrettich gerne als „Fränkischen Meerrettich“ schützen wollen, und die von München untersagt wird?

Wussten Sie schon, dass… die fränkischen Winzer und Nürnberger Rostbratwursthersteller stolz darauf sind, ihre Ware fränkisch zu deklarieren, und dieses Qualitätsmerkmal in die Welt zu tragen. Umsatzsteigerungen sind nicht ausgeblieben?

Wussten Sie schon, dass…auch bei der bisher größten Weltausstellung 2010 in Shanghai (China) Bayern wieder ausschließlich mit Lederhosen,  Neuschwanstein, Alpen und Gamsbart warb? Demnach hat Franken  nichts mit Bayern zu tun. Herr Balleis (CSU) aus Erlangen regte sich massiv darüber auf.

Wussten Sie schon, dass… bei Aldi in USA Nürnberger Hoeneß Bratwürste mit Neuschwanstein-Label verkauft werden?

Unsere Farben sind rot – weiß!

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7 Kommentare

  1. [...] und “Vollblutfranke” u.a. über Kirwabäume und Maibäume, fränkische Tracht und das fränkisches Reinheitsgebot von 1489, das damit 27 Jahre älter ist, als das “Baierische“ von [...]

  2. [...] in Franken – seit über 200 Jahren dafür bluten müssen, wenn Altbayern immer wieder einmal ihren Größenwahnsinn frönen und im wahrsten Sinne des Wortes durchdrehen ist mir bis heute unklar [...]

  3. [...] Der Abstieg Frankens, Herr Blessing, setzte nicht 1914 ein, sondern 1964, leicht nachzuweisen an der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Es war die Politik von Strauß bis Stoiber. Genau 1964 war erstmals das BIP Oberbayerns größer als das Frankens! Die Schere ging seitdem stetig auseinander. Nun haben wir es zum Schlusslicht in Bayern gebracht. [...]

  4. [...] ist, ein Sprachrohr wie den Fränkischen Bund zu haben, können Sie im Buch, unter der Rubrik “Wußten Sie schon, dass….” nachlesen. Hier kommt klar und deutlich zur Sprache, wie Franken von der Staatsregierung, und [...]

  5. [...] Millionen die man hier in FRanken zur Befriedung – der Forderungen – gegeben hat, sind Milliarden an Oberbayern gefolgt. Die Begründung: Man muss die Boomregion fördern! Zur Erinnerung sei hier einmal deutlich [...]

  6. [...] Was nützt uns der wirtschaftliche Erfolg in Bayern, wenn dieser nur in München und Starnberg ankommt? Oder im Unterallgäu, das mit einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent nur ein Bruchteil der Quote von den Spitzenreitern aus Nürnberg (7,7%) und Hof (8,7%) aufweist? Oder dass in Kro-nach jeder vierte Jugendliche keinen Ausbildungsplatz findet (lt. B5aktuell)? Und so weiter und so fort…. [...]

  7. [...] Theater, Museen, Hochschulen, usw. zum Großteil finanziert, mit denen man jetzt Spitzenkräfte in Wirtschaft und Sport anlockt. Franken natürlich! Wir bezahlen unsere Bestellungen selber und geben noch [...]

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